23.02.2008 Erdbeben erschüttert das Saarland

otto

Ruheständler im Dienst
Mitarbeiter
#1
Das bisher schwerste durch den saarländischen Bergbau ausgelöste Erdbeben hat am Samstagnachmittag Teile des Saarlandes erschüttert und regionale Stromausfälle sowie Gebäudeschäden verursacht.

Saarbrücken - Ein Erdbeben der Stärke 4,0 hat am Samstag Teile des Saarlandes erschüttert.
Es habe sich um das stärkste jemals durch Kohleabbau im Saarland ausgelöste Beben gehandelt, teilte die RAG Deutsche Steinkohle AG mit.

Dabei gab es nach Angaben der Polizei in Saarbrücken Sachschäden an Gebäuden, nach ersten Erkenntnissen wurde aber niemand verletzt. Die Deutsche Steinkohle AG kündigte am Abend an, den Kohleabbau im betroffenen Gebiet Primsmulde Süd bis auf weiteres zu stoppen.

Durch das Beben wurde eine Kirche beschädigt.
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In Teilen der Stadt fiel der Strom aus. Das Beben sei im ganzen Landkreis Saarlouis zu spüren gewesen.

In der Region gibt es immer wieder Beben durch den Bergbau, allein in diesem Jahr mehr als 30. Das bislang stärkste Beben wurde am 3. Januar gemessen und hatte eine Stärke von 3,4. Die für die Beurteilung der Folgen wichtige Schwinggeschwindigkeit erreichte damals 42,3 Millimeter pro Sekunde. Das jetzige Beben übertraf diesen Wert mit bis zu 93,5 Millimeter pro Sekunde deutlich.
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Die Stärke des Erdbebens am Samstag wurde vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg zunächst mit 3,9 und dann mit 4,0 angegeben. Die Erschütterungen seien im Bergwerk Saar im Feld Primsmulde Süd in einer Tiefe von etwa 1500 Metern aufgetreten.
Quelle und Weiterlesen.

Hier gibts noch das passende Seismogramm dazu:
Regierungspräsidium Freiburg

Gruß
Gerd
 
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hebbel

Guest
#2
Sollen sie doch Gebirgsschlag schreiben, wenn es einer war.
Bis zu 3.600 Kumpel sind auf Grund der Vorsichtsmaßnahmen vorläufig "beurlaubt", wird gemeldet.

Gruß
Dieter
 
#3
Was dann manche Möchtegrenpolitiker dazu sagen - also da stellen sich doch einem die Haare auf.


War es nun ein Erdbeben oder ein Gebirgsschlag der durch den Abbau hervorgerufen wurde??
Wie kann denn ein Unternehmen sicherstellen daß kein Erbeben wieder auftritt?
Warum nimmt man einfach so den Verlust von zigtausend Arbeitsplätzen hin kauf und woher beziehen denn die beisherigen Abnehmen jetzt ihre Steinkohle??
Warum beantragt das Unternehmen keine Betriebserlaubnis - wovon leben die denn jetzt????

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Grubenbeben-Bergbau;art271,2483397

uwe
 
H

hebbel

Guest
#4
Ein paar Zusammenhänge mehr:

Quelle: taz.de
Eingestürzte Hohlräume im Bergwerk
Das Erdbeben erreicht die Stärke 4. Kritiker des Bergbaus vermuten, dass Hohlräume in einem Kohlebergwerk eingestürzt sind. Der Abbau wurde vorläufig eingestellt.

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/...hlraeume-im-bergwerk/?src=AR&cHash=f86109030c

!
Ein Kommentator gibt den Hinweis, daß das Saar-Nahebecken zwischen Rheintalgraben und Eifel von tektonisch aktiven Bereichen begrenzt wird.

Gruß
Dieter
 

otto

Ruheständler im Dienst
Mitarbeiter
#5
...
Eingestürzte Hohlräume im Bergwerk ...
Gruß
Dieter
Das klingt ja fast wie '96 in Teutschenthal. Ich durfte damals ein fünf-Komma-irgendwas frühmorgens gegen halb Sechse miterleben :eek:.

Wie sich später herausstelle brachen unterirdisch nicht verfüllte Hohlräume aus dem Kalibergbau auf einer Fläche von ca. 500 Fußballfeldern ein.

Gruß
Gerd
 
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