Alte und neue Bahngebäude in Österreich

josef

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Bf. Groß Weikersdorf an der FJ-Bahn
Am 23. Juni 1870 wurde der zweigleisige Abschnitt der Kaiser-Franz-Joseph-Bahn von Wien nach Eggenburg seiner Bestimmung übergeben. Der erste Zug, der die Strecke befuhr hielt auch in Weikersdorf. Ein neuer Bahnhof wurde 1897-1899 am heutigen Standort errichtet.
Ab der Streckeneröffnung 1870 bis zur Fertigstellung des Bf. Gebäudes 1899 gab es in Groß Weikersdorf eine Haltestelle in einem adaptierten Bahnwächterhaus. (Quelle: Verein Waldviertler Eisenbahnmuseum Sigmundsherberg "125 Jahre Kaiser Franz Josef Bahn", Sigmundsherberg 1995 )

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Ansichtskarte Groß Weikersdorf mit Bahnhof 1910
 

josef

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Amstettner Remise wird Wirtschaftszentrum
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Rund um den Bahnhof soll Amstetten ein neues Gesicht bekommen. Die alte ÖBB-Remise – bislang eher bekannt für Veranstaltungen – soll zum Herzstück eines neuen Stadtteils werden. Ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, baut sie zum „Ecocenter“ um.
Online seit heute, 17.33 Uhr
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Auf 90.000 Quadratmetern soll der neue Amstettner Stadtteil namens Quartier A entstehen, in unmittelbarer Bahnhofsnähe. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze und 300 Wohneinheiten sind geplant. Der erste konkrete Umsetzungsschritt wird die Verwirklichung des „Ecocenters“ sein, in dem arrivierte Betriebe ebenso einziehen können wie Startups.

Es sei eines der größten Wirtschaftsraum-Entwicklungsprojekte des Landes, betonte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei der Präsentation: „Drei Ecocenter gibt es in Niederösterreich, das vierte hier ist ein besonderes – nämlich das erste in einem innerstädtischen Entwicklungsgebiet. Noch dazu auf quasi historischem Boden, entsprechend sensibel wird hier mit der historischen Bausubstanz umgegangen.“ Danninger spricht von einem außergewöhnlichen Standort, der durch den angrenzenden Bahnhof optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden ist.

ORF
Die Remise in ihrer derzeitigen Form

Zeitgemäß, bei erhaltenem Altbestand
Neun Millionen Euro investiert Ecoplus, der Baubeginn ist in einem Jahr geplant. Ende 2024 soll das dann vierstöckige Gebäude fertig sein. Unter anderem werde die bekannte Drehscheibe der Remise erhalten, beschrieb Bürgermeister Christian Haberhauer. Sie werde in das neue Gebäude integriert. Haberhauer: „Es ist ein großer öffentlicher Raum, der da entsteht und ich glaube, wir haben damit den Nerv der Bürgerinnen und Bürger getroffen.“

Errichtet wird das „Ecocenter“ Amstetten nach Plänen des Architekturbüros HOLODECK. Architektin Marlies Breuss sei es wichtig gewesen, zusammen mit dem atmosphärischen Altbestand eine zeitgemäße Immobilie zu schaffen, die das bestehende Ambiente aufnehme und sich harmonisch in das Stadtbild einfüge, wie sie sagt.

Robert Salzer, ORF NÖ
Ein Modell des Ecocenters

14 Gemeinden zusammengeschlossen
Für Finanzierung und Aufschließung wurde die überregionale GmbH „Wirtschaftsraum Amstetten“ gegründet, an der 14 Gemeinden der Region beteiligt sind. Eine der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ist Michaela Hinterholzer aus Oed-Öhling (Bezirk Amstetten): „Damit wird nicht nur dieses Quartier A mit der Remise vermarktet, sondern wir haben uns darauf verständigt, dass wir auch künftig Betriebsgebiete gemeinsam ankaufen, aufschließen und dann gemeinsam vermarkten.“ Damit solle der Bodenverbrauch eingeschränkt werden, da nicht mehr jede Gemeinde ihr eigenes Wirtschaftsgebiet baut. Alle Gemeinden partizipieren dann an der Kommunalsteuer, die in solchen Wirtschaftsgebieten aufkommt.
04.04.2022, Robert Salzer, noe.ORF.at

Links:
Siehe auch Alte und neue Bahngebäude in Österreich - Beitrag #243
Amstettner Remise wird Wirtschaftszentrum
 
Amstettner Remise wird Wirtschaftszentrum
Anhang anzeigen 101711

Rund um den Bahnhof soll Amstetten ein neues Gesicht bekommen. Die alte ÖBB-Remise – bislang eher bekannt für Veranstaltungen – soll zum Herzstück eines neuen Stadtteils werden. Ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, baut sie zum „Ecocenter“ um.
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Amstettner Remise wird Wirtschaftszentrum
Das Modell sieht interessant aus. Es soll ja wohl die Remise erhalten werden.
Dann bleibt Amstetten als wichtiger Standort einer Zugforderstelle in Erinnerung.
 

wolfsgeist

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Ehem. Bahnhof Türnitz

Nachfolgend einige Bilder des ehemaligen Endbahnhofes Türnitz der ca. 9,2 km langen und 2001 eingestellten Stichbahn Freiland - Türnitz:

(Aufnahmen v. 22.06.2014)

1. Das Gebäude von der Straßenseite...
2. ...und von der ehemaligen Gleisseite. Schwellen und Schienen sind bereits entfernt.
3. Das aufgelassene Bahngelände Richtung Osten - ehemalige Ausfahrt nach Freiland.
4. Und ein Blick in die Gegenrichtung nach Westen. In der Mitte zwischen Lokschuppen und Lagerhalle war das Gleisende der Stichbahn. Mitte 1944 wurden 2 Gleise ca. 700 m nach Westen verlängert und dienten als Anschlussgleis der Kleinraffinerie "Ofen XI und XII"
5. Der hölzerne Güterschuppen und die Freiladerampe sind auch noch vorhanden.
6. Ebenso das Gebäude des einständigen Lokschuppens.
Mittlerweile hat sich die Polizei dort eingenistet.

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Bunker Ratte

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Bahnhof Rosenburg an der Kamptalbahn:
Nach Errichtung der 1889 eröffneten Kamptalbahn entwickelte sich Rosenburg mit seinem Renaissance-Schloss zu einem bedeutenden Sommerfrische-Orte im Kamptal. Neben dem Personenverkehr kam dem Bahnhof auch eine besondere Bedeutung als Güterbahnhof zu, da sich in Rosenburg zwei Großmühlen (von denen eine heute noch besteht) befanden, die ihre Mahlerzeugnisse fast ausschließlich über den Bahnhof Rosenburg expedierten.

1912 kam es im Bahnhof Rosenburg zu einem Zugunglück, bei dem acht Waggons aus den Schienen sprangen. Nachdem Ende der 1980er Jahre der Güterumschlag auf dem Bahnhof eingestellt worden war, wurden 1992 die auf dem Bahnhofsgelände befindlichen Güterabfertigungsgebäude abgebrochen, das Bahnhofsgebäude selbst jedoch umfassend renoviert. Heute befindet es sich unter Denkmalschutz (Listeneintrag). Der Bahnhof Rosenburg wird 2016 von stündlich bis zweistündlich verkehrenden Regionalzügen der ÖBB bedient.



Quelle/Bildquelle: Bahnhof Rosenburg (Wiki)

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josef

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Nochmals Bahnhof Rosenburg
Als Ergänzung noch 2 alte Ansichtskarten mit einem Gesamtüberblick:

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1923 (BBÖ)
https://akon.onb.ac.at/#center=u2ehdx3thmeq&zoom=13&id=AKON_AK023_293

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1939 (DRB)
https://akon.onb.ac.at/#center=u2ehdx3thmeq&zoom=13&id=AKON_AK004_426

Beide Ansichten vom gleichen Aufnahmestandort:
Im Vordergrund der Bahnhof mit einem Ladegleis. Rechts verläuft die Strecke der Kamptalbahn durch das "Taffa-Tal" Richtung Horn (-> Sigmundsherberg) und links verdeckt der Bogen ins "Kamptal" Richtung Gars (-> Hadersdorf). Im Gegensatz zu heute wurde damals das als Stumpfgleis ausgebildete Ladegleis noch reichlich (umweltschonend ;) ) genützt! Frachtkunden waren die am Kamp angesiedelten großen Mühlenbetriebe und Forstgüter der Umgebung. Eine dieser Mühlen die ursprünglich die Wasserkraft des Kampflusses nützte, ist die auf den Karten unterhalb der Rosenburg ersichtliche "Mantler Mühle".
Rechts der Mühle dringt hinter dem Hügel der wildromantische Abschnitt des Kamptales weiter in die tiefen des Waldviertels ein. Rechts der Mitte ist am Horizont das Stift Altenburg zu erkennen...
 

josef

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Bahnhof Spitz an der Donau

Der Bahnhof liegt am 1909 eröffneten Teilstück der Donauuferbahn Krems - Mauthausen und ist heute Betriebsstelle der von der NÖVOG saisonal betriebenen Wachaubahn Krems - Emmersdorf.

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Ansicht von der Gleisseite
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Straßenseite - Bahnhofvorplatz Richtung Osten
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Straßenseite - Bahnhofvorplatz Richtung Westen
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Die Bahnsteigterrasse ziert eine der Region entsprechende Weinhecke
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Ein aus Richtung Emmersdorf kommender NÖVOG-Dieseltriebwagen fährt in den Bf. ein. Rechts der denkmalgeschützte Wasserturm aus der Dampflokära, dahinter der Spitzer "Tausendeimerberg".
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Gleisfeld Blickrichtung Osten (Krems) mit ebenfalls geschütztem Bauwerk des ehemaligen Gütermagazins mit Rampe.
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Das nun für einen Fahrradverleih genützte hölzerne Magazingebäude von der Straßenseite...
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...ebenso der ehemalige Wasserturm von der Straße aus.
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Eine nach dem Designkonzept der NÖVOG in Gold lackierte Dieseltriebwagen-Doppelgarnitur vor der Abfahrt in Spitz. Die Triebwägen vom Typ "RegioSprinter" wurden 2016 gebraucht von der Vogtlandbahn gekauft.

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Blick vom Bahnhofsvorplatz nach Norden zum historischen Ortszentrum von Spitz
 
Das ist zumindest wieder möglich, da seit 2019:die Strecke wieder befahrbar ist.
Ich glaube aber , dass zumindest bis 2021 noch kein Sonderzug fuhr. Danach entzieht sich meiner Kenntnis.
Ergänzung: Danke für den Link, dann hatte ich falsche Infos.
 
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josef

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Achtung - in Arbeit!

Bahnhof Kirchberg an der Pielach
Teil 1


Das Bahnhofsgebäude an der "Mariazellerbahn", welches vom nunmehrigen Bahnbetreiber NÖVOG zur Betriebsabwicklung nicht mehr benötigt wird, wurde 2015 von der Gemeinde Kirchberg erworben. In den Folgejahren wurde das Innere für eine über 100m² große Modellbahnanlage mit der Nachbildung der Mz-Bahn Bergstrecke adaptiert. Die Modellbahnanlage mit dem Motto "Bahn im Bahnhof" wird später kurz vorgestellt...

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Straßenseite - Bahnhofvorplatz

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Gleisseite - Bf. Gebäude vom Mittelbahnsteig aus gesehen. Nach Errichtung des "Modellbahnmuseums" im Bf.-Gebäude wurde der Hausbahnsteig aufgelassen.

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Nordseite des Bf. Gebäudes

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Südansicht: Mittelbahnsteig mit Gleisachsen 1 u. 2. Links Flugdachanbau an den ehemaligen Güterschuppen mit historischer E-Lok 1099.06 und Personenwagen

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Einfahrt eines von der Bergstrecke aus Mariazell kommenden NÖVOG E-Triebwagens

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Ausfahrt des E-Triebwagens "Himmelstreppe" talauswärts in Richtung Obergrafendorf - St.Pölten

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Blickrichtung Südausfahrt taleinwärts Richtung Laubenbachmühle bzw. zur Bergstrecke nach Mariazell

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Nordausfahrt - Talstrecke nach Obergrafendorf bzw. St.Pölten. Rechts Objekte des Bahnerhaltungsdienstes (früher "Bahnmeisterei"...)

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Blick nach W zur Kirche von Obergrafendorf, im Vordergrund Frontpartie der Lok 1099.06


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Kunstinstallation am Vorplatz: "Dirndlstrauch" mit symbolhafter Darstellung der Mz-Bahn-Bergstrecke die von der Dampflok Mh.6 erklommen wird...
 
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