Alte und neue Bahngebäude in Österreich

HF130C

Well-Known Member
Sehr interessante Eindrücke!
Konntest du die Aufschrift auf dem rostigen Anhänger entziffern? Was wohl in dem Kasten drinnen ist?

Das Museum scheint ja interessant zu sein, mit der Registrierkasse hätte das Finanzamt aber wohl keine Freude :)
Schade, dass es nicht geöffnet war. Kann man es überhaupt noch besuchen?
 
Sehr interessante Eindrücke!
Konntest du die Aufschrift auf dem rostigen Anhänger entziffern? Was wohl in dem Kasten drinnen ist?

Das Museum scheint ja interessant zu sein, mit der Registrierkasse hätte das Finanzamt aber wohl keine Freude :)
Schade, dass es nicht geöffnet war. Kann man es überhaupt noch besuchen?
Hallo HF130C,
ja das Museum kann man noch besuchen, jeden Samstag und Sonntag gegen telefonische Vereinbarung, daß wusste ich leider nicht. Muss unbedingt nochmal in die Gegend mir was ansehen, dann werd ich das Museum voraussichtlich auch besuchen. Die Kasse ist intressant, wohl für heutige Zwecke nicht mehr geeignet;)! Und du hast recht, das Finanzamt sieht wohl bei dieser Kasse durch die Finger:D. Die Untere größere Schrift auf dem Anhänger konnte ich mit "Ebreichsdorf" entziffern, die anderen Schriftzüge leider nicht. Das Typenschild links unten im Bild war kaum zu lesen, leider! Konnte auch nicht näher ran, stand in einem eingezäunten Gelände!

Lg
Michi
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
...Die Untere größere Schrift auf dem Anhänger konnte ich mit "Ebreichsdorf" entziffern, die anderen Schriftzüge leider nicht. Das Typenschild links unten im Bild war kaum zu lesen, leider! Konnte auch nicht näher ran, stand in einem eingezäunten Gelände!...
Nach ein wenig Spielerei konnte ich die obere kleine Schrift als FILZHUTFABRIK (EBREICHSDORF) entziffern.

1535869812747.png 1535869897551.png

Dürfte ein Anhänger für eine dort etablierte Betriebsfeuerwehr gewesen sein...

Die Ebreichsdorfer Filzhutfabrik zählte zu den bedeutendsten Hutfabriken Europas. Im Heimatmuseum befindet sich die größte Sammlung der Filzhuterzeugung in Österreich.



Herrenhüte aus der ehemaligen Filzhutfabrik der Brüder S. & J. Fraenkel in Ebreichsdorf
Ebreichsdorf: Heimatmuseum Ebreichsdorf |Heimatmuseum Ebreichsdorf
Das Heimatmuseum Ebreichsdorf befindet sich im aufgelassenen Bahnhof Unterwaltersdorf, Rechte Bahnzeile 1. Vom Hauptplatz Unterwaltersdorf der Beschilderung 'Heimatmuseum' (oder 'Bahnhof') folgen, um zum Museum zu kommen.
Website
Filzhutfabrik der Brüder S. & J. Fraenkel
In der Fabrik, die zeitweise mehr als 500 Personen in den Abteilungen Blaserei, Filzerei, Walkerei, Zwisterei, Bürsterei, Färberei und Plattiererei beschäftigte, wurden 5.000 bis 6.000 Stumpen und Verlours-Herrenhüte pro Woche gefertigt. Zunächst wurde das gepresste Haar in der Blaserei aufgelockert, ehe mit der Herstellung der Stumpen begonnen werden konnte. Dabei rotierte eine perforierte, etwa 50 cm hohe Blechglocke, an deren Boden sich ein Saugventilator befand. Das von oben eingebrachte Haar verteilte sich gleichmässig auf der rotierenden Glocke. Nach der Abnahme der Glocke löste man die dünne Haarschicht ab; diese durfte keinesfalls austrocknen und musste daher ständig befeuchtet werden. Das Zwischenprodukt gelangte anschliessend in den sogenannten Fachsaal und in die Filzerei, um beim Wickeln durch Drehen und Zusammenlegen ein dichteres Gefüge herzustellen. In der Walkerei wurde dann der Stumpen erneut verkleinert und verfilzt, ein Vorgang, der in der Zwisterei abermals zu einer Verkleinerung und Formverfestigung des Filzstumpens führte. Die Stumpen für die Velourshüte wurden anschliessend in der Bürsterei mit heissem Wasser oberflächenbehandelt, ehe sie in die Färberei wanderten. Dann verformte man sie in der Plattiererei auf die gewünschte Grösse, stattete die Stumpen mit Krempen aus, die letztlich mit Futter, Bändern und Etiketten ausstaffiert wurden.
Quelle:
Das industrielle Erbe Niederösterreichs:
Geschichte, Technik, Architektur
Gerhard A. Stadler
Die Ebreichsdorfer Filzhutfabrik zählte zu den bedeutendsten Hutfabriken Europas. Im Heimatmuseum befindet sich die größte Sammlung der Filzhuterzeugung in Österreich.
 

josef

Administrator
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Ehemaliger Bahnhof Kopfstetten-Eckartsau

1536843671382.png

Von diesem kleinen Bahnhof im Marchfeld aus reiste Kaiser Karl I., von Schloss Eckartsau kommend, am 23. März 1919 mit dem "K.u.k. Hofsalonzug" ins Exil in der Schweiz ab.

Das kleine Gebäude des an der eingestellten und abgebauten Lokalbahnstrecke Siebenbrunn-Leopoldsdorf - Engelhartstetten gelegenen Bahnhofes ist vorbildlich restauriert und beherbergt ein sporadisch geöffnetes "Café am Bahnhof".

1. - 2. Straßenansicht des ehem. Bahhofgebäudes
3. - 4. Ansicht von der Gleisseite. Vor dem Gebäude ist noch ein kurzes Gleisstück vorhanden...
5. Blickrichtung W - Fahrtrichtung Siebenbrunn-Leopoldsdorf. Das im Hintergrund sichtbare Lagerhausgelände wurde von einigen Anschlussgleisen erschlossen.
6. Richtung O - Fahrtrichtung Endbahnhof Engelhartstetten.


(Siehe auch Rätsel 320. )
Alle Fotos v. 10.09.2018
 

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josef

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Nochmals Bhf. Kopfstetten-Eckartsau:

Im Bereich des ehemaligen westlichen Bahnhofskopfes befindet sich das Gelände der Landwirtschaftlichen Genossenschaft - Raiffeisen-Lagerhaus mit mehreren Lagerhallen. Vor dem Getreidesilo liegt noch ein Reststück des früheren Anschlussgleises mit einem "einsamen" Gleissperrschuh... -> Fotos 1. u. 2.

Dieses funktionslose Gleis verläuft gegenüber dem Silo einbetoniert weiter auf einer Lagerfläche vor einer weiteren Lagerhalle. Die noch sichtbaren Schienenköpfe weisen einen abnormalen Verlauf auf :):eek:! -> Fotos 3. u. 4.:
Alle Fotos v. 10.09.2018
 

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Ehem. Bahnhof Engelhartstetten:
Der ehemalige Bahnhof liegt am Endpunkt der ehemaligen Lakolbahnstrecke zwischen Siebenbrunn-Leopoldsdorf --> Engelhartstetten wie auch der ehem. Bahnhof Kopfstetten-Eckartsau in Beitrag #166/167. Die Gleise wurden weitgehend abgebaut, nur einige Spuren erinnern daran. Die Gebäude sind sehr baufällig und ähneln eher einem LP. Der höhere Teil des Gebäudes dürfte der Wasserturm gewesen sein, auch Reste eines Lokschuppen's sind erkennbar, man kann jedoch meiner Ansicht nach nichts erkennen, oder Hinweise dafür ausmachen, die auf einen Wasserturm hinweisen?

59.jpg

57.jpg
 

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Ad hoc fällt mir das Brahmsmuseum in Mürzzuschlag ein, das vormals Wohnungen und eine Buchhandlung sowie eine Ordination beherbergt hat.
Heute ist es dank einer privaten Initiative ein sehenswertes Museum - gewidmet dem Aufenthalt von Johannes Brahms, der hier seine 4.Sinfonie komponiert hatte.
 
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