Brenner-Basistunnel inkl. Zulaufstrecken

josef

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#21
Fluss Eisack wird wegen BBT „eingefroren“
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Beim südlichsten Baulos des Brennerbasistunnels in Franzensfeste in Südtirol wird eine der beiden Hauptröhren vereist. Die neue Tunneltrasse kreuzt den Fluss Eisack – und um den Fluss in seinem ursprünglichen Flussbett zu belassen, sei eine Vereisung nötig.
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Der erste Verbindungstunnel auf der „Baustelle Eisackunterquerung“ wurde ausgebrochen, so die Errichtergesellschaft BBT SE am Donnerstag in einer Aussendung.

Kühlflüssigkeit am Boden des Flusses
Mit der Vereisung könne der erste der beiden Haupttunnel unter dem Fluss vorangetrieben werden. Eine erste Vereisungsphase wurde bereits im Herbst 2020 abgeschlossen. Bei dem Verfahren werde der Boden unter dem Fluss künstlich vereist, indem man Kühlflüssigkeit zirkulieren lässt, hieß es.
BBT SE
Hier wird mit der Vereisung bei Franzensfeste begonnen.

Konkret wird flüssiger Stickstoff in einen geschlossenen Kreislauf unter dem Flussbett injiziert, der eine Temperatur von minus 196 Grad erreicht. Dieser wird anschließend im gasförmigen Zustand in die Atmosphäre zerstreut. In einem weiteren Schritt werden die Temperaturen mit Hilfe von Salzlake auf einem Niveau von minus 30 bis minus 35 Grad aufrecht erhalten, damit der Boden gefroren bleibt. Damit wird der Vortrieb unter dem Fluss ermöglicht. Durch die Vereisungsmethode soll es zu keinen Umweltbelastungen kommen, so die BBT SE.

Tunnellänge von 138 Kilometern errichtet
Zum aktuellen Stand der Bauarbeiten des Brenner Basistunnels stellte die Errichtergesellschaft fest, dass vier Hauptbaulose in Umsetzung begriffen seien. Bis dato habe man 138 Kilometer der insgesamt im Projekt vorgesehenen 230 Kilometer errichtet. Davon entfielen 47 Kilometer auf den Haupttunnel, 51 Kilometer auf Erkundungsstollen sowie 40 Kilometer auf sonstige Tunnelbauwerke wie Zufahrtstunnel oder Logistikstollen.
Die Errichtung des Brennerbasistunnels liegt sowohl in Tirol als auch in Südtirol im Plan. Nur Deutschland hat bis jetzt noch keine Arbeiten vorgenommen. Derzeit sehen man auch keinen Bedarf für einen Neubau eines BBT-Nordzulaufs, sagte die bayerische Verkehrsministerin am Mittwoch – mehr dazu in Bayern stellt BBT-Nordzulauf in Frage.
11.03.2021, red, tirol.ORF.at
Fluss Eisack wird wegen BBT „eingefroren“
 
#22

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#24
Bayern: Brennerzulauf zu 60 Prozent im Tunnel
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Die Deutsche Bahn hat am Dienstag die endgültige Trasse für den künftigen Brennerzulauf in Bayern präsentiert. Die deutsche Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel (BBT) soll östlich an Rosenheim vorbeiführen und zu 60 Prozent unterirdisch verlaufen.
Online seit heute, 14.32 Uhr
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Mit der Vorstellung am Dienstag wurde die langjährige Trassensuche in Bayern abgeschlossen. Die Deutsche Bahn kündigte an, dass damit die Vorplanung für die sogenannte „violette“ Variante gestartet werde und in der Folge die Detailplanung erfolgen soll. In Bayern gibt es allerdings auch Widerstand aus der Bevölkerung gegen eine komplett neue Schienenstrecke, betroffene Anrainer befürchten zusätzliche Belastungen. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) betonte bei der Präsentation, dass bei Planung und Realisierung der neuen Bahntrasse ein maximaler Schutz für Anwohner und Natur gewährleistet sein muss.

Zuletzt waren nach einer langen Vorauswahl noch vier mögliche Bahntrassen für die Strecke von der Grenze bei Kufstein bis nördlich von Rosenheim übriggeblieben, die farblich gekennzeichnet waren. Die Auswahl fiel auf die violette Variante, die östlich an Rosenheim vorbeiführt. Laut Deutscher Bahn seien die Trassen westlich von Rosenheim nicht realisierbar. Auf die Bedenken aus der Bevölkerung habe man auch mit dem hohen Tunnelanteil und vorgesehenen Lärmschutzbauten reagiert, die die violette Variante auch zur teuersten Trasse machen. Genaue Zahlen über die Kosten liegen allerdings nicht vor. Jetzt sind weitere Planungen notwendig, bevor der deutsche Bundestag in einigen Jahren die endgültige Entscheidung zu Bau und Finanzierung treffen soll.

Deutsche Bahn
Die violette Trasse wurde für den Neubau des deutschen Bahnzulaufs zum Brennerbasistunnel ausgewählt

Scheuer stellt Bedarf für neue Bahntrasse außer Frage
Der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte am Dienstag den Bedarf für eine neue Schienenstrecke in Deutschland für den Nord-Süd-Bahnkorridor über den Brenner außer Frage. Zuletzt hatte ja die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) die Notwendigkeit für den Neubau bezweifelt, weil es noch Kapazitäten auf der bestehenden Strecke gebe. Ihr Parteikollege Scheuer bekräftigte dagegen, dass es langfristig für eine leistungsfähige Bahnverbindung keine Alternative gebe, der Bedarf für den Neubau sei in Deutschland auch gesetzlich verankert.
Nach dem Zeitplan der Deutschen Bahn wird eine Fertigstellung des 54 Kilometer langen BBT-Nordzulaufs in Bayern für das Jahr 2038 angepeilt. Ob dieser Zeitplan angesichts von Widerständen samt rechtlichen Einsprüchen aus der Region halten kann, ist fraglich. Mitte der 2020er Jahre soll der Bundestag den Neubau laut Deutscher Bahn aber endgültig beschließen.

Zulaufstrecke in Bayern erst jahrelang nach BBT fertig
Der Bau der Zulaufstrecke in Deutschland wurde von Tiroler Seite seit Jahren mit Vehemenz eingefordert. Das Land befürchtet, dass ohne eine leistungsstarke Bahnstrecke zum Brennerbasistunnel die Verlagerung auf die Schiene nur eingeschränkt möglich ist und es damit kaum Entlastung für die Bevölkerung vom Lkw-Transit gibt.

Trotz der Trassenfestlegung in Deutschland war schon seit langem klar, dass die Zulaufstrecke in Bayern erst Jahre nach dem Brennerbasistunnel fertiggestellt sein wird. Zwar gab es auch beim BBT zuletzt Zweifel am Zeitplan, vor allem wegen der Vertragsauflösung für das Baulos Pfons-Brenner auf Nordtiroler Seite – mehr dazu in BBT: Mindestens ein weiteres Jahr verzögert. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hatte daraufhin eine Fertigstellung des Großprojekts bis 2030 verlangt.
BBT SE
Während der Brennerbasistunnel voll im Bau ist, beginnt für die Zulaufstrecke in Bayern erst die Vorplanung der festgelegten Trasse

An Grenze zu Tirol weitgehend unterirdisch
Die geplante Neubaustrecke in Deutschland verläuft an der Grenze zu Tirol fast vollständig unterirdisch. Auf österreichischer Seite soll die Bahnstrecke bei der Verknüpfungsstelle Schaftenau unter der Erde verschwinden und dann in Bayern teilweise parallel zum Inn im Tunnel bis nach Niederaufdorf führen. Nach der dort geplanten Verknüpfungsstelle führt die Trasse dann neuerlich unterirdisch nach Norden Richtung Rosenheim weiter, wobei der Inn im Tunnel unterquert wird. Die beiden größeren Tunnel der Neubaustrecke werden jeweils rund 13 Kilometer lang sein.
13.04.2021, red, tirol.ORF.at

Link:
Bayern: Brennerzulauf zu 60 Prozent im Tunnel
 

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#25
Durchschlag unter vereistem Fluss geglückt
Den Arbeitern des Brenner-Basistunnels (BBT) ist am Montag der Durchschlag des ersten Haupttunnels unter dem Fluss Eisack bei Franzensfeste in Südtirol geglückt. Die Arbeiten zur Weströhre starteten vor rund einem Monat. Dafür wurde das Gelände mittels Stickstoff vereist.
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Beim südlichsten Baulos des Brennerbasistunnels in Franzensfeste wurde das Gelände im Bereich der Baustelle mit Stickstoff vereist. Damit die Temperatur weiter niedrig bleibt, wurde dann Salzlake verwendet. Bei der Bodenvereisung entsteht eine Eisummantelung rund um den zu schaffenden Tunnel – mehr dazu in Fluss Eisack wird wegen BBT „eingefroren“. So kann ein sicherer Vortrieb unterhalb des Flusses gewährleistet werden, erläuterte die BBT in einer Aussendung am Dienstag.

Geringere Belastung für Umwelt durch Vereisung
Durch diese besondere Methode musste das Flussbett, das die Trasse des BBT quert, nicht verlegt werden. Der größere Aufwand durch die Vereisung hat zudem den großen Vorteil, dass die Tier- und Pflanzenwelt im Fluss in ihrer Vielfalt erhalten bleibt, und dadurch auch die Umwelt nicht belastet wird.

Fotostrecke mit 3 Bildern
BBT SE
BBT SE
BBT SE

Um die Entwicklung der Eisummantelung ab dem Beginn der Vortriebsarbeiten bis hin zur Betonage der Innenschale prüfen zu können, musste die Bodentemperatur täglich mit speziellen Thermometern gemessen werden. Zudem wurde laufend kontrolliert, dass es im Inneren des Tunnels nicht zu Wasserzutritten kommt.

Hydraulikhammer zerkleinert täglich 1,5 Meter Gelände
Dann konnten die Arbeiten mit einem Hydraulikhammer, der das Gelände mit einer durchschnittlichen Tagesleistung von ca. 1,5 Meter zerkleinerte, erfolgen. Als nächster Schritt erfolgte der Innenausbau.
Diese Art der Bodenkonsolidierung wurde bereits beim Vortrieb eines ersten Verbindungstunnels im Jahre 2020 eingesetzt. Neben dem jetzigen Haupttunnel werden noch zwei weitere Tunnel auf diese Art und Weise errichtet.
20.04.2021, red, tirol.ORF.at
Durchschlag unter vereistem Fluss geglückt
 

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#26
KOSTENSTEIGERUNGEN
Brennerbasistunnel wieder um 200 Millionen teurer
Zehn Monate nach Problemen und Kostenüberschreitungen bei einem wichtigen Baulos wird der Megatunnel offiziell um weitere 200 Millionen Euro teurer

Grünes Licht für weitere Baukostenüberschreitungen gibt es beim Brenner Basistunnel.
Foto: APA / Expa / Johann Groder

Wien – Mit der Verspätung steigen die Kosten des Brenner Basistunnels (BBT). Zehn Monate nach dem Zerwürfnis über ein knapp eine Milliarde Euro schweres Baulos auf der Tiroler Seite des Bahntunnels hat die BBT SE eine Aktualisierung des Bauprogramms vorgelegt. Wenig überraschend sind die Gesamtkosten des Jahrhundertbauwerks zwischen Innsbruck und Franzensfeste erneut gestiegen.

Der Streit mit dem Konsortium Arge H51 unter Führung des Baukonzerns Porr, der vor zehn Monaten im Entzug des Bauloses seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte, ist damit zumindest vorläufig in Zahlen gegossen: Mit 9,5 Milliarden Euro gibt die BBT SE die Gesamtkosten des mehr als 60 Kilometer langen Tunnels zwischen Innsbruck und Franzensfeste nun an. Das seien um 200 Millionen Euro mehr, die vom Aufsichtsrat und damit von den Eigentümern Österreich und Italien genehmigt wurden, teilte die BBT SE mit.

Corona und Baukosten
Darin enthalten seien nicht nur die Auswirkungen der Pandemie, sondern auch die neue Bauloseinteilung, das Fertigstellungsdatum und die bisher eingetretene und zu erwartende Inflation berücksichtigt worden, versicherte die Tunnelgesellschaft.



Mit der Materie befasste Tunnelbauer halten dies jedoch für sehr konservativ, um nicht zu sagen, zu optimistisch. Unter Eingeweihten ist von bis zu einer Milliarde Euro an Mehrkosten die Rede. Im Mai hatte noch eine halbe Milliarde Euro die Runde gemacht.

Fast zehn Milliarden nur für den Bau
Die Gesamtprojektkosten bestehen laut Aussendung aus aktualisierten Bauwerkskosten in Höhe von 7,7 Milliarden Euro und einer Risikovorsorge für allfällige geologische und bauliche Überraschungen, die die Kosten weiter in die Höhe treiben könnten. Gemäß ÖBB-Rahmenplan werden Projekte stets mit 2,5 Prozent vorausvalorisiert. So ergeben sich Kosten in Höhe von 9,5 Milliarden Euro. 2017 hatte man noch mit Gesamtkosten von 9,3 Milliarden gerechnet.


Die BBT-Baustelle Ahrental in Tirol ist sehr exponiert.
Foto: APA / EXPA / Johann Groder

Zum Vergleich: 2007 waren die Baukosten des stets umstrittenen Projektes noch auf sechs Milliarden Euro kleingerechnet wurden, zu denen noch Finanzierungskosten von mindestens drei Milliarden Euro hinzukämen.

Rechnung auf italienisch
Auf der italienischen Seite finden sich diese Zahlen übrigens so nicht wieder. Denn bei italienischen Bauaufträgen wird das Risiko zwar ebenfalls eingepreist, allerdings auf Basis der statistischen Wahrscheinlichkeit. Vereinfacht ausgedrückt werde beispielsweise hochgerechnet, wie wahrscheinlich Unvorhergesehenes wie zum Beispiel Wasser- oder sonstige Einbrüche sind. Oder wie viele Kilometer Tunnelwand aufgrund der Geologie in der teuersten Dicke bzw. Stärke notwendig sind und wo der Aufwand geringer gehalten werden kann, skizziert ein Bauingenieur das Prozedere.

Nachdotierungen im Fall der berühmten, vom Rechnungshof stets im Nachhinein kritisierten Kostenüberschreitungen wie in Österreich üblich seien in Italien nicht so einfach möglich. Kolportiert werden ebendort Gesamtprojektkosten von 8,8 Milliarden Euro. Man habe es eben mit komplexen Herausforderungen zu tun, betonten die BBT-SE-Vorstände Martin Gradnitzer und Gilberto Cardola.

Der Fertigstellungstermin blieb übrigens unverändert, er wurde, wie berichtet, bereits im Vorjahr auf 2032 verschoben.
(ung, 18.9.2021)
Brennerbasistunnel wieder um 200 Millionen teurer
 

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#27
BBT: Anschlag für Nordportal erfolgt
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In der Innsbrucker Sillschlucht ist am Donnerstag der Anschlag für das Nordportal des Brenner-Basistunnels (BBT) erfolgt. Dort werden zwei je 140 Meter lange Vortriebe Richtung Süden in den Berg getrieben. Angeschlagen wurde die westliche Haupttunnelröhre Richtung Süden.
Online seit gestern, 17.29 Uhr
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Während am Südportal nach Inbetriebnahme des BBT auch Güterzüge durchfahren, werden am Nordportal hauptsächlich Personenzüge verkehren, weil erstere die Umfahrung Innsbruck nutzen können, teilte die Brennerbasistunnel Gesellschaft (BBT SE) mit.
BBT-SE
Aktueller Stand der bereits gebohrten Tunnelkilometer (blau)

Im Anschluss an die Portale in Nord- und Südtirol verläuft der Brennerbasistunnel auf der 55 Kilometer langen Strecke zwischen Innsbruck und Franzensfeste für den Eisenbahnverkehr in zwei eingleisigen Tunnelröhren. Alle 333 Meter gibt es einen Verbindungsstollen. Knapp zwölf Meter tiefer wird der etwas schmäler Erkundungsstollen vorgetrieben, der nach Fertigstellung eine zentrale Rolle bei der Entwässerung einnehmen wird.

Komplexe Bauarbeiten im Baulos Sillschlucht
Im Baulos Sillschlucht finden laut den Verantwortlichen derzeit komplexe Bauarbeiten statt. So sei etwa für die Vorbereitung des Tunnelanstichs und das künftige Nordportal eine besonders anspruchsvolle Hangsicherung notwendig gewesen. Etwa 60 Bohranker in einer Länge bis zu 120 Metern und 500 Felsnägel wurden verbaut. Darüber hinaus würden auch eine Vielzahl weiterer Bauwerke realisiert, um das Infrastrukturprojekt an den Hauptbahnhof Innsbruck anzubinden.

Das Naherholungsgebiet der Innsbrucker profitiere laut BBT-SE auch von der Errichtung einer Spannband-Brücke durch die BBT SE, welche sich künftig als Teil des Wanderwegenetzes 55 Meter über die Sill spannt und so das Areal aufwertet.
red, tirol.ORF.at/Agenturen

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BBT: Anschlag für Nordportal erfolgt
 

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#28
BBT Baulos Sillschlucht-Pfons vergeben
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Grünes Licht gibt es jetzt für das neue Brenner-Basistunnel-Baulos " Sillschlucht -Pfons ". Das gibt die Brennerbasistunnelgesellschaft bekannt. Eines der größten Abschnitte auf österreichischem Gebiet ist an eine Bietergemeinschaft mit österreichischer, schweizer und italienischer Beteiligung gegangen.
Online seit heute, 9.39 Uhr
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Das Baulos „Sillschlucht-Pfons“ befindet sich im nördlichen Bereich des Brenner-Basistunnels und reicht mit einer Länge von 14,3 km von der Sillschlucht über das Ahrental bis Pfons am Brenner. Es ist eines der größten Abschnitte auf österreichischem Gebiet. Im Jänner war dieses Baulos ausgeschrieben worden – mehr dazu in Weiteres Baulos für BBT ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgte nach dem Bestbieter-Prinzip.

Bietergemeinschaft bekam Zuschlag
Insgesamt werden in diesem Baulos 22,5 Kilometer an Haupttunelröhren und 38 Querschlägen ausgebrochen. Zur Haupterschließung wird der bereits bestehende Zufahrtstunnel Ahrental genutzt. Der Auftrag für das Baulos „Sillschlucht-Pfons“ ging an eine Bietergemeinschaft mit Österreichischer, Schweizer und italienischer Beteiligung. Die Angebotssumme beträgt laut BBT SE insgesamt 651 Mio Euro.
Bereits im Januar soll mit dem Bau begonnen werden, im Sommer 2028 soll der Brenner-Basistunnel- Abschnitt „Sillschlucht-Pfons“ fertig sein, hieß es.
19.11.2021, red, tirol.ORF.at

BBT Baulos Sillschlucht-Pfons vergeben
 

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#29
Südtirol: BBT-Tunnelbohrung erreicht Brenner
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Die Bauarbeiten am Brennerbasistunnel auf Südtiroler Seite haben am Mittwoch erstmals die Staatsgrenze erreicht. Die Tunnelbohrmaschine „Serena“ ist nach 14 Kilometern und dreieinhalb Jahren Vortrieb erfolgreich am Brenner angekommen.
Online seit heute, 8.22 Uhr
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Im Mai 2018 begann die Reise der Tunnelbohrmaschine „Serena“. Sie wurde im Erkundungsstollen des Brennerbasistunnels in Mauls auf Südtiroler Seite gestartet.

Ein Ereignis von historischem Wert
Die Ankunft an der Staatsgrenze ist für den BBT-Projektleiter Martin Gradnitzer ein historischer Moment. " Dass wir diese 14 Kilometer nun geschafft haben, ist für uns ein historisches Ereignis. Wir kennen nun die Geologie in diesem Bereich und können nun mit den Haupttunneln sehr zielgerecht weiterarbeiten." Im Maulser Erkundungstunnel sind zur Zeit über 800 Arbeiter beschäftigt. Um den wichtigen Moment zu würdigen wurde am Mittwoch mit allen Beteiligten eine große Barbarafeier abgehalten.
25.11.2021, red, tirol.ORF.at
Südtirol: BBT-Tunnelbohrung erreicht Brenner
 

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#30
Neues Baulos für BBT vergeben
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Das Unternehmen Swietelsky hat den Zuschlag für das Baulos „Hochstegen“ beim Bau des Brennerbasistunnels bekommen. Die Angebotssumme beträgt etwa 102 Millionen Euro. Die Bauarbeiten finden in einem geologisch sehr schwierigen Bereich statt.
Online seit heute, 7.01 Uhr
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Beim neuen Baulos H52 „Hochstegen“ handelt es sich um einen Teilbereich des vormaligen, neu konzipierten Bauloses H51 „Pfons-Brenner“. Dieser bisherige Projektabschnitt sei in unterschiedliche Baulose aufgeteilt worden, um eine möglichst rasche und effiziente Weiterführung der Arbeiten im Sinne eines zügigen Gesamtprojektfortschrittes zu gewährleisten, heißt es von der BBT SE. Die Bauzeit beträgt 23 Monate.

Vortrieb in geologischer Störungszone
Der Bereich des neuen Bauloses Hochstegen liegt in einer geologischen Störungszone, die durch eine äußerst komplexe Geologie geprägt ist. Auf einer Länge von circa 500 Metern sind wasserführende, karbonatische Gesteinsschichten vorherrschend. Deshalb gestaltet sich der Tunnelvortrieb in dieser Zone besonders anspruchsvoll.

BBT SE
Insgesamt sind rund 2,6 km Haupttunnel in Richtung Brenner, 0,6 km Verbindungstunnel, fünf Querschläge und 1,2 km Erkundungsstollen in Richtung Süden auszubrechen. Auch ein 2,5 km langer Restausbruch der Überleitstelle beim Knoten Wolf Süd ist herzustellen. Kernstück ist jedoch der Vortrieb des Erkundungsstollens in Richtung Süden durch die sogenannte „Hochstegenzone“, wobei der Vortrieb in diesem Bereich im Schutze von vorauseilenden Abdichtungs- und Sicherungsinjektionen erfolgt.
17.12.2021, red, tirol.ORF.at
Neues Baulos für BBT vergeben
 

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#31
Kufstein: ÖBB-Tunnelbau statt offener Baustelle
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Für die künftige Unterinntalbahn als Zubringer zum Brenner-Basistunnel (BBT) wollen die ÖBB im Bereich Kufstein die Trasse in echter Tunnelbauweise errichten. Bisher war eine offene Bauweise geplant, was für die Anrainer mehr Belastungen während der Bauzeit bedeutet hätte.
Online seit heute, 6.19 Uhr
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Der Abschnitt Kufstein-Morsbach hatte in der Vergangenheit für Diskussionen gesorgt. Die Stadt Kufstein und die Anrainer im künftigen Trassenbereich hatten ein unterirdische Gleisstrecke für die neue Bahntrasse gefordert. Die ÖBB wollten eine solche bisher aber in offener Bauweise errichten. In der Praxis hätte das bedeutet, dass für die Trasse eine breite Schneise in die Landschaft gegraben werden sollte. Darin wäre der Tunnel errichtet worden, bevor darüber wieder alles aufgeschüttet worden wäre.

Inzwischen haben die ÖBB die Pläne nochmals geprüft und diese offene Bauweise verworfen. Wie die Bundesbahnen am Montag mitteilten, sei in den vergangenen Monaten untersucht worden, ob im Bereich Kufstein-Morsbach der Tunnel rein mit unterirdischen Bohrungen verwirklicht werden könne. Dabei sei herausgekommen, dass ein tiefer im Untergrund geführter Bahntunnel die sinnvollere Lösung sei. Die offene Bauweise sei damit vorerst vom Tisch.

ÖBB/Pellizzari
Auch bei Kufstein soll die neue Bahntrasse im Inntal unterirdisch verlaufen

Weitere Detailuntersuchungen vorgesehen
In den kommenden Jahren sind laut ÖBB detaillierte Untersuchungen und Planungen vorgesehen. Sie sind als Grundlage für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und damit für eine Genehmigung notwendig. Dabei müssen allerdings auch die Planungen auf deutscher Seite berücksichtig werden. Dort sind die Planungen bisher über die Fixierung mehrerer Trassenvarianten in Bayern noch kaum hinausgekommen. Der neue Bahnabschnitt bei Kufstein kann erst Hand in Hand mit dem Bau des deutschen Nordzulaufs zum BBT realisiert werden. Zumindest die Trasse im Grenzbereich steht bereits fest, der Nordzulauf in Bayern wird aber sicher erst Jahre nach dem Brennerbasistunnel fertiggestellt sein.
Deutlich weiter ist man in Tirol mit dem Abschnitt der neuen Unterinntalbahn zwischen Radfeld und Schaftenau. Das UVP-Verfahren dafür ist bereits abgeschlossen – mehr dazu in Bahnausbau im Unterland umweltverträglich. Mit ersten Arbeiten für diesen Abschnitt soll in den kommenden Jahren begonnen werden, die eisenbahnrechtliche Genehmigung ist allerdings noch ausständig.
29.03.2022, red, tirol.ORF.at
Kufstein: ÖBB-Tunnelbau statt offener Baustelle
 

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#32
BBT: Anstich für Baulos „Hochstegen“ erfolgt
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Beim Brenner-Basistunnel (BBT) ist am Mittwoch das Baulos Hochstegen angeschlagen worden. Es ist der erste Teil des ursprünglich großen Bauloses des Tunnels von Steinach bis zur Grenze, das nach Differenzen mit einem Baukonzern aufgeteilt wurde. Der Abschnitt ist geologisch komplex.
Online seit heute, 12.05 Uhr
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Ursprünglich war der Bereich Hochstegen Teil des Bauloses Pfons-Brenner. Es wurde aufgeteilt, nachdem der Vertrag mit dem Porr-Konzern nach Differenzen aufgelöst worden war – mehr dazu in Neues Baulos für BBT vergeben. Der Zuschlag für das aktuelle Baulos ging jetzt an das Unternehmen Swietelsky.

Wassereinbruch muss vermieden werden
Geologisch liegt das Bauvorhaben in einer komplexen Störungszone bei Steinach am Brenner, wie BBT SE-Vorstand Martin Gradnitzer gegenüber ORF Tirol erklärte: „Der Abschnitt ist herausfordernd, da sich verschiedene Gesteinsschichten abwechseln. Wir erwarten Bereiche mit Wasserandrang und müssen daher Sorge tragen, dass möglichst wenig Bergwasser in den Tunnel eindringt.“ Schrittweise Vorerkundungsmaßnahmen sind notwendig, was seine Zeit braucht.

BBT SE/Jan Hetfleisch
Geologe Andreas Töchterle untersucht die Gesteinsschichten des Baulos Hochstegen

2032 sollen erste Züge fahren
Fast zwei Jahre lang wird am Baulos Hochstegen gearbeitet, es kostet 102 Millionen Euro. Insgesamt fünf Kilometer muss der Tunnel mit Sprengungen vorangetrieben werden. Ein 1,2 Kilometer langer Erkundungsstollen führt in Richtung Süden, ebenso der 2,6 Kilometer lange Haupttunnel in Richtung Brenner. Zusätzlich werden noch Verbindungstunnel und Querschläge errichtet.

In der Vergangenheit haben sich Zeitplan und Gesamtkosten des Brenner-Basistunnels mehrmals verschoben – mehr dazu in BBT-Kosten steigen auf 9,5 Mrd. Euro. Momentan stünden die Pläne jedoch, betonte Gradnitzer: „Wir planen, den Tunnel 2031 fertigzustellen und den Zugverkehr 2032 aufzunehmen. Die Kostenschätzung haben wir im Laufe des Jahres überarbeitet.“ Fast 9,6 Milliarden Euro soll das Gesamtprojekt kosten.

BBT SE/Jan Hetfleisch
Der Bauabschnitt gilt als sehr anspruchsvoll, da das Gestein viel Wasser führt

Weiteres Baulos und Tunnel-Ausrüstung
Im Bereich des Bauloses „Hochstegen“ soll heuer im Herbst noch ein weiteres Baulos vergeben werden, das die maschinellen Vortriebe umfassen wird. Als nächstes soll es dann einen Ausschreibung für die Planung der bahntechnischen Ausrüstung geben, wie Martin Gradnitzer erklärte: „Wir müssen in die Betonröhre die Geleise, die Fahrleitung oder auch die Sicherungsanlagen einbauen, was jetzt im Detail geplant werden muss.“
04.05.2022, red, tirol.ORF.at
BBT: Anstich für Baulos „Hochstegen“ erfolgt
 
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