Das verlassene Dorf

#1
Um der Hitze des Sommers zu entfliehen, machten wir uns an einem leicht nieselnden Tag auf, um ein "Geisterdorf" zu besuchen. Der meist steil bergauf gehende Wanderweg, entschädigte allerdings mit grandiosen Ausblicken ins Kanaltal, auf das Flussbett des Fiume Fellas oder in die mit Schwarzkiefern bewachsenen Berge.
Teilweise über Schotterfelder und dann wieder neben mystisch wirkenden moosbewachsenen Trockenmauern, kommt man nach ca 2 Std in das Dorf Moggessa di Qua.
Am Brunnen vor dem Tore kann man sich erfrischen, bevor man sich in eine unwirkliche Welt begibt.
Moggessa di Qua war nie durch eine Straße erreichbar, sprich unser Eselspfad ist und war die einzige Möglichkeit dort hin zu gelangen.
Wenn man durch die engen Gassen spaziert, stehen intakte und verfallene Steinhäuser dicht nebeneinander.
Nach dem Erdbeben 1976 wurde das Dorf verlassen und war zu unserer Überraschung doch nicht völlig verwaist. In einem der Gebäude konnten wir ein altes Paar entdecken, welches das Dorf "in Schuss" hält.
Wir entdeckten Gemüsebeete und blühenden Blumenschmuck, jedoch kein einziges Stück Müll. Zwei weitere Bewohner begrüßten uns freundlich auf der Wiese grasend.
Dieser Ort, weit weg vom Alltagsstress und der Hektik ist perfekt um in sich zu gehen, zu entschleunigen und sich einfach hinzusetzen und zu genießen. Trotz der Zerstörung, einfach wunderschön!
 

Anhänge

#2
Rundgang durch das einst mit ca 200 Menschen bewohnte Dorf, die weitgehend autark mit selbstangebautem lebten.
 

Anhänge

#3
Stille und Abgeschiedenheit, Mystik und Zerstörung, Ruinen einer Katastophe
 

Anhänge

#4
Vergänglichkeit und Einsamkeit
 

Anhänge

#5

Anhänge

Oben