ein Bunker bei Lofer (pinzgau)

SuR

... wie immer keine Zeit ...
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#21
Danke! :)

Das OKL hat aber bereits am 12.02.1945 den Codenamen "Hexenkessel" verwendet.

FredRomminger hat geschrieben:
...ich muß neben vielen anderen Sachen auch noch arbeiten!
Nicht nur Du. ;)
Ich freu´ mich aber dennoch schon auf Deine Erkenntnisse! :)

@Phillip:
Hast Du das Foto auch so, dass man da drauf irgendwas erkennen kann? :)
Und darf ich fragen, wo das Bild herkommt?

Falls das mit dem Sänger-Projekt tatsächlich was gewesen sein sollte, dann könnte das ggf. sogar hinkommen. Denn Sänger selbst war nach Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Sänger) gegen Ende des Kriegs in Ainring tätig. Das ist ja nicht weit weg... allerdings ohne Flugplatz.
 
#22
Bunker in Lofer - Sänger

SuR hat geschrieben:
Danke! :)

Das OKL hat aber bereits am 12.02.1945 den Codenamen "Hexenkessel" verwendet.


Nicht nur Du. ;)
Ich freu´ mich aber dennoch schon auf Deine Erkenntnisse! :)

@Phillip:
Hast Du das Foto auch so, dass man da drauf irgendwas erkennen kann? :)
Und darf ich fragen, wo das Bild herkommt?

Falls das mit dem Sänger-Projekt tatsächlich was gewesen sein sollte, dann könnte das ggf. sogar hinkommen. Denn Sänger selbst war nach Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Sänger) gegen Ende des Kriegs in Ainring tätig. Das ist ja nicht weit weg... allerdings ohne Flugplatz.
Anmerkung von Fred:

Ainring hatte schon einen Flugplatz - es landeten u.a. verschiedene MISTE-Versionen, He177, Fw200! Es war ein Rasen-Platz!
 

SuR

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#24
Hi Fred,

dass Ainring einen Flugplatz hatte, war mir schon bewusst. Ich meinte doch Lofer. :)
 
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josef

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#25
Hallo @Florian,
im Hochtal über Lofer hätte sich die Fliegerei etwas schwer getan! Das war ja sicher mit ein Grund, daß sich die Forscherrige dorthin zurückzog, um sich der Luftbedrohung anderswo zu entziehen...

@Fred: Hast Du nicht einmal ein Buchprojekt über Hubschrauber-Aktivitäten in der Gegend angekündigt - Mühldorf, Ainring, Aigen, Lend, Reichenhall... ?

lg
josef
 
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M

metzga

Guest
#26
FredRomminger hat geschrieben:
Anmerkung von Fred:

Ainring hatte schon einen Flugplatz - es landeten u.a. verschiedene MISTE-Versionen, He177, Fw200! Es war ein Rasen-Platz!
Auf dem Luftwaffenstützpunkt in Zell am See befand sich eine Reichssegelflugschule des Nationalszialistischen Fliegerkorps (NSFK). Gegen Ende des 2.Weltkrieges "strandeten" auf dem Stützpunkt mehrere Einheiten - so z.B. das JG 27.
 
#27
Wenn Zell am See ein Luftwaffenstützpunkt war - was war dann z.B. Salözberg-axglan? Dieses kleine Plätzchen - war mehr oder weniger ein Notlandeplatz, beheimat von der Reichssegelfliegerschule, einigen Kurierflugzeugen und einige gestrandete Ju52. Aber auch Düsentriebwerke waren dort ausgelagert worden und erbeutet!

In der Endphase des 2.WK befanden sich im Raum Zell am See - Saalbach sehr viele Deutsche Luftwaffeneinheiten - aber allsamt ohne Fluggerät. Auch Kesselrings - Führungszug befand sich dort! Ferner wurde ein Hubschrauber - die WNF-342 dort im flugbereiten Zustand nach Auslagerung aus dem Wiener Raum hier und wurde erbeutet!

Das JG27 befand sich mit Teilen in Zell am See - ja genauso wie in Bad Reichenhall - aber immer ohne Flugzeuge, es waren die Bodenteile und die Flugzeuglosen Flugzeugführer in der Endphase vor der Gefangennahme: Ich betreue jährlich die Kameradschaft des JG27, die hier in Bad Reichenhall immer ein Treffen haben!

Das Buch über die Hubschrauberentwicklung ist zu 99 % fertig , doch der Sponsor für den Druck meldet sich z.Zt. nicht mehr!

der o.a.Link zum Ainringer Flugplatz - bezieht sich auf meine Dokumentation und wird nach Fertigstellung meines Museums auch entsprechend ergänzt bzw ganz neu gestaltet!

mfg Fred
 

josef

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#28
Zell am See

Wie Fred schon schrieb, war Zell am See ein unbedeutender Flugplatz, welcher erst knapp vor Kriegsende als "Rückzugsplatz" eine gewisse Rolle spielte.

In Salzburg, Tirol und Vorarlberg war eigentlich nur der Flugplatz Salzburg-Maxglan mit einer entsprechenden Infrastruktur, wie einer befestigten Piste von 1200 x 60 m, ausgestattet. Sonst war in der Gegend nur mehr der vorhin angesprochene Platz in Ainring, einige km westlich von Salzburg und bereits in Bayern liegend, von Bedeutung.

lg
josef
 
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josef

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#29
Schallkanone

Zum Thema „Schallkanone“ bei „Hahn“:

Ausgehend von der Tatsache, dass Druckwellen von größerer Stärke erhebliche Schäden anrichten, wurde die Möglichkeit untersucht, eine Waffe zu konstruieren, mit der auf wenigstens 50 m im Umkreis um die Detonationsstelle Personen getötet oder zumindest verletzt werden konnten.

Versuche zeigten, dass durch eine Druckwelle, die bei der Explosion von 2000 kg Sprengstoff entstand, ein Hund in 40 m Abstand getötet wurde.

Ab Sommer 1944 wurden nun systematisch verschiedene Sprengstoffe untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die bei einer Detonation von 1kg Nitroglyzerin entstehende Wellengeschwindigkeit von 2650 m/s mit der Entfernung stark abnahm, in 10 m Abstand war sie auf 830 m/s abgesunken.

Nun wurden Versuche durchgeführt, die Druckwellen mittels eines Parabolspiegels zu bündeln. Auf größere Entfernung ergab sich aber keine Konzentration des Druckes, lediglich der Knall selbst ließ sich richten.

Das Planungsamt des Reichsforschungsrates hat darauf die Versuche abgebrochen; einige Erkenntnisse konnte man später bei der Entwicklung der Grabenminen verwenden.

Am gleichen Problem arbeitete Dr. Wallauschek im Akustischen Forschungsinstitut in Lofer/Tirol. Hier hatte man in einen parabolischen Metallreflektor von 3250 mm Durchmesser eine Düse eingesetzt, aus der Sauerstoff strömte. Ein sogenannter Einblasring umgab diese Düse. Aus zahlreichen feinen Bohrungen wurde hier Methangas eingeblasen. Die bei der Detonation des Gemisches entstehenden Schallwellen sollten, auf Schwingungen zwischen 800 – 1500 je Sekunde abstimmbar, auf 50 m Entfernung schwere Schädigungen des Nervensystems hervorrufen. Die Erprobungen gestalteten sich jedoch sehr schwierig und erbrachten dann doch nicht die erhofften Ergebnisse.

Eine Neukonstruktion mit Doppel-Reflektoren von je 2200 mm Durchmesser war noch im Bau, als der Reichsforschungsrat im Januar 1945 die Einstellung dieser Versuche anordnete.



Soweit zur Schallkanone von Fritz Hahn aus „Waffen und Geheimwaffen des Deutschen Heeres 1933-1945“ ISBN 3-7637-5915-8, Seite 135 u. 136

lg
josef
 
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SuR

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#31
Weiß eigentlich einer von Euch, welche Waffengattung des Lofer-Gelände zugeordnet war?
In der Übersicht von Osenberg (vom 01.06.1945) über die Forschungsstätten ist Lofer nämlich nicht aufgeführt...
 

Geist

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#32
Da wir ja in letzter Zeit genug wischiwaschitrallalla-historische Auswürfe besonders phantasiebegabter Märchenautoren erleiden mussten, hielt ich es für eine gute Idee, auch mal wieder harte Fakten ins Forum einfließen zu lassen. Da ich ein Freund spannender Akten bin, habe ich mich außerdem dazu durchgerungen, einen kleineren Akt aus dem Militärarchiv Freiburg fast vollständig abzuschreiben, um den Lesern, die vielleicht nicht ständig in Archiven sitzen, die Möglichkeit zu geben, zu sehen, welcher Art die Informationen eigentlich sind, die man direkt in der Quelle finden kann. Zudem bin ich der Meinung, dass das Lesen im Originalwortlaut der Akten das Eintauchen in die Situation des Moments erlaubt, in dem die Schreiben verfasst wurden. Man erhält dadurch ein Gefühl und einen Überblick über die Lage, die wirtschaftliche Situation, die Gedanken und Bedenken der handelnden Personen und womit sie sich beschäftigt haben.

Die Signatur des unten wiedergegebenen Aktes ist BArch, RH 33/48 (Miltärarchiv Freiburg/Breisgau)

Zu den Abschriften:
Ernst Kaltenbrunner hat das erste Schreiben verfasst. Der Effekt von dem er darin spricht, bezieht sich auf die Verwendbarkeit von Schall als Waffe oder zur Störung bzw. Lahmlegung der Gegner. Er stellt klar, dass diese Technologie zum damaligen Zeitpunkt nicht geliefert werden kann, weil erst weiter daran geforscht werden müsste, um überhaupt herauszufinden, ob der Effekt erzeugt werden könnte. Wie wir weiter oben schon gesehen haben, wurden die Versuche 1945 eingestellt, weil sich der Effekt offensichtlich nicht eingestellt hat.
Was der böse Herr Walkow gemacht hat, weiß ich leider auch nicht, aber anscheinend hat er über geheime Vorgänge geplaudert bzw. fühlte sich Kaltenbrunner durch die Ideen und Behauptungen des Walkow betrogen, weil dieser sie nicht beweisen konnte.

Im Text Unterstrichenes ist im Original gesperrt geschrieben.
[…] bedeutet, dass ich da nicht alles abgeschrieben habe, sondern nur die Stellen, die wichtige Mitarbeiter der Talstation oder den RAD-Einsatz betreffen.

Dass diese Abschriften nicht alle Fragen beantworten, ist klar. Sie liefern aber meines Erachtens eine gute Ausgangsbasis für jene, die sich weiter in die Tiefe der entsprechenden Archive bohren wollen.

Ein weiterer kurzer Textauszug zum Thema:
http://schizophonia.com/archives/Infrasound/sound_as_a_weapon.txt


Nun denn, rein ins Lesevergnügen des Originalwortlauts:

Schreiben des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, Berlin SW 11, Prinz-Albrecht-Str. 8, an Major von Barisani, Schall- und Lichtmeßübungsplatz der Gebirgsartillerie, Talstation Lofer, Salzburg vom 25. Februar 1944:

Lieber Pg. von Barisani!

Aus Ihrem Anruf vom 21.d.M. entnehme ich, daß Ihnen Ihre Herren Dr. Wallauschek und Ing. Gilmer vom Ergebnis der Unterredung mit Herrn Dipl.-Ing. Zborowski noch keine Mitteilungen gemacht haben, da Sie sonst Ihren Wunsch auf Abstellung eines geeigneten Konstrukteurs noch nicht wiederholt hätten.
Mir hat nämlich Ing. Zborowski vom Inhalt seiner Unterredung mit Ihren Herren kurz folgendes berichtet:

1.) Es wurde der seinerzeitige "Liefervertrag" mit dem zuständigen Minister, da nicht einmal die primitivsten Voraussetzungen für den Vertrag vorlagen, nämlich die forschungsmäßig untermauerten Nachweise des notwendigen Effektes, anständigerweise in einen "Forschungsauftrag" abgeändert.

2.) Es besteht zwischen Ihren Herren und Herrn Ing. Zborowski darüber Übereinstimmung, daß vordringlich festgestellt werden muß, ob der angestrebte Effekt erzielt werden kann oder nicht.

3.) Das Versuchsgerät, mit welchem dieser Nachweis zu führen wäre, wollten Ihre Herrn in etwa 4 Wochen bereitgestellt haben. Für diese Bereitstellung hielten Ihre Herren keine besondere Unterstützung für erforderlich.

4.) Ich glaube daher, daß Sie gut tun werden, vor weiteren Anforderungen das Ergebnis des Prinzipversuches abzuwarten. Wenn das gewünschte Ergebnis sich einstellt, dann würden Sie zweifellos bei Minister Speer und auch bei anderen Dienststellen, beispielsweise Herrn Oberstleutnant Halder, weitgehendste Unterstützung, in jedem erforderlichen Ausmaße, finden.

5.) Auch Ihnen persönlich möchte ich empfehlen, sich in dieser Sache erst dann weiter zu exponieren, wenn der angestrebte Effekt sich ergeben hat und wirklich begründete Hoffnung auf seine praktische Verwertungsmöglichkeit für die Herstellung von Geschützen oder Störanlagen wahrscheinlich geworden ist.

6.) Sie werden mir nachfühlen, daß ich gute Lust habe, gegen Herrn Walkow nicht wegen seiner Schwatzhaftigkeit und nicht wegen Bruches von Geheimvorschriften, sondern wegen Betruges, einzuschreiten. Ich sehe nur deshalb davon ab, weil man sein Verhalten auch mit einer gewissen Geistesabwesenheit begründen kann.

Heil Hitler!
Ihr
Kaltenbrunner
SS-Obergruppenführer
General der Polizei.


Reaktion der Talstation Lofer an Dipl.-Ing. Zborowski, Hotel Exelsior, München vom 31. März 1944:

Sehr geehrter Herr Dipl.-Ing. Zborowski!

Einer Mitteilung Major von Barisanis entnehmen wir, daß sich aus unserer seinerzeitigen Zusammenkunft in München Folgerungen ergeben haben, deretwegen wir nochmals mit Ihnen in Verbindung treten möchten. Angezeigt wurden dieselben bereits durch einen Brief von SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner vom 25.2.44, den wir Ihnen in Abschrift beilegen; um die einzelnen Punkte eindeutig besprechen zu können, haben wir dieselben zusätzlich am Rand durch Ziffern bezeichnet.

In Punkt 1 wird vor allem von der Abänderung eines ursprünglichen "Liefervertrages" mit dem Ministerium in einen "Forschungsauftrag" gesprochen. Es ist uns nicht erinnerlich, daß von uns ein Liefervertrag zitiert worden ist, tatsächlich hat ein solcher auch nie bestanden. Wir erklären uns hier ein offenbar vorliegendes Mißverständnis dadurch, daß wir vielleicht von dem Zusatz des Amtes Entwicklung im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, Herrn Oberst Geist, bezüglich der grundsätzlichen forschungsmäßigen Klärung der Anwendbarkeit akustischer Vorgänge als Waffe irgend welcher Art zu dem schon früher erteilten Entwicklungsauftrag solcher Waffen und die zugehörigen Abwehrmittel gesprochen haben könnten.
Wir bitten Sie, uns über diesen Punkt aufzuklären, damit wird eindeutig dazu Stellung nehmen können.

Bezüglich des Punktes 2 ist nichts zu sagen.

In den Voraussetzungen des Punktes 3 war die Erfüllung unserer Sofort-Personalforderung, die 5 Mann umfaßte, mit enthalten; tatsächlich haben wir in der Zwischenzeit unseren einzigen Hilfskonstrukteur noch abgeben müssen und es gelang uns nicht, irgend welchen Zuwachs an technischem Personal zu gewinnen. Außerdem traten Schwierigkeiten in der Beschaffung von Material und noch ausstehenden Werkzeugmaschinenteilen auf, sodaß wir den ursprünglich gestellten Termin von 4 Wochen nicht halten konnten, es ist mit einer Verzögerung von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. In der Zwischenzeit hat sich Herr Gilmer neben den ihm eigentlich obliegenden Aufgaben als Prüfstandleiter und Betriebsingenieur nicht nur mit der Planung und Beschaffung der Prüfstands- und Werkstatteinrichtung, sondern auch mit der Durchführung der wichtigsten konstruktiven Arbeiten befaßt.

Herr Dr. Wallauschek bearbeitete vor allem theoretisch die Frage der Bündelungseigenschaften von akustischen Spiegeln und Strahlergruppen, wodurch den späteren praktischen Arbeiten bereits zweckmäßige Wege gewiesen wurden.

Zu Punkt 4 und 5 ist nichts hinzuzufügen.

Hinsichtlich des Punktes 6 erscheint es uns vielleicht als übergroße Härte, gegen einen Erfinder, der nun einmal von einer Idee besessen ist, ohne noch den richtigen Weg zu deren Durchführung zu sehen, die Anschuldigung eines Betruges zu erheben, auch wenn die Stichhaltigkeit seiner Vorversuche angezweifelt werden kann, besonders, so lange noch nicht erwiesen ist, ob ein solcher Weg nicht doch auffindbar ist. Wir haben in der Zwischenzeit verschiedentlich versucht, an vorhandenen Erfahrungen auf diesem Gebiete anzuknüpfen und fügen in der Anlage eine Abschrift der Ausführungen von Dr. Janovsky aus dem Zentral-Laboratorium der Firma Siemens & Halskie AG Abteilung Elektro-Akustik, zu Ihrer Kenntnisnahme bei. Ein von Prof. Gerlach in Aussicht gestelltes Gutachten werden wir Ihnen, wenn es Sie interessiert, nach Erhalt gerne nachreichen.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns Ihre Stellungnahme, besonders zu dem etwas unklaren Punkt 1, sobald als Ihnen möglich, zukommen lassen wollten; gegebenenfalls sind wir bereit, falls Sie dies für notwendig erachten, die Angelegenheit in einer weiteren Zusammenkunft zu klären.

Heil Hitler!
Talstation Lofer
Schall- und Lichtmeß-Übungsplatz der Gebirgs-Artillerie
Unterschrift unleserlich

2 Anlagen. [Im Akt nicht vorhanden]


Personal der Talstation Lofer vom 21. Februar 1944: (auszugsweise)

Betriebsführung:
Betriebsführer: Major von Barisani

Physikalische Abteilung:
Leiter: Dr. Richard Wallauschek

Technische Abteilung:
Leiter: Ing. Horst Gilmer
Konstrukteur: Z.Zt. Heinz Gürich
Prüfstandtechniker: Unbesetzt
Werkmeister: Wilhelm Kilian

Kaufmännische Abteilung:
Leiter: Eugen Sorg

Allgemeine Verwaltung:
Lagerführer: Othmar Dorfwirth

Bauleitung:
Baumeister Ernst Steiner, Alb. Herzog


Arbeitseinsatz des Reichsarbeitsdienstes im Hochtal (5. April 1944): (auszugsweise)

Mit Oberstarbeitsführer Oberfeld in Innsbruck wurde vereinbart:

1.) am 22. werden ein kompletter Zug (1 Führer und 40 Mann) ins Hochtal auf den Marsch gebracht.

2.) Wegen Brennstoffmangel wurde besprochen, daß die Talstation für Unterkunft und Verpflegung der Männer zu sorgen hat.

3.) Es ist geplant, alle 12–14 Tage diese Männer auszutauschen. Hierzu wurde vereinbart:
[…]
e) Es muß ein Aufenthaltsraum für die Männer des RAD, ich schlage vor im großen Prüfstand, mit Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.
[…]


Schreiben des OKL, Chef der Luftrüstung, Berlin W 8, Leipziger Straße 7, an die Talstation Lofer, Schall- u. Lichtmeß-Übungsplatz der Gebirgsartillerie, Lofer Gau Salzburg, vom 4. August 1944:

Betr.: Autoklavenwagen für chemisch O2-Erzeugung.
Bezug: […]

Die Versuche mit dem ersten Versuchsgerät mußten wegen auftretender Mängel unterbrochen werden. Nach Durchführung einiger Änderungen werden jedoch voraussichtlich in ca. 8 Wochen die Versuche wieder aufgenommen werden können. Auf Grund Ihres Schreibens vom 21.6.44 wurde der I.G. Farbenindustrie mitgeteilt, Ihnen den Termin für die Teilnahme an den Versuchsabbränden zwecks Einweisung mitzuteilen. Wegen der Unterbrechung der Versuche dürfte die I.G. Farben die Mitteilung versäumt haben. Die Vorbereitungen zur Fertigstellung des 2. Mustergeräts laufen jedoch weiter, sodass mit einer wesentlichen Verzögerung nicht gerechnet werden braucht. GL/C-E 5 IV wird zur gegebenen Zeit erneut an Sie herantreten.

Im Auftrag
Unterschrift unleserlich
 

Geist

Administrator
Mitarbeiter
#33
Eine Kleinigkeit habe ich noch im Fundus, die Forschungsstelle "S":

"Über diesbezüglichen Antrag der Rü In XVIII wurde bei Ia des Stellv.Gen.Kdos der milit. Schutz der Forschungsstelle "S" Lofer im Loferer Hochtal veranlaßt, wo wichtige Versuche durchgeführt werden, die dem höchsten Geheimhaltungsgrad unterliegen. Zur Bewachung der dort besonders sabotage- u. spionageempfindlichen Anlagen wurden drei Mann mit drei Wachhunden der Hundestaffel durch den Kdr. d. Nachr. Tr. XVIII allerdings nur vorübergehend bis zur Übernahme der Bewachung durch Polizei oder Werkschutz abgestellt."

Quelle: Kriegstagebuch des Wehrwirtschaftsoffiziers des Wehrkreiskommandos XVIII, Tätigkeitsbericht September 1943, MF T-77/748/1981881
 
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