H

hebbel

Guest
Gut, keine Literaturhinweise. (Ich hatte ja die Hoffnung gehegt, dass da auch ein paar "taktisch-technische" Daten zur Förderung in der Neuzeit und auch weitere Angaben zu Förderversuchen der "Alten" drin stehen könnten.)
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
Die Bohrungen sind 105 und 109 Meter tief. Erstere hat eine Schüttung von 27m³ /h. Verorten kann man die auch, siehe pdf oben.

Interessant auch die wöchentliche Ausbeute an Salz: 128 Malter/Woche. Grob geschätzt sind das 16 m³ pro Woche. Das ist ein Maß, dass man sich vorstellen kann. Denn das Salz wurde ja vom Wasser gelöst und fehlt irgendwo. Jetzt kann man sagen, dass das nicht so viel ist, aber wieviel Wasser fließt denn im Untergrund und wieviel bringt man durch die Bohrung nach oben?
Gruß
Joe
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
Seismograph wird Erdfallgebiet erkunden

Von Susann Schönewald

Schmalkalden - Für die vom Erdfall betroffenen fünf Familien, die auf eine baldige Heimkehr in ihre nach wie vor gesperrten Wohnhäuser hoffen, gibt es einen kleinen Lichtblick: Die von der Landesanstalt für Umwelt und Geologie angekündigten 2D-seismographischen Untersuchungen rund um das Erdfallgebiet finden bereits in der ersten Märzwoche statt. Vom Dienstag, 1., bis Freitag, 4. März, wird ein Team die Messungen vornehmen, sagte gestern Bürgermeister Thomas Kaminski unserer Zeitung und kündigte an, dass in diesem Zeitraum das gesamte Wohngebiet für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden muss. Den Anwohnern werden für diesen Zeitraum Parkplätze angeboten. Konkrete Informationen erhalten sie zur Veranstaltung am kommenden Donnerstag, um 18 Uhr, im Rathaussaal. Mithilfe der seismographischen Untersuchungen wollen die Experten abklären, ob sich im Untergrund möglicherweise Verwerfungen oder Schächte befinden. Ergebnisse sollen spätestens Ende Mai/Anfang Juni vorliegen. Erst dann soll definitiv entschieden werden, ob die Familien wieder in ihre eigenen vier Wände zurückziehen können. Dem Vernehmen nach wünschen sich die Schmalkalder eine frühere Rückkehr. Das hatten sie in der jüngsten Zusammenkunft mit Bürgermeister Kaminski deutlich gemacht (vgl. Ausgabe vom 12. Februar). "Die Messungen sind im Interesse aller Bewohner des Wohngebietes", sagt der Bürgermeister und hofft auf deren Verständnis. Jegliche Erschütterungen würden das Ergebnis verfälschen, begründet er die Vollsperrung des gesamten Bereichs rund um den längst verfüllten Krater. Des Weiteren beginnt am morgigen Mittwoch das Vermessungsbüro Hohlbein aus Eisenach mit den Vermessungen im Bereich des Erdfalls. Die Grundstückseigentümer werden aufgefordert, den Vermessungsingenieuren ungehinderten Zutritt auf die Grundstücke zu gewähren. Diese Messungen werden in nächster Zeit noch öfters durchgeführt, heißt es aus dem Rathaus. Sie dienen der Feststellung, ob im Bereich des Erdfalls und seiner Umgebung noch Erdbewegungen zu verzeichnen sind. Knapp vier Monate nach dem offensichtlichen Naturereignis scheint sich der Berg beruhigt zu haben. Weder in den Wohnhäusern noch in den Straßen wurden neue Risse beobachtet. Die Erkundungsbohrungen konnten erfolgreich beendet werden.
Quelle: STZ-Online
 
D

dogma

Guest
stz 8.6.2011

Geduldsfaden droht jetzt zu reißen
Am 15. Juni wollen Experten der Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie der Firma DMT GmbH & Co. KG die Ergebnisse der seismografischen Messungen im Erdfallgebiet auswerten.

Schmalkalden - April, Mai, jetzt ist Juni: Die Nerven liegen blank, vor allem bei den drei Familien, die seit dem Erdfall vom 1. November noch immer in Notwohnungen leben. Doch solange die Ergebnisse der seismografischen Messungen von Anfang März nicht vorliegen, gibt es kein grünes Licht für eine Heimkehr.

Auch Bürgermeister Thomas Kaminski ist inzwischen mit seinem Latein am Ende. "Ich weiß nicht mehr, was ich den Betroffenen sagen soll." Die Hilflosigkeit macht dem Verwaltungschef zu schaffen. Fast täglich telefoniert er mit der Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Zumal dem Vernehmen nach bereits seit Mitte Mai Informationen der Essener Firma DMT GmbH & Co. KG über die im Erdfallgebiet vorgenommenen seismografischen Messungen vorliegen sollen.

Dass bisher noch keine Ergebnisse bekannt geworden sind, nährt freilich die Gerüchteküche. Die Mär von riesigen unterirdischen Bunkeranlagen wird erneut erzählt, "die Menschen", sagt Bürgermeister Kamins-ki, "glauben, dass wir nichts unternehmen oder irgendetwas vertuschen wollen".

Ein Vorwurf, den er kategorisch zurückweist. In seiner Not wandte sich Kaminski an Landrat Ralf Luther. Der Landkreis hatte nach der erfolgreichen Verfüllung des Riesenkraters den Fall "Erdfall" an die Stadt Schmalkalden abgegeben. Mit ihren Problemen aber wolle er weder die Kommune, noch die Betroffenen allein lassen, sagt Ralf Luther. Also griff er zum Stift und setzte einen Brief auf, adressiert an Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Umweltminister Jürgen Reinholz. Er erinnerte beide Politiker an die Aussagen, dass im Mai die Ergebnisse der seismografischen Messungen vorliegen sollten. Immerhin sind diese ausschlaggebend dafür, ob und wann die drei Familien in ihre Wohnhäuser zurückkehren können. Und noch eines gab Luther zu bedenken: Bis zum 30. Juni müssen die 10 000 Euro Soforthilfe ausgegeben sein. Eine Verlängerung der Frist ist für Luther unumgänglich. Geantwortet hat noch keiner.

Zeitplan steht fest

Stattdessen gibt es jetzt einen konkreten Termin: "Wir werden am 15. Juni nach Essen fahren, um gemeinsam mit den Fachleuten der Firma die Messergebnisse auszuwerten", sagte Lutz Katzschmann, Leiter der Landesanstalt für Umwelt und Geologie, auf Anfrage dieser Zeitung. Danach würden Bürgermeister Kamins-ki und die Betroffenen umgehend informiert. Er bestätigte, dass der Behörde erste Ergebnisse als Vorab-Information vorliegen. Diese seien jedoch so spezifisch und speziell, dass sie vor Ort mit den Fachleuten der Firma diskutiert werden müssten. Geologischer Sachverstand auf der einen Seite, geophysikalischer auf der anderen: Beide Disziplinen gilt es nun zusammenzuführen, sagt Katzschmann, "wir wollen ein fachlich untersetztes Ergebnis." Der Leiter der Landesanstalt kann die Ungeduld der Schmalkalder verstehen, nicht aber den Vorwurf, seine Behörde halte Informationen zurück. "Wir sind bisher immer offen und ehrlich miteinander umgegangen", betont Katzschmann. Gehe es doch allen darum, nach besten Wissen und Gewissen eine Gefahreneinschätzung vorzunehmen.

Fakt ist jedoch, dass sich weder die Stadt, noch der Landkreis und die drei Familien länger vertrösten lassen. Luther hatte in seinem Schreiben nach Erfurt eine Frist gesetzt. Vielleicht hat dieser sanfte Druck dazu beigetragen, dass mit dem 15. Juni endlich ein konkreter Termin feststeht. Hoffentlich werden an diesem Tag Nägel mit Köpfen gemacht. Die Erwartungshaltung ist groß.


quelle: stz
 
Heute sind die geoelt. Messungen veröffentlicht worden. Es wurden im Untergrund keine großen Bunkeranlagen festgestellt. Die Messungen werden in den nächsten Tagen weiter ausgewertet. Schlimm ist, daß die drei Familien immer noch in der Luft hängen, ihre Häuser weiterhin unbewohnbar sind..... und das nach sieben Monaten.......


Was nun Herr Ehmann - keine Bunkeranlage.........stimmt die "Decodierung" nicht?????

uwe
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
Schmalkalden - Der Hobby-Historiker Ralf Ehmann gibt offenbar nicht auf. Bereits kurz nach dem Erdfall vom 1. November vergangenen Jahres hatte der Mann die Anlieger des Wohngebietes mit seiner These von einem unterirdischen alten Bergwerk, in dem Rüstungsindustrie in großem Ausmaße betrieben worden sein soll, verunsichert und beunruhigt (wir berichteten). Jetzt glaubt der Mann, auf einem Foto, das wenige Tage nach dem Erdfall im Stollen hinter dem Hellweg-Baumarkt im Kanonenweg aufgenommen worden ist, eine Granatkartusche entdeckt zu haben, halb versunken im Schlamm, umgeben von allerlei Müll. Ehmann schreckte daraufhin die Behörden über den angeblich brisanten Fund auf.

Seitdem steht im Schmalkalder Bürgermeisteramt das Telefon nicht mehr still. Eine Thüringer Tageszeitung titelte gestern sogar: "Verdacht auf Fundmunition am Erdfall." Der Hobby-Historiker hat offenbar auch die Kampfmittelräumfirma Tauber GmbH in Erfurt alarmiert. Denn in einem Schreiben an Bürgermeister Kaminski vom 19. Juni fragt diese an, welche Schritte die Stadt plane. Das Team könne erst aktiv werden, wenn die Kommune einen Auftrag auslöst.

Das hat der Stadtchef gestern getan. Auch wenn er den Verdacht des Rolf Ehmann nicht teilt. Der Gegenstand auf dem Foto könne alles Mögliche sein, sagte er der Heimatzeitung. Er wolle sich aber nicht vorwerfen lassen, dem "Verdacht" nicht nachgegangen zu sein. Auch wenn es hanebüchen klinge und die Menschen aufs Neue verunsichere. Woher Ehmann das Foto hat, kann Kaminski nur vermuten. Offenbar ist es ihm zugespielt worden. Denn das Bild scheint identisch mit dem, was seinerzeit die Feuerwehr aufgenommen hat. Stadtbrandmeister Michael Pfunfke kann nur entgeistert den Kopf schütteln. Er war dabei, als der Stollen geöffnet und ausgepumpt worden ist, sagte er auf Anfrage. "Wir sind mehrmals in den Gängen gewesen und haben nichts entdeckt, was auf einen Munitionsfund hingedeutet hätte", sagte Pfunfke. Ihm wäre doch ein seltsam wirkender Gegenstand aufgefallen. Die Firma Tauber werde am Donnerstag den Fund begutachten, teilte Ordnungsamtsleiter Peter Schellenberg gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss mit.

Was auch immer Ehmann entdeckt haben mag, der Erdfall hat eine natürliche Ursache, wie die Fachleute erst wieder in der vergangenen Woche bestätigten. Das haben auch die seismografischen Untersuchungen ergeben. Lutz Katzschmann vom Landesamt für Umwelt und Geologie hatte wiederholt erklärt, dass es keine Hinweise auf Hohlräume oder unterirdische Bunkeranlagen gibt, auch nicht im äußeren Bereich des einstigen Kraters.

Die Stollen im Kanonenweg wurden einst als Vorratskeller für Bier und Wein genutzt. Davon gibt im Schmalkalder Stadtgebiet reichlich. Bauunterlagen vom Oktober 1944 ist zu entnehmen, dass zum Schutz der Zivilbevölkerung vor möglichen Bombenangriffen ein dritter Stollen in den Berg getrieben worden ist und mit den vorhandenen zwei verbunden wurde. Über die Länge der Gänge gibt es keine Unterlagen. sö
Quelle: Freies Wort
 

TÜP

Active Member
Heute kam der "Ingenieur Ralf Ehmann" sogar im Radio. Eine Penetranz,furchtbar!
Das die dort in der Fabrik ausser Löffel auch Hülsen hergestellt haben ist doch bekannt.
Irgendwann schubst den mal einer in so ein Loch. :schlecht:
 
Hab ihn eben gehört,der Reporter ist aus Liebenstein,den werde ich heute mal anrufen und fragen wie unseriös er noch werden will.

Ehmann sagte etwa sinngemäß..... er hat ein Decodiersystem entwickelt und mit diesem hat er etwa 5 Punkte am Kanonenweg herausgefunden die auf ein ausgedehntes Bergwerk schließen lassen (scheinbar war das Bunkersuchsystem nicht ausreichend und so hat er noch eben mal ein Bergwerksuchsystem entwickelt)....

Kann man den nicht langsam zwangseinweisen lassen - wenn es morgen regnet fahr ich mal kurz nach Schmalkalden rüber - Ehmann ist bestimmt dort - ich wollt ihn doch schon lange mal wieder sehen....

.... alte "Freunde" eben.....

uwe
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
Nun, ich bin vor Ort und kann berichten: Die Firma Tauber aus Erfurt hat den Stollen untersucht und, wie zu erwarten, keine Kampfmittel entdecken können. Wieder ein Beispiel für durch Ehmann entstandene Kosten. :schlecht:

Dieser Mann bindet durch seine blödsinnigen Aktionen Kräfte, verursacht Kosten und macht die Anwohner kirre. Es ist nicht mehr auszuhalten.

Gruß
Joe
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
Im "Freien Wort" gibt es dazu auch deutlichere Töne:

Schmalkalden - Außer Spesen nichts gewesen: Drei Mitarbeiter der Erfurter Kampfmittelräumfirma Tauber haben bei ihrer heutigen Begehung der Stollen am Schmalkalder Kanonenweg keinerlei Hinweise auf Munition gefunden.

Der Hobby-Historiker Rolf Ehmann hatte auf einem Foto, das unmittelbar nach dem Erdfall vom 1. November 2010 in den Stollen aufgenommen worden ist, angeblich eine Granatkartusche entdeckt. Daraufhin hatte er die Behörden alarmiert und die Bewohner im Erdfallgebiet aufgeschreckt.

Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski bezweifelte von Anfang an die Aussagen von Ehmann, wollte aber auf Nummer sicher gehen und beauftragte die Firma Tauber, der Vermutung nachzugehen. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Schmalkalder Stadtrat, Peter Handy, reagierte unwirsch auf das Treiben des Ralf Ehmann: "Der Mann macht die ganze Welt verrückt und müsste angezeigt werden". sö
Quelle: Freies Wort

Nachdem die Thüringer Allgemeine gestern noch mit "Verdacht auf Fundmunition am Erdfall in Schmalkalden" titelte, findet sich im heutigen Artikel nur noch ein kleiner Absatz
"Am Donnerstagvormittag untersuchte zudem der Munitionsbergungsdienst einen Stollen in unmittelbarer Nähe des Unglücksortes. Auf einem Foto war der Verdacht aufgekommen, dass sich dort eine Granatenkartusche befinden könnte. In dem verdächtigen Stollen war aber keine Munition gefunden worden."
Quelle: Thüringer Allgemeine

Alles in allem kann ich mich dem Wunsch von Peter Handy nur anschließen. Schaunmermal, wie der Bayer sagt....

Viel wichtiger war aber die Hauptaussage der heutigen Pressekonferenz: Die Hausbewohner können prinzipiell in ihre Häuser zurückkehren - Wenn, und das ist der Knackpunkt, die Statik der Häuser überprüft und gesichert ist. Auf den Kosten werden die Eigentümer wohl sitzenbleiben.

Frag doch einer mal den lieben Knecht, wie es zukünftig weitergehen soll, nachdem in Tiefenort und Schmalkalden so wundervolle Worte der unkomplizierten Hilfe ge- oder besser versprochen wurden. Oder kommt das Wort "Versprechen" von "Versprecher"? Denn das werden bestimmt nicht die letzten Erdfälle gewesen sein, die Häuser unbewohnbar werden lassen.

Gruß
Joe
 
Oben