Funde aus der Römerzeit beim Umbau des Landestheaters in Linz

josef

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Römische Funde bei Landestheaterumbau

In Linz sind zuletzt Münzen, Keramik und auch Ziegel aus der Römerzeit gefunden worden. Die Funde sind bis zu 2.000 Jahre alt und beim Umbau des Landestheaters zum Vorschein gekommen. Forscher sprechen davon, dass die Römer dort wahrscheinlich baden gegangen sind.
Online seit gestern 12.09.2025, , 19.16 Uhr
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Der Landestheater-Umbau macht’s möglich: Seit drei Monaten wird dort nicht nur von Baufirmen, sondern auch archäologisch gegraben. Bohrungen aus den 1950er Jahren haben schon auf Funde aus der Römerzeit hingedeutet.

„Ein glücklicher Fall aus wissenschaftlicher Sicht“
Jetzt konnten sie freigelegt werden, so Landesarchäologe Stefan Traxler: „Diese Baustelle ist absolut aus der wissenschaftlichen Sicht ein glücklicher Fall. Wir haben ganz selten so große Sichtfenster in die Vergangenheit, in der Provinzhauptstadt Linz. Das ist eben ganz, ganz selten. Das ist mein erstes, ganz großes Projekt, das ich hier in Linz in dieser Form hier begleiten darf. Wir arbeiten ja gerade auch am archäologischen Plan von Linz. Das war eine fast leere Fläche, und jetzt können wir diesen Plan in einem ganz wesentlichen Ausschnitt ergänzen.“

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Ausgrabungsfunde

Nicht weit von hier stand vor knapp 2.000 Jahren ein römisches Reiterlager, so Traxler: „Wir haben selten römische Mauern in der Qualität. Ich gehe davon aus, dass die Facharbeiter, die das römische Kastell gebaut haben, auch diesen Bau hier mitgestaltet haben. Die vielen beheizten Räume lassen einmal vorsichtig eventuell an eine große Badeanlage denken. Das müssen wir jetzt noch überprüfen.“

Auch Funde aus der Keltenzeit vermutet
Es wird noch vorsichtig Schicht für Schicht tiefer gegraben, denn es werden hier auch noch Funde aus der Keltenzeit vermutet, so Traxler: „Wir sind jetzt ungefähr auf minus drei Meter Niveau, und wir sind noch immer nicht beim römischen Unterboden. Da wollen wir hinunter – und dann schauen wir auch drunter. Und da kann es ganz leicht sein, dass wir latenezeitliche Befunde haben. Also da sind wir dann im ersten Jahrhundert vor Christus, landläufig besser bekannter als Keltenzeit.“

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Die großen römischen Mauern werden fein säuberlich vermessen und dokumentiert, genauso wie die kleinen Fundstücke, so Traxler: „Wir haben das ganz typische Spektrum. Das fangt eigentlich an mit neuzeitlichen Münzen bis mittelalterlicher Münzen , mittelalterliche Keramik, und im römischen haben wir dann auch das ganz klassische Spektrum wie gestempelte Ziegel, Münzen, Kleinmetalle, natürlich sehr viel Keramik.“

Gut erhaltene Hadriansmünze entdeckt
Lea Hauhart, Archäologin: „Das Prachtstück bei der Grabung, wo wir uns auch extrem gefreut haben, weil es selten so gut erhalten ist, ist da die Hadriansmünze, erste Hälfte zweites Jahrhundert nach Christus.“

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Aufgrund der vielen gut erhaltenen Funde dauern die archäologischen Arbeiten länger als geplant. Zu wesentlichen Bauverzögerungen soll es aber nicht kommen, so Harald Gayer, Projektleiter vom Land OÖ: „Wir werden eine Verzögerung von circa 14 Tagen haben, die sich aber beim Endtermin nicht auswirken wird.“ Wenn die archäologischen Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Flächen wieder aufgefüllt. An dieser Stelle wird der Zubau der neuen Redoutensäle bis Ende 2027 errichtet werden. Die schönsten Fundstücke sollen dann im nächsten Jahr im Rahmen einer Ausstellung im Linzer Schlossmuseum zu sehen sein.
13.09.2025, red, ooe.ORF.at
Römische Funde bei Landestheaterumbau
 
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