Aus "größtem Loch Europas" wird Mega-See: Dieses Projekt stellt den Bodensee in den Schatten
Aus "größtem Loch Europas" wird Mega-See: Dieses Projekt stellt den Bodensee in den Schatten - VOL.AT
Aus dem Hambacher Tagebau, dem “größten Loch Europas”, soll ein See werden, der sogar den Bodensee einmal übertreffen wird.
Im ehemaligen Tagebau Hambach in Nordrhein-Westfalen hat der Bau eines gigantischen künstlichen Sees begonnen. Erste Leitungen werden verlegt, ab 2030 soll Rheinwasser einfließen. Das Projekt wird Jahrzehnte dauern – und könnte den Bodensee in einem Punkt übertreffen.
Startschuss für Jahrhundertprojekt
Noch ist der Tagebau Hambach vor allem eines: ein riesiges, graues Loch. Mit dem Beginn der Bauarbeiten hat sich das nun zumindest symbolisch geändert. Der Energiekonzern RWE hat laut WDR damit begonnen, erste Rohrleitungen zu verlegen – sie sollen künftig Wasser aus dem Rhein in die Grube transportieren.
Der erste Bauabschnitt umfasst rund sieben Kilometer Leitung. Insgesamt wird das Netz einmal etwa 45 Kilometer lang sein und die Tagebaue Hambach und Garzweiler mit dem Rhein bei Dormagen verbinden.
Flutung ab 2030 geplant
Der Zeitplan ist ambitioniert – und dennoch langfristig gedacht: Ab 2030 soll die Grube schrittweise mit Rheinwasser gefüllt werden. Bis der See vollständig entstanden ist, werden jedoch Jahrzehnte vergehen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Flutung zwischen 2070 und 2090 abgeschlossen sein könnte.
©neuland-hambach
Ein Projekt also, dessen endgültige Form viele heute Lebende wohl nicht mehr erleben werden.
Tiefer als der Bodensee
Schon jetzt ist klar: Der künftige Hambacher See wird zu den größten Seen Deutschlands zählen. Mit rund 42 Quadratkilometern Fläche reiht er sich im oberen Bereich ein.
Seine eigentliche Besonderheit liegt jedoch unter der Oberfläche. Während der Bodensee aktuell mit rund 251 Metern Tiefe den Spitzenwert hält, soll der neue See diesen Rekord deutlich übertreffen. Geplant sind Tiefen von bis zu 365 Metern – mehr als 100 Meter tiefer als das “Schwäbische Meer”.
Bereits etwa zehn Jahre nach Beginn der Flutung könnten einzelne Bereiche rund 200 Meter erreichen.
©neuland-hambach
Bereits etwa zehn Jahre nach Beginn der Flutung könnten einzelne Bereiche rund 200 Meter erreichen.
Naherholung statt Braunkohle
Was heute noch wie eine Mondlandschaft wirkt, soll langfristig zu einem Naherholungsgebiet werden. Schon während der Flutungsphase sind Wassersportangebote vorgesehen. Parallel dazu wird die Umgebung rekultiviert – mit Wäldern, Rad- und Wanderwegen.
Der Strukturwandel im Rheinischen Revier bekommt damit ein sichtbares Symbol: Aus einem der größten Braunkohletagebaue Europas entsteht Schritt für Schritt eine neue Landschaft.
26.03.2026 VOL.AT
Im ehemaligen Tagebau Hambach in Nordrhein-Westfalen hat der Bau eines gigantischen künstlichen Sees begonnen. Erste Leitungen werden verlegt, ab 2030 soll Rheinwasser einfließen. Das Projekt wird Jahrzehnte dauern – und könnte den Bodensee in einem Punkt übertreffen.
Startschuss für Jahrhundertprojekt
Noch ist der Tagebau Hambach vor allem eines: ein riesiges, graues Loch. Mit dem Beginn der Bauarbeiten hat sich das nun zumindest symbolisch geändert. Der Energiekonzern RWE hat laut WDR damit begonnen, erste Rohrleitungen zu verlegen – sie sollen künftig Wasser aus dem Rhein in die Grube transportieren.
Der erste Bauabschnitt umfasst rund sieben Kilometer Leitung. Insgesamt wird das Netz einmal etwa 45 Kilometer lang sein und die Tagebaue Hambach und Garzweiler mit dem Rhein bei Dormagen verbinden.
Flutung ab 2030 geplant
Der Zeitplan ist ambitioniert – und dennoch langfristig gedacht: Ab 2030 soll die Grube schrittweise mit Rheinwasser gefüllt werden. Bis der See vollständig entstanden ist, werden jedoch Jahrzehnte vergehen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Flutung zwischen 2070 und 2090 abgeschlossen sein könnte.
©neuland-hambach
Ein Projekt also, dessen endgültige Form viele heute Lebende wohl nicht mehr erleben werden.
Tiefer als der Bodensee
Schon jetzt ist klar: Der künftige Hambacher See wird zu den größten Seen Deutschlands zählen. Mit rund 42 Quadratkilometern Fläche reiht er sich im oberen Bereich ein.
Seine eigentliche Besonderheit liegt jedoch unter der Oberfläche. Während der Bodensee aktuell mit rund 251 Metern Tiefe den Spitzenwert hält, soll der neue See diesen Rekord deutlich übertreffen. Geplant sind Tiefen von bis zu 365 Metern – mehr als 100 Meter tiefer als das “Schwäbische Meer”.
Bereits etwa zehn Jahre nach Beginn der Flutung könnten einzelne Bereiche rund 200 Meter erreichen.
©neuland-hambach
Bereits etwa zehn Jahre nach Beginn der Flutung könnten einzelne Bereiche rund 200 Meter erreichen.
Naherholung statt Braunkohle
Was heute noch wie eine Mondlandschaft wirkt, soll langfristig zu einem Naherholungsgebiet werden. Schon während der Flutungsphase sind Wassersportangebote vorgesehen. Parallel dazu wird die Umgebung rekultiviert – mit Wäldern, Rad- und Wanderwegen.
Der Strukturwandel im Rheinischen Revier bekommt damit ein sichtbares Symbol: Aus einem der größten Braunkohletagebaue Europas entsteht Schritt für Schritt eine neue Landschaft.
26.03.2026 VOL.AT