Bodensee
Flugzeugwrack: Keine Gefahr durch Radioaktivität
Seit 1992 werden Vorarlbergs Gewässer regelmäßig auf radioaktive Stoffe untersucht – meist mit unbedenklich niedrigen Werten. Auch nach der jüngsten Meldung über mögliche radioaktive Belastung von Flugzeugwrackteilen im Bodensee nahe Romanshorn (CH) blieben die Messwerte laut Umweltinstitut Vorarlberg unverändert niedrig.
Online seit heute, 16.29 Uhr
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Flugzeugwrack: Keine Gefahr durch Radioaktivität
Flugzeugwrack: Keine Gefahr durch Radioaktivität
Seit 1992 werden Vorarlbergs Gewässer regelmäßig auf radioaktive Stoffe untersucht – meist mit unbedenklich niedrigen Werten. Auch nach der jüngsten Meldung über mögliche radioaktive Belastung von Flugzeugwrackteilen im Bodensee nahe Romanshorn (CH) blieben die Messwerte laut Umweltinstitut Vorarlberg unverändert niedrig.
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Vor neun Jahren wurden in über 200 Metern Tiefe im Bodensee bei Romanshorn (CH) Teile des 1957 abgestürzten Swissair-Flugzeugs vom Typ DC-3 entdeckt. Wie nun kürzlich bekannt wurde, sind einige Cockpit-Instrumente mit dem radioaktiven Stoff Radium-226 bestrichen. Laut „St. Galler Tagblatt“ beträgt die Strahlung rund drei Mikrosievert pro Stunde – etwa 30-mal mehr als die natürliche Hintergrundstrahlung.
Der Fund sorgt auch für Diskussionen: Umweltschützer fordern eine Bergung – die Schweizer Behörden hingegen verweisen auf das geringe Risiko und die schwierige Zugänglichkeit in unter 200 Metern Tiefe.
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Schiffsbergeverein
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„Äußerst geringe Strahlenbelastung“
In Vorarlberg gibt man aber Entwarnung. Laut Gerhard Hutter, dem Leiter der Gewässergüte des Landes, liegen die Konzentrationen im niedrigen Bereich. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass von einer „äußerst geringen, vernachlässigbaren Strahlenbelastung“ auszugehen ist. Schwankende Werte können laut Hutter nur vorübergehend auftreten – etwa bei Hochwasser oder nach niederschlagsreichen Jahren. Sie bewegen sich jedoch in einem seit Jahren bekannten und vergleichbaren Rahmen, so Hutter.
Rhein und Bodensee werden seit dem Jahr 1992 im Rahmen eines österreichweiten Programms regelmäßig auf natürliche und künstliche Radionuklide untersucht. Die Proben werden an drei definierten Messstellen entnommen: im Rhein bei Fußach und Bangs sowie in der Bregenzer Bucht des Bodensees.
Vier Elemente, die sich nachweisen lassen
Regelmäßig lassen sich dort vier radioaktive Stoffe nachweisen: Kalium-40, Tritium, Cäsium-137 und Jod-131. Kalium-40 ist natürlichen Ursprungs, kommt in kleinen Mengen in allem Kalium vor und ist daher immer im Wasser messbar – bei Hochwasser kann der Wert durch Sedimente leicht steigen. Tritium stammt teils aus der Natur, teils aus alten Atomwaffentests, die Konzentrationen sind gering und rückläufig.
Cäsium-137 gelangte vor allem durch den Unfall in Tschernobyl in die Umwelt. Heute ist es meist nur noch in Spuren vorhanden, bei Hochwasser kann es durch aufgewirbeltes Bodenmaterial kurzzeitig messbar sein. Jod-131 stammt aus der Medizin und wird über Abwasser eingetragen, ist aber wegen seiner kurzen Halbwertszeit nur selten nachweisbar. Insgesamt zeigt die langfristige Überwachung, dass keine signifikante Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht.
11.04.2025, red, vorarlberg.ORF.at
Der Fund sorgt auch für Diskussionen: Umweltschützer fordern eine Bergung – die Schweizer Behörden hingegen verweisen auf das geringe Risiko und die schwierige Zugänglichkeit in unter 200 Metern Tiefe.
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„Äußerst geringe Strahlenbelastung“
In Vorarlberg gibt man aber Entwarnung. Laut Gerhard Hutter, dem Leiter der Gewässergüte des Landes, liegen die Konzentrationen im niedrigen Bereich. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass von einer „äußerst geringen, vernachlässigbaren Strahlenbelastung“ auszugehen ist. Schwankende Werte können laut Hutter nur vorübergehend auftreten – etwa bei Hochwasser oder nach niederschlagsreichen Jahren. Sie bewegen sich jedoch in einem seit Jahren bekannten und vergleichbaren Rahmen, so Hutter.
Rhein und Bodensee werden seit dem Jahr 1992 im Rahmen eines österreichweiten Programms regelmäßig auf natürliche und künstliche Radionuklide untersucht. Die Proben werden an drei definierten Messstellen entnommen: im Rhein bei Fußach und Bangs sowie in der Bregenzer Bucht des Bodensees.
Vier Elemente, die sich nachweisen lassen
Regelmäßig lassen sich dort vier radioaktive Stoffe nachweisen: Kalium-40, Tritium, Cäsium-137 und Jod-131. Kalium-40 ist natürlichen Ursprungs, kommt in kleinen Mengen in allem Kalium vor und ist daher immer im Wasser messbar – bei Hochwasser kann der Wert durch Sedimente leicht steigen. Tritium stammt teils aus der Natur, teils aus alten Atomwaffentests, die Konzentrationen sind gering und rückläufig.
Cäsium-137 gelangte vor allem durch den Unfall in Tschernobyl in die Umwelt. Heute ist es meist nur noch in Spuren vorhanden, bei Hochwasser kann es durch aufgewirbeltes Bodenmaterial kurzzeitig messbar sein. Jod-131 stammt aus der Medizin und wird über Abwasser eingetragen, ist aber wegen seiner kurzen Halbwertszeit nur selten nachweisbar. Insgesamt zeigt die langfristige Überwachung, dass keine signifikante Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht.
11.04.2025, red, vorarlberg.ORF.at