Kuriose und außergewöhnliche Sammelleidenschaften und Hobbys - Teil 2

josef

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#21
Sammelleidenschaft
Der Herr der (Schlüssel-)Bänder

Gerald Klopf hat sich in Kapfenberg ein ganz persönliches – und sehr ungewöhnliches Paradies geschaffen: ein Museum rund um Schlüsselbänder. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er sie aus aller Welt.

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Die Sammlung von Gerald Klopf kann sich sehen lassen: 11.700 Bänder! Keines doppelt und nach Themen sortiert, „wie zum Beispiel Medien und Firmen, Musik, rund ums Auto, Gesundheit, Telekommunikation, Städte und Länder, Essen und Trinken“.

Jedes Schlüsselband hat seine eigene Geschichte
Begonnen hat alles 2004, erzählt der Kapfenberger: „Da habe ich beim Fußballverein gearbeitet, da sind diverse Bänder am Schreibtisch gelegen, und die habe ich dann mit nach Hause genommen. Das Ganze hat mir dann so gefallen, da hab ich mir gedacht, da könnte ich weitermachen, hab dann immer geschaut bei Firmen, bei Veranstaltungen, oder auch wenn ich auf Urlaub gefahren bin, hab ich mir welche gekauft.“

Irgendwann dann haben alle mitgesammelt, Freunde, Familie – und Menschen mit sportlichen Verbindungen: „Saalbach zum Beispiel oder Are… die schickt mir immer die Alexandra Meißnitzer oder auch der Andreas Goldberger. Das ist dann immer interessant, wenn nach ein paar Monaten die Post kommt und wieder ein schönes Bandl drinnen ist.“

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Natürlich hat Gerald Klopf auch persönliche Lieblinge: „Meine speziellen Bänder von meinen Einsätzen bei den Special Olympics. Ganz interessant natürlich 2006, da waren die Sommerspiele in Kapfenberg.“

„Irgendwann hab ich keinen Platz mehr“
Und wo soll die Sammelleidenschaft schließlich hinführen? „Ich freue mich über jedes Band, das ich bekomme oder wenn ich eine Reise mache, und das hab ich noch nicht, und das freut mich, das aufzuhängen. Aber Wunschziel… ich werde irgendwann einmal keinen Platz mehr haben!“
21.06.2026, red, steiermark.ORF.at
Der Herr der (Schlüssel-)Bänder
 

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#22
Gitschtal - Kärnten
Liebe zur Uniform im Privatmuseum
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In St. Lorenzen im Gitschtal hat sich Manfred Neuhold einen Lebenstraum erfüllt. Seit 26 Jahren sammelt er für sein Privatmuseum Uniformen und Uniformteile, von Gendarmerie bis Zoll, von der Sowjetunion bis in die USA. Insgesamt tausend Stücke sind gegen eine freiwillige Spende zu sehen.
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Einst war es ein Stall, dann ein kleines Geschäft im Ort. In den vergangenen Jahrzehnten wurde es das Heiligtum des mittlerweile 86-jährigen Sammlers Manfred Neuhold. Vieles stammt aus der Kaiserzeit, aber auch aus dem 20. Jahrhundert. Neuhold trägt einige dieser Uniformen bei festlichen Anlässen noch selbst, wenn sie passen.

„Ich bin bei den Freiwilligen Schützen Mitglied und bei den Gebirgsschützen. Ich bin bei den Windischen und bei den Khevenhüller Mitglied, überall.“ Immer, wenn die Schützen rufen, sei er mit seiner Uniform unterwegs, drei bis viermal rücke er damit aus. „Da bin ich wer.“ Wenn er in Uniform nach Italien fahre, werde er immer eingeladen, die mögen Uniformen, lacht er. Er habe auch einen ganzen Alpini Tarnanzug, den stelle er aber nicht aus.

Die meisten Stücke bekam er geschenkt
Er führt Besucher, die das kleine Museum finden, durch seine Sammlung und erzählt, wie er zu den Stücken kam – von einer weißrussischen Matrosenkappe bis zur ganzen Försteruniform aus Italien, kam. Bei vielen Stücken, vor allem Baretten und Kappen, hatte er Sammlerglück: „Erstens musst du berühmt sein, viele Sammler hören auch auf, einige habe ich auch von den Zöllnern bekommen.“

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Manfred Neuhold mit seinen Schaufensterpuppen
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Kopfbedeckungen aus der k und k Zeit

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Uniformmütze mit der Aufschrift Weißrussische Flotte sowie Hammer und Sichel am Emblem

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Pelzige Kopfbedeckungen aus der UdSSR

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Embleme der Polizei

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Neuhold zeigt die Uniform die er bei festlichen Anlässen trägt

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Vitrine mit Säbel und Kanonenkugel

26 Jahre Sammelleidenschaft, die noch lange nicht endet. Viele Orden und Abzeichen verwahrt Neuhold hinter Glas und hat auch Seltenheiten wie einen bestimmten Offizierssäbel. „20, 25 Jahre habe ich den gesucht und nirgends gekriegt. Den hat niemand gehabt. Nur die höchsten haben den und davon gibt es so wenige.“ Auch eine Kanonenkugel liegt in der Vitrine.

Mit Honig „bezahlt“
Geld gab Neuhold für seine Museumsstücke kaum aus. „Ich gebe höchstens Honig her. Das ganze Museum ist ein Geschenk. Ich habe höchstens 50 Kilo Honig in den 25 Jahren hergegeben.“ Mittlerweile gewöhnte sich seine Familie an die Leidenschaft. Denn Manfred Neuhold hört nicht auf mit dem Sammeln von historischen Uniformen.
28.06.2026, red, kaernten.ORF.at
Liebe zur Uniform im Privatmuseum
 

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#23
Salzburgerin sammelte 300 Festspielkostüme
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Im Alter von sieben Jahren hat sie durch eine Übertragung der Zauberflöte ihre Leidenschaft für Festspielkostüme entdeckt. Mit 15 hat sie das erste Festspielkostüm von ihren Eltern bekommen. Seitdem kauft Angelika Bamer-Ebner selbst jedes Jahr beim Abverkauf der Festspielkostümabteilung.
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Kostüm um Kostüm finden sich in den Kelleräumen im Hause Ebner an der salzburgisch-bayerischen Grenze. Die Salzburgerin ist stolz auf ihren Fundus mit den historischen Festspiel-Gewändern von Opernproduktionen und natürlich auch von Schauspiel-Größen des Domplatzes – von Curd Jürgens und vielen anderen.

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Angelika Bamer-Ebner schilderte: „Zum Beispiel von Klaus Maria Brandauer. Das hat er als Jedermann getragen. Und das Interessante ist eben auch das war wirklich damals die Inszenierung, die ich im Fernsehen gesehen habe, wo ich entschieden habe, dass ich Schauspielerin werden möchte. Also deshalb hat das einen ganz besonderen Wert“.

Jedes Jahr verkaufen die Salzburger Festspiele tausende Kostüme beim jährlichen Abverkauf. Im Jahr 2025 waren es an die 6.000. Auf jedem Kostüm befindet sich ein Etikett mit dem Namen, der Rolle und der Produktion.

04.08.2026, red, salzburg.ORF.at
Salzburgerin sammelte 300 Festspielkostüme
 

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#24
Leidenschaft
Ein Leben für den Flugzeugbau

Eberhart Fritsch hat sein ganzes Leben dem Fliegen gewidmet. Seine Leidenschaft galt immer historischen Flugzeugen, die der heute 83-Jährige Wahlsteirer aus Deutschland auch selbst gebaut hat. Ein letzter Flieger wartet noch auf seine Fertigstellung.

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Die Flugzeuge von Eberhart Fritsch sehen aus, als wären sie direkt aus einem anderen Jahrhundert gelandet: In seiner Werkstatt in Wörschach baut der 83-jährige Flugzeugbauer historische Maschinen. „Eigentlich hat Fokker dieses Flugzeug als erstes Kunstflugzeug gebaut und hat es dann natürlich auch dem deutschen Militär vorgeführt“, das es schließlich als Jagdflugzeug umfunktionieren sollte.


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Seit knapp 50 Jahren baut Eberhart Fritsch Flugzeuge, die Geschichte geschrieben haben. Die Leidenschaft für’s Fliegen begleitet ihn seit seiner Kindheit: „Flugzeugbauer wird man natürlich nicht so aus dem Stegreif. Geimpft wurde ich schon als Kind mit Modellfliegerei, dazu kam, dass ich in Ramstein aufgewachsen bin, und das war damals schon einer der größten Militärflugplätze der USA.“

Der Grundstein für sein späteres Lebenswerk war gelegt, und so fliegt er nicht nur 60 Jahre selbst, sondern arbeitet bei den großen Luftfahrtunternehmen im Flugzeugbau und in der Flugzeugwartung – und er baut in all den Jahren in zigtausenden Arbeitsstunden fünf historische Flugzeuge.

Im Ennstal gelandet
Sein Meisterwerk ist wohl der Albatros D.III, dieses Flugzeug war letztlich auch ein Grund, warum Eberhart Fritsch im steirischen Ennstal landete: „Weil ich in Aigen einen Flugplatz habe, der in der Welt fast einmalig ist: Das ist eine gigantische Wiese, von der aus man im Grunde fast in jede Richtung starten und landen könnte.“

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Ganz besondere Verbindung zur Obersteiermark
Außerdem hat der Flugplatz Aigen noch eine ganz besondere Verbindung zum Albatros: „Der Albatros ist in der Lackierung geflogen worden vom Feldpiloten Benno Fiala-Fernbrugg, und diese Kennung hab’ ich, und der Name des Flugplatzes ist auch Fiala-Fernbrugg.“

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Eins geht noch
Was 1978 mit dem Bau seines ersten historischen Flugzeuges begonnen hat, ist für Eberhard Fritsch bis heute Leidenschaft geblieben – und so arbeitet er selbst mit 83 immer noch an einem Flugzeug: „Zur Zeit arbeite ich an der Fokker D.VII. Ich denke aber auch, dass das mein letztes Flugzeug sein wird.“

„Steiermark heute“, ORF 2, 14.8.2026
Ein Leben für den Flugzeugbau
 
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