Lager Glasenbach (Salzburg Stadt)

S

sbg1984

Nicht mehr aktiv
#1
In Salzburg heute ist heute ein Bericht gelaufen über ein Lager Glasenbach welches sich in Salzburg zwischen Alpenstraße und Salzach befunden hat.
Hier wurden nach dem Krieg NS Funktionäre gefangen gehalten.
Teile der Hallen werden derzeit abgerissen, um Platz für Wohnbauten zu schaffen.

In der ORF TVthek ist der Bericht noch einige Tage abrufbar.
 
#2
Lager Glasenbach

Dazu ist ein Buch erschienen:

Camp Marcus W. ORR - "Glasenbach" als Internierungslager nach 1945
- Oskar Dohle / Peter Engelsberger - Schriftenreihe des Salzburger Landesarchives Nr.15 - 2009 - 440 S - 33,00 €.

mfg Fred
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#5
Wozu dienten sie denn nach dem Krieg?
Wie in der obigen "Wiki-Verlinkung" (-> Lagergelände) zu lesen ist:
Aber erst am 9. September 1953 räumten die in Österreich stationierten amerikanischen Streitkräfte (USFA) endgültig das Lager Glasenbach, in dem sie seit Ende 1947 noch eine umzäunte Fläche für Lagerungszwecke gemietet hatten. Danach dienten die Baracken bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts noch als Flüchtlingslager.
Nicht ganz klar ist mir noch, ob auch mit dem Firmenstandort von "Porsche Alpenstraße" ein Zusammenhang besteht? Dazu Auszug aus "Salzburg-Wiki":
1949: Unter der Leitung von Dr. Anton Piëch, dem Ehemann von Louise Piëch, der Tochter von Ferdinand Porsche, wird der Firmensitz der Porsche Konstruktionen GmbH von Gmünd (Kärnten) nach Salzburg in die Alpenstraße auf das Gelände einer ehemaligen Pionierkaserne verlegt.
lg
josef
 

Bergwacht9902

Well-Known Member
#6
Ich war heut kurz in Salzburg.
Das Gelände ist noch fast intakt.
Lediglich die sich darauf befindliche Traffik ist bereits halb abgerissen.
Auf dem Gelände befindet sich eine Künsterleragentur und viele Stellplätze.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#7
SAGIS-Orthofotos 1952 - Alpenstraße

Nachstehend ein SAGIS-Lubi der Befliegung von 1952 vom Bereich "Lager Glasenbach" (ex Pionierkaserne, nach Kriegsende "Camp Marcus W. ORR") in der Salzburger Alpenstraße. Damals noch unter Nutzung der US-Army:
 

Anhänge

josef

Administrator
Mitarbeiter
#8
„Lager Glasenbach“
1746513729546.png

In der Salzburger Alpenstraße ist vor 80 Jahren mit dem Ende der Nationalsozialisten ein Internierungslager von den Amerikanern gegründet worden. Fälschlicherweise wurde es unter dem Namen „Lager Glasenbach“ bekannt. Im Kunst-Quartier in der Stadt Salzburg gab es am Montagabend eine Präsentation zur Geschichte des Ortes.
Online seit heute, 6.00 Uhr
Teilen
Rund 8.000 Inhaftierte befanden sich zu Spitzenzeiten in der Haftanstalt, die in Wirklichkeit „Camp Marcus W. Orr“ hieß. Die allermeisten von ihnen waren handfeste Nationalsozialisten. Die amerikanischen Truppen verwahrten sie zwar, eine tatsächliche Entnazifizierung fand in dem Lager aber nicht statt.

Filmvorführungen zur Entnazifizierung
Der Historiker Peter Eigelsberger hielt im Kunst-Quartier am Montagabend einen Vortrag zum „Lager-Glasenbach“. "Die einzige Entnazifizierungsmaßnahme war der Film „Todesmühlen", den sie den Lagerinsassen vorgeführt haben. Das ist ein Film, den die Amerikaner nach der Befreiung in verschiedenen Konzentrationslagern gedreht haben, um die Gräuel vorzuführen. Aber sonst haben sie eigentlich nicht wirklich was gemacht. Sie wollten bei so einem großen Häftlingsbestand Ruhe haben.“

1947 aufgelöst
Das „Lager Glasenbach“ war das größte Internierungslager für Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher auf österreichischem Gebiet. 1947 löste sich das „Camp Marcus W. Orr“, das nach einem US-amerikanischen Soldaten benannt wurde, auf. Viele der Inhaftierten kehrten anschließend wieder in ihr normales, gesellschaftliches Leben zurück.
06.05.2025 red, salzburg.ORF.at
„Lager Glasenbach“ im Kunst-Quartier
 
#9
Der Kindergarten Alpensiedlung scheint noch in einer der ehemaligen Gebaeude zu sein. Die langen Gebaeude hinter dem Neubau scheinen auch noch die Originalgebaeude zu sein.
 
Oben