Lost Places in Österreich

Aufgelassener Friedhof: der Friedhof wurde 1874 geschlossen und steht heute unter Denkmalschutz. Es befindet sich dort das Grab eines der bekanntesten Österreicher. Die Parkanlage ist öffentlich zugänglich. Ein Ort für 1000 Motive.
 

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Ein etwas anderer LP: Einige Fahrradgräber mitten im Wald, was mein Hündchen alles so findet:)!
Jedoch ein wenig seltsam, wer entsorgt Reste alter Waffenräder im Wald, vorallem dürften die hier schon länger verweilen.

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MHSTG44

Well-Known Member
Einen besseren Platz hätte man nicht finden können, außer ein paar Museumsstücke hier im Wald vergammeln zu lassen. Einige Leute die Interesse haben an solch geschichtsträchtigen Rädern wären froh wenn sie diese im erhaltenen Zustand zuhause hätten, wenn man bedenkt, das der Name (Waffenrad) von Steyr aus dem Rüstungsbetrieb um 1895 entstand, weil Erfahrungen der Waffenproduktion in die Entwicklung einfließten. Schwer zu sagen um welche Baujahre es sich handelt. Die hier an einen durchaus interessanten Ort entdeckten Räder geben jedoch eine tolle Location ab.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Steyr-Waffenrad
wenn man bedenkt, das der Name (Waffenrad) von Steyr aus dem Rüstungsbetrieb um 1895 entstand...
Dazu "Tante Wiki":
Waffenrad – Wikipedia

...und

Das original STEYR Waffenrad
Die Anfänge der STEYR Werke sind im Jahr 1821 zu finden, damals nahm Hr. Leopold Werndl die Produktion von Waffenteile auf. Diese Waffenschmiede, die 1855 sein Sohn Josef Werndl übernahm, wurde 1869 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und firmierte als Österreichische Waffenfabriks Gesellschaft (ÖWG).

Die lange Friedensperiode in Europa ließ die Waffenproduktion, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, dramatisch zurückgehen. Die ÖWG musste starke Umsatzeinbußen verbuchen, daher suchte die Geschäftsleitung nach einem Zusatzprodukt, das sowohl dem Militär, als auch der Zivilbevölkerung von Nutzen sein, und so bei Waffenproduktionsflauten die Werkskapazitäten auslasten sollte.

Der von England ausgehende Fahrradboom, ließ auch bei uns die Nachfrage nach dem neuen Fortbewegungsmittel steigen. Es bot sich somit an, in der Waffenfabrik, Fahrräder herzustellen.

Distanzfahrt Wien - Berlin
Die Distanzfahrt Wien – Berlin, im Jahre 1893, spielte dabei womöglich eine entscheidende Rolle. Bei diesem „Wettrennen“ traten Eilzug, Fahrrad, Reiter des Militärs und Offiziere zu Fuß gegeneinander an. Der Reiter benötigte für die 582 km lange Strecke 71 Stunden 35 Minuten, der Radfahrer nur 31 Stunden und 22 Minuten, also weniger als die Hälfte der Zeit. Der Fußgänger brauchte die vierfache Zeit des Radlers und der Eilzug war „nur“ doppelt so schnell wie das Fahrrad.

Das Fahrrad war also erwiesenermaßen, durch seine Flexibilität und Geschwindigkeit, durchaus auch militärisch brauchbar, und konnte aufgrund des Maschinenparks und des Fachpersonals der Waffenfabrik, problemlos in Steyr hergestellt werden.

Erstproduktion
Die Geschäftsleitung wollte aber kein Risiko mit einer eigenen Entwicklung eingehen, und so holte man sich das Know-How aus England und fertigte, unter Lizenz der „Coventry Machinists Co. LTD“, deren Modellpalette an Fahrrädern mit dem Namen SWIFT.

Eine Zeitungsannonce der ÖWG von 1894 besagt: „Die Oesterreichische Waffenfabriks-Gesellschaft hat in Anlehnung an erste Englische Firmen die Erzeugung von Fahrrädern aufgenommen …“

Anfangs konnte sich aber nur die wohlhabende Bevölkerungsschicht ein solches Rad leisten, es kostete mit 370 Kronen fast die Hälfte eines Jahreseinkommens einer Arbeiterfamilie, welches ca. 750 Kronen betrug. Die Reichen aber schwärmten für das Steyrer SWIFT Radl, und auch Adelige, wie z.B. Kronprinzessin Stephanie, deren Tochter die Erzherzogin Elisabeth, Gräfin Waldstein, oder Erzherzog Franz Salvator fuhren SWIFT Räder und Tandems aus Steyr.

Das Waffenrad
Schon 2 Jahre später, am 13. August 1896, wurde der Markenname „WAFFENRAD“ registriert. Damit war der Grundstein für eine Weltweite Erfolgsgeschichte gelegt.

Die Geschäfte der ÖWG liefen gut, es wurde viel Geld in die Technik mit stetigen Neuerungen gesteckt, aber auch in Werbung wurde viel investiert. Werbeträger waren in erster Linie die Adeligen! Weiters versuchte man die bekanntesten Radrennfahrer zu verpflichten, sodass diese ihre Siege auf Waffenräder aus Steyr einfahren konnten. Radrennen waren zu der Zeit Publikumsmagneten! Eine weitere großangelegte Werbekampagne war 1897 die Reaktivierung einer ungenutzten Radrennbahn in der Kronprinz-Rudolf Str. 2 in Wien, welcher man den Namen Waffenradbahn gab und sie, für damalige Verhältnisse, modernst einrichtete.

1898 stattete die österreichische Post ihre Briefträger mit Waffenrädern der ÖWG aus (noch 1993 waren ca. ¾ der Posträder in Österreich, Waffenräder in Herren oder Damenausführung).

Schön langsam wurden die Waffenräder auch billiger, so kostet z.B. 1902 eine Waffenrad Damenmaschine Modell 88, mit 235 Kronen „nur“ mehr 1/3 eines Familien Jahreseinkommens. Auch gibt es schon gebrauchte Räder auf „Fetzenmärkten“ zu Kaufen, und kommen somit auch für Bürger aus der Arbeiterschicht in leistbare Nähe.

Schon 1911 hatte der Absatz der Waffenräder eine solche Steigerung erfahren das man die Abteilung der Waffenradproduktion vergrößern musste. Auch wurden ab dieser Zeit, neben den Rädern der Marke „Waffenrad“, auch solche der Marke „KOSMOS“ in Steyr produziert. Diese Kosmos Räder waren billigere, einfacher gebaute Fahrräder der ÖWG.

Am 9. Juni 1925 wurde die ÖWG in Steyr-Werke-AG umbenannt. Von Produktionsbeginn 1894 bis Mitte 1925, hatten die Fabrikstore der ÖWG 350 000 Fahrräder verlassen (Steyr Kosmos nicht mitgezählt).

1925 lag der Preis der Waffenräder zwischen 225,- und 295,- Schilling.

Austro Daimler-Puch
Der Winter 1928/29 war hart, daraus resultierten Umsatzeinbußen am Fahrradmarkt der Steyrer. Auch im Frühling und Sommer bessert sich die wirtschaftliche Lage nicht. Um eine gegenseitige Konkurrenzierung auszuschalten fusionierte sich die STEYR-WERKE-AG mit dem in Graz ansässigen Fahrradkonzern, der AUSTRO-DAIMLER-PUCHWERKE AG.

1929 ist somit das letzte Jahr, in dem das Steyr Waffenrad noch wirklich komplett aus der Fahrrad Abteilung in Steyr kommt, denn ab dieser Zeit wurden die Räder in beiden Werken produziert, vorwiegend im Steyr Werk, zu einem geringen Teil im Puch Werk in Graz.

1934 wurde die Austro Daimler-Puchwerke AG aus dem Register gelöscht und die STEYR-DAIMLER-PUCH-AG ins Handelsregister eingetragen. Ab diesem Zeitpunkt hörte man mit der Fahrradproduktion in Steyr gänzlich auf und verlegte diese komplett nach Graz. In Steyr konzentrierte man sich ab da vermehrt auf den Automobilobereich.

Das Ende
"Waffenräder" wurden also ab 1934 in der STEYR-DAIMLER-PUCH AG in Graz hergestellt, diese wurde damit zu einer der größten Fahrradfabriken Europas. Und da endet im Prinzip die Geschichte mit dem original Steyr Waffenrad. Denn obwohl die Räder welche in Graz produziert wurden, weiter den Markennamen „Steyr Waffenrad“ trugen, zählen unter Sammlern nur Waffenräder, die in der Waffenradfabrik in Steyr gefertigt wurden, zu den original Steyr Waffenräder. Die Steyr-Daimler-Puch AG wurde dann 1987 an den italienischen Piaggio Konzern verkauft, welcher sich verpflichtete noch 10 Jahre lang "Waffenräder" weiter zu produzieren! Seit 1997 ist aber entgültig Schluß mit der Waffenradproduktion.

Wenn Sie Ausführlicheres über die Geschichte des original STEYR Waffenrades erfahren wollen, ist das Buch Das STEYR Waffenrad sehr zu empfehlen!


Fotos: Stadtarchiv Steyr
Ein Blick in die Fabrikshallen der Waffenradfabrik um 1910

Quelle: Text: Das original Steyr Waffenrad
 

HF130C

Well-Known Member
Danke an Bunkerratte für die interessanten Fotos.

Wenn man die Bilder aus technischen Gesichtspunkten heraus betrachtet, ergeben sich schon einige Auffälligkeiten:

- es sind ausschließlich Fahrradrahmen ohne Räder und Ketten zu sehen.
- es gibt stehende und liegende Rahmen
- die aufrechten Rahmen dürften eigentlich nicht dauerhaft stehen! Auf den Bildern ist zu sehen, dass sie sich nicht gegenseitig abstützen.

Der Rahmen mit der Milchkanne z.B. steht völlig frei, die vordere Gabel kann nur wenige cm in der Erde stecken, die hintere Gabel ist frei und nicht einmal der halbe Zahnkranz scheint in der Erde zu sein.
Würde man den Rahmen einfach so wie am Bild in die Erde eingraben, müsste dieser spätestens beim nächsten Regen (= aufgeweichter Boden) und mäßigem Wind umfallen. Einen Winter mit Oberflächenfrost und Tauperioden würde der Rahmen auch nicht aufrecht überstehen.

Bleibt nur mehr die Vermutung, dass die Rahmen mit einem Anker oder eingegrabenen Betonfundamenten "standfest" gemacht wurden. Eine Alternative wäre, dass die Rahmen erst kurz vorher in die Erde gesteckt wurden und dank dem sichtbaren Frost kurzfristig fixiert verblieben.
Dem logischen Dafürhalten müsste der Rahmen schon wegen der massiven Milchkanne bei ausreichend Winddruck umfallen.

Irgendein Geheimnis verbirgt sich also noch bei diesem "Kunstwerk". Eventuell ist es ja wirklich eines?
 
Pianofarm: Ein Gehöft, abseits gelegen neben einer stark befahrenen Straße. Viele schöne Räume, wo vor einigen Jahren mit der Renovierung begonnen wurde. Warum diese aber nicht weitergeführt wurden, kann man sich nicht erklären.
 

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Boogie

Well-Known Member
Hier ein ewiger Klassiker (gebaut für die Ewigkeit) LG an das Forum!
 

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Villa 1963 (Teil 1):

In einem kleinen niederösterreichischen Ort haben wir dieses Kleidod gefunden. Die Villa wurde vor vielen Jahren verlassen und es wurden viele Gegenstände zurückgelassen. Echt schade um die tollen Möbeln, die schon stark der Feuchtigkeit und dem Holzwurm ausgesetzt waren.
 

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Ein geheimnisvoller Brunnen mitten im Wald in Bezirk Gänserndorf:
Bei einer meiner Spaziergänge, erblickte ich ein kleines mit Ziegel als Fassade, gemauertes Häuschen! Natürlich musste ich mir es genauer ansehen, was dahinter steckt und siehe da, ein Brunnenhaus mit einem sehr alten Brunnen.

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Ein geheimnisvoller Brunnen mitten im Wald in Bezirk Gänserndorf Teil2:
Man möge meinen es geht in unendliche Tiefen, schwer zu sagen wie Tief es hier hinunter geht. Meine Lampe hat das Ende erreicht;)!
Bild 30 und 60 zeigt winterliche Landschaften rundum das Brunnenhaus.

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