LS-Bunker in Neu Guntramsdorf geöffnet - soll Gedenkraum werden

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Bunker als Gedenkraum in Neu-Guntramsdorf
Jürgen Gangoly entdeckte, dass ein alter Luftschutzraum in der Rennerstraße stabil und innen trocken ist.

NÖN-Mödling, Andrea Roga 22.10.2021

Bürgermeister Robert Weber, Jürgen Gangoly, Vorsitzender des KZ-Gedenkvereins, Bauamtsleiter Peter Seitz, Autor und Höhlenforscher Robert Bouchal sowie Bauamt-Mitarbeiter Andreas Heyderer (v.li.) waren bei der Erstbegehung mit dabei.
FOTO: Gemeinde Guntramsdorf

Auf Betreiben von Jürgen Gangoly, dem Vorsitzenden des KZ-Gedenkvereins, wurde ein Bunker in der Doktor-Karl-Renner-Straße neben der Volksschule geöffnet. Die Idee zur Freilegung kam Gangoly bei einer Kinder-Führung, bei der er auf Spuren des Krieges in der näheren Umgebung aufmerksam machte. Die Kinder wollten sich nicht damit zufriedengeben, dass der altbekannte Rodelhügel neben der Volksschule nicht begehbar sein sollte. Gangoly hielt es für eine gute Idee, nach einem Eingang zu suchen und wurde von Bürgermeister Robert Weber, unterstützt.

Die Grabungen gestalteten sich spannend, da nicht genau bekannt war, in welcher Form der Bunker verschlossen wurde. Rasch zeigte sich, dass nur im Eingangsbereich Bauschutt, der restliche Bunker aber sauber, statisch stabil und staubtrocken war. Drinnen lagerten alte Lattenroste und Planen.

Gangoly war von der Größe des Raumes, der in Zick-Zack-Form unter der Erde verläuft und bei gängiger Raumhöhe Platz für rund 200 Menschen bietet, überrascht. Die Vermessung übernimmt Buchautor und Höhlenforscher Robert Bouchal. Gangoly will den Bunker als Ausstellungsraum nutzen, um die damalige Zeit „erlebbar und fühlbar“ zu machen.

Erhalten will Gangoly auch jenen beeindruckenden Baum, dessen Wurzeln durch ein Lüftungsrohr in den Bunker hinein, an der Decke entlang und bei einem zweiten Rohr wieder hinaus gewachsen sind.
Bunker als Gedenkraum in Neu-Guntramsdorf
 
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