Meteoriteinschläge in und um Österreich

josef

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#1
Meteoriteinschlag 1905 in Kroatisch Minihof

Weitgehend unbekannt ist ein 1905 erfolgter Meteoriteinschlag in Kroatisch Minihof im heutigen Burgenland (bis 1921 bei Ungarn):
Kroatisch Minihof: Vergessener Meteorit

Einen Meteoriteneinschlag gab es in Kroatisch Minihof. Dieser geriet aber in Vergessenheit.

Mitte Februar explodierte über Tscheljabinsk (Russland) ein Meteorit in Tausende kleine Stücke. Der Himmelskörper trat mit einer Geschwindigkeit von 18 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Durch die Wucht der Explosion wurden 1.200 Menschen hauptsächlich durch geborstene Glasscheiben verletzt. Dennoch: Die Chance von einem Meteoriten verletzt zu werden, ist gering. Pro Jahr werden weltweit im Durchschnitt nur fünf Einschläge registriert.

Sieben Einschläge in Österreich
In Österreich gibt es nur sieben dokumentierte Meteoriteneinschläge. Darunter einer im Burgenland. Am 27. Mai 1905 um 10.45 Uhr schlug am Ortsrand von Kroatisch Minihof ein Meteorit mit einem Gewicht von einem halben Kilogramm in ein Feld ein.„Bei dieser kleinen Anzahl von Meteoriten ist natürlich jeder einzelne Meteorit, der in Österreich gefunden wird, eine Besonderheit für unsere Sammlung“ so der Kurator der Meteoritensammlung im Naturhistorischen Museum Franz Brandstätter.

Streit um Meteorit
Der Einschlag wurde von Arbeitern in einer nahe gelegenen Lehmgrube beobachtet. Sie bargen den Meteoriten. Dann aber begann ein Rechtsstreit zwischen dem Naturhistorischen Museum in Wien und dem ungarischen Nationalmuseum. Da das Burgenland damals zu Ungarn gehörte, musste das Naturhistorische Museum den Meteoriten nach Budapest abliefern. Nach 13-jährigem Hin und Her bekamen die Wiener wenigstens einen Splitter, der im Museum ausgestellt ist.

„Dieser Meteorit besteht aus Gesteinsmaterial, welches wiederum aus Mineralen, wie sie auf der Erde vorkommen, besteht. Aber er enthält auch metallisches Eisen, das man normalerweise Gesteinen nicht findet“, so Brandstätter.

Ausgestellt im Naturhistorischen Museum
Im Lauf der Jahre geriet der Meteorit von Kroatisch Minihof bei uns in Vergessenheit. „Wir sind gerade dabei eine Chronik für Kroatisch-Minihof zu erstellen. Bei den Recherchen hatte keiner von einem Meteoriteneinschlag gehört. Auch die Älteren können sich an so etwas nicht erinnern“, so Rudolf Sattovich von der Gemeinde Kroatisch Minihof.

Ein Splitter des Meteoriten von Kroatisch Minihof ist neben 1.500 anderen verschiedenen Himmelskörpern im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen. Diese Schausammlung ist die älteste und größte der Welt.
Quelle: http://burgenland.orf.at/news/stories/2575843/
 
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Harald 41

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#2
Komet-Sichtung

:danke Josef;
Von dem habe ich selber noch nichts gehört,aber weil das hier ein Astronomisches Thema ist hänge ich gleich was an habe vor ca. 30 min. einen Anruf bekommen, von einem Freund wegen eines Kometen der zur Zeit in Österreich sichtbar ist, hier ein Video vom Gaislachkogel im Ötztal.

http://tirol.orf.at/news/stories/2576134/

LG Harry

PS: Durch die stetig steigende Luftverschmutzung ist das nur mehr ein Hobby für richtige Männer, und Handschuhe sind hier fehl am Platz:D
 

josef

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#3
...auch in NÖ. zu sehen!

In NÖ. haben wir keine Dreitausender zum "Kometenschauen" und brauchen sie auch nicht:
Komet in Puchenstuben gesichtet
In Norden Europas ist er schon seit Tagen sichtbar, am Samstag war es auch in NÖ so weit. Ein Hobby-Astronom fotografierte den Kometen mit dem etwas sperrigen Namen „C/2011 L4 (PanSTARRS)“ in Puchenstuben (Bezirk Scheibbs).
Nachdem die Prognosen für eine Kometensichtung für den Samstag sehr optimistisch waren, machte sich der St. Pöltener Hobby-Astronom am Abend auf den Weg nach Puchenstuben in den Voralpen. „Das Beobachtungsfenster ist sehr kurz, man muss freie Sicht zur Sonnenuntergangsstelle haben“, sagt Franz Klauser gegenüber noe.ORF.at. Die Sonne ging in Puchenstuben um 18.10 Uhr unter, der Komet folgte dann um 19.45 Uhr.

Erstmals von Hawaii aus entdeckt
Der Schweifstern wurde am 6. Juni 2011 vom System „PanSTARRS“ - kurz für Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System - auf Hawaii entdeckt, das den Himmel automatisch nach potenziell gefährlichen Asteroiden untersucht und dabei immer wieder auch neue Kometen findet.

Seine größte Annäherung an die Sonne, das sogenannte Perihel, erreicht der Komet am 10. März, wobei er sich auf einer Bahn bewegt, die fast senkrecht auf die Ebene steht, auf der die Erde die Sonne umkreist. Vor dem Perihel ist er daher am südlichen, danach am nördlichen Sternenhimmel zu sehen. Die geringste Distanz zur Erde wird in etwa der mittleren Entfernung Erde-Sonne und damit ungefähr 150 Mio. Kilometer entsprechen.

Gute Sichtbedingungen bis 23. März
Zwischen dem 16. und 23. März sollen sich nach Einschätzung der Experten der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) die besten Beobachtungsbedingungen bieten. Ab April soll der Komet die ganze Nacht zu sehen sein. Bis Ende Mai wird er dann auch immer höher steigen. Wermutstropfen für alle „Kometengucker“: Im Laufe der Wochen wird der Schweifstern zunehmend an Helligkeit verlieren - gute Sichtbarkeit soll es jedenfalls bis Ende März geben.

„C/2011 L4“ gilt als nicht-periodischer Komet, der so schnell nicht wiederkehren wird. Er stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Oortschen Wolke, einer Ansammlung von Gesteins-, Staub- und Eiskörpern unterschiedlicher Größe im äußersten Bereich des Sonnensystems, und benötigte möglicherweise Millionen Jahre in das innere Sonnensystem.

„Weihnachtsstern“ wird erwartet
„Panstarrs“ wird heuer aber nicht der einzige Komet sein, der von der Erde aus sichtbar ist. Einen „Weihnachtsstern“ könnte dem zu Ende gehenden Jahr nämlich der Komet „C/2012 S1 (ISON)“ bescheren. Er taucht Ende November am Morgenhimmel und Anfang Dezember auch am Abendhimmel auf und hat das Potenzial, mit freiem Auge gesehen werden zu können.
Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2575963/
 
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Diver

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#4
Achter Meteorit in Österreich gefunden!

Laut eines Zeitungsberichtes aus dem Jahr 2010 soll ein seltener Stein-Eisen-Meteorit in Bezirk Freistadt gefunden worden sein.

Wenn das stimmt hätten wir nun den achten Meteortien, welcher in Österreich gefunden wurde.:D

Leider habe ich bis jetzt keine wissenschaftliche Beschreibung über dieses Stück finden können und nehme daher an das es eine Falschmeldung war.

Desweiteren habe ich in diversen Fachforen und in NHM-Wien auch nichts hierüber in Erfahrung bringen können, außer das der Finder einen sehr "guten" Ruf in der Sondlerszene hat.:pueh:

Hier der Link zum Zeitungsbericht: http://archiv.print-gruppe.com/ausgabe.php?id=8130


Vielleicht weiß einer mehr darüber, würde mich Interessieren!

Lg Thomas
 
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Diver

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#5
Habe im November 2012 die Österreichischen Meteoriten im NHM Fotografiert und möchte Euch diese Zeigen.

Denke das diese zur Geschichte Österreichs dazugehören und einzigartig sind.

Das es schon den achten Meteoriteneinschlag gegeben hat, habe ich wieder bei meinen letzten Thread vergessen - Sorry

Der achte Einschlag war 2002 der Meteorit Neuschwanstein und der Fundort war Reutte in Tirol.

Weitere Informationen findet man unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Meteoriten_Österreichs

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuschwanstein_(Meteorit)

Lg Thomas
 

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josef

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#7
Angeblicher Meteoritenfund im Inn (bayerische Seite...)

„Feuerball“ - Offenbar Meteoriten gefunden

Nachdem am 7. März ein Meteorit im Grenzgebiet zwischen Bayern und Oberösterreich niedergegangen ist, haben nun Linzer Hobbyastronomen Brocken gefunden, die „sehr wahrscheinlich“ von diesem stammen.

Erwin Filimon, der Obmann des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“.

Meteoritenortungskamera fotografierte „Feuerball“
Mehrere Augenzeugen aus Niederbayern alarmierten damals die Polizei, weil sie einen „Feuerball“ nahe des Isar-Atomkraftwerks bei Landshut gesehen hatten. Die Universitäts-Sternwarte in München bestätigte aber rasch, dass es sich bei der Himmelserscheinung um einen Meteor gehandelt hat.

Auch in Oberösterreich wurde das Phänomen registriert, die automatische Meteoritenortungskamera auf der Sternwarte Gahberg am Attersee fotografierte den Feuerball. Anhand dieser Bilder berechneten Wissenschafter des Astronomischen Instituts der tschechischen Akademie der Wissenschaften in Ondrejov mögliche Fundstellen eventueller Meteoriten. 15 Personen, darunter sechs Mitgliedern der Linzer Astronomischen Gemeinschaft, machten sich daraufhin auf die Suche.

„Einige Brocken in Inn gestürzt“
Einer der Linzer hatte Erfolg: Er soll am Wochenende auf bayerischem Gebiet nahe der Grenze zum Bezirk Braunau am Inn auf Meteoriten gestoßen sein. Sie werden noch in Labors analysiert, daher wollte Filimon vorerst noch nicht allzu viel dazu verraten. Nur soviel: Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass es sich um Teile des Meteoriten von Anfang März handle.

Laut dem Linzer Astronomen Herbert Raab dürften einige Brocken in den Inn gefallen, die größeren aber auf der bayerischen Seite des Grenzflusse aufgeschlagen sein. „Ein Fund bei uns (in Oberösterreich, Anm.) ist leider nicht wahrscheinlich.“


Publiziert am 16.03.2016
Text u. Foto: http://ooe.orf.at/news/stories/2763234/

Foto v. 07.03.2016 - Sternwarte Gahberg am Attersee:
 

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josef

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#8
Vor 250 Jahren Meteorit-Einschlag bei Mauerkirchen in OÖ.:


Meteoritenfall im Deep Space des AEC

Am Dienstag vor 250 Jahren ist in Mauerkirchen (Bezirk Braunau) ein Meteroid vom Himmel gefallen. Zum Jahrestag widmen sich Landesmuseum und Ars Electronica Center dem historischen Ereignis.
Mit rund 30 Zentimetern Länge und etwa 15,6 Zentimetern Breite ist der Meteorstein von Mauerkirchen der bisher größte Meteorit, der auf dem heutigen Staatsgebiet von Österreich geborgen werden konnte. Auf österreichischem Gebiet wurden überhaupt nur acht Meteoritenfälle beobachtet, bei denen Meteoriten-Teile gefunden werden konnten und auch heute noch erhalten sind.

Deep Space Präsentation
Das mit fast sieben Kilogramm größte Teilstück des Mauerkirchner Meteoriten befindet sich in der Mineralogischen Staatssammlung in München und wird dem Oberösterreichischen Landesmuseum als Leihgabe für die Jubiläums-Aktionswoche zur Verfügung gestellt.

Während im Schlossmuseum bedeutende Bruchstücke des insgesamt knapp 21 Kilogramm schweren Meteoriten bewundert werden können, erwarten die Besucher im Ars Electronica Center Deep-Space-Präsentationen über das Thema „Meteoriten“ startet am 20. November.

Link:
Publiziert am 15.11.2018
Meteoritenfall im Deep Space des AEC
 
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