Nachbau Flugboot RII aus 1918

josef

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#1

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Flugboot-Nachbau: Suche nach Originalmotor
Seit drei Jahren bauen Jugendliche aus vier HTL gemeinsam am Nachbau des Flugbootes RII von 1918. Der Jungfernflug, der für 2018 geplant war, musste bereits verschoben werden. Nun sucht man verzweifelt einen Originalmotor.

Das aus Holz gebaute Flugboot RII wurde vom Klagenfurter Ingenieur Josef Mickl vor 99 Jahren entwickelt und gebaut. Die Flugzeugbauer von heute sprechen von einer technischen Meisterleistung. Das Flugboot diente der Fernaufklärung und hat 18 Meter Spannweite.


ORF/Bernd Radler


Mithilfe der Originalpläne wird seit drei Jahren am Nachbau des Flugboots getüftelt. Mit dabei sind die HTL Lastenstraße Klagenfurt, die HTL Wolfsberg, die HTL Ferlach und die HTL Villach. Es ist nun auch die Berufsschule Villach mit dabei, ihre Aufgabe werden die Lederarbeiten, Sitze, Regenschutz etc. sein, sobald der Rumpf fertiggestellt ist.

„Nur im Teamwork zu schaffen “
In Villach wird seit mehreren Monaten am zwölf Meter langen Flugzeugrumpf gebaut. Einer der dutzenden Schüler, sie im Projektunterricht oder in Form einer Maturaarbeit mitmachen, ist Nikolaus Steurer. Er sagte, es sei ein großes und tolles Projekt und er überlege im Unterricht immer schon die nächsten Schritte im Voraus. Christopher Pontasch erkannte, dass einer allein nicht weiter komme, es sei nur im Teamwork möglich.


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Modell der RII

Bernhard Santner, Lehrer HTL Villach sagte, man habe versucht, mit anderen Methoden, Platten-Werkstoffe mit Hilfe der CNC Maschine herauszufräsen. Man sei aber mit dem Gewicht nicht zurechtgekommen und baue nun wirklich 1:1, wobei verschiedene Hölzer mit verschiedenen technischen Eigenschaften verwendet werden.

Wirtschaft mit im Boot
Von Anfang an wurde das Projekt „Flugboot“ von der Wirtschaft unterstützt. Holzsponsor ist Andreas Winkler. Es gehe darum, zu zeigen, dass es Zeiten vor Kunststoffen und Aluminium gegeben habe, wo man Flugzeuge Holz baute und die einsatz- und flugfähig waren. Bernhard Plasounig, Lehrlingsbeauftragter der Wirtschaftskammer, sagte, man vermittle der Jugend, was man mit geschickten Händen und klugen Köpfen schaffen könne.

Das Projekt ist derzeit an einem kritischen Punkt angelangt, man sucht händeringend nach einem Originalmotor des Flugboots. Ohne diesen ist ein Erstflug in den nächsten Jahren ungewiss, so Projektleiter Walter Krobath. Es gebe im heeresgeschichtlichen Museum einen 12-Zylinder-Austro-Daimler mit 350 PS, der genau in diesem Flugboot eingebaut gewesen sei. Den zu zerlegen und nachzubauen wäre eine tolle Option, oder auch, ihn zu revitalisieren.

Neu mit im Flugboot ist das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das das Projekt finanziell unterstützt. In den nächsten zwei Jahren soll das Holz-Flugboot dann im Wörthersee abheben. An der Flugtauglichkeit zweifelt niemand mehr.

Pionier der Luftfahrt
Josef Mickl wurde 1885 in Klagenfurt geboren. Er war ein Pionier der österreichisch-ungarischen Luftwaffe und begann 1910 mit der Konstruktion der ersten Wasserflugzeuge im damaligen k.u.k.-Kriegshafen Pola (heute Kroatien). Er entwickelte bis 1914 drei verschiedene Wasserflugzeugtypen, bis 1918 folgten weitere fünf Typen. Durch den Friedensvertrag von Saint Germain wurde es Österreich verboten, Flugzeuge zu produzieren und eine Luftwaffe zu unterhalten. Mickl ging zu Austro-Daimler, wo damals Ferdinand Porsche Chef war. Er arbeitete mit ihm zusammen am Sascha-Rennwagen. Ab 1922 arbeitete Mickl für Jugoslawien als Luftfahrtexperte und Designer. 1931 ging er nach Österreich zurück und bekam einen Job bei Porsche in Stuttgart. Mickl starb 1965 in Klagenfurt.

Link:

Publiziert am 02.05.2017
http://kaernten.orf.at/news/stories/2840320/









 

josef

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#2


Schulprojekt Flugboot: Motor dringend gesucht
Seit vier Jahren wird an fünf Kärntner Schulen an den Bestandteilen für ein Flugboot gebaut. Vorlage sind Original-Pläne der k.u.k.-Kriegsmarine von 1918. Schwierigkeiten bereitet immer noch die Suche nach einem originalgetreuen Motor.
Bei dem Flugboot-Projekt ergeben tausende Handgriffe von hunderten Menschen ein großes Ganzes. Seit Jahren wird an dem Flugboot gebaut. So lange versucht Projektleiter Walter Krobath auch schon, einen passenden Motor zu finden: „Bei Magna in Steyr hätten sie einen Motor, der ursprünglich hier eingebaut war. Wir haben darum gebeten, uns den Motor zu geben, um ihn nachzubauen.“ Eine Entscheidung steht noch aus.

Abgesehen davon, ist immer besser zu erkennen, wie groß und beeindruckend das Flugboot einmal sein wird. In der HTL in Klagenfurt werden die letzten Handgriffe an der Höhenflosse aus Holz ausgeführt. Also an jenem Teil - ganz hinten am Flugzeug - mit dem auch gelenkt wird.


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Das Flugboot ist für den Start und die Landung im Wasser ausgelegt

Die beiden Schüler Stephan Lerchbaumer und Andreas Kohlweiß sind maßgeblich daran beteiligt. Sie verbrachten bis jetzt schon mehr als tausend Arbeitsstunden mit Tüfteln und Arbeiten - auch an den Wochenenden und in den Ferien. Für sie ist das Flugboot eine „Maturaarbeit zum Angreifen“ und viel spannender als „trockene Materie“.


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Im Schweißraum fliegen die Funken am meterlangen Bauteil

Höhenflosse braucht viel Übung
In der HTL in Wolfsberg wird ebenfalls an der Höhenflosse gearbeitet - jedoch nicht an den Holz-, sondern an den Metallkomponenten. Es ist das Maturaprojekt von Marian Tatschl und Christopher Mattl. Sie seien sich der Verantwortung bewusst, dass das Flugboot einmal tatsächlich fliegen wird. „Falls es dann in den nächsten Jahren wirklich fliegen sollte, wäre ich schon sehr stolz“, sagt Mattl.

An jeder der fünf beteiligten Schulen ist neben dem überdurchschnittlichen Engagement der Schüler und Maturanten auch der Einsatz der Lehrer gefordert. Doch bei der Höhenflosse muss Fachlehrer Richard Martin Grillitsch noch mehr leisten als üblich, weil eine spezielle Schweißtechnik notwendig ist.


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Schüler bei Besprechung mit Projektbetreuern

Gang als provisorisches Lager
Es sind nicht die optimalen Arbeitsbedingungen, aber die einzig derzeit möglichen: Der Flugzeugrumpf steht am Gang der HTL Villach und wird laufend mit neuen Bauteilen bestückt. Unter anderem mit den beiden Tanks aus Aluminium, deren Teile in der Berufsschule in Wolfsberg per Hochdruck-Wasserstrahl ausgeschnitten wurden.

Georg Wernig und Johannes Truppe von der HTL Ferlach konstruierten und komplettierten die Tanks. Sie sehen die Projektarbeit als Vorbereitung auf das Berufsleben: „Man sieht sich als Teil eines großen Ganzen. Man lernt auch, mit anderen Schulen und Leuten zu kommunizieren, was auch sehr wichtig ist.“

Fertigstellung in zwei Jahren geplant
Das Flugboot, das beinahe gänzlich aus Holz besteht, soll in spätestens zwei Jahren fertig werden - 102 Jahre nach dem Erstflug des Flugboots, konstruiert vom Klagenfurter Josef Mikl.

Links:
Publiziert am 13.10.2018
Schulprojekt Flugboot: Motor dringend gesucht
 
#3
Für den Erstflug würde sich doch anbieten einen ähnlichen Motor gleicher Leistung einzubauen.
Den originalen bekommen sie bestimmt nicht, außerdem sind diese alten Motoren nicht die zuverlässigsten.

dermike
 

Geist

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#4
Für den Erstflug würde sich doch anbieten einen ähnlichen Motor gleicher Leistung einzubauen.
Den originalen bekommen sie bestimmt nicht, außerdem sind diese alten Motoren nicht die zuverlässigsten.

dermike
„Bei Magna in Steyr hätten sie einen Motor, der ursprünglich hier eingebaut war. Wir haben darum gebeten, uns den Motor zu geben, um ihn nachzubauen.“
 
#5
„Bei Magna in Steyr hätten sie einen Motor, der ursprünglich hier eingebaut war. Wir haben darum gebeten, uns den Motor zu geben, um ihn nachzubauen.“

einen Motor nachbauen ?? auch wenn er 100 Jahre alt ist, ist das keinesfalls ein einfaches Projekt.

Da braucht man Kapital, das kostet unendlich Geld. Kann man eigentlich vergessen.
So was kann sich Porsche bzw. Mercedes leisten.
Niemals eine Interessengemeinschaft mit Ehrenamtlichen.

dermike
 

Geist

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#6
einen Motor nachbauen ?? auch wenn er 100 Jahre alt ist, ist das keinesfalls ein einfaches Projekt.

Da braucht man Kapital, das kostet unendlich Geld. Kann man eigentlich vergessen.
So was kann sich Porsche bzw. Mercedes leisten.
Niemals eine Interessengemeinschaft mit Ehrenamtlichen.

dermike
Ich habe den Projektleiter aus dem obigen Link zitiert. Der wird sich wohl schon Gedanken gemacht haben.
 
#7
einen Motor nachbauen ?? auch wenn er 100 Jahre alt ist, ist das keinesfalls ein einfaches Projekt.

Da braucht man Kapital, das kostet unendlich Geld. Kann man eigentlich vergessen.
So was kann sich Porsche bzw. Mercedes leisten.
Niemals eine Interessengemeinschaft mit Ehrenamtlichen.

dermike
Ich war selbst in einer HTL unterschätz die Ressourcen von technischen Lehranstalten nicht, die Stärke liegt zwar nicht im finanziellen, aber sie werden oft von zahlreichen Firmen unterstützt, haben geballtes know-how an ihren Standorten und "günstige" Arbeitskräfte, die zum Zwecke der Ausbildung dort sind, da spielt "Arbeitszeit" für einen Nachbau keine Rolle, das geht ganz in Ruhe und mit viel größeren personellen Ressourcen als in jedem Unternehmen.
 
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