NSA, Prism, Tempora und Co

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#42
Nun ja, wer´s glaubt ... :D

Da gibt es doch konzeptbedingt zahlreiche Schwachstellen:

- das Betriebssystem: Wenn es Backdoors hat, hilt Dir eine Chiffrier-App nicht viel

- die Elliptische-Kurven-Kryptografie: grundsätzliche Probs sind z. B. hier beschrieben. Sehr interessaant auch die Beiträge unter http://blog.cryptographyengineering.com, besonders zur heimlichen Abschwächung der Kurven durch die NSA, indem sie die zuständigen Standardisierungsinstanzen (d. h. das NIST) unterwanderte

- die Zertifikate und deren Aussteller: z. B. hier und hier

... und und und ...

Die Welt, wie sie ist, ist halt Sch***e. Wer es wirklich sicher haben möchte, züchtet Brieftauben. :D


Interessant könnte dieses Projekt werden: https://www.blackphone.ch/de/
Da ist Phil Zimmerman mit an Bord, der Vater von PGP...
 

otto

Reiseleiter
Mitarbeiter
#45
07.05.2014 * Jetzt ist Android dran

Android-Erpresser-App: "300 Dollar oder dein Handy ist tot"

Mit einer miesen Methode versuchen Kriminelle, Android-Nutzer zu erpressen. Per Trojaner-App blockieren sie deren Smartphones, fordern Lösegeld. Nur wer sehr wenige Apps auf dem Handy hat, kann den Schädling selbst entfernen.

Die Drohung soll echt wirken - und das tut sie auch: Mit markigen Sprüchen, offiziell wirkenden Logos und virtuellen Polizeimarken fordert eine neue Trojaner-App für Android-Smartphones ihre Opfer auf, Hunderte Euro Strafe zu bezahlen. Erst wenn das Geld eingegangen ist, werde die Blockade aufgehoben und das Handy wieder benutzbar.
...
Die von der Software ausgesprochenen Drohungen wirken umso glaubwürdiger, als die Trojaner-App GPS und W-Lan benutzt, um ihre Position zu orten. So kann sie nicht nur eine passende IP-Adresse und Stadt nennen, sondern ihre Opfer auch noch in der jeweiligen Landessprache ansprechen.
...
Ganzen Artikel nachlesen: Spiegel Netzwelt

Gruß
Gerd
 
H

Harald 41

Guest
#47
Mit Smart TV kommt die NSA bis ins Wohn-Schlafzimmer

Gerade gefunden.

http://www.krone.at/Digital/IT-Expe...Abhoerwanzen-Spion_im_Wohnzimmer-Story-403954

IT- Sicherheitsexperten der NCC Group haben bei einer Konferenz in London vor neuen digitalen Gefahren durch das "Internet der Dinge", also vernetzte Alltagsgeräte, gewarnt. Als Beispiel dienten Smart- TVs, wie sie bereits in vielen Wohnzimmern stehen. Die intelligenten Fernsehgeräte mit Mikrofonen und Kameras würden sich besonders gut für das Ausspionieren unbedarfter Nutzer eignen und seien nicht allzu kompliziert zu kapern.

Wie das britische IT- Portal "The Register" meldet, sind vernetzte TV- Geräte ähnlich bedenklich wie Smartphones, wenn es ums Abhören geht. Wie Experten der NCC Group bei der IT- Konferenz Infosec Europe in London demonstrierten, können Fernseher mit Internetzugang von versierten Angreifern im Handumdrehen zu einer Abhörstation im Wohnzimmer des Opfers umgewandelt werden.
Abhör- Apps machen den Fernseher zum Spion

Und das klappt nicht nur durch einen Eingriff direkt am Smart- TV, sondern auch über das Internet. "Man könnte eine schädliche App installieren", erklärt der NCC- Sicherheitsforscher Felix Ingram. Eine solche könnte man direkt über die App- Stores der TV- Hersteller ausliefern. Ein beliebter Trick: Eine unbedenkliche App in den App- Store einschleusen, diese prüfen lassen – und den Virus per Update nachreichen.

Ist das TV- Gerät erst infiziert, kann es den Nutzer ausspionieren. "Die Geräte enthalten Mikrofone und Kameras, die von Anwendungen verwendet werden können. Skype und vergleichbare Programme sind gute Beispiele", sagt Ingram. Bei der Sicherheitskonferenz demonstrierte er, dass er mit Smart- TV- Malware 30 Sekunden lange Audiomitschnitte aus fremden Wohnzimmern aufnehmen und diese über das Internet verschicken kann.
Selbst Audio- Livestreaming vom Smart- TV möglich

Grundsätzlich wären freilich auch längere Audiomitschnitte möglich. Zudem ließe sich die Abhör- Malware so einstellen, dass sie nur zu gewissen Zeiten "nach Hause telefoniert", damit das verwanzte TV- Gerät nicht so auffällt. Alternativ könnte man die Audioaufzeichnungen auch als Stream rausschicken.

Dass manche TV- Hersteller Teile des Quellcodes ihrer Smart- TV- Systeme veröffentlichen, um es App- Entwicklern zu erleichtern, Programme für die intelligenten Mattscheiben zu schreiben, könnte es Cyberkriminellen sogar noch ein bisschen einfacher machen, warnt Ingram.
Vernetzte Haushaltsgeräte bergen Gefahr

Neben lauschenden Smart- TVs wurde bei der Infosec Europe auch vor anderen vernetzten Geräten gewarnt, die von Cyberkriminellen und Nachrichtendiensten als Wanze missbraucht werden könnten. Insbesondere die Sicherheit vieler Router wurde dabei kritisiert. Neben IT- Geräten würden aber auch Haushaltsgeräte in zunehmendem Maße zur Gefahr.

Diese könnten – einmal infiziert - von Kriminellen als dauerhaftes Einfallstor ins Heimnetzwerk verwendet werden. Dass es sich hierbei nicht um Zukunftsmusik handelt, beweist ein erst vor wenigen Wochen ausgehobenes Spammer- Netzwerk, das genau solche vernetzten Geräte missbrauchte. Das "Thingibots"- Botnet (siehe Infobox) verschickte die unliebsame Reklame unter anderem über einen vernetzten Kühlschrank.

Quelle: Krone.at

PS: Frage mich schon lange ob es dafür keinen Vierenschutz gibt:fragend

LG Harry
 
#48
Das ist erst der Anfang.

Dann werden hektisch "Anti-Spam usw. - Gesetze" erlassen und Du darfst Dich vor Gericht verteidigen, weil Dein Kühlschrank zu einem Botnet gehört und 350.000 Mails versendet hat. Blödsinn?

Wenn der Kühlschrank Spam ausspuckt
Die Kaffeemaschine und der Kühlschrank, Sensoren am Körper und im Handy - mehr und mehr Alltagsgegenstände sollen miteinander kommunizieren und das Leben leichter machen. Über die Probleme, die dabei drohen, wird nur wenig geredet.

Von Helmut Martin-Jung

Ach, wird das alles einfach und bequem werden, in der schönen neuen, der vernetzten Welt. Richtig gut gehen wird es dem Menschen da. Sobald die Sensoren an seinem Körper signalisieren, dass er sich nicht mehr in einer Tiefschlafphase befindet, wecken ihn Licht und Sphärenklänge sanft auf. Die digitalen Assistenten kochen derweil schon den Kaffee, sehen nach, wie es mit dem Verkehr aussieht, heizen das Auto in der Garage vor, blenden den Terminkalender auf der digitalen Pinnwand ein und erledigen noch vieles mehr.

Auch wenn das meiste davon noch sehr utopisch klingt: Diese Entwicklung hin zum sogenannten Internet der Dinge hat längst begonnen. Doch wie bei jeder Technik gibt es auch hier Schattenseiten. Nur ist davon in den blumigen Zukunftsvisionen nie die Rede.

Bei dem Wort Spam denkt heute kaum noch jemand an das Dosenfleisch, von dem der Begriff für unerwünschten E-Mail-Werbemüll eigentlich stammt. Wenn es aber um Spam aus dem Kühlschrank geht? Dass jedes Gerät, sobald es mit einem Computernetzwerk verbunden wird, auch angreifbar ist, war zwar theoretisch schon lange klar. Aber die Tatsache, dass ein wilder Haufen von TV-Zusatzkästchen, häuslichen Internet-Routern und sogar ein Kühlschrank zu einem Netzwerk ferngesteuerter Zombies gehörte, die pro Tag 300 000 E-Mails mit schädlichem Anhang in die Welt hinausjagten, das war dann doch eine Meldung.
Digitale Schädlinge in Haushaltsgeräten

Die US-Sicherheitsfirma Proofpoint war Kriminellen auf die Schliche gekommen, die ein neues Biotop für ihre digitalen Schädlinge gesucht und gefunden hatten. Mehr als ein Viertel der gekaperten Geräte waren keine Computer oder Smartphones, von denen man seit Langem weiß, dass man sie gegen solche Attacken schützen muss. Es handelte sich um Haushaltsgeräte, um Unterhaltungselektronik. Besonders fies: Ein jedes dieser Geräte versandte nur wenige Mails am Tag - das machte es schwer, die Quelle des Übels zu finden.

Schon heute sind den Marktforschern von Abi Research zufolge mehr als zehn Milliarden Geräte in Gebrauch, die sich mit dem Internet verbinden können, die meisten davon Computer, Laptops und Handys. Schon in wenigen Jahren, 2020, sollen es aber dreimal so viele sein. Und zwar zum größten Teil ganz andere Geräte. Vom Heizkörper-Thermostat über Sicherheitskameras geht es bis hin zu Messgeräten für Körperdaten, Fallsensoren im Teppich, Spielzeug oder Fernsehern - die Liste lässt sich nahezu beliebig lange fortführen.
Eine Kaffeemaschine ist eine Kaffeemaschine?

Das Problem bei vielen dieser Geräte aber ist: Der Sicherheit wird dabei meistens nicht allzu viel Beachtung geschenkt. Das gilt sowohl für die Nutzer wie auch für die Hersteller. Eine Kaffeemaschine ist eine Kaffeemaschine ist eine Kaffeemaschine. Oder? Wenn Bügelmaschinen oder Espressoautomaten untereinander kommunizieren, dann tun sie das mit einer Technik, nicht unähnlich jener, mit der sich Smartphone-Nutzer Nachrichten schicken.

Nur: oft sind die Haushaltsgeräte darauf viel weniger vorbereitet als etwa Computer, die schon lange das Ziel von Attacken sind. Aber es geht nicht einmal nur um Technik alleine. Mit der Zahl von Geräten, die zum potenziellen Sicherheitsrisiko werden, steigen nämlich auch die Risiken. Und es steigt auch der Aufwand für die Anwender, den ganzen Zoo an Gerätschaften im Blick und im Zaum zu halten.

Wie viele Nutzer werden sich die Mühe machen, ein Software-Update herunterzuladen, wenn eine Nachricht auf dem Bildschirm zum Beispiel ihres Espressoautomaten erscheint? Das heißt, wenn sie dort überhaupt erscheint. Denn es kann zumindest nach den bisherigen Erfahrungen von Sicherheitsforschern auch gut sein, dass die Hersteller wenig Interesse daran haben, sich überhaupt um die Netzwerk-Sicherheit bereits verkaufter Gerätschaften zu kümmern.

Außerdem ist das auch nicht unbedingt der Bereich, in dem sie die meiste Erfahrung haben. Als sich David Bryan und Daniel Crowley, Sicherheitsexperten bei der US-Firma Trustwave, an Hersteller wandten, deren vernetzte Geräte sie für nicht genügend geschützt erachteten, erhielten sie in den meisten Fällen nicht einmal eine Antwort. Und von den anderen Betroffenen versuchten sich die meisten irgendwie herauszureden.
Attacken von Außen

Doch wie der Fall des gekaperten Kühlschranks zeigt: Jede Kette hält nur so viel aus wie ihr schwächstes Glied. Dass der Kühlschrank eine Spamschleuder ist, mag seinen Besitzer vielleicht noch kaltlassen. Aber wenn man ihn angreifen kann, ist er auch ein potenzielles Einfallstor für Attacken von außen. Und die können dann richtig ins Kontor schlagen.

Was das heißen kann, haben Dutzende Deutsche in den vergangenen Tagen erlebt: Sie benutzen einen Fritzbox-Router der Berliner Firma AVM. Die Geräte in ihren roten Gehäusen eignen sich auch dazu, einen Großteil des digitalen Lebens zu organisieren. Von der häuslichen Telefonanlage über die Umleitung von Mails, über den gesicherten Zugang zum Netz des Arbeitgebers bis hin zu Datenspeichern im eigenen Haus oder in der Cloud bei einem Internetanbieter, Onlinezugriff auf die Daten zu Hause - es gibt fast nichts, was nicht geht mit einer Fritzbox.

Doch nun gab es einen Fehler in der Betriebssoftware der Router, den Hacker eiskalt ausgenutzt haben. Sie drangen über eine Lücke in die Boxen ein und leiteten Telefonate übers Internet zu sündteuren ausländischen Nummern ein, sogenannte Mehrwertdienste, bei denen sowohl die örtlichen Telefongesellschaften als auch der Besitzer der Nummer pro Gespräch verdienen. Über spezielle Programme führten die Angreifer eine Vielzahl solcher Anrufe aus. Bei vielen Geschädigten liefen daher horrende Telefonrechnungen von einigen Tausend Euro auf.
Meldungen genervt weggeklickt

Das ist hochgradig ärgerlich, zumal die Nutzer an dieser Stelle nicht einmal etwas falsch gemacht haben. Es könnte aber noch schlimmer kommen, denn die Fritzboxen können auch Zugangsdaten zu allen möglichen Diensten verwalten. Besonders schlimm ist es natürlich dann, wenn Nutzer für mehrere Dienste dasselbe Passwort verwenden. Dann sind auch alle diese Dienste und die dort gespeicherten Daten wie etwa Kreditkartennummern in höchster Gefahr.

Die Sache mit den Fritzboxen ist aber beileibe kein Einzelfall: Schon seit Monaten ist bekannt, dass auch Router der Firma Asus angreifbar sind. Die Firma hat - wie übrigens auch Fritzbox-Hersteller AVM - schnell reagiert und den Fehler in der Software ausgebügelt. Doch viele Nutzer haben die ausgebesserte Software auch Monate danach noch immer nicht eingespielt. Die meisten vermutlich, weil sie gar nichts davon mitgekriegt haben. Denn dazu muss man in aller Regel aktiv auf die Verwaltungsoberfläche des Routers gehen - aber welcher Durchschnittsnutzer tut das schon? Aber auch wenn eine Software zum Update aufruft, klicken viele die Meldung erst einmal genervt weg - eine Haltung, die sich böse rächen kann.

Wenn sich aber in Zukunft mehr und mehr Geräte ins Netz einklinken wollen, wird die Frage nach der Sicherheit immer drängender werden. Dabei werden auch Firmen wieder einmal ins Blickfeld geraten, die zwar nicht auf digitale Identitäten aus sind oder illegal Geld abbuchen wollen. Ihnen geht es um Daten, und zwar möglichst viele davon. Dabei werden Unternehmen wie Google, Facebook und andere heute schon dafür kritisiert, dass sie mehr über uns wissen wollen, als uns lieb sein kann.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-der-dinge-wenn-der-kuehlschrank-spam-ausspuckt-1.1886367


Anderes Thema - Auto

Das ESP ist das erste System, daß "eigenmächtig" in den Bremskreislauf eingreifen kann. Stell Dir vor Du fährst auf der Autobahn und das ESP meint Vollbremsung links vorne. Unfall. Keinerlei Beweis. Keine Blackbox im Auto vorgeschrieben. Kosten (<100 Euro / Auto). Wie soll das überhaupt gehen?


Der University of California gelang es, ein vorbeifahrendes Auto aus der Ferne zu stoppen. Dazu spähten die Wissenschaftler das Funksignal zwischen den Sendern der Reifendruckkontrolle und dem Bordcomputer aus und manipulierten die Daten so, dass sich die Bremse aktivieren ließ.
Quelle: http://www.welt.de/motor/article110143695/Vernetzte-Autos-werden-zum-Ziel-fuer-Hacker.html
Quelle: http://www.sonntagszeitung.ch/auto/artikel-detailseite/?newsid=240159


Wir haben nächstes Jahr 20 Jahre ESP und NIEMAND auf Gesetzgeberseite kümmert sich. Seit 2011 ist es Vorschrift.

Es gibt keinerlei Gesetzte zur Vernetzung von Elektrogeräten, keine Vorschriften bezüglich im Straßenverkehr erhobener Daten. BMW connect schreibt ALLES mit. Da bekommst Du dann einen Anfruf, dass Dein Service fällig ist. Bremsscheiben und Klötze müssen getauscht werden. Reklamationen über die Haltbarkeit sind sinnlos, dazu hat die Fahranalyse ergeben, dass das Fahrzeug sehr oft auf der Autobahn stark abbremsen musste.


Ein Anwalt verklagt Porsche wegen der Garantie auf seinen Motor. Porsche präsentiert vor Gericht Daten, wann und wo der Motor per Chiptuning verändert wurde und wann und wo das wieder auf Original geändert wurde. Prinzipiell hat Porsche recht.

Aber darf ich als Kunde nicht wissen, welche Daten erfasst werden? Nein. Kein Rechtsanspruch. Bekomme ich die Daten überhaupt? Nein. Kein Rechtsanspruch. Das heißt, auch wenn ich weiß, dass der Hersteller Daten vorrätig hat, die beweisen würden, dass ich den Unfall mit den 27 Toten nicht verursacht habe, bekomme ich diese Daten nicht. Kein Rechtsanspruch.


Und zu guter Letzt:

Stell Dir vor, Dein Kühlschrank hat sich vom Waschtrockner einen Virus eingefangen, der Dein Auto auf der Heimfahrt attakiert. Selbst wenn Deine Nachkommen wirklich rausfinden was passiert ist. Geh zur Polizei und zeig das an. Viel Spaß !


Fazit:

Es ist jeder selbst dafür verantwortlich wie wahnsinnig das Ganze noch werden soll. Fakt ist: Was keiner kauft krepiert am Markt.
Neue Sätze wie: Dann kauf ich das nicht. Ich möchte ein Gerät ohne ...
müssen neu gelernt werden.

"Sie wollen mir ein Auto mit einem höchstgiftigen Klimagas verkaufen, obwohl die CO2-Klimaanlage fertig entwickelt ist und nur von der EU auf Druck der Autolobby nicht freigegeben wird?" Sicher nicht!


Ich könnte da Stunden weitermachen, es regt mich halt auf.

lg siebzehn
 

Soundy

Well-Known Member
#49
So gerne ich die moderne Technik benutze, aber ein Kühlschrank mit Internetanschluß kommt mir nicht ins Haus! Wofür auch?

Soundy
 
#50
Verkaufsargumente Vernetzter Kühlschrank:


"Stell Dir vor, Du kommst nach Hause, der Lieferant hat die neue Lieferung Lebensmittel in der Lieferschleuse Deiner Wohnung / Deines Hauses deponiert. Du trägst den Einkauf in die Küche, wo anhand der RFID-Tags (Etiketten) Marke und Verfallsdatum drahtlos erkannt und in der Datenbank gespeichert werden. Du gehst zum Kühlschrank und schaust dir die Rezeptvorschläge an, die der Computer aus Warenbestand und Verfallsdaten errechnet hat. Ist irgendein Lebensmittel ausgegangen bestellt der Kühlschrank gleich beim Lieferanten Nachschub."


Realität - Hierbei zB kann man Geld machen:

- Lieferung
- Verkauf Lebensmittel
- Kühlschrank
- "Netzwerker"
- Strom
- Rezeptanbieter
- Verwaltungssoftware
- Daten Essverhalten (Zeit, Art, Menge, etc)
- Markentreue Inhalt
- gezielte Werbung
- gezieltes Verteilen von Proben
- Markentreue Geräte



Große Probleme entstehen immer erst dann, wenn auf Druck des Kapitals Volksvertreter ihr Volk nicht oder nur mehr unzureichend vor Irrwegen schützen.


Übersetzt heißt das: Weil zB die Autoindustrie immer mehr Autos verkaufen muss als kaputt werden, um ein Wachstum zu generieren, ist es eine logische Folge, dass die Menge der potentiellen Käufer größer werden muss. Nachdem dann irgendwann auch Lahme und Sieche Autofahren können müssen, wird die Bedienung immer einfacher, im Falle der Autos immer höher technisiert. Mehr Technik, geringerer Preis = Elektronik.

Ich prophezeie seit einigen Jahren folgendes Szenario:

Ein alter Mann steigt im München in seine neue Mercedes-Benz "S-Klasse",
schafft es auf die Autobahn,
gibt Hamburg als Ziel in Navi,
das Auto fährt,
der Tempomat mit Distronic hält Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann (computergesteuertes Gasgeben und Bremsen),
der Spurhalteassistent hält die Richtige Spur (computergesteuertes Lenken),
geschaltet wird seit Jahren automatisch (computergesteuertes Schalten),
navigiert wird mit GPS (computergesteuerte Wegberechnung).

Der Mann stirbt während der Fahrt an einem Herzanfall.

Was passiert dann?

Keine Ahnung, aber der Müdigkeitsassistent hat eh ein Kaffeehäferl im Display eingeblendet.

Ich bin immer davon ausgegangen, dass es noch 2014 passiert.

Schau ma mal.

Mein Problem ist, dass ich mit Autos unterwegs bin, in denen das ABS das neueste System ist. Bewusst. Ich bin Elektroniker/Informatiker und zwar ein grundfauler Mensch, aber ich habe ordentlich Autofahren gelernt, Fahrtechnikkurse absolviert, bewusst ein Auto ausgewählt, um nicht von Elektronik abhängig sein zu müssen. Und dann crashen 2 Tonnen Cayenne in mich rein weil der Bremsassistent versagt hat und die 45kg Blond mit Knochen so einen Panzer nicht mehr zum Stehen bekommen.


Ich merke gerade, dass ich mich schon wieder verzettle, darum:

Worauf ich hinaus will ist, dass so wie Du kein nach 2011 typengenehmigtes Auto ohne ESP oder R123yf bekommst, wird es überall werden.

Es wird einem nach und nach die vernünftige Alternative genommen. Versuch Dir ein vernünftiges Handy zu kaufen, kein Smartphone.

Die Vorschriften macht die EU (zum Wohle der Menschheit und gegen kapitalistische Grundgesetze natürlich).


Ich kann jeden nur bitten bewusst zu kaufen.

Es muss heißen: Gibt es das auch OHNE .....
und nicht: Es ist dabei, ich verwend' es halt nicht


Kauft keine Autos mit dem Klimamittel R1234yf !!!


lg siebzehn
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#51
Super! Bin mit fast Allem einverstanden.
Nur der Müdigkeitsassistent hat noch Verbesserungspotenzial. Der sollte nicht nur anzeigen, sondern auch gleich einen Kaffee brühen.
Joe würde das freuen.:D

Gruss
Varga
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#52
Nur der Müdigkeitsassistent hat noch Verbesserungspotenzial. Der sollte nicht nur anzeigen, sondern auch gleich einen Kaffee brühen.
Joe würde das freuen...
Stimmt Werner!
Und damit die knochentrockene Angelegenheit etwas lustiger wird:

So wie ich Joe kennengelernt habe, ist er ein "Süßer" :) D.h., die Mikrowelle oder der Kühlschrank muss gleichzeitig auch ein abwechslungsreiches Kuchenangebot zur Verfügung stellen, wie man bei uns in Ö sagt: " A gscheite Möhspeis, a urndlichs Trum Turtn oda a guata Strudl muas des scho sei!"
=> auf "Hochpiefkonisch": Eine ausreichende Mehlspeise, ein ordentliches Stück Torte oder ein guter Strudel muss es sein..." :D

lg
josef
 
H

Harald 41

Guest
#53
Ja wir werden immer moderner und leider auch immer fauler ESB-EBD und diversen Schnick Schnack haben sowieso schone alle ( neuen ) Autos auch die kleinen.
Nur habe ich immer noch ein altertümliches ganz normales Handy ( für die ganz Junge Generation ist mit Tasten und ein kleiner Bildschirm ):lol1:, da ich aber alle zwei Jahre meinen Vertrag verlängere, werde ich immer gefragt ob ich ein Smartphone haben will ( Gratis ) will ich aber nicht ist mir unsympathisch, der Verkäufer-in sieht mich immer an als wäre ich von einem anderen Stern.:D
Wenn Du heute nicht überall Up to Date bist gehst Du auf der grossen Welt unter.

LG Harry

PS: Eine gute Bekannte hat sich einen Kia Carenc gekauft, der parkt sogar alleine ein, ist aber nur eines von sehr vielen Extras dieses Modells.
 
#54
Du kannst dich doch heute gar nicht gegen ESP;ABS etc. gar nicht wehren, das ist in den Autos gleich drinnen das kaufst du mit. Man kann nicht sagen das will ich nicht das brauche ich nicht, die sagen es gehört zur Sicherheitsausstattung dazu. Und mit ihren so genannten Paketen, du willst ein Zwei Sachen haben musst aber den anderen Quatsch mit nehmen weil es im Paket mit drinnen ist.
So kann mann gesetzlich verordnet Geld machen. Wo soll das noch hinführen. Mfg.kallepirna
 

Joe

Fehlerkramrumschlager
Mitarbeiter
#55
Ich bin faul und habe deshalb vor über 20 Jahren geheiratet. Klar muss man erst investieren und einige Lernprogramme absolvieren lassen, aber dann braucht es keine Kaffemaschine, keine Mikrowelle und aus dem kleinen Stück Kuchen wird gleich ein ganzer :)
Und das alles ganz ohne Elektronik. Mit den richtigen Lernprogrammen geht auch der Campinggaskocher oder offenes Feuer. Probiert es aus. Es funkioniert. Ich kann euch gerne Tipps geben :)

Wir werden irgendwann gar keine Autos ohne Datensammler mehr bekommen. Das Problem ist, dass die Steuergeräte nach einem Unfall von der Polizei beschlagnahmt und ausgelesen werden können. Das kann einem zum Vorteil gereichen, oder eben auch zum Nachteil Man sammelt Daten, von denen man nichts weiß, an die man kaum herankommt und ist der Verwendung durch dritte schutzlos ausgeliefert.
Die Gesetzgebung kommt der Entwicklung genauso wenig nach, wie der Mensch, der die Elektronik benutzt.
Gruß
Joe
 
#56
...

Wir werden irgendwann gar keine Autos ohne Datensammler mehr bekommen. Das Problem ist, dass die Steuergeräte nach einem Unfall von der Polizei beschlagnahmt und ausgelesen werden können. Das kann einem zum Vorteil gereichen, oder eben auch zum Nachteil Man sammelt Daten, von denen man nichts weiß, an die man kaum herankommt und ist der Verwendung durch dritte schutzlos ausgeliefert.
Die Gesetzgebung kommt der Entwicklung genauso wenig nach, wie der Mensch, der die Elektronik benutzt.
Gruß
Joe
Das trifft das ganze wirklich gut.


Auf die Frage was man tun soll gibt es eine einfache Antwort:

NICHT mitmachen, mit seinem Umfeld über diese Themen sprechen. Wieder eine selbst gebildete eigene Meinung haben und diese auch leben. Nachforschen. Nicht Krone-Kurier-Österreich-etc-Meinung nachplappern. Man muss nicht mit Steinen und Molotowcocktails auf der Straße Krawall machen.

Es ist halt nicht leicht sich gegen eine billionenschwere Unterhaltungsindustrie zu behaupten und sich nicht mit Blödsinn nicht ablenken zu lassen.

Aber gegen Armut und Kinderarbeit sein und ein Kleid um 10 Euro beim Konzern deines Vertrauens (H&M, KIK, P&C, etc) kaufen wollen, das kann nicht gehen.

Ein iPhone (Herstellungswert kleiner 8€) um über 500,- kaufen, dass beim ersten Bodenkontakt seine Funktionsfähigkeit einbüßt, zeugt von enormen Weitblick. Zumal ein Freund von mir in den frühen 90er bei der Post gelernt hat. Der damalige Telefon-Test lt. seinen Erzählungen: "Der Ausbilder hat sich mit dem Festnetztelefon auf seinen Tisch gestellt und das Gerät aus über 2m Höhe auf den Steinboden fallen lassen. Alles was das nicht aushält ist Klumpert." Was tun? Rein in den applestore und den Verkäufer fragen: "Ist das Ding wasserfest? Ist das Ding stoßfest? Ist das Ding staubdicht? Das ist doch Schrott! Das kaufe ich nicht! Das will ich nicht einmal geschenkt haben!" Und dann einmal ein Sony oder so anschauen. Das gibt es wenigstens nach IP 55/58 staub- und wassergeschützt. Doch was heißt das? Müssen jetzt alle Normen erkennen, finden, lesen und richtig interpretieren können?

Nein? Dafür haben wir Vereine und andere Organisationen die testen? Wie die Euro/NCAP-Crashtests, bei denen bis hin zur Beleuchtung bei gleichen Bedingungen getestet wird. Böse Zungen behaupten, das europäische Fahrzeughersteller, nur weil sie Geld machen wollen, ihre Autos genau auf diese Tests hin konstruieren. Aber das ist Blödsinn, nur weil die Tests des Insurance Institute for Highway Safety's Vehicle Research Center (IIHS) gelegentlich erschreckend andere Sicherheitsklasseneinstufungen ergeben. Um da den Überblick nicht zu verlieren gibt es in D den ADAC.

Ich weiß, ein geschundenes Thema. Aber wenn weniger als 300.000 von 18 Millionen Mitgliedern austreten nach den ans Licht getretenen Vorfällen, kann sich nichts ändern.

Und damit schließt sich wieder einmal ein Kreis:

NICHT mitmachen, mit seinem Umfeld über diese Themen sprechen. Wieder eine selbst gebildete eigene Meinung haben und diese auch leben. Nachforschen. Nicht Krone-Kurier-Österreich-etc-Meinung nachplappern. Man muss nicht mit Steinen und Molotowcocktails auf der Straße Krawall machen.


Hat wieder einmal gut getan.

lg siebzehn


@kallepirna
Lass Dir zB beim Kauf Deines Autos vom Händler bestätigen, dass es keinerlei Daten sammelt. In Form eine Zusatzes zum Kaufvertrag der dies garantiert. Und damit das auch wirkt, muss bei Vertragsverletzung das Fahrzeug zum vollen Preis + Zinsen seit der Übernahme zurückgenommen werden. Wenn der Verkäufer überzeugt ist, dass das Auto keine Daten sammelt macht er mit. Wenn nicht will er dich bewußt bescheißen. Egal in welchen Worten er es ausdrückt. Den juristischen Formscheiß muss natürlich ein RICHTIG GUTER Anwalt formulieren. Kannst ja zum ADAC gehen. :lol1:
 
#57
Du kannst dich doch heute gar nicht gegen ESP;ABS etc. gar nicht wehren, das ist in den Autos gleich drinnen das kaufst du mit. Man kann nicht sagen das will ich nicht das brauche ich nicht, die sagen es gehört zur Sicherheitsausstattung dazu. Und mit ihren so genannten Paketen, du willst ein Zwei Sachen haben musst aber den anderen Quatsch mit nehmen weil es im Paket mit drinnen ist.
So kann mann gesetzlich verordnet Geld machen. Wo soll das noch hinführen. Mfg.kallepirna
Ich fahre Lada, da hält sich der Schnickschnack in Grenzen. Aber um ABS - das ich zum erstenmal jetzt im Priora habe und hasse - kommt man auch nicht mehr herum, da vorgeschrieben. Auf Wunsch gibt es da aber auch alles.

LG. u-ass
 
#58
Mit ABS muss man ein bisserl anders Bremsen. Halber Tag Fahrtechniktraining und gut ist es. Am besten denen die Situation schildern, dass man auf ein ABS-Auto umgestiegen ist, und die Bremsen unter sicheren Bedingungen richtig einzusetzen lernen.

Das ABS ist normalerweise ein geschlossenes System, da es nur mit den am Rad befindlichen Sensoren feststellt ob es sich dreht oder nicht. Wenn es blockiert, wird am Rad der Bremsdruck ein wenig reduziert und das Rad kann sich wieder drehen. Wenn das nicht funktioniert, wird die Bremse nicht geöffnet und das Rad blockiert so wie früher. Ein Sytem das es Dir einfacher macht, dich aber auch nicht tötet, wenn es ausfällt. So wie elektrische Fenster.

Für ein ESP brauche ich mindestens:
4 Drehzahlsensoren an den Rädern
1 Geschwindigkeitssensor Auto
1 Drehzahlsensor Motor
1 Sensor Getriebestellung (welcher Gang)
Beschleunigungssensoren
Drehwinkelsensoren (in allen drei Raumachsen)
Drehgeschwindigkeitssensoren (in allen drei Raumachsen)
usw.
und einen Computer
Damit wir ein virtuelles Modell eines bei dieser Geschwindigkeit um die Kurve fahrendes Auto mit der Wirklichkeit verglichen und gegebenenfalls die Wirklichkeit durch Bremseingriffe korrigiert.
Das klingt nicht nur sehr komlex, es ist es auch. Komplex heißt viele Teile = viel Sparpotential = fehleranfällig. Und das ist kein flimmernder Fernseher, hier geht es immer noch um Menschenleben.

"Aston Martin ruft 17.590 Fahrzeuge unterschiedlicher Baureihen zurück. Der Gaspedal-Hebel kann brechen." Quelle: autobild.de

Warum? Weil der Sublieferant des chinesischen Lieferanten ein anderes Material verwendet hat.

Bei einem Aston Martin!!!

Gott sei Dank bauen die Chinesen keine ESP-Elektronik ...


Um zu einem Schluss zu kommen:

Ein Auto mit (nur) ABS ist der letzte Stand der Sicherheitsentwicklung, der wirklich vorbehaltlos empfehlbar ist.

@u-ass: Ein Kolege von mir hat einen Schalter in die ABS Sicherung gebaut und damit das Steuergerät strom- und funktionslos gemacht. Vielleicht geht das bei deinem Auto auch. Das muß aber wer machen, der richtig Ahnung von Autoelektrik hat und auch versteht was er da tut. Ich persönlich würde an Deiner Stelle den richtigen Umgang mit ABS lernen, so wie es sein sollte.
 
#59
Lada na Klar einer der wenigen die ohne Schnick Schnack sind Ich habe einen Toyota RAV 4 Bj.2002 der hat auch nur ABS und nichts mehr reicht mir auch. Mfg.kallepirna
 

Edgar

CN 5. Kolonne
#60
Als ebenfalls RAV 4 Besitzer des gesagten Baujahres kann ich ebenfalls nur für ein Auto ohne Schnickschnack plädieren! Viel weniger potenzielle Fehlerquellen und gemäßigterer Preis.

Gruß vom Edgar
 
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