UNESCO-WELTERBE
Schutz für Pfahlbauten erfolgreich
Die Überreste der 6.000 Jahre alten Pfahlbausiedlung im Keutschacher See – Kärntens einziges UNESCO-Welterbe – sind nun umfassender geschützt: Im Rahmen der heurigen Tauchkampagne des Kuratorium Pfahlbauten konnte die Abdeckung aller gefährdeten Bereiche am Seegrund erfolgreich abgeschlossen werden.
Online seit heute, 14.58 Uhr
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Schutz für Pfahlbauten erfolgreich
Schutz für Pfahlbauten erfolgreich
Die Überreste der 6.000 Jahre alten Pfahlbausiedlung im Keutschacher See – Kärntens einziges UNESCO-Welterbe – sind nun umfassender geschützt: Im Rahmen der heurigen Tauchkampagne des Kuratorium Pfahlbauten konnte die Abdeckung aller gefährdeten Bereiche am Seegrund erfolgreich abgeschlossen werden.
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Die urgeschichtlichen Siedlungsreste auf einer Untiefe mitten im See waren gleich mehrfach gefährdet: Natürliche Erosion und die Laichgruben von Zandern setzten dem archäologischen Erbe zu. In den vergangenen Jahren wurde der Seegrund deshalb systematisch mit umweltverträglichen Spezialmatten abgedeckt. Jeder Schutzmaßnahme ging eine sorgfältige Dokumentation durch ein Team von fünf Unterwasserarchäologen voraus: Sie hielten den Befund fotografisch und zeichnerisch fest und bargen Sediment- und Holzproben zur wissenschaftlichen Auswertung.
www.pfahlbauten.at
Anbringen von Schutzmatten
„Meilenstein um Kulturerbe zu sichern erreicht“
„Mit dem erfolgreichen Abschluss der Abdeckung der urgeschichtlichen Siedlung ist ein Meilenstein der Denkmalschutzmaßnahmen im Keutschacher See erreicht", betont Henrik Pohl vom Kuratorium Pfahlbauten. „Damit ist ein wesentlicher Beitrag geleistet, um dieses einzigartige Kulturerbe dauerhaft zu sichern.“
www.pfahlbauten.at
Tauchgang zu Dokumentationszwecken
Künstliche Zandernester wurden gut angenommen
Zusätzlich wurden auf den Schutzmatten Nester aus Naturfasern angebracht, die den Zandern neue Laichplätze bieten. „Die von uns geschaffenen künstlichen Zandernester ermöglichen es, die Fische ganz gezielt in Bereiche zu locken, die für den Erhalt des Denkmals unproblematisch sind", erklärte Cyril Dworsky, der Geschäftsführer des Kuratorium Pfahlbauten.
„Die Nester werden ausgesprochen gut angenommen. Auf diese Weise haben wir einen Kompromiss zwischen dem Schutz des UNESCO-Welterbes und der Nutzung des Sees für die Sportfischerei gefunden.“
www.pfahlbauten.at
Boje weist auf Weltkulturerbe hin
Wichtig sei, dass nur außerhalb der Schutzzone gefischt werde. Zur besseren Kennzeichnung wurden deshalb im Rahmen der diesjährigen Kampagne – in Absprache mit der Eigentümerin des Keutschacher Sees – die vier Eckbojen erneuert, welche die Welterbestätte im See markieren. Sie wurden zudem mit verbesserten Informationstafeln ausgestattet.
Regelmäßiges Monitoring geht weiter
Regelmäßige Monitoring-Tauchgänge stellen sicher, dass der Zustand der UNESCO-Welterbestätte auch in Zukunft dokumentiert und auf mögliche Gefährdungen rechtzeitig reagiert werden kann. Die Schutzmaßnahmen werden vom Amt der Kärntner Landesregierung, dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport und dem Österreichischen Bundesdenkmalamt gefördert.
Das Kuratorium Pfahlbauten betreut den österreichischen Teil des transnationalen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“, die insgesamt 111 Fundstellen in sechs Ländern umfasst. Die Organisation ist als gemeinnütziger Verein nach österreichischem Recht von der Republik Österreich und den Bundesländern Oberösterreich und Kärnten ins Leben gerufen worden.
13.10.2025, red, kaernten.ORf.at
Links:
Unesco-Welterbe im Keutschachersee
Pfahlbauten-Forschung finanziell abgesichert (kaernten.ORF.at)
Anbringen von Schutzmatten
„Meilenstein um Kulturerbe zu sichern erreicht“
„Mit dem erfolgreichen Abschluss der Abdeckung der urgeschichtlichen Siedlung ist ein Meilenstein der Denkmalschutzmaßnahmen im Keutschacher See erreicht", betont Henrik Pohl vom Kuratorium Pfahlbauten. „Damit ist ein wesentlicher Beitrag geleistet, um dieses einzigartige Kulturerbe dauerhaft zu sichern.“
Tauchgang zu Dokumentationszwecken
Künstliche Zandernester wurden gut angenommen
Zusätzlich wurden auf den Schutzmatten Nester aus Naturfasern angebracht, die den Zandern neue Laichplätze bieten. „Die von uns geschaffenen künstlichen Zandernester ermöglichen es, die Fische ganz gezielt in Bereiche zu locken, die für den Erhalt des Denkmals unproblematisch sind", erklärte Cyril Dworsky, der Geschäftsführer des Kuratorium Pfahlbauten.
„Die Nester werden ausgesprochen gut angenommen. Auf diese Weise haben wir einen Kompromiss zwischen dem Schutz des UNESCO-Welterbes und der Nutzung des Sees für die Sportfischerei gefunden.“
Boje weist auf Weltkulturerbe hin
Wichtig sei, dass nur außerhalb der Schutzzone gefischt werde. Zur besseren Kennzeichnung wurden deshalb im Rahmen der diesjährigen Kampagne – in Absprache mit der Eigentümerin des Keutschacher Sees – die vier Eckbojen erneuert, welche die Welterbestätte im See markieren. Sie wurden zudem mit verbesserten Informationstafeln ausgestattet.
Regelmäßiges Monitoring geht weiter
Regelmäßige Monitoring-Tauchgänge stellen sicher, dass der Zustand der UNESCO-Welterbestätte auch in Zukunft dokumentiert und auf mögliche Gefährdungen rechtzeitig reagiert werden kann. Die Schutzmaßnahmen werden vom Amt der Kärntner Landesregierung, dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport und dem Österreichischen Bundesdenkmalamt gefördert.
Das Kuratorium Pfahlbauten betreut den österreichischen Teil des transnationalen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“, die insgesamt 111 Fundstellen in sechs Ländern umfasst. Die Organisation ist als gemeinnütziger Verein nach österreichischem Recht von der Republik Österreich und den Bundesländern Oberösterreich und Kärnten ins Leben gerufen worden.
13.10.2025, red, kaernten.ORf.at
Links:
Unesco-Welterbe im Keutschachersee
Pfahlbauten-Forschung finanziell abgesichert (kaernten.ORF.at)