Reichsbahn in Österreich - allgemeine Themen (Normalspur)

josef

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#1
Die Beiträge hier sollen im Bezug zu Aktivitäten, Bauvorhaben, Projekten usw. der Reichsbahn im Bereich Normalspur stehen...

lg
josef
 
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#2
Hallo,

Mir fallen dazu die beiden Gleisverbindungen in Tulln und St. Pölten-Eisberg ein.

Bei beiden ist mir allerdings nicht klar, wann sie entstanden sind. Beide dürften aber im Bombenhagel ihr Ende gefunden haben.

@Tulln: derzeit gibt es das Projekt die Anlage wieder zu errichten. Deswegen entstand auch an der Brückenstrasse ein neuer Kreisverkehr, bei dem die Fahrbahn nach unten verlegt wurde (wegen der neuen Brücke). Ob die teilweise erhaltenen Brückenpfeiler verwendet werden können ist mir nich bekannt.

@St.Pölten: die Gleisvariante ist praktisch völlig unbekannt. Wer sich aber auskennt wird im Bereich des Chinarestaurants "Jade" am Eisberg noch die Reste eines Brückenpfeilers und auch den Verlauf der einstigen Bahntrasse von der Leobersdorfer-Bahn zur Westbahn erkennen.
Diese Gleisverbindung hatte im WK2 eine besondere Bedeutung: sie diente dem Transport der Me109-Komponenten von der WNF zur Endmontage am Fliegerhorst Markersdorf.
Interessanterweise ist die Trasse im Eisenbahnatlas Österreich (2005) erkennbar...


LG,
Markus
 

josef

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#3
Schleifen Raum Tulln und St. Pölten

@Markus hat hier 2 der wichtigsten während der Kriegszeit außerhalb Wiens errichteten Schleifen genannt!

Mit Kriegsbeginn stieg die Belegung der Streckenverbindungen und Bahnhöfe in und um Wien enorm an. Neben den lokalen Quellverkehr, An- und Abgangsverkehr von Wien direkt durch die zahlreichen militärischen Einrichtungen und die Transporte für die Rüstungsindustrie wuchs auch der Transitverkehr ständig an.

Da war die "Donauachse" zwischen Linz und Wien in W - O Richtung mit den Hauptzu- und Abfuhrstrecken ...München-Salzburg-Linz bzw. ...Nürnberg-Regensburg-Passau-Linz und umgekehrt und dann Aufsplittung/Bündelung ab/an Wien nach/von:

Osten => Ostbahn Richtung Ungarn, Slowakei, Rumänien usw.,
Norden => Nordbahn Richtung Tschechien, Polen, Sowjetunion usw. und
Süden => Südbahn Richtung Italien, Jugoslawien, Griechenland usw.

Diese Verkehrsströme kreuzten sich in Wien noch mit der N - S Transitachse von Polen, Tschechei nach Italien, Balkan... Das Deutsche Reich vereinbarte mit Italien die Lieferung von riesigen Mengen an Steinkohle aus Schlesien, die neben den unzähligen Militärzügen auch noch über Wien transportiert wurde!

Um eine Entflechtung und Entspannung der Situation im Wiener Schienennetz herbeizuführen wurden außerhalb des Ballungsraumes Schritte durch die Errichtung von "Schleifengleisen" gesetzt. Diese ermöglichten ein Durchfahren der Züge auf Strecken mit Fahrtrichtungswechsel ohne umspannen der Lokomotiven ans andere Zugende (=> stürzen...).

Raum Tulln:
Bau der Schleife Tulln (Bahninterne Bezeichnung "Schleife Tulln Stadt - Neuaigen"). Dieses Schleifengleis verbindet die Strecke St.Pölten-Tulln mit der "Kaiser Franz-Josefsbahn" Wien-Tulln-Absdorf-Gmünd... im Stadtbereich von Tulln. Inbetriebnahme dieser Verbindung am 20.01.1941, Abtragung 1953, derzeit Wiedererrichtung. Über die Schleife Absdorf (bereits 1922 errichtet, Bahnbezeichnung "Schleife Stetteldorf-Neuaigen") gelangte man auf die Verbindungsstrecke zwischen Absdorf-Hippersdorf und Stockerau zur NW-Bahn nach Korneuburg und über die "Floridsdorfer Hochbahn" (auch "Italienerschleife", wegen der beim Bau während des WKI eingesetzten italienischen Kriegsgefangenen) zur Nordbahn bei Leopoldau...und auf dieser weiter nach Tschechien, Polen usw. ...

Mit dieser Linienführung konnten Transitzüge ab St. Pölten von der "Westbahn" abgeleitet werden und konnten so am nördlichen Wiener Stadtrand vorbeigeführt werden, ohne das Stadtgebiet durchqueren zu müssen! Weitere Bedeutung erlangte diese Umleitungsstrecke dann noch mit Beginn der alliierten Luftangriffe auf Wien, wobei aber in den letzten Kriegsmonaten die Floridsdorfer Hochbahn durch Bombentreffer auch unbefahrbar wurde. Als Ersatz wurde noch Anfang 1945 entlang der Hochbahntrasse ein provisorisches Verbindungsgleis hergestellt. Weiters diente diese Strecke nach Verlust der rumänischen Ölfelder als Zubringer der Ölzüge aus den österreichischen Ölrevieren um Zistersdorf zur Raffinerie Moosbierbaum. Dafür wurde der Streckenabschnitt Tulln-Stadt bis Moosbierbaum-Heiligeneich 2-gleisig ausgebaut.


Eisbergschleife St. Pölten:
Dieses Schleifengleis verband die Westbahn von der "Abzweigung Waitzendorf" mit der "Leobersdorfer Bahn" ohne Berührung des St.Pöltener Hauptbahnhofes. Dadurch wurde unter Ausschaltung des Wiener Raumes eine wichtige Transitverbindung von der Westbahn in St.Pölten über Traisen, Hainfeld über den Gerichtsberg nach Berndorf, Wittmannsdorf nach Leobersdorf zur Südbahn, bzw. von Wittmannsdorf über Sollenau nach Ebenfurth mit weiterem Anschluss über Wulkaprodersdorf nach Sopron (Ödenburg) in Ungarn hergestellt! Die Eisbergschleife in St. Pölten wurde am 30.09.1943 in Betrieb genommen und im Mai 1951 aufgelassen. Die Verbindungsstrecke Wittmannsdorf-Sollenau-Ebenfurth (mit Anschlussbahn zu den Mun-Lagern Groß Mittel) wurde im September 1956 eingestellt.

Am folgenden Streckenplan des Wiener Umlandes der Reichsbahndirektion Wien sind die Transitstrecken von St. Pölten über Tulln und die Zulaufstrecken für die Öllieferungen vom Revier Zistersdorf nach Moosbierbaum BLAU eingezeichnet. Schleife Tulln = 2, Schleife Absdorf = 3.

Die Transitstrecke von St. Pölten nach Ungarn ROSA und die Schleife St.Pölten = 1.
 

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josef

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#4
Noch einige literarische Quellenhinweise zu vorgenannten Bericht:

Die Daten zur Inbetriebnahme/Stilllegung der Schleifengleise stammen aus dem "ÖBB-Handbuch 1989" ISBN 3-7002-0686-0 vom "Altmeister" der österreichischen Eisenbahnliteratur und profunden Kenner der Eisenbahngeschichte Alfred Horn. => Eröffnungs- und Stilllegungsdaten von österr. Eisenbahnstrecken, Seite 23 ff.

Die Grundkarte für den Ausschnitt RB-Direktion Wien stammt aus dem Buch "Reichsbahndirektion Wien" ISBN 3-7002-0620-8, Seite 80, vom gleichen Autor.

lg
josef
 

josef

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#6
Weitere Strecken/Schleifen in Wien

Zur Verknüpfung der Ostbahn, Aspangbahn, Donauländebahn und Verbindungsbahn im Bereich Wien-Kledering – Oberlaa gingen folgende Schleifengleise in Betrieb:

19.03.1941 Abzweigung Kledering Ost – Kledering Stw. 2,
05.05.1941 Abzweigung Kledering West – Kledering und
12.09.1941 Oberlaa – Abzweigung Kledering West.


Mit 6.10.1941 ging im Norden Wiens die wichtige Verbindungsstrecke zwischen Stadlau und Leopoldau in Betrieb. Am 15.11.1941 folgte die Strecke Stadlau – Wien-Lobau Hafen mit den Anschlussbahnen zu den Ölanlagen in der Lobau => http://www.geheimprojekte.at/t_lobau.html


Nachstehende Karte mit den wichtigsten Strecken in Wien 1941:

A => diverse Schleifengleise im Raum Kledering
B => Verbindungsstrecke Leopoldau – Stadlau
C => Neue Strecke in die Lobau
D => Hochbahn Floridsdorf (Jedlersdorf – Leopoldau)
Grün => Hauptbahnen von/nach Wien bzw. W-O und N-S Transitstrecken f. Güterverkehr
Hellblau => Sonstige wichtige Strecken
Schwarz => hauptsächlich nur Personenverkehr bzw. untergeordnete Linien.
 

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P

petzolde

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#7
Wine Süd+Ost-Bhf

Interessante Planskizze!
Frage zu den Schleifengleisen:
- Südbahnhof-Ostbahnhof (schwarz): Ist das der heutige (Güterzug-)Tunnel?
Der heutige Schnellbahntunnel Süstirolerplatz-Rennweg war damals ja nicht da?!
- Meidling-Favoriten-... (grün): Welches Gleis ist das?

gruß EP
 
#8
Meidling-Favoriten ist der "Güterzugtunnel" = Steudeltunnel

Teil der alten Verbindungsbahn Meidling-Nordbahnhof mit den Stationen

Meidling
Favoriten (aufgelassen)
Arsenal
Rennweg
Hauptzollamt (Wien Mitte)
Praterstern (an anderer Stelle neugebaut)
Nordbahnhof (aufgelassen)

mfg herb
 

josef

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#9
Bereich Süd- u. Ostbahnhof Wien

Hallo @Petzolde:

Grundsätzlich möchte ich dazu anmerken, dass die Skizze aus dem Jahre 1940 stammt und ich A, B u. C hinzugefügt habe. Weiters ist das Streckenschema zwecks besserer Lesbarkeit leicht verzerrt dargestellt, einige Strecken gibt es heute nicht mehr bzw. wurde mancher Verlauf geändert!

Die Situation stellt die damals getrennten End(Kopf-)bahnhöfe von Süd- und Ostbahn vor den in den 50iger Jahren wegen der Kriegszerstörungen neu errichteten Gemeinschaftsbahnhof dar.

Farbangaben beziehen sich auf die Strecken am nachstehenden Plan:

SCHWARZ: Die kurze schwarze gebogene Linie direkt bei den Bahnhöfen zeigt eine 1939 errichtete Schleife (heutige Bezeichnung Gleis 101d Wien Süd – Wien Süd/Ostseite), welche nur für „bahninterne Betriebsfahrten“, also nicht für durchgehenden Züge, dient.

GRÜN: Verbindung Meidling – Wien Ost Spitz
Nach dem Ostkopf des Bhf. Meidling (Abzweigung Kliebergasse) Unterquerung der Südbahn mittels Tunnel (Steudeltunnel) zum Bhf. Favoriten (Meidling-Favoriten ist Teil der „Verbindungsbahn“) und dann Anstieg auf das Niveau der Ostbahn.

BLAU: Die Verbindungsbahn (Hütteldorf-Meidling-Wien Nord…) zweigte im Bhf. Favoriten ab und führte im Bogen unter den Ostbahnanlagen durch zum Schweizergarten und weiter nach Wien-Hauptzollamt (heute Wien-Mitte)-Wien Nord. Teilstück Bhf. Favoriten bis Abzweigung Aspangbahn ist heute, ebenso wie der Bhf. Favoriten, aufgelassen, siehe nächsten Absatz:

ROT:
Im Zuge der Errichtung der „Wiener Schnellbahn“ wurde in den 60iger Jahren eine neue Tunnelstrecke vom Schweizergarten vorbei, direkt unter dem neuen Südbahnhof Richtung Meidling gebaut. Der alte Tunnel unter den Ostbahngleisen wurde beim Bhf. Favoriten abgemauert. Das Tunnelreststück vom Schweizergarten aus wurde als LKW-Zufahrt zum Postzentrum, welches zwischen den Bahnsteigen der Ost- und Südbahn entstand, ausgebaut.

ROSA: Eine weitere kurze Verbindung (1898 – 1945) bestand noch vom Südkopf des Bhf. Favoriten zum Heizhaus (BW-) Bereich des Ostbahnhofes (kurze schwarze Linie).


Wenn alles nach Plan läuft und der neue Zentralbahnhof gebaut wird, ändert sich das Gebiet um den Südbahnhof in den nächsten Jahren grundlegend!

Hier ein paar Links zu diesem Projekt:
http://www.oebb-immobilien.at/vip8/immo/de/Projektentwicklung/Hauptbahnhof_Wien/index.jsp
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/bahnhofwien/index.htm
http://www.schnellbahn-wien.at/zukunft/weiterebhfe.htm#zentralbahnhof

Nachstehend Ausschnitt aus Streckenskizze 1940:
 

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josef

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#10
Rangierbahnhöfe der RB im Wiener Raum

Großverschiebe- (Rangier-)bahnhöfe im Wiener Raum:

Zu den damals bestehenden Hauptverschiebebahnhöfen in Wien,

Penzing Vbf.
Wien-Matzleinsdorf
Stadlau
Simmering Vbf. und
Wien-Brigittenau,

plante die RB zwei große, zentrale Rangieranlagen. Die Zentralverschiebebahnhhöfe
Wien -Nord in Strasshof und
Wien - Süd in Rustenfeld-Leopoldsdorf.

Kurze Berichte dazu folgen,

lg
josef
 

josef

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#11
Projekt Rangierbahnhof Rustenfeld-Leopoldsdorf

Zentralverschiebebahnhof Wien – Süd bei Rustenfeld-Leopoldsdorf:

Während beim Großverschiebebahnhof Wien - Nord bestehende Infrastruktur ausgebaut und erweitert wurde, war der Großverschiebebahnhof Wien – Süd ein Projekt auf der „grünen Wiese“! Wie aus der Bezeichnung „Süd“ schon hervorgeht, sollte der ab 1940 geplante Bahnhof südlich des Wiener Stadtgebietes errichtet werden. Konkret währe der nördliche Bahnhofskopf zwischen den Orten Hennersdorf und Rustenfeld-Leopoldsdorf (=> Namensgeber des Projektes) und der Südkopf zwischen Achau und Himberg gelegen.

Die Zufuhrgleise waren im Bereich Inzersdorf, Oberlaa und Kledering von der Verbindungsbahn und Ostbahn her vorgesehen, die Abfuhrstrecken wurden bei Laxenburg, Achau, Lanzendorf und Gramatneusiedl zur Ostbahn, Pottendorfer Linie und Aspangbahn hin geplant. Ein weiteres Verbindungsgleis sollte nördlich der Flugmotorenwerke Ostmark vorbei zur Südbahn bei Mödling führen. Bei Verwirklichung des Projektes wäre die Gegend zwischen der Südbahn bei Mödling und der Ostbahn bei Himberg durch ein dichtes Gleisnetz überzogen worden! Durch die fortschreitenden Kriegsereignisse kam man jedoch über das Planungsstadium nicht hinaus…

Hier ein Übersichtsplan des Planungsstandes Ende 1941 mit den südlichen Abfuhrstrecken:
Quelle: P., F. u. J. Slezak, „Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn – Vom Schiffskanal zur Eisenbahn“ ISBN 3-900134-72-3, Wien 1981, Seite 208 u. 209
 

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josef

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#12
Anschlussbahnen f. Militäranlagen WK2 in Österreich

Nachstehend eine Auflistung mir bekannter Normalspur-Anschlussbahnen zu ehemaligen Heeres-, Luftwaffen- und Marineeinrichtungen in Österreich (ohne Rüstungsbetriebe u. Verlagerungen):

Burgenland:

Parndorf – Fliegerhorst

Wien:

Arsenal
WIFO-Tanklager Lobau


Niederösterreich:

Götzendorf – Fliegerhorst
Schwechat – Fliegerhorst
Zwölfaxing – Fliegerhorst
Brunn am Gebirge – Heeresbekleidungsanstalt
Bad Vöslau – Fliegerhorst
Münchendorf – Fliegerhorst
Blumau – Sprengstoff- u. Pulverwerke des Heereswaffenamtes
Groß Mittel – Muna und V2 Heimatlager
Wr. Neustadt-Theresienfeld – Tritolwerk des Heereswaffenamtes
Hölles – Muna
Wr. Neustadt – Luftpark und Fliegerhorst
St.Egyden - Muna und V2 Heimatlager
Deutsch Wagram – Fliegerhorst
Korneuburg-Leobendorf – Eisenbahnpionierkaserne
Krems – Pionierpark
Göpfritz – Tüpl Döllersheim
Klosterneuburg-Weidling – Pionierzeugsanstalt
Tulln-Langenlebarn – Fliegerhorst
Sitzenberg-Reidling - Muna und V2 Heimatlager Trasdorf
Herzogenburg – Heereszeugamt
St. Pölten - Heeresversorgungsamt
Krummnussbaum – WIFO-Tanklager


Oberösterreich:

Linz-Winterhafen – Heimathafen der Donauflottille
Hörsching – Fliegerhorst
Wels - Fliegerhorst
Stadl-Paura – Muna


Salzburg:

Salzburg-Taxham – Heereszeugamt


Steiermark:

Graz-Gösting - Heeresmagazine
Graz-Kaiserwald - Muna
Zeltweg – Fliegerhorst


Kärnten:

Klagenfurt – Kaserne Tessendorf
Klagenfurt-Annabichl – Fliegerhorst


Die Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte um weitere Mitteilungen/Ergänzungen und eventuell notwendige Korrekturen bzw. Diskussionen…

lg
josef
 

josef

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#14
@Gerald:
Danke, habe aber die Rüstungswerke aus der Liste ausgeschlossen, da könnte man einige Seiten füllen! Nur Blumau, Tritolwerk Theresienfeld als direkt dem Heereswaffenamt unterstellt und WIFO hineingenommen. Wenn man mit den Werken des "Gustloff-Konzerns" anfängt muss man dann auch die umfangreichen Betriebe des HGW - Konzerns dazunehmen usw. ...

Da gab es ja im engeren Umkreis von Hirtenberg-Enzesfeld-Leobersdorf-Kottingbrunn einige Anschlussbahnen:

Vom Bahnhof Enzesfeld ausgehend: Hirtenberger Munitionsfabrik, KROMAG, Enzesfelder Metallwerke.

Vom Bahnhof Leobersdorf ausgehend: Gustloffwerke Kottingbrunn und Leobersdorfer Maschinenfabrik.

lg
josef
 
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petzolde

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#15
Wie waren den Truppenübungsplätze angebunden? Anschlußbahn? oder über einen "zufällig" nahebei liegenden regulären Bahnhof, der ggf. ausgebaut wurde?

Was mir in Elsaß & Lothringen auffiel: Unendlich lange Laderampen, an denen seitlich G-Wagen (Pferde?) entladen werden konnten. Sind mir in Deutschland so nicht aufgefallen. Gibts derartiges evtl. auch in Österreich?
gruß EP
 

josef

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#16
@petzolde schrieb:
...Unendlich lange Laderampen, an denen seitlich G-Wagen (Pferde?) entladen werden konnten.
Ebensolche Rampenanlagen befanden/befinden sich beim Bahnhof Göpfritz an der Wild für den Tüpl Döllersheim (heutige Bezeichnung Tüpl Allentsteig), siehe http://www.geheimprojekte.at/t_allent.html

Die Rampen sind an der Strecke nach Raabs nach der Abzweigung von der "Franz-Josefsbahn". Interessant wäre, ob für den Tüpl Döllersheim noch weitere derartige Anlagen bzw. Anschlussbahnen existierten? Die AB Wurmbach zur Panzerver- und Entladung an der FJB wurde jedenfalls erst vor ca. 25 Jahren errichtet.


Wie die "eisenbahntechnische Logistik" für den Tüpl Bruck an der Leitha ablief kann ich auch nicht sagen. Hinweise auf eigene Anschlussbahnen fand ich keine, aber neben dem Bhf. Bruck a.d.L. gab es 2 Verschiebebahnhöfe an der Ostbahn, einer im Bereich der ehemaligen Zuckerfabrik und einen östlich, Richtung Parndorf. Vielleicht weiß jemand mehr dazu...?

lg
josef
 
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#17
josef hat geschrieben:
Hallo @Petzolde:

...

BLAU: Die Verbindungsbahn (Hütteldorf-Meidling-Wien Nord…) zweigte im Bhf. Favoriten ab und führte im Bogen unter den Ostbahnanlagen durch zum Schweizergarten und weiter nach Wien-Hauptzollamt (heute Wien-Mitte)-Wien Nord. Teilstück Bhf. Favoriten bis Abzweigung Aspangbahn ist heute, ebenso wie der Bhf. Favoriten, aufgelassen, siehe nächsten Absatz:



Die Verbindungsbahnschleife Hütteldorf - St. Veit (eingleisig) war angeblich im 2. WK zweigleisig ausgebaut. Man kann jedenfalls neben der jetzt noch benutzten Brücke Pfeiler für eine 2. Brücke erkennen.
 
#18
Schleifen

Hallo

zu den Schleifen wäre noch die Verbindung bei Gramatneusiedl aus ri. Wr. Neustadt/Wamperdorf direkt in die Ostbahn ri. Ungarn zu erwähnen, läßt sich in Google Earth auch noch sehr gut erkennen.

lg helmut
 

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Huschte

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#19
Gleispläne

Auf der Seite www.sporenplan.nl findet man inzwischen auch sehr schön detailierte Streckenkarten aus der Zeit von 1942-45 und um 1970. Inzwischen ist wohl fast ganz Ost-Österreich enthalten.
Die Bahnhofsansichten sind allerdings aus der Zeit der 1970 bzw 1980-er Jahre.
 

josef

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#20
@Huschte;

Ebenfalls herzlich Willkommen im Forum!

Besten Dank für den Link mit den Gleisplänen :danke :danke :danke

Vor allem die Übersichtspläne 1942-45 sind sehr interessant!



lg
josef
 
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