Sanierungsarbeiten am 113 Jahre alten ÖBB-Tauerntunnel erfordern langfristige Sperren der Bahnverbindung zwischen Salzburg und Kärnten

josef

Administrator
Mitarbeiter
#1
Tauernschleuse: Region rüstet sich für Sperre
1675430386861.png

In Gastein (Pongau) und Oberkärnten wirft die Sperre der ÖBB-Tauernschleuse ab November 2024 schon Schatten voraus. Die ÖBB befragen Pendler, andere Fahrgäste und die Bevölkerung, weil die Fahrpläne international verändert werden müssen.
14. Jänner 2023, 6.00 Uhr
Grund für die geplante Totalsperre sind Sanierungsarbeiten, die Ende 2024 starten sollen. Kein einfaches Unterfangen, denn immerhin rund 120 Züge fahren täglich durch die Tauernschleuse zwischen Böckstein und Mallnitz, darunter auch 18 Autozüge in jede Richtung. Die Tauernschleuse ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Zugverkehr. Die Hälfte sind Personenzüge, die andere Güterzüge.

Schon jetzt würden Gespräche mit internationalen Zugbetreibern und der ASFINAG laufen, sagt ÖBB-Sprecher Klaus Baumgartner: „Wir versuchen den Personen- und Güterverkehr möglichst nahe umleiten.“

Weite Umwege sind einzuplanen
Es geht bestenfalls nur über Felbertauernstraße und Tauernautobahn. Der Bahnverkehr muss noch weitere Umwege einplanen. Für viele im In- und Ausland ist die Tauernschleuse zwischen Gastein und Mallnitz der kürzeste Weg über den Alpenhauptkamm. Der Sperre sehen manche auch gelassen entgegen, die die Schleuse beruflich nutzen, wie der Hofgasteiner Taxi-Unternehmer Gerhard Gassner: „Es ist wichtig, dass die Sanierung gemacht wird. Wir müssen halt außen herum fahren, zum Beispiel über die Glocknerstraße.“

Fotostrecke
ORF

ORF

ORF

ORF

Manche hoffen noch auf Teilsperre
Christine Oebster aus St. Veit (Pongau) ist ein Fan dieser Bahnstrecke: „Ich wüsste nicht, wo man sonst noch auf diese Art sein Auto mitnehmen kann auf dem Zug.“
Der Kärntner Adolf Pascoli stammt aus Flattach im oberen Mölltal: „Das Projekt muss einfach gemacht werden. Die große Frage ist, ob man bei der Sanierung vielleicht ein Mal oder zwei Mal pro Tag doch einen Zug durchlassen kann.“

Sperre muss komplett sein, keine Ausnahmen
ÖBB-Sprecher Baumgartner sagt dazu, die Idee sei gut, aber es sei logistisch nicht möglich: „Es wird beispielsweise auch das Gewölbe des Tunnels saniert, dazu die Oberleitung und die Gleistrassen. Deshalb ginge es zwischendurch nicht, einen Zug durchzulassen. Es geht auch um die Sicherheit der Arbeitsteams im Tunnel.“
Der ÖBB-Tauerntunnel ist 113 Jahre alt. Eröffnet wurde er noch vom österreichischen Kaiser Franz Josef. Nun sei die Zeit einer gründlichen Sanierung gekommen, betont man bei den Bundesbahnen: „Wir sprechen auch mit den Bürgermeistern und Gemeinden auf beiden Seiten, um die bestmögliche Lösung herauszufinden.“
Gesperrt wird im November 2024. Im Juli 2025 soll die Sanierung der Tauernschleuse dann abgeschlossen sein. Dann wollen die ÖBB dank modernster Technik noch mehr Züge auf diese Route schicken.
red, salzburg.ORF.at

Link:
Tauernschleuse: Region rüstet sich für Sperre
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
#2
Bahn-Tauerntunnel ein Monat gesperrt
1675431748242.png
Der Tauerntunnel der Bahn wird von 12. April bis zum 17. Mai gesperrt, das haben die ÖBB am Freitag bekanntgegeben. Ursache ist ein Riss im Tunnel. Der Tunnel verbindet Kärnten mit dem Salzburger Gasteinertal, die Sperre bedeutet für Pendlerinnen und Pendler einen riesigen Umweg. Ab Herbst 2024 wird die Zugsverbindung sogar für acht Monate komplett gesperrt.
Online seit heute, 9.50 Uhr
Teilen
Als Grund für die aktuelle Sperre geben die ÖBB „dringende und unaufschiebbare Instandhaltungsarbeiten“ im Tunnel an, die noch vor der Modernisierung und Sperre von 18. November 2024 bis Anfang Juli 2025 durchgeführt werden müssten. Diese Vorsichtsmaßnahmen könnten nicht aufgeschoben werden, hieß es von den ÖBB. Die dafür notwenigen Einbauten bedeuten, dass der Tauerntunnel für fünf Wochen komplett gesperrt werden muss. Die ÖBB bitten um Verständnis.

ORF
Der Tauerntunnel verbindet mit einer Länge von zwölf Kilometern die Bundesländer Kärnten und Salzburg

Stützmaßnahmen bei Portal Böckstein nötig
Der Aufwand zur Instandhaltung des 113 Jahre alten Tunnels nehme laufend zu und mache dadurch die Modernisierung des Tauerntunnels auch aus Sicherheitsgründen notwendig, hieß es von den ÖBB. Auch die einmonatige Sperre sei aus Sicherheitsgründen notwendig. Im Zuge der laufenden Überprüfungen habe sich ein Riss im Bereich des Portals Böckstein gezeigt.

ÖBB-Pressesprecher Herbert Hofer dazu: „Im Portalbereich Böckstein besteht auf einer Länge von rund 20 Metern ein leichter Riss. Der wurde schon vor fünf Jahren entdeckt.“ Seither sei der Riss überwacht worden, nun habe sich die Erweiterung gezeigt. Umfangreiche Stützmaßnahmen seien als Vorsichtsmaßnahme noch heuer notwendig.

ORF
Für die Umfahrung des Tauerntunnels müssen Pendler mehr als 180 Kilometer unterwegs sein

ÖBB: An Notbetrieb wird gearbeitet
Personenverkehr und Güterverkehr werden von 12. April bis zum 17. Mai großräumig umgeleitet, hieß es von den ÖBB. Derzeit werde an einem Notbetrieb für die Dauer der Sperrzeit gearbeitet. Für die Autoschleuse werde es aber keinen Ersatz geben.
Für die betroffenen Pendlerinnen und Pendler – die vielfach aus dem Mölltall zu ihren Arbeitsplätzen im Gasteinertal in Salzburg pendeln – ist die Sperre ein harter Schlag.
03.02.2023, red, kaernten.ORF.at

Links:
Bahn-Tauerntunnel ein Monat gesperrt
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
#3
ÖBB modernisieren Tauernbahntunnel
1721837914516.png

Parallel zur Sanierung der A10-Tunnelkette zwischen Golling (Tennengau) und Bischofshofen (Pongau) planen jetzt die Bundesbahnen die Modernisierung einer weiteren wichtigen Nord-Süd-Verbindung: Kernstück ist der 8,3 Kilometer lange Tauernbahntunnel, der von November bis Juli komplett gesperrt wird.
Online seit heute, 14.10 Uhr
Teilen
Mit der Sanierung von zwei Viadukten im Gasteinertal haben die Arbeiten bereits begonnen. Anfang August beginnt auch die Baustelleneinrichtung entlang der Strecke und im Tunnel. In drei Jahren sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin ist das Gasteinertal im Winter per Zug vom Norden erreichbar. Der Tauerntunnel ist vom 18. November 2024 bis zum 13. Juli 2025 gesperrt, die Zufahrt von Süden wird durch einen stündlichen Schienenersatzverkehr mit Bussen sichergestellt.

Für Pendler bedeutet die Sperre große Umwege
Großräumige und zeitraubende Umwege bedeutet die Sperre vor allem für jene Berufspendler und Schüler, die sonst durch die Tauernschleuse mit der Autoverladung zwischen Mallnitz und Böckstein fahren. Sie sind dann statt elf Minuten mit dem Zug gut zwei Stunden mit dem Auto unterwegs. Die einzigen anderen Wege von Kärnten nach Salzburg führen über den Autobahn-Tauerntunnel der A10 oder über Osttirol über den Felbertauern. Die Großglockner Hochalpenstraße ist von Herbst bis Anfang Mai gesperrt.

Für Pendler, die sonst die Tauernschleuse nutzen, ist das Zusatzangebot mit Bussen mit einer gültigen Jahreskarte der ÖBB-Tauernschleuse kostenlos nutzbar. Weil der Tauerntunnel auch Teil des beliebten Alpe-Adria-Radweges von Salzburg nach Grado ist, soll es ab 11. April 2025 auch ein Rad-Shuttle zwischen Mallnitz und Bad Gastein (10 Euro pro Strecke, max. 35 Räder) geben.

Grund für die Tunnelsanierung sind laut ÖBB regelmäßige Wassereinbrüche. Die Tunnelinnenschale müsse darum saniert werden. Auch an den Portalen seien Bauarbeiten notwendig, dazu werde die Sicherungstechnik erneuert. Ein eingleisiger Betrieb sei während der Modernisierung aufgrund der bautechnischen Bedingungen und wegen des Arbeitnehmerschutzes nicht möglich.

ÖBB/MANUEL MARKTL manuelmarktl.com
Autoreisezug beim Nordportal der ÖBB-Tauernschleuse

Ab 2027 weitere Sperre notwendig
2027 übersiedelt die Baustelle zum Südportal des Tauernbahntunnels und macht eine zweite Bauetappe mit einer weiteren Totalsperre von ca. fünf Monaten notwendig.

Die Tauernstrecke Salzburg – Villach ist neben der Brenneroute eine der zentralen österreichischen Verbindungen und eine Hauptachse des Alpentransits. Die rund 81 Kilometer lange Tauernbahn von Schwarzach (Pongau) nach Spittal an der Drau (Kärnten) gewinnt laut ÖBB mit Inbetriebnahme der Koralmbahn und der damit verbundenen Angebotsausweitung wesentlich an Bedeutung im Fernverkehr. Die Tauernstrecke soll in den nächsten Jahren so schrittweise auch für hochrangigen Fernverkehr vorbereitet werden.
24.07.2024, red, salzburg.ORF.at
ÖBB modernisieren Tauernbahntunnel
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#4
Tauernbahnstrecke für acht Monate gesperrt
1729860538089.png

Am 18. November wird die Tauernbahnstrecke zwischen Kärnten und Salzburg für acht Monate gesperrt. Erst Mitte Juli wird der Betrieb wieder aufgenommen. Grund dafür sind dringend notwendige Sanierungsarbeiten in dem mehr als 100 Jahre alten Bahntunnel zwischen Mallnitz und Böckstein.
Online seit gestern 24.10.2024, 19.27 Uhr
Teilen
Die Röhre durch die Tauern ist alt. Kaiser Franz Josef eröffnete die Nord-Süd-Verbindung vor 115 Jahren höchstpersönlich, die Krone am Tunnelportal macht das deutlich. Seither tat sich technisch viel und der Tunnel muss dringend saniert werden. Die Arbeiten machen eine Sperre über acht Monate unausweichlich, insgesamt werden in den nächsten Jahren 150 Millionen Euro investiert.

Altes Gewölbe wird abgeschabt
Technische Verbesserungen betreffen den Tunnelbau, die Elektrotechnik, die Telekommunikation, die Leit- und Sicherungstechnik und die Oberleitung, sagte die Projektleiterin der ÖBB, Christiane Schiavinato. Die Bausubstanz habe unter dem Druck und den Wassermassen im Tauernhauptkamm gelitten.

Das Großteils noch alte Gewölbe wird mit Mehrblattsägen abgeschabt, sagte Schiavinato: „Dann wird eine Abdichtung errichtet und eine neue Spritzbeton-Schale. Die Wasser werden seitlich abgeleitet und dann im bestehenden Sohlkanal gefasst und abgeleitet.“

Fotostrecke
ORF
Mehrblattsäge zum Abschaben der Wände
ORF

ORF
Tauerntunnel in Mallnitz

ORF

ORF
Historisches Foto: Der Kaiser eröffnet 1909 die Tauernbahn

ORF

ORF

Massive Umwege für Pendler
Für Arbeitskräfte, die täglich mit der Autoschleuse in die Arbeit nach Gastein pendeln, wird durch die Sperre eine Lebensader gekappt, das bedeute massive Umwege, sagte der Bürgermeister von Mallnitz Günther Novak (SPÖ): „Das sind genau drei Stunden oder ein bisschen drüber. Das ist eine Weltreise, wenn ich acht Sunden arbeite und sechs Stunden dafür brauche, hin und zurück zu kommen.“

Auch für den Tourismus in Mallnitz ist die Sperre ein harter Schlag. Erste Stammgäste stornieren ihren Winterurlaub, Radtouristen ihre Tour am Alpe-Adria-Radweg im Frühling, sagte der Touristiker Anton Glantschnig aus Mallnitz: „Wir haben heuer das Jahr über 40.000 Radfahrer gehabt, die da durchgefahren sind. Es ist ein Segment, das sich extrem gut gesteigert hat und wo Tourismusbetriebe gut davon leben.“

ORF
Auf Salzburger Seite wird der Bahnhof Bad Gastein für die Verbindung nach Wien und Deutschland ausgebaut

18 Millionen Euro für Bahnhof Bad Gastein
Deutlich positiver wird die Sache am nördlichen Tunnelportal gesehen, in Bad Gastein. Hier bauen die ÖBB gleichzeitig einen neuen Bahnhof um 18 Millionen Euro. „Wir bekommen eine kürzere Taktung und wir haben im Stundentakt eine Verbindung nach Wien oder Deutschland und das wertet den Ort doch massiv auf“, sagte Norbert Ellmauer (ÖVP), der Bürgermeister von Bad Gastein.

Für die eigentliche Direktverbindung zwischen Badgastein und Mallnitz gibt es bis 10. April einen Shuttlebus, der einmal pro Tag um die Tauern herum fährt, sagte Reinhard Wallner, Regionalmanager der ÖBB: „Somit kann ich hin und retour reisen. Aber wenn die Radsaison beginnt, dann fahren wir zweimal ab 10. April und da werden jeweils 35 Fahrräder mittransportiert werden können.“

ÖBB/3DSchmiede
Animation über den Ausbau des Tauerntunnels

Harte Monate für Pendler und Touristiker
Es werden harte Monate für alle, die auf die Nord-Süd-Verbindung zwischen Kärnten und Salzburg angewiesen sind, aber mit der Aussicht auf eine hochmoderne Tauernbahn mit Stundentakt ab nächstem Jahr.
25.10.2024, red, kaernten.ORF.at
Tauernbahnstrecke für acht Monate gesperrt
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#5
ÖBB-Tauerntunnel acht Monate gesperrt
1731932713746.png

In der Nacht auf Montag hat die acht Monate lange Sperre einer der wichtigsten Bahnverbindungen über die österreichischen Alpen begonnen. Der 115 Jahre alte, 8.371 Meter lange ÖBB-Tauerntunnel zwischen Böckstein in Salzburg und Mallnitz in Kärnten wird saniert.
Online seit heute, 6.14 Uhr
Teilen
Die Sperre dauert bis zum 13. Juli 2025 und hat große Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr. Die Bundesbahnen haben Schienenersatzverkehre für Reisende, Pendler und Radtouristen auf dem populären Alpe-Adria-Radweg eingerichtet.

Auch Gasteiner Bahnhöfe werden modernisiert
Neben der Sanierung der Tunnelinnenschale wegen regelmäßiger Wassereinbrüche, Bauarbeiten an den Tunnelportalen und einer Erneuerung der Sicherheitstechnik, werden die Bahnhöfe Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein modernisiert. Daneben laufen Arbeiten an Viadukten, Durchlässen und Lärmschutzwänden, auch die Lieserbrücke bei Spittal an der Drau wird erneuert.

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: ÖBB

Großräumige Umleitungen und Verzögerungen
Für die Dauer der Sperre werden Güterverkehr und Nachtzüge großräumig umgeleitet, für den Personenverkehr wird ein Ersatz mit Bussen eingerichtet. Ab 18. November fahren stündlich Busse zwischen Bischofshofen und Spittal an der Drau. Zwischenhalte gibt es dabei nicht. Das Gasteinertal bleibt für den Wintertourismus noch bis März 2025 vom Norden mit dem Zug erreichbar. Ab 3. März 2025 gibt es dann einen Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzach im Pongau und Bad Gastein. In Kärnten kommt es zu Fahrplanänderungen im Fern- und Nahverkehr, die Bahnstrecken zwischen Spittal und Lienz und zwischen Spittal und Mallnitz-Obervellach bleiben weiterhin in Betrieb.

Schwierigkeiten für zahlreiche Pendler
Zeitraubende Umwege bedeutet die Sperre vor allem für jene Berufspendler, die sonst durch die Tauernschleuse mit der Autoverladung zwischen Mallnitz und Böckstein fahren. Für sie wird ein Zusatzangebot mit Bussen von Mallnitz und Obervellach bis nach Bad Gastein eingeführt. Doch statt elf Minuten mit dem Zug sind Pendler dann fast drei Stunden unterwegs – pro Richtung. „Im Mölltal sind davon rund 70 Personen betroffen“, sagte der Mallnitzer Bürgermeister Günter Novak zur APA. „Viele arbeiten in Kuranstalten im Gasteinertal oder im Krankenhaus in Schwarzach. Da wurden Unterkünfte organisiert, damit die Hin- und Rückfahrt nur einmal die Woche notwendig ist.“ Andere würden auf Home-Office-Vereinbarungen oder geblockte Arbeitszeiten setzen – oder hätten Jobs in Kärnten gefunden.

30.000 Radfahrer pro Jahr hier auf dem Weg
In umgekehrter Richtung dürften vor allem Mitarbeiter von Schlägerungsunternehmen aus Salzburg betroffen sein, die Käferholz in Kärnten aufarbeiten. Schäden durch die Sperre befürchtet Novak für den Tourismus. Mallnitz liegt am beliebten Alpe-Adria-Radweg von Salzburg nach Grado, der besonders im Mai, Juni und Juli viele Gäste anzieht. Die ÖBB verzeichneten zuletzt über 30.000 Radfahrer das Jahr über die Tauernschleuse. Ab 11. April 2025 wird es darum ein Rad-Shuttle zwischen Mallnitz und Bad Gastein (10 Euro pro Strecke, max. 35 Räder) geben.
„Tatsache ist aber auch, dass an der Sanierung des Tunnels kein Weg vorbeiführt“, betonte Bürgermeister Novak. Mit der Eröffnung des Koralmtunnels im kommenden Jahr komme es auch zu einer verbesserten Anbindung von Mallnitz. Internationale Züge sollen dann stündlich halten.

Vollbetrieb ab 14. Juli 2025
Nach Abschluss der Arbeiten sollen ab 5. Juli wieder die Autozüge verkehren, ab 14. Juli startet der Vollbetrieb. Allerdings wird noch eine zweite Bauetappe voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 notwendig sein. Der Tunnel wird dann noch einmal für fünf Monate gesperrt.
18.11.2024, red, salzburg.ORF.at
ÖBB-Tauerntunnel acht Monate gesperrt
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#6
ÖBB Baustellenbesichtigung
Licht am Anfang der Tunnelbaustelle
Die Baustelle des ÖBB Tauerntunnels liegt nach einem Monat im Zeitplan. Mit schweren gerät wird das Mauerwerk saniert, damit kein Wasser mehr eintritt
Reportage

Das alte Mauerwerk im ÖBB Tauerntunnel wird mit Spritzbeton versiegelt, damit künftig kein Wasser mehr eintritt.
Stefanie Ruep

Helm, Gummistiefel und ein knalloranger kleiner Rucksack werden ausgehändigt. Für den Besuch der Baustelle des ÖBB-Tauerntunnels braucht es Sicherheitsausrüstung. Im Rucksack befindet sich eine Stollenleuchte zum Aufstecken auf den Helm und ein Deck, das ein Signal an die Bauleitung schickt, damit die wissen, wie viele Personen sich im Tunnel befinden. Ein rechteckiges Gerät, ein sogenannter Sauerstoffselbstretter, ist für den Ernstfall ebenfalls im Gepäck.

Projektleiterin der Baustelle Christiane Schiavinato führt eine Gruppe in das Nordportal des ÖBB-Tauerntunnels in Böckstein. Es ist der Eingang zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des europäischen Bahnnetzes. Doch der 115 Jahre alte Tunnel ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Deshalb ist das Nadelöhr seit Mitte November für die erste Bauetappe gesperrt. "Der Zeitplan ist sportlich, aber realistisch machbar", sagt Schiavinato. Sie ist zuversichtlich, dass die Wiedereröffnung am 14 Juli hält. Gearbeitet wird hier rund um die Uhr 24 Stunden jeden Tag im Schichtbetrieb. Nur zu Weihnachten gibt es drei Tage Pause, Silvester stehen die Bauarbeiten jedoch nicht still.


Die Mehrblattsäge fräst beim Baustelleneingang in Böckstein behutsam eine Schicht der alten Mauer ab.
Stefanie Ruep

Ein Hauptproblem, warum der Tunnel dringend saniert werden muss, war das Wasser, das es zeitweise durch das Mauerwerk drückt. "Je nach Jahreszeit kam es teilweise feucht, tropfend oder rinnend in den Tunnel hinein", sagt Schiavinato. Vor allem die Eisbildung im nördlichen Tunnelportal in Böckstein machte dem Bahnbetrieb immer wieder zu schaffen. Eiszapfen mussten immer wieder mit hohem Kosten- und Personalaufwand entfernt werden. Deshalb wird die Tunnelinnenschale erneuert. Doch nicht die komplette Tunnelröhre wird saniert, sondern nur jene Stellen, wo regelmäßig Wasser aus dem Berg tritt. "Bei Bereichen, die bis jetzt trocken waren, gehen wir davon aus, dass das weiter so bleiben wird", sagt Schiavinato. 89 Prozent vom Gewölbe würden gar nicht angerührt werden.

Mauerwerk wird abgetragen
Der Untergrund im Tunnel ist gatschig. Die Bahngleise sind auf den ersten 600 Metern des Tunnels entfernt worden, damit die Arbeiten hier mit radgebundenen Maschinen durchgeführt werden können, erklärt Baumanager Gerald Winkler. An der rechten Seite des Eingangs ist die Mehrblattsäge ohrenbetäubend im Einsatz. 14 knapp nebeneinander angeordnete Sägeblätter fräsen Rillen in die Tunnelwand, die dann ausgebrochen werden. Zwischen 15 und 30 Zentimeter werden so von dem zwischen 80 bis 150 Meter dicken Mauerwerk schonend abgetragen. Dafür mussten aufwendige Vorarbeiten geleistet werden: Denn in den Mauern stecken teilweise lange Metallanker, etwa von den Oberleitungsaufhängungen, erläutert Winkler. "Diese könnten die Sägen beschädigen und für Verzögerungen sorgen." Bisher sei das aber noch nicht geschehen.


Eine gelbe Kunststoffplane wird aufgezogen, dann folgt der Spritzbeton.
Stefanie Ruep

Ein paar Meter weiter ist das Mauerwerk der Innenschale bereits abgetragen. Dort ziehen zwei Arbeiter eine gelbe Kunststoffplane auf. Diese soll das Mauerwerk abdichten. De facto laufen hier im Tunnel mehrere Baustellen parallel. Pro Schicht sind rund 50 Arbeiter von verschiedenen Firmen im Einsatz. Etwas weiter im Tunnelinneren wird es wieder laut. Eine Betonspritzmaschine trägt den Spritzbeton auf.

Mit Lawinenkommission im Kontakt
Auch das Wetter ist ein wichtiger Einflussfaktor, damit die Bauarbeiten zeitgerecht fertiggestellt werden könne. "Wir sind auch mit der Lawinenschutzkommission in Kontakt", sagt Schiavinato. Denn sowohl der Tunnelportale in Böckstein als auch jener in Mallnitz sind Lawinenstriche. "Im Ernstfall müssten wir die Baustelleneinrichtung räumen", sagt Schiavinato, die dementsprechend auf wenig Schnee im Winter hofft.

2027 wird der Tunnel dann für die zweite Bauetappe noch einmal für fünf Monate gesperrt. Dann werden überwiegend Arbeiten im 1,6 Kilometer langen Südabschnitt bei Mallnitz gemacht. Das denkmalgeschützte Südportal des Tunnels werde fachgerecht restauriert, versichert Schiavinato. Nach der eingehenden Besichtigung des aktuellen Baufortschritts geht die Gruppe wieder in das Licht am Anfang des Tunnels und damit ins Freie. Immer wieder muss man am Mauerrand warten und zur Seite gehen. Denn viel Platz ist zwischen den Baumaschinen, die im Dauereinsatz sind, nicht. Bei den Baucontainern wird es wieder leiser. Der Sauerstoffselbstretter musste zum Glück nicht aus dem orangen Rucksack ausgepackt werden.
(Stefanie Ruep, 20.12.2024)
Licht am Anfang der Tunnelbaustelle
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#7
Tauern-Bahntunnel vor Wiedereröffnung
1751546602593.png

Es waren lange acht Monate Sperre für alle, die auf den Zug zwischen Klagenfurt und Salzburg angewiesen sind, und noch mehr für die Tagespendler zwischen dem Möll- und dem Gasteiner Tal. Jetzt wird der Tauern-Bahntunnel in Etappen wiedereröffnet. Ab Samstag werden Autos durchgeschleust, eine Woche später dann wieder Personenzüge.
Online seit heute, 12.19 Uhr
Teilen
Es sind finale Arbeiten, die am Donnerstag im Tauerntunnel laufen. Notausgangsschilder werden montiert, letzte Kabel angeschlossen und Installationen kontrolliert. Man sei froh, dass alles termingerecht fertig sei, sagte ÖBB-Projektleiterin Christiane Schiavinato: „Wir sind mit allen Beteiligten, mit der Baufirma, den Planern, der örtlichen Bauaufsicht und dem ÖBB-Team, wirklich sehr stolz auf diese Leistung.“

Sanierung als Mammutprojekt
Die Sanierung des 120 Jahre alten Tunnels war ein Mammutprojekt. „Wir haben das Gewölbe saniert, teilweise mit Abdeckungsfolien. Wir haben die Entwässerung im Tunnel erneuert, da ja die Wassereintritte ein großes Problem waren“, so Schiavinato. Neu sind auch Decken-Strom-Schienen statt Oberleitungen und eine betonierte feste Fahrbahn statt Schwellen und Gleisschotter. Alles, um Störungen zu reduzieren, hieß es. Die ÖBB investierten in den Tauerntunnel bisher etwa 110 Millionen Euro, 50 weitere folgen in der nächsten und letzten Bauetappe Anfang 2027, zusammen mit der nächsten Totalsperre für ein halbes Jahr. Der Tunnel sei „für die nächsten Jahrzehnte gut gerüstet“, so Schiavinato.

ORF
Im Tunnel werden die letzten Arbeiten erledigt

Lebensader zwischen Mölltal und Gastein
Die Pendler können es kaum erwarten, dass die Autoschleuse, ihre Lebensader zwischen Gastein und dem Mölltal, ab Samstag wieder fährt. Darunter auch Sonja Lackner: „Für mich persönlich ist es eine ungemeine Erleichterung für den Arbeitsweg.“ Sie muss jetzt nicht mehr mit dem Pendlerbus drei Stunden um die Berge herum fahren, sondern kommt mit der Autoschleuse direkt durch den Berg in etwa 15 Minuten ans Ziel: „Wobei ich sagen muss, das Pendelshuttle hat wirklich perfekt funktioniert. Ich bin den ganzen Winter kein einziges Mal mit dem Privat-Pkw gefahren“, so Lackner.

ORF
Ab Samstag werden wieder Autos durch den Tauernbahntunnel geschleust, am 14. Juli folgt der Fernverkehr

Auch die ÖBB bemerkten, dass das Shuttle gut angenommen wurde. „Wir haben in jedem Bus zwischen zehn und 20 Personen gehabt, speziell im Frühjahr, wo das Rad wieder Thema geworden ist, ist das sehr gut angenommen worden, und wir haben positive Rückmeldungen bekommen“, so ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner. Der direkte Weg durch die Tauern ist mit der Autoschleuse ab Samstag wieder möglich. Der Fernverkehr zwischen Kärnten und Salzburg rollt dann ab 14. Juli wieder.
03.07.2025, red, kaernten.ORF.at
Tauern-Bahntunnel vor Wiedereröffnung
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#8
ÖBB-Tauernschleuse ab Samstag wieder in Betrieb
1751547586312.png

Nach acht Monaten Sperre wegen Bau- und Sanierungsarbeiten: Ab Samstag können Autofahrer wieder die Tauernschleuse der ÖBB zwischen Bad Gastein (Pongau) und Mallnitz (Oberkärnten) benützen. Eine Woche später fahren wieder Personen- und Schnellzüge durch den mehr als acht Kilometer langen Tauerntunnel.
Online seit heute, 13.17 Uhr
Teilen
Damit wird auch der Weg für viele Pendler wieder frei, die zwischen dem Mölltal im Bezirk Spittal an der Drau und dem Gasteinertal unterwegs sind. Hier sind viele Kärntner im Tourismus beschäftigt. Während der Tunnelsperre übersiedelten viele nach Norden, um den weiten Umwegen zu entgehen, die dann nur im Autoverkehr über Felbertauern oder Tauernautobahn möglich waren.

Neue Sicherheitstechnik, Kampf gegen Wassereinbrüche
Der Tauerntunnel und die Scheitelstrecke der Tauernbahn sind mittlerweile 116 Jahre alt.
Die ÖBB haben neben anderen Innovationen auch in moderne Stromschienen investiert, die an der Tunneldecke montiert sind – mit einer Gesamtlänge von mehr als 16 Kilometern für beide Gleise. Diese fix verbauten Teile aus Metall brauchen weniger Wartungsarbeiten als normale Oberleitungsdrähte, wie sie auf allen Strecken unter freiem Himmel zum Einsatz kommen. Dazu kommt im gesamten Tunnel eine neue und umfangreiche Sicherheitstechnik für Passagiere und Bedienstete der Bahn – sollte es zu Notfällen kommen.

Hinweis
Die Fotos unserer Galerie stammen vom 25. Mai 2025 – von der Gasteiner Seite des Tauerntunnels, als einige abschließende Arbeiten noch liefen.

Fotostrecke
Gerald Lehner
Links im Kabelschacht wird deutlich, wie viel Elektrizität zur Versorgung der Systeme im Tunnel nötig ist – zusätzlich und unabhängig vom Betrieb der Lokomotiven
Gerald Lehner
Gerald Lehner
Die Übergänge von den Oberleitungsdrähten unter freiem Himmel zu den beiden Stromschienen im Tunnel waren hier – im Mai 2025 – noch nicht montiert
Gerald Lehner
Alle Kabelschächte im Tunnel noch offen
Gerald Lehner
Das alte Portal auf der Nordseite des Tauerntunnels von 1909 – mit Inschrift zu Ehren von Kaiser Franz Josef. Vor Jahrzehnten wurde hier sehr viel Erdreich abgegraben und die Einfahrt in den Berg weiter nach Süden verlegt (links hinten)
Gerald Lehner
Rückseite des alten Portals bei Böckstein. Dieses Abstellgleis mit Prellbock ist für den speziellen Rettungszug reserviert, der bei Notfällen oder Feuer im ÖBB-Tauerntunnel eingesetzt wird
Gerald Lehner
Abrissmaterial aus dem Tunnel, Abdeckungen von Kabelschächten, Teile des alten Gleisbettes und Abdichtungen
Gerald Lehner
Abbruchmaterial aus dem Tunnel
Gerald Lehner
Abbruchmaterial aus dem Tunnel
Gerald Lehner
Abbruchmaterial aus dem Tunnel
Gerald Lehner
Zur neuen Sicherheitstechnik gehört auch die entsprechende Beleuchtung auf mehr als acht Kilometern – nach 116 Jahren Dunkelheit, wenn gerade kein Zug kam

Gewölbe saniert
Nach mehr als hundert Jahren gab es immer mehr Wassereinbrüche in den Tiefen des Gebirges unter dem Tauernhauptkamm. Christiane Schiavinato ist Tiefbau-Ingenieurin und Projektleiterin bei der Tunnelsanierung: „Wir haben das Gewölbe saniert – teils mit Abdichtungsfolien. Und wir haben die Entwässerung im Tunnel erneuert, weil die Wasserzutritte ein großes Problem waren.“

Gleise auf unverwüstlichem Beton
ÖBB-Pressesprecher Robert Mosser sagte dem ORF, das Gleisbett für beide Schienenstränge im Tunnel bestehe auf der Gesamtlänge nun aus Beton, was die Haltbarkeit und Lebensdauer stark erhöhe – zudem seien überall Betonschwellen verbaut worden, wie es dem modernsten Stand der Technik entspreche.

Die ÖBB investierten in den Tauerntunnel bisher etwa 110 Millionen Euro, 50 weitere folgen in der nächsten und letzten Bauetappe ab Anfang 2027 – zusammen mit der nächsten Totalsperre für ein halbes Jahr. Der Tunnel sei dann „für die nächsten Jahrzehnte gut gerüstet“, so Projektleiterin Schiavinato.

Lawinen-Denkmal von 1909 wird gerettet
Nach einer Anfrage des ORF Salzburg haben sich die ÖBB nun auch bereit erklärt, auf Gasteiner Seite des Tunnels ein 116 Jahre altes Kunstwerk aus der Bau- und Pionierzeit restaurieren zu lassen und damit zu retten.

Gerald Lehner
Memorial für die Lawinentoten von 1909 an der Zufahrtsstraße zwischen Böckstein und der ÖBB-Tauernschleuse im Anlauftal

Es geht hier um dieses von Rost und Verfall angegriffene Denkmal im Jugendstil. Es erinnert an das größte Lawinenunglück der Eisenbahngeschichte mit 26 Toten im Jahr 1909 – hier mehr dazu...
Bernd Radler, Gerald Lehner - salzburg.ORF.at
ÖBB-Tauernschleuse ab Samstag wieder in Betrieb
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#9
ÖBB-Tauernbahntunnel wieder geöffnet
1752391662338.png

Ab Montag ist der Tauernbahntunnel der ÖBB zwischen Salzburg und Kärnten wieder für den gesamten Zugsverkehr geöffnet. Acht Monate lang musste die 115 Jahre alte Tauernschleuse von Mallnitz nach Böckstein generalsaniert werden. Die Sperre zwang vor allem die Pendler zu langen Ausweichrouten.
Online seit heute, 7.58 Uhr
Teilen
Vor allem die Berufspendler zwischen Salzburg und Kärnten mussten viel Geduld beweisen. Durch die monatelange Totalsperre seit November des Vorjahres mussten sie stundenlange Umwege in Kauf nehmen – mehr dazu in Tauernbahntunnel seit Montag gesperrt.

8,3 Kilometer langer Tunnel komplett saniert
Vor allem die regelmäßigen Wassereinbrüche machten die Tunnel-Innenschale brüchig. Daher musste das Gewölbe des 8,3 Kilometer langen Tunnels nun verstärkt und komplett saniert werden. Erneuert wurden aber auch die Schienen sowie Signal- und Sicherheitstechniken und der Tunnelfunk.

Der Auto- und Radtransport ist bereits seit einer Woche im Betrieb. Ab Montag wird wieder der gesamte Personen- und Güterverkehr durch den neuen Tauernbahntunnel rollen. Es war bisher die größte Sanierung seit Inbetriebnahme des Tunnels im Jahr 1909.

In eineinhalb Jahren neuerliche Sperre
Abgeschlossen sind die Bauarbeiten aber noch nicht. Ab Anfang 2027 soll es eine zweite Sanierungsetappe geben. Dann soll es wieder eine Tunnelsperre geben, diesmal fünf Monate lang. Die ÖBB investierten in den Tauernbahntunnel bisher etwa 110 Millionen Euro, 50 weitere folgen mit der Bauetappe Anfang 2027.
13.07.2025, red, kaernten.ORF.at
ÖBB-Tauernbahntunnel wieder geöffnet
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#10
2027
Zweite Bauetappe im Tauernbahntunnel
1777308596582.png


Im ersten Halbjahr 2027 findet die zweite Etappe der Sanierung des Tauerntunnels statt. Schon von November 2024 bis Juli 2025 war der Tunnel zwischen Mallnitz in Kärnten und Bad Gastein in Salzburg gesperrt. Die neuerliche Sperre dauert von 8. Februar bis 9. Juli 2027. Für die Fahrgäste gebe es Ersatzangebote, versichern die ÖBB.
Online seit heute, 12.13 Uhr
Teilen
In dem mehr als 100 Jahre alten Bahntunnel zwischen Mallnitz und Böckstein wurden Sanierungsarbeiten unbedingt notwendig. Schon während der ersten Sperre gab es für acht Monate einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. Statt der sonst nötigen 20 Minuten durch den Tunnel bedeutete das für Pendler eine Fahrzeit von drei Stunden. Für die fünfmonatige Sperre diesmal bieten die ÖBB einen stündlichen Ersatzverkehr an, hieß es in einer Aussendung. Die Autoschleuse Tauernbahn nimmt ihren Betrieb mit 10. Juli 2027 wieder auf.

ÖBB/Marktl PhotographyArbeiten im Tauerntunnel während der ersten Sperre

Tauernschleuse mit digitalisiertem Ticketverkauf
Die Vorbereitungsarbeiten starten bereits im Herbst 2026, sie bedeuten aber noch keine Einschränkungen für Fahrgäste. Mit der Modernisierung investieren die ÖBB in eine „leistungsfähige, sichere und zukunftsfitte Tauernachse“, heißt es in der Aussendung, immerhin sei die Tauernachse eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im österreichischen Bahnnetz.

Saniert wird diesmal der rund zwei Kilometer lange Südabschnitt des Tauerntunnels bei Mallnitz. Das Gewölbe wird saniert und die Ausrüstung des Tunnels auf den neuesten Stand gebracht. Auch die gesamte Infrastruktur für die Tauernschleuse wird aufgerüstet, Ticketkauf und Abfertigungsprozess werden digitalisiert.

ÖBB/Marktl Photography
Arbeiten im Tauerntunnel während der ersten Sperre

Ersatzangebote während der Sperre
Zwischen Bischofshofen und Spittal/Millstätter See werden während der Zeit der Sperre Direktbusse im stündlichen Takt verkehren, hieß es von den ÖBB. Für Reisende zwischen Salzburg und Bad Gastein wird zwischen Schwarzach-St. Veit und Bad Gastein ebenfalls ein stündlicher Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Auf der Strecke Mallnitz-Obervellach-Spittal-Millstätter See fahren Fernverkehrszüge im Zweistundentakt; zwischen Spittal/Millstätter See und Villach kommt es zeitweise zu Fahrplananpassungen. Der Nachtzugverkehr wird umgeleitet. Zusätzlich wird erneut ein bewährter Shuttle-Dienst für Pendlerinnen und Pendler sowie für Radfahrer angeboten, hieß es von den ÖBB. Jahreskarten der Autoschleuse gelten auch in diesen Shuttle Bussen.
27.04.2026, red, kaernten.ORF.at
Zweite Bauetappe im Tauernbahntunnel
 
Oben