Stunt: Wolfgangsee - Fallschirmspringer landet auf Tragfläche eines Flugzeuges

josef

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#1


Fallschirmspringer auf Tragfläche gelandet
Aus einem Flugzeug zu springen und kurz darauf auf der Tragfläche desselben Flugzeuges zu landen: Diesen Stunt hat jetzt ein Salzburger Extrem-Fallschirmspringer vollbracht. Eine logistische Herausforderung für den Springer ebenso wie für den Piloten.
Die Idee für diesen Sprung ist dem Salzburger Extremfallschirmspringer Paul Steiner schon vor Jahren gekommen. Die Umsetzung des Projektes hat sich aber gesträubt weil das passende Luftfahrzeug fehlte, nämlich ein Amphibienflugzeug mit möglichst großer Tragfläche.

Passendes Flugzeug zufällig in Salzburg zur Wartung
Plötzlich ging dann aber alles ganz schnell, denn vor drei Wochen landete eine „Grumman Albatross“ am Salzburg Airport um dort eine Wartung für die Sternmotoren durchzuführen. Die zehn Tonnen schwere, zweimotorige Maschine wurde in den 1950er Jahren hauptsächlich für die US Navy gebaut. Paul Steiner nutzte diese einmalige Gelegenheit und schlug der Crew den Fallschirmstunt vor.

Videos von einigen seiner bisherigen Fallschirmstunts halfen dabei die Crew zu überzeugen und schließlich konnte der Stunt durchgeführt werden: In 1.500 Metern über dem Wolfgangsee stieg der Fallschirmspringer aus dem Flugzeug aus. Daraufhin landete dieses möglichst schnell auf dem Wolfgangsee. Sekunden später setzte Paul Steiner mit seinem Fallschirm sanft auf der Tragfläche auf.
Bilder vom spektakulären Stunt:


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Publiziert am 11.07.2018
Fallschirmspringer auf Tragfläche gelandet
 
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Varga

Mann aus den Bergen
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#2
Als Absetzpilot von Fallschirmspringer, und Fallschirmspringer mit mehr als 3000 Sprüngen sage ich, das ist kein Stunt von einem Extremspringer. Das kann jeder etwas erfahrene Springer, auf dem Flügel vom gelandetem Absetzflugzeug zu landen.
Dazu eine Überschlagsrechnung:
.Gleitfallschirme sinken bei 100 % Vorwärtsfahrt (die mehr als 60 km/h betragen kann) mit etwa 5 m/s.
Die Albatross, ein fliegender Widerstand, kann sicher die dreifache Sinkrate erreichen, 15m/s.

Also: Nach dem Absetzen, 2000m über dem See, ist das Flugzeug nach 2min gelandet.
Der Springer, wenn er den Schirm gleich beim Aussteigen geöffnet hat, kann 6min in der Luft bleiben.
Genug Zeit für den Springer um auf dem Flügel zu landen.

Bei meiner Absetztätigkeit mit der Cessna 182 ist es so, dass ich nicht mit der max. Sinkrate sinken kann, sondern die min. Zylinderkopftemperatur von 330 Grad/F nicht unterschreiten darf, um den Motor zu schonen. (Vordere Zylinder zu kalt, hintere zu heiss) Trotzdem kommt es vor, dass ich früher am Boden bin, als die Springer.

Im Netz gibt es ein Video aus der Schweiz, wo vor 2 Jahren, Springer lm Freifall wieder in das Absetzflugzeug "eingestiegen" sind. Leider kann ich es nicht finden. Das war ein Stunt!

Gruss
Varga
 

Joa

Well-Known Member
#3
Als ich den Film davon zum ersten Mal in den Medien gesehen habe, dachte ich voerst, der Fallschirmspringer landet wieder auf der Tragfläche des "fliegenden" Flugzeuges, von dem er gestartet ist! Dem war dann aber nicht so! :)

Passierte zwar nicht in Österreich, ist aber ein Stunt der besonderen Art!
 
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