Trump droht weiteren Ländern...

josef

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#1
Neue Drohung
Trump will Kuba Ölhahn zudrehen
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Nach der Intervention in Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolas Maduro drängt US-Präsident Donald Trump den kommunistischen Karibikstaat Kuba zu einem Abkommen mit Washington. Er warnte am Sonntag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, der Inselstaat werde künftig kein Öl und kein Geld mehr aus Venezuela erhalten.
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Er empfehle Kuba dringend zum Einlenken, „bevor es zu spät ist“, wie Trump dazu schrieb. Worin genau die eingeforderte Vereinbarung bestehen sollte, ließ Trump allerdings offen. Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter von Venezuela.

Nach Einschätzung von Beobachtern sind auch zahlreiche kubanische Geheimdienstagenten in Venezuela im Einsatz. Soldaten und Geheimdienstler aus Kuba waren zudem für die persönliche Sicherheit von Maduro verantwortlich.
Bei dem US-Einsatz zu dessen Festnahme am 3. Jänner in der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurden nach Angaben der Regierung in Havanna 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet. Da Venezuela nun vom US-Militär beschützt werde, brauche das südamerikanische Land keine Sicherheitsdienstleistungen mehr aus Havanna, wie Trump dazu nun mitteilte.

Nicht erste Drohung
Es handelt sich nicht um die erste Drohung von Trump in Richtung Havanna. Bereits unmittelbar vor der US-Militäraktion in Venezuela sagte Trump, dass auch Kuba bald „fallen“ werde. Ein militärisches Eingreifen sei auf Kuba jedoch nicht nötig, befand Trump vor einer Woche. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen.

Trump hatte auf Truth Social unterdessen auch mehrere Beiträge repostet, in denen Nutzer auf einen möglichen, durch die USA herbeigeführten Regimewechsel auf Kuba hingefiebert hatten. In einem dieser Beiträge wurde scherzhaft angekündigt, US-Außenminister Marco Rubio – der Sohn kubanischer Einwanderer – werde Präsident von Kuba. „Klingt für mich gut!“, kommentierte Trump.

Kuba will sich nicht erpressen lassen
Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf den USA in Folge ein „kriminelles“ Verhalten vor, das „den Frieden und die Sicherheit nicht nur auf Kuba und in dieser Hemisphäre, sondern auf der ganzen Welt bedroht“.

Auf der Plattform X schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen und nicht militärischem Zwang unterwerfen. Er fügte hinzu, Kuba habe das Recht, Treibstoff aus jedem Land zu importieren, das bereit sei, diesen zu exportieren. In der Vergangenheit importierte Kuba den größten Teil seines Treibstoffs aus Venezuela und Mexiko.

Gleichzeitig wies Rodriguez Trumps Andeutungen, Kuba erhalte venezolanisches Öl im Tausch gegen die Dienste von Sicherheitskräften, strikt zurück: „Kuba erhält weder finanzielle noch materielle Vergütung für Sicherheitsdienstleistungen, die es für ein anderes Land erbringt, noch hat es das jemals getan.“

Nicht nur Öl aus Venezuela
Kuba steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Sieg der Revolution um Fidel Castro 1959. So gibt es unter anderem eine Knappheit bei Kraftstoff. Allerdings erhält Kuba auch Öl aus Russland und Mexiko, die Liefermengen aus Venezuela waren bereits in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer Unterstützung aus Venezuela könne die kommunistische Führung, die seit Castros Revolution von 1959 über Kuba herrscht, zwar erheblich erschweren, berichtete Reuters mit Verweis auf Angaben aus Geheimdienstkreisen. Trumps Einschätzung, wonach das Land kurz vor dem Zusammenbruch stehe, werde diesen Angaben zufolge allerdings nicht gänzlich geteilt.
11.01.2026, red. ORF.at/Agenturen
Neue Drohung: Trump will Kuba Ölhahn zudrehen
 

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#2
Inseln im Indischen Ozean sind die nächste Front im Kampf um Grönland
Trump attackiert die Übergabe der Chagos-Inseln durch Großbritannien an Mauritius, obwohl die US-britische Militärbasis auf Diego Garcia davon ausgenommen ist
Auf der Suche nach Gründen, warum die USA unbedingt Grönland besitzen müssen, hat Präsident Donald Trump am Dienstag eine neue Front eröffnet: Er greift die britische Regierung an, weil sie mit dem Inselstaat Mauritius die Übergabe der Chagos-Inselgruppe vereinbart hat. Ein Teil davon ist das Atoll Diego Garcia, auf dem die USA und das Vereinigte Königreich seit den 1960er-Jahren einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt betreiben.


Ein B-1B-Bomber der US-Luftwaffe hebt vom Flughafen auf Diego Garcia ab. Die strategisch wichtige Militärbasis bleibt 99 Jahre lang unter britischer Kontrolle.
AFP/DoD/HANDOUT

"Dass Großbritannien ein extrem wichtiges Stück Land verschenkt, ist ein Akt RIESIGER DUMMHEIT und ein weiterer in einer sehr langen Reihe von Gründen der nationalen Sicherheit, warum Grönland erworben werden muss", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die 60 Chagos-Inseln sind eines der letzten britischen Kolonialgebiete, die seit Jahrzehnten für große Kontroversen sorgen. Als Mauritius in den 1960er-Jahren die volle Unabhängigkeit erlangte, wurde die bis dahin gemeinsam verwaltete Inselgruppe wegen ihrer militärischen Bedeutung ausgegliedert und blieb eine Kolonie. Zwischen 1967 und 1973 wurde die gesamte Bevölkerung der Chagos-Inseln nach Großbritannien zwangsübersiedelt. Tausende kämpfen seither um ein Recht auf Rückkehr und erhalten dafür Unterstützung von prominenten Stimmen, etwa dem Völkerrechtler und Bestsellerautor Philip Sands, der 2023 mit dem Buch Die letzte Kolonie das Schicksal der Inseln und ihrer einstigen Bewohner thematisierte.


Die Chagos-Inseln liegen mitten im Indischen Ozean, mehr als 2000 Kilometer nördlich von Mauritius.
Google Maps

Im Oktober 2024 einigten sich Großbritannien und Mauritius auf die Übergabe der Chagos-Inseln, wobei vereinbart wurde, dass die Militärbasis auf Diego Garcia 99 Jahre lang unter britischer Kontrolle bleibt – für eine Pachtgebühr von 101 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) im Jahr. Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden stimmte der Vereinbarung damals zu. Am 22. Mai 2025 wurde der Vertrag unterzeichnet; die Trump-Regierung erhob auch keine Einwände. Bei einem Treffen mit Premier Keir Starmer kurz davor sagte Trump, der Deal "wird gut funktionieren." Völkerrechtlich ist die Übergabe erst nach der Ratifizierung durch beide Parlamente gültig.

Zwar sind die Chagos-Inseln mehr als 2000 Kilometer von Mauritius entfernt, aber die dortige Regierung rechtfertigt ihren Anspruch auf die engen sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen, die in der Kolonialzeit im 19. Jahrhundert entstanden. Dieser Anspruch wurde auch von der Uno bestätigt.

Kritik der Opposition
Trumps Kritik greift nun in die britische Innenpolitik ein. Zwar hatten die Verhandlungen unter den Konservativen begonnen, aber das Abkommen wurde von der Labour-Regierung unterzeichnet und wird seither von den Tories und der Reformpartei von Nigel Farage heftig kritisiert. Tory-Parteichefin Kemi Badenoch nannte die Übergabe am Dienstag "nicht nur einen 'Akt der Dummheit, sondern eine völlige Selbstsabotage". Aus Sicht der Labour-Regierung war die Vereinbarung für die nationale Sicherheit notwendig: Hätten Urteile des britischen Höchstgerichts die Aufgabe der Chagos-Inseln erzwungen, wäre womöglich auch Diego Garcia verloren gegangen.

Kritiker warnen allerdings von wachsendem chinesischem Einfluss auf Mauritius, einen mehrheitlich hinduistischen Inselstaat und ein beliebtes Ferienziel. Seit 2021 ist ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten in Kraft, mit dem die Investitionen aus China angekurbelt wurden. Allerdings wäre die starke US-Präsenz auf Diego Garcia ein massives Hindernis für jede militärische Initiative aus Peking.

Die USA können die Umsetzung der Vereinbarung nicht stoppen, aber den Druck auf London weiter erhöhen. Wegen des Streits um Grönland hat Trump den Briten bereits Strafzölle von zehn Prozent ab 1. Februar angedroht, nachdem die Briten im Vorjahr mit einem allgemeinen Zoll von zehn Prozent den besten Deal aller US-Handelspartner erhalten hatten. Der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, betonte allerdings in einer Rede vor dem britischen Parlament am Dienstag, dass die "besondere Beziehung" zwischen den USA und Großbritannien nicht gefährdet sei.
(Eric Frey, 20.1.2026)
Inseln im Indischen Ozean sind die nächste Front im Kampf um Grönland
 

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#3
USA vs. Kuba
Wer ist der Nächste? Kuba im Würgegriff von US-Präsident Trump
Die US-Regierung will die Energieversorgung blockieren und so das sozialistische Regime stürzen. Ob das venezolanische Drehbuch auch in Kuba funktioniert, ist unklar

Vor der US-Botschaft in Havanna weht meistens demonstrativ die kubanische Flagge.
AFP/ADALBERTO ROQUE

Havanna – eine Stadt zwischen Belagerungszustand und Erschöpfung: "Schlangen vor den Märkten, um Lebensmittel zu kaufen, Schlangen vor den Apotheken, den Bäckereien, den Tankstellen", beschreibt der Schriftsteller Leonardo Paduro über die kubanische Hauptstadt. Hinzu kommen Stromausfälle, die in der Provinz manchmal tagelang dauern – während das wenige Essen im Kühlschrank verdirbt und viele Wohnungen ohne Wasser sind. Und nun auch noch Donald Trump: Ermuntert durch die Militäroperation in Venezuela, hat der US-Präsident nun die Insel ins Visier genommen. Kuba wird bald fallen, zeigte er sich kürzlich optimistisch.

Am 29. Jänner unterzeichnete Trump eine Verordnung, die allen Ländern mit Strafzöllen droht, die Öl an Kuba "verkaufen oder liefern". Washington rechtfertigte diesen Schritt mit Havannas Unterstützung für "feindliche Länder" und Maßnahmen, die angeblich die nationale Sicherheit und die außenpolitischen Interessen der USA bedrohen. Trump zielt damit auf die größte Schwachstelle des Landes: Dessen Energieversorgung, die stark von Ölimporten abhängt.

Der karibische Einparteienstaat produziert nur etwas mehr als ein Drittel seines täglichen Bedarfs von rund 110.000 Barrel selbst. Ein weiteres Drittel kam bis vor kurzem vom sozialistischen Bruderland Venezuela – doch das war einmal. Das restliche Drittel deckten Russland und Mexiko ab, ab und zu sprang mal ein anderes ölproduzierendes Land aus Afrika oder Asien ein. Genau auf diese Drittstaaten zielen Trumps Strafzölle.


"Piraterie", "Seeblockade"
Die USA verschärfen damit ihren Druck: Schon in den vergangenen Monaten enterten US-Spezialkräfte in der Karibik mehrere in Venezuela beladene Öltanker und begründeten dies mit der Verletzung von Sanktionen. Kuba sprach von "internationaler Piraterie" und von einer völkerrechtswidrigen "Seeblockade".

Es ist nicht das erste Mal, dass die USA Drittstaaten bestrafen, die mit Kuba Geschäfte machen. In den 1990er Jahren wurde etwa das Helms-Burton-Gesetz erlassen, das es US-Bürgern erlaubte, Klagen gegen ausländische Firmen anzustrengen, die enteignetes US-Eigentum in Kuba nutzen. Geschäftsvertretern dieser Firmen konnte die Einreise in die USA verboten werden.

Dagegen hatte Kuba Mittel gefunden – unter anderem wurde mit Hilfe anderer internationaler Paria-Staaten wie des Iran und ideologischer Verbündeter wie Russland und China ein verflochtenes Netzwerk einer Schattenwirtschaft geschaffen.

Düstere Aussichten
Diesmal aber sind die Aussichten düster. Die vorhandenen Vorräte reichen Experten zufolge maximal 20 Tage. Danach dürfte in weiten Teilen der Insel der Strom dauerhaft abgedreht werden. Damit liegen Industrie und öffentlicher Nahverkehr still, selbst essenzielle Dienstleistungen wie Spitäler und die Lebensmittelversorgung sind gefährdet.

"Das ist der Zusammenbruch der kubanischen Wirtschaft", warnte Jorge Piñón von der Universität Texas. Für die kubanische Führung kommt die Verschärfung des Embargos in einem miserablen Moment. Präsident Miguel Diaz-Canel gilt als grauer Apparatschik ohne Rückhalt in einer Bevölkerung, die immer häufiger auf die Straße geht und protestiert – trotz des repressiven Polizeistaats.

Die verbleibenden Verbündeten Kubas haben bisher nur begrenzte Hilfe angeboten, und weder Peking noch Moskau scheinen willig zu sein, ein Land zu unterstützen, das sich reformunwillig gezeigt hat und dessen Wirtschaft strukturell ein Verlustgeschäft ist.

"Harte Nuss"
Verhaltener Druck kommt nun sogar von kubanischen Intellektuellen. Kürzlich veröffentlichte die gemeinnützige Organisation La Joven Cuba ein Video mit kubanischen Experten, die die Regierung auffordern, grundlegende sozioökonomische und institutionelle Reformen anzugehen.

Die kubanische Nomenklatura widersteht jedoch seit 60 Jahren derartigen Forderungen; Politiker, die als zu reformwillig galten, wurden von der Partei stets aussortiert. Krisen pflegte das Regime auszusitzen und der Bevölkerung die Härten aufzubürden. Kubakenner warnen, dass Trump seine Möglichkeiten überschätzen könnte – ähnlich wie gerade erst im Iran. Ricardo Zuniga, Kuba-Berater des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, sagte, Kubas Führung sei "eine viel härtere Nuss" als jene Venezuelas.

Doch offenbar setzt die US-Regierung auf ein ähnliches Drehbuch. Nach Angaben des Wall Street Journal versucht das Weiße Haus, Personen innerhalb des Regimes auszumachen, die unter Druck mit den USA zusammenarbeiten würden. Spekuliert wird darüber, dass es sich dabei um Angehörige der Armee handeln könnte. Denn diese ist mittlerweile der eigentliche Machtfaktor.

Geldreserven, Privilegien
Der Militärkonzern GAESA kontrolliert rund 70 Prozent der Wirtschaft. Das Konglomerat besitzt laut Finanzberichten, die 2024 der Zeitung Miami Herald zugespielt wurden, Reserven von 18 Milliarden US-Dollar, die dem Machterhalt einer kleinen Elite dienen. Und diese dürfte nur dann zu "Deals" willens sein, wenn ihre Privilegien respektiert werden.

Nach Auffassung des Historikers Luis Fernández-Martínez von der Universität von Florida dürfte das Militär bei einem Machtwechsel die zentrale Rolle spielen. "Es könnte sehr wohl zur Oligarchie eines postkommunistischen Szenarios werden, ähnlich wie es in Russland geschehen ist", schreibt er.
(Mariana Schütz, 3.2.2026)
Wer ist der Nächste? Kuba im Würgegriff von US-Präsident Trump
 

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#4
Nach Venezuela und Iran
USA nehmen Kuba stärker ins Visier
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Die USA haben Kuba schon länger im Visier, am Wochenende scheint sich der Fokus auf den Karibik-Staat aber noch einmal verschärft zu haben: US-Präsident Donald Trump drohte mit dem Ende des kommunistischen Regimes, sobald der Konflikt im Iran beendet sei. Während Beobachter bereits Parallelen zu Venezuela ziehen, mehren sich Berichte über das Leid in der kubanischen Bevölkerung.
Online seit gestern 09.03.2026, 21.06 Uhr
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Seit Wochen wiederholt Trump, die kommunistische Regierung in Kuba stehe kurz vor dem Ende. Am Wochenende fand er bei einem Gipfeltreffen („Schild Amerikas“) mit Staats- und Regierungsspitzen konservativer lateinamerikanischer Länder besonders harsche Worte: „Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens.“

Und weiter: „Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl. Sie haben eine schlechte Philosophie, sie haben ein schlechtes Regime, das schon seit langer Zeit schlecht ist.“ Und: „Ich werde mich um Kuba kümmern“, sagte Trump vor den Teilnehmern und kündigte „große Veränderungen“ an.

Reuters/Kevin Lamarque
„Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens“, sagte Trump vor lateinamerikanischen Staats- und Regierungsspitzen

Trump will sich zuerst um Iran, dann um Kuba kümmern
Zudem sagte Trump, es gebe Verhandlungen zwischen seinem Land und Kuba, an denen sowohl er selbst als auch US-Außenminister Marco Rubio beteiligt seien. Trump behauptete zudem, dass Havanna ein Abkommen wolle. Aus Kuba gibt es keine Stellungnahme. Unklar ist zudem, mit wem genau die US-Regierung in Kuba im Kontakt steht und was Washington konkret anstrebt.

Zuvor hatte Trump erklärt, bevor er sich mit Kuba befasse, jedenfalls noch den Konflikt im Iran abschließen zu wollen. Doch: „Kuba wird sehr bald fallen.“ Ebenfalls hat Trump in der Vergangenheit eine „friedliche Übernahme“ Kubas angekündigt.

Spannungen verschärft
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt. Unter Trump übt Washington nun erhöhten Druck aus. Seit dem völkerrechtswidrig erzwungenem Machtwechsel und der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang Jänner bei einem US-Militäreinsatz haben sich die Spannungen zwischen Havanna und Washington noch einmal verschärft.

Trump ließ Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden, um die kommunistische Führung auf der Insel wirtschaftlich unter Druck zu setzen und damit den Druck für einen politischen Wandel in Kuba zu erhöhen. Venezuela war der wichtigste Öllieferant für Kuba. Auch Staaten, die Erdöl an den Karibik-Staat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen, woraufhin etwa Mexiko seine Ölexporte einstellte. Später kündigte das US-Finanzministerium eine Lockerung der Beschränkungen aus humanitären Gründen an.

Reuters/Norlys Perez
Bereits in der Vergangenheit hatte Kuba mit großflächigen Stromausfällen zu kämpfen – seit der US-Ölblockade hat sich die Situation verschlimmert

Länder kündigen Verträge mit Kuba
Doch nicht nur in Kuba selbst, sondern auch in anderen lateinamerikanischen Ländern üben die USA Druck aus: Im Mittelpunkt stehen dabei die Gesundheitskooperationen mit dem karibischen Inselstaat. Schließlich würden kubanische Ärzte und Ärztinnen, die im Ausland arbeiten, der Regierung doch Summen in Milliardenhöhe einbringen, so die Argumentation der US-Regierung.

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Kubanische Ärzte und Pflegekräfte sind in rund 60 Ländern im Einsatz, oft in abgelegenen Regionen. Viele Länder Lateinamerikas und auch Afrikas sind darauf angewiesen. Medienberichten zufolge hätten auf Drängen der USA bereits Venezuela, Paraguay, Guyana, Guatemala, Honduras und zuletzt Jamaika ihre Verträge mit dem medizinischen Personal gekündigt. Zuletzt kritisierten die USA sogar den Einsatz kubanischen Ärztepersonals in Italien – jedoch bisher erfolglos.

„Modell Venezuela“
Einem am Freitag veröffentlichten Artikel der „Washington Post“ („WP“) zufolge, prüfe eine Arbeitsgruppe im US-Justizministerium zudem Strafverfahren gegen kubanische Regierungsvertreter und Regierungsorganisationen. „Die Bildung der Gruppe könnte ein bedeutender Schritt im öffentlichen Bestreben der Trump-Regierung sein, das Regime in Kuba zu stürzen“, heißt es dort.

Auch das Finanzministerium solle in die Arbeitsgruppe eingebunden sein, was Hinweis auf weitere Sanktionen gegen Kuba geben könnte. Laut „Washington Post“ könnte der Schritt zur Strafverfolgung teilweise dem Modell folgen, das die Regierung bei Maduro in Venezuela anwandte. Maduro wurde bereits 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt und im Jänner festgenommen und nach New York gebracht, wo er sich vor Gericht verantworten muss.

APA/AFP/Yamil Lage
Kuba durchlebt die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten

Ölblockade facht Wirtschaftskrise an
Vor allem die Ölblockade fachte Kubas ohnehin schon schwere Wirtschaftskrise zusätzlich an. Sollten die USA die Lieferungen von Öl aus Venezuela dauerhaft unterbinden, könnte die kubanische Wirtschaft vollends zusammenbrechen. Da Kuba zur Stromversorgung auf Öl angewiesen ist, kommt es zudem noch häufiger zu großen und manchmal sogar tagelangen Stromausfällen. Laut einem Bericht der Nachrichtenplattform Infobae etwa erst am Wochenende in weiten Teilen Kubas.

Umfassende Energiesparmaßnahmen
Weil die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert.

Die „Zeit“ schrieb am Samstag dazu: Um Kuba am Laufen zu halten, brauche es Benzin, Diesel und Kerosin. „Ohne diese Treibstoffe kommen die Kubaner nicht mehr mit Bussen zur Arbeit, Traktoren können auf den Feldern keine Lebensmittel ernten, Lastwagen verteilen keine Nahrung mehr.“ Wenn die Treibstoffe endgültig versiegen, drohe Kuba eine humanitäre Katastrophe.

„Wir leben, aber ich weiß nicht wie“
Zu den ständigen Stromausfällen sowie der Lebensmittelknappheit macht der Bevölkerung auch ein Engpass an Medikamenten sowie eine hohe Inflation zu schaffen. Die „Zeit“ zitierte hier Zahlen des Kubanischen Beobachtungszentrums für Menschenrechte, wonach neun von zehn kubanischen Familien in extremer Armut leben würden. Menschen würden mittlerweile im Müll Essbares suchen. Eine Pensionistin aus Havanna sagte gegenüber FM4: „In Kuba ist es jeden Tag schlimmer. Viel Unglück, die Straßen sind voller Müll, die Stromausfälle. Alles ist dunkel, still, viel Traurigkeit. Es fehlen viele Medikamente, viele Nahrungsmittel. Viel Not. Wir leben, aber ich weiß nicht wie“ – mehr dazu in FM4.ORF.at.

Angst vor US-Angriff
Zudem herrsche unter den Kubanerinnen und Kubanern große Angst vor einem Angriff der USA: „Wir wissen längst, dass Trump ein Irrer ist, der Gott spielen will. Er trägt seine Konfrontation mit dem Regime auf unserem Rücken aus. Ihm sind die Kubaner egal“, sagte ein Bewohner von Havanna gegenüber der „Zeit“. Zwar wünsche man sich in Kuba einen Wandel, „aber nicht um jeden Preis“.

Anders sieht das ein anderer Kubaner. Gegenüber CNN sagte er am Wochenende: „Lasst die Amerikaner kommen, lasst Trump kommen, es ist Zeit, dass wir es hinter uns bringen.“ Denn: „Wir können das nicht mehr ertragen. Die Menschen können ihre Familien nicht mehr ernähren.“

10.03.2026, sita, ORF.at/Agenturen

Nach Venezuela und Iran: USA nehmen Kuba stärker ins Visier
 

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#6
Trump erhöht Druck
Totaler Stromausfall in Kuba
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Auf der kommunistisch regierten Insel Kuba mit rund zehn Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen gibt es seit Montag einen totalen Stromausfall. Ursache sei ein „vollständiger Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes“, teilte die kubanische Energiebehörde mit. Zugleich verschärfte US-Präsident Donald Trump den Druck auf das Land. Er deutete eine mögliche „Übernahme“ Kubas an.
Online seit heute, 8.19 Uhr
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Der neuerliche Stromausfall reiht sich in eine lange Reihe ein. Von einem Blackout vor knapp zwei Wochen waren etwa zwei Drittel des Landes betroffen. Man bemühe sich, die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen, hieß es von Kubas Netzbetreiber UNE. Die Insel ist stark auf importierten Treibstoff angewiesen. Etwa die Hälfte des Ölbedarfs wurde von Venezuela gedeckt, diese Lieferungen wurden aber seit der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA Anfang des Jahres ausgesetzt. Damit brach nicht nur ein wichtiger Öllieferant, sondern auch ein bedeutender Unterstützer Kubas weg.

Verschärft hat sich die Situation durch eine US-Ölblockade. Die USA fingen einige für Kuba bestimmte Öllieferungen ab und drohten allen Ländern, die Öl an Kuba verkaufen, mit Zöllen. Nach Angaben des kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel kamen in den vergangenen drei Monaten keine Öllieferungen nach Kuba, berichtete die BBC. Durch den Rückgang der Diesel- und Heizölreserven wurde das Stromnetz zunehmend „instabil“, sagte der Präsident bereits vergangene Woche. Auch die Infrastruktur befindet sich in einem schlechten Zustand. Kraftwerke müssen immer wieder vom Netz genommen und notdürftig repariert werden.

APA/AFP/Yamil Lage
Kuba kämpft mit einer enormen Energieknappheit

Proteste nehmen zu
Die häufigen Stromausfälle lösten inzwischen immer häufiger Proteste aus. Viele schlagen vor allem bei Stromausfällen als Zeichen ihrer Unzufriedenheit nachts zu Hause oder auf der Straße laut auf Töpfe. Laut der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation Cubalex erhöhte sich die Zahl von Protestaktionen von rund 30 im Jänner auf 130 in der ersten März-Hälfte, berichtete das „Wall Street Journal“ („WSJ“). Die Proteste blieben bisher friedlich.

Am Freitag wurde am Rande einer Demonstration wegen hoher Lebensmittelpreise und anhaltender Stromausfälle das Gebäude der Kommunistischen Partei in Moron gestürmt. Im Internet verbreitete Videos zeigten, wie Akten, Computer und Möbel auf die Straße geschleppt und in Brand gesetzt wurden. Präsident Diaz-Canel verurteilte am Wochenende die Ausschreitungen, gestand aber in einem seltenen Schritt ein, dass es Unzufriedenheit in der Bevölkerung gebe. Fünf Menschen wurden verhaftet.

Misswirtschaft, Korruption und ein jahrzehntelanges Handelsembargo der USA haben das autoritär regierte Land an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht. Zu den USA sind die Beziehungen seit Jahrzehnten angespannt. Unter Trump wurde der Druck stärker. Seit dem völkerrechtswidrig erzwungenen Machtwechsel in Venezuela verschärften sich die Spannungen weiter.

Trump: „Kann alles damit machen, was ich will“
Trump nützt die wirtschaftliche Schwäche des Landes. Er glaube, dass er „die Ehre haben werde“, Kuba „in irgendeiner Form zu übernehmen“ oder zu „befreien“, sagte Trump während des landesweiten Stromausfalls in Kuba vor Journalistinnen und Journalisten im Weißen Haus: „Ich kann alles damit machen, was ich will.“ Details nannte er nicht. Kuba sei eine „wunderschöne Insel“, es sei aber auch ein gescheiterter Staat: „Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts.“ Vergangene Woche hatte er von einer „freundlichen Übernahme“ gesprochen.
Zugleich bestätigten beide Seiten, dass es zwischen den USA und Kuba formelle Gespräche gebe. Diaz-Canel teilte vergangene Woche mit, dass seine Regierung am Beginn von Gesprächen mit der Trump-Regierung sei, um Lösungen für „bilaterale Differenzen“ zu finden. Zuvor hatte die kubanische Regierung offizielle Treffen dementiert.

APA/AFP/Juan Barreto (Archivbild)
Laut „NYT“-Bericht haben die USA die Absetzung des kubanischen Präsidenten Diaz-Canel zum Ziel

Bericht: USA planen Absetzung des Präsidenten
Nach Trumps neuerlichen Drohungen am Montag berichtete die „New York Times“ („NYT“), dass die Absetzung des kubanischen Präsidenten ein zentrales US-Ziel bei den Gesprächen sei. Vier mit den Verhandlungen vertraute Personen hätten der Zeitung zufolge bestätigt, dass die Amerikaner kubanischen Unterhändlern signalisiert hätten, Diaz-Canel müsse gehen. Der kommunistischen Regierung solle jedoch ermöglicht werden, an der Macht zu bleiben.

In einem NBC-Interview, das am Montag gezeigt wurde, zeigte sich der kubanische Außenhandelsminister Oscar Perez-Oliva indessen bereit, kubanischstämmigen Unternehmern in den USA geschäftliche Aktivitäten in Kuba zu erlauben. Kuba sei zu Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen sowie mit „in den USA lebenden Kubanern und ihren Nachkommen“ bereit. Es sollen kleine wie große Investitionen erlaubt sein. Kuba ist mit einem Großteil der kubanischen Gemeinde in den USA verfeindet. Durch das seit 1962 anhaltende US-Wirtschaftsembargo sind US-Investitionen in Kuba bisher weitgehend verboten.
17.03.2026, red, ORF.at/Agenturen

Trump erhöht Druck: Totaler Stromausfall in Kuba
 

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#7
Trump spricht von "Übernahme" Kubas
Der US-Präsident bezeichnete Kuba als "gescheiterten Staat". Er glaube, dass er die Ehre haben werde, das Land in irgendeiner Form zu übernehmen

"Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land", sagte US-Präsident Donald Trump über Kuba.
EPA/AARON SCHWARTZ / POOL

Washington – US-Präsident Donald Trump hat unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und Kuba eine "Übernahme" des sozialistischen Landes angedeutet. Er glaube, dass er die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen, sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus und erläuterte weiter: in irgendeiner Form – ob er das Land befreie oder übernehme. Er könnte mit dem Land alles machen, was er wolle. Konkreter wurde Trump nicht.

Der US-Präsident sagte über Kuba: "Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land." Und: "Es ist eine wunderschöne Insel."

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel steht unter erhöhtem Druck aus Washington. Trump hatte Kubas Zugang zu Öl durch eine Blockade und Zolldrohungen gegen Öllieferanten weitgehend gestoppt.

Angespannte Beziehungen
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt. Unter Trump übte die US-Regierung erhöhten Druck aus – besonders nach dem Coup der USA in Venezuela, dort wurde im Jänner der autoritäre Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Damit brach einer der wichtigsten Unterstützer Kubas weg. Venezuela hatte Kuba vor allem mit Öl beliefert.

Kuba und die USA führen zugleich miteinander formelle Gespräche, wie beide Seiten bestätigten. Kürzlich hatte Trump gesagt: "Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen."
(APA, 17.3.2026)

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