Skynet lässt grüßen
US-Verteidigungsministerium will die KI Waffen entwickeln lassen
Die Technologie soll auch bei Einsatzplanung, Logistik, Personalwesen und Cyberoperationen eingesetzt werden. Ob die Pläne den Amtsantritt Trumps überleben, ist fraglich
Eine KI-gesteuerte F-16 bestritt einen erfolgreichen Luftkampf. Die menschlichen Piloten sind nur Aufsichtspersonal. Die US-Streitkräfte wollen die Technologie nun in allen Bereichen der Streitkräfte integrieren.
US Air Force
Autonome Kriegsschiffe, KI-gesteuerte Drohnen, die ihre Ziele im Schwarm angreifen, Roboter-Kampfjets, die erfolgreich Luftkämpfe gegen menschliche Piloten bestreiten: Geht es um die Entwicklung neuer Waffen, führt kein Weg an Künstlicher Intelligenz vorbei.
Das Verteidigungsministerium will generative KI jetzt noch tiefer in die Streitkräfte integrieren. Die Technologie soll Probleme lösen, von denen Armeen seit jeher geplagt werden: Nachschub und Logistik sollen dank neuer Software deutlich effizienter laufen. Das ist aber noch längst nicht das Ende der KI-Pläne des Department of Defense.
Allumfassender KI-Einsatz
Wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde, wird das US-Verteidigungsministerium eine mit 100 Millionen Dollar ausgestattete Abteilung für den schnellen Einsatz von KI-Fähigkeiten schaffen. Die Aufgabe dieser Gruppe: Sie soll die Einführung der nächsten Generation generativer Künstlicher Intelligenz im Verteidigungsministerium beschleunigen. Die Zelle wird vom Chief Digital and Artificial Intelligence Office (CDAO) und der Defense Innovation Unit (DIU) des Ministeriums geleitet.
Im Vorjahr hat das US-Verteidigungsministerium eine eigene Taskforce gegründet, die den Einsatz von generativer KI bei den Streitkräften prüfen sollte. Die nun erfolgte Ankündigung einer eigenen KI-Abteilung ist das Ergebnis dieser Arbeit.
Künstliche Intelligenz soll künftig in der Einsatzplanung, der Einsatzunterstützung, in der Logistik, nachrichtendienstlicher Aufklärung und Cyberoperationen eingesetzt werden. Außerdem soll die KI selbst Waffen entwickeln und bei deren Erprobung helfen. Die Technologie soll auch auf wirtschaftlicher Seite eingesetzt werden und etwa im Finanzmanagement und im Beschaffungswesen eine Rolle spielen. Auch das Personalwesen und das Gesundheitswesen werden als Einsatzgebiete genannt.
Widersprüche
Außerdem werde man sich künftig Gedanken über die Geschwindigkeit der Softwareentwicklung machen müssen, meint der Leiter der DIU, Doug Beck, in einer Aussendung des US-Verteidigungsministeriums. Sprich: Die Entwicklung muss schneller und zuverlässiger vonstattengehen.
Dieser allumfassende Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei den Streitkräften widerspricht eigentlich der von den USA mitunerzeichneten internationalen Erklärung über den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Militär. Die Erklärung wurde von der Biden-Regierung eigentlich unterstützt. NGOs und Forscher haben vor dem überhasteten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kriegsführung und seinen globalen Auswirkungen gewarnt, wie Mashable berichtet.
Der KI-Zar
Erst im November hat das Weiße Haus eine Verordnung angekündigt, die neue Sicherheitsstandards für den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei US-Ministerien vorschreibt. Kurz darauf wurde auch die Schaffung eines eigenen KI-Sicherheitsinstituts angekündigt.
Über dem weitreichenden KI-Einsatz steht die Frage, ob die Pläne den Amtsantritt von Donald Trump überleben werden. Trump hat angekündigt, einen "KI-Zaren" zu ernennen. Als Kandidat mit den besten Chancen gilt Shyam Shankir, der Chief Technology Officer des von Peter Thiel gegründeten Softwareunternehmens Palantir. Shankir hat sich in der Vergangenheit für den raschen KI-Einsatz bei den Streitkräften ausgesprochen.
(pez, 13.12.2024)
US-Verteidigungsministerium will die KI Waffen entwickeln lassen
US-Verteidigungsministerium will die KI Waffen entwickeln lassen
Die Technologie soll auch bei Einsatzplanung, Logistik, Personalwesen und Cyberoperationen eingesetzt werden. Ob die Pläne den Amtsantritt Trumps überleben, ist fraglich
Eine KI-gesteuerte F-16 bestritt einen erfolgreichen Luftkampf. Die menschlichen Piloten sind nur Aufsichtspersonal. Die US-Streitkräfte wollen die Technologie nun in allen Bereichen der Streitkräfte integrieren.
US Air Force
Autonome Kriegsschiffe, KI-gesteuerte Drohnen, die ihre Ziele im Schwarm angreifen, Roboter-Kampfjets, die erfolgreich Luftkämpfe gegen menschliche Piloten bestreiten: Geht es um die Entwicklung neuer Waffen, führt kein Weg an Künstlicher Intelligenz vorbei.
Das Verteidigungsministerium will generative KI jetzt noch tiefer in die Streitkräfte integrieren. Die Technologie soll Probleme lösen, von denen Armeen seit jeher geplagt werden: Nachschub und Logistik sollen dank neuer Software deutlich effizienter laufen. Das ist aber noch längst nicht das Ende der KI-Pläne des Department of Defense.
Allumfassender KI-Einsatz
Wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde, wird das US-Verteidigungsministerium eine mit 100 Millionen Dollar ausgestattete Abteilung für den schnellen Einsatz von KI-Fähigkeiten schaffen. Die Aufgabe dieser Gruppe: Sie soll die Einführung der nächsten Generation generativer Künstlicher Intelligenz im Verteidigungsministerium beschleunigen. Die Zelle wird vom Chief Digital and Artificial Intelligence Office (CDAO) und der Defense Innovation Unit (DIU) des Ministeriums geleitet.
Im Vorjahr hat das US-Verteidigungsministerium eine eigene Taskforce gegründet, die den Einsatz von generativer KI bei den Streitkräften prüfen sollte. Die nun erfolgte Ankündigung einer eigenen KI-Abteilung ist das Ergebnis dieser Arbeit.
Künstliche Intelligenz soll künftig in der Einsatzplanung, der Einsatzunterstützung, in der Logistik, nachrichtendienstlicher Aufklärung und Cyberoperationen eingesetzt werden. Außerdem soll die KI selbst Waffen entwickeln und bei deren Erprobung helfen. Die Technologie soll auch auf wirtschaftlicher Seite eingesetzt werden und etwa im Finanzmanagement und im Beschaffungswesen eine Rolle spielen. Auch das Personalwesen und das Gesundheitswesen werden als Einsatzgebiete genannt.
Widersprüche
Außerdem werde man sich künftig Gedanken über die Geschwindigkeit der Softwareentwicklung machen müssen, meint der Leiter der DIU, Doug Beck, in einer Aussendung des US-Verteidigungsministeriums. Sprich: Die Entwicklung muss schneller und zuverlässiger vonstattengehen.
Dieser allumfassende Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei den Streitkräften widerspricht eigentlich der von den USA mitunerzeichneten internationalen Erklärung über den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Militär. Die Erklärung wurde von der Biden-Regierung eigentlich unterstützt. NGOs und Forscher haben vor dem überhasteten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kriegsführung und seinen globalen Auswirkungen gewarnt, wie Mashable berichtet.
Der KI-Zar
Erst im November hat das Weiße Haus eine Verordnung angekündigt, die neue Sicherheitsstandards für den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei US-Ministerien vorschreibt. Kurz darauf wurde auch die Schaffung eines eigenen KI-Sicherheitsinstituts angekündigt.
Über dem weitreichenden KI-Einsatz steht die Frage, ob die Pläne den Amtsantritt von Donald Trump überleben werden. Trump hat angekündigt, einen "KI-Zaren" zu ernennen. Als Kandidat mit den besten Chancen gilt Shyam Shankir, der Chief Technology Officer des von Peter Thiel gegründeten Softwareunternehmens Palantir. Shankir hat sich in der Vergangenheit für den raschen KI-Einsatz bei den Streitkräften ausgesprochen.
(pez, 13.12.2024)