Luftangriffe Israels und der USA gegen iranische Ziele bzw. Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
Liveticker 07.03.2026 - Teil 2:
Simone Leonhartsberger (Text), Akos Heves (Bild), Michaela Pichler (Lektorat), alle ORF.at
Trotz Entschuldigung weiter Angriffe auf Golfstaaten
Liveticker 07.03.2026 - Teil 2:
Trotz Entschuldigung weiter Angriffe auf Golfstaaten
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich in einer Rede am Samstag bei seinen Nachbarstaaten entschuldigt und angekündigt, die Angriffe einzuschränken, sofern keine Attacken aus diesen Ländern kommen. Die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien und Bahrain wurden dennoch fortgesetzt.
Trotz Peseschkians Entschuldigung meldeten mehrere Golfstaaten neue iranische Angriffe. Der Flughafen von Dubai stellte kurzzeitig den Betrieb ein. Die iranische Revolutionsgarde griff eigenen Angaben zufolge Öltanker im Persischen Golf an.
Aus Expertensicht könnten die Entschuldigung und die Fortsetzung der Attacken auf Machtkämpfe nach dem Tod des obersten Führers Ali Chamenei an der Spitze hindeuten. Mehrere iranische Geistliche drängen auf die rasche Ernennung eines neuen obersten Führers.
US-Präsident Donald Trump drohte unterdessen mit neuen schweren Schlägen. Die bisherigen lobte er als großen Erfolg. Zuvor hatte er den Iran zur „bedingungslosen Kapitulation“ aufgerufen. Peseschkian wies das als „absurd“ zurück. Die USA und Israel setzten ihre Angriffe unvermindert fort. Auf Videos sind Einschläge in Teheran und anderen Städten zu sehen.
APA/AFP/Iranian Presidency
Liveticker
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22.43 Uhr
Selenskyj bietet Saudi-Arabien Hilfe an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen.
Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine. „Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält“, sagt Selenskyj.
22.36 Uhr
Bericht: US-Angriffe stürzen Iran-Regime wohl nicht
Laut einem Bericht der „Washington Post“ zeigen als geheim eingestufte Geheimdienstanalysen, dass der Krieg das iranische Establishment wahrscheinlich nicht stürzen werde – trotz der Trump-Ankündigung, die Angriffe fortzusetzen. Gleichzeitig warnen die Demokraten davor, dass die Luftangriffe auf den Iran die US-Bestände bestimmter Waffen „besorgniserregend“ verringern würden.
21.36 Uhr
Iranische Ölreserven laut Israel bombardiert
Das israelische Militär greift erstmals die nationalen Ölreserven in Teheran an. Das sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung, sagt ein Sprecher. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.
AP/Vahid Salemi
Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigt die Revolutionsgarde die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden.
21.04 Uhr
Netanjahu: Setzen Angriffe „mit all unserer Kraft“ fort
Israels Regierungschef Netanjahu kündigt weitere schwere Angriffe auf den Iran an. Die israelische Armee werde den Krieg „mit all unserer Kraft“ fortsetzen. „Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen“, sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache.
Dank israelischer und US-Kampfjets „haben wir nahezu die vollständige Kontrolle über den Luftraum über Teheran erlangt“, so Netanjahu. Nach Angaben von Armeesprecher Effie Defrin hat das israelische Militär seit Kriegsbeginn rund 3.400 Angriffe auf den Iran ausgeführt.
20.49 Uhr
Iran droht: Trump wird Eskalation bekommen
Der iranische Außenminister Araktschi schreibt auf X, die Offenheit von Präsident Peseschkian für eine Deeskalation in der Region sei quasi umgehend von Trump zunichtegemacht worden. Wenn dieser eine Eskalation anstrebe, dann werde er diese auch bekommen.
Die Verantwortung für „jede Intensivierung der Selbstverteidigung“ des Iran liege allein bei den USA, sagt Araktschi. Er habe Trumps Gesandte gewarnt, dass ein Krieg die Verhandlungsposition nicht verbessern werde.
20.32 Uhr
Trump nimmt an Zeremonie für tote US-Soldaten teil
Die sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten werden in die USA überführt. Trump wird an der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover in Delaware teilnehmen.
Die gefallenen Soldaten seien Helden, die „anders nach Hause kommen, als sie es sich vorgestellt hatten“, sagt der US-Präsident. Er nennt es „eine sehr traurige Situation“ und verspricht, die Zahl der amerikanischen Kriegstoten „so gering wie möglich zu halten“.
20.25 Uhr
Türkei warnt vor Bürgerkrieg und Flüchtlingswelle
Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagt, sein Land lehne alle Szenarien ab, die auf einen ethnisch motivierten Bürgerkrieg im Iran abzielten. Ein solches Szenario könne eine neue Flüchtlingswelle auslösen. Zugleich warnt Fidan den Iran davor, weitere Raketen auf die Türkei abzufeuern.
20.16 Uhr
Heftige Detonationen erschüttern Teheran
Teheran ist erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein AFP-Journalist meldet einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichten ebenfalls von Explosionen, außerdem ist die Luftabwehr im Einsatz.
Reuters/Majid Asgaripour
20.08 Uhr
Explosionen in irakischen Städten Bagdad und Erbil
In der irakischen Hauptstadt Bagdad und in Erbil im Norden des Landes gibt es Explosionen. In Bagdad berichtet ein Augenzeuge, er habe nahe der Grünen Zone, wo sich unter anderem die US-Botschaft befindet, Luftabwehraktivität gesehen.
In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, meldet ein AFP-Journalist mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
19.53 Uhr
Abu Dhabi weiter um Ölversorgung bemüht
Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi erklärt, er sei weiter bemüht, die Versorgung der globalen Märkte sicherzustellen. ADNOC nutze weiter seine Exportkapazitäten, die die Straße von Hormus umgingen, sowie seine internationalen Lagerstätten. Die Offshore-Produktionsmengen würden entsprechend der Lagerbedürfnisse gesteuert. Man stehe mit den betroffenen Kunden in Kontakt.
19.43 Uhr
Wahl des Chamenei-Nachfolgers binnen 24 Stunden?
Der Iran will einem Bericht zufolge in Kürze einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei benennen. Die Sitzung des für die Wahl zuständigen Expertenrats werde „mit göttlicher Hilfe innerhalb der nächsten 24 Stunden stattfinden“, sagt eines der 88 Mitglieder des Gremiums, Hossein Mosafari, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.
Er ruft die Iranerinnen und Iraner auf, „von Spekulationen und der Verbreitung von Gerüchten zu diesem Thema abzusehen“. Bis zur Wahl eines neuen obersten Führers amtiert ein Übergangsführungsgremium.
19.30 Uhr
Neue Angriffe in Dubai und nahe Riad
Dubai meldet einen „Zwischenfall“. Nach einem abgewehrten iranischen Angriff seien Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschoßes auf ein Fahrzeug gefallen und hätten den Fahrer getötet.
Im Internet kursieren zudem Videos, die zeigen, wie Rauch an einem Wolkenkratzer aufsteigt. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt.
Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben.
19.22 Uhr
Israel: 16 Flugzeuge auf Teheraner Flughafen zerstört
Israels Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge auf dem Teheraner Flughafen Mehrabad 16 Flugzeuge der Kuds-Brigaden der Revolutionsgarde „zielgenau zerstört“. Es sei „eine massive Angriffswelle in Teheran und auf militärische Infrastruktur auf dem Flughafen Mehrabad ausgeführt“ worden, heißt es.
19.09 Uhr
Zyprioten demonstrieren gegen britische Militärbasen
Auf Zypern gehen Hunderte Menschen in der Hauptstadt Nikosia auf die Straße, um gegen die Präsenz britischer Militärbasen auf der Mittelmeer-Insel zu protestieren. Rufe wie „Raus mit den Todesbasen!“ und „Ay oh, die britischen Basen müssen weg!“ sind zu hören.
Einer der britischen Stützpunkte auf Zypern ist im Verlauf des Krieges von einem iranischen Drohnenangriff getroffen worden.
19.04 Uhr
US-Militär verlegt weitere Bomber nach Großbritannien
Drei US-Langstreckenbomber des Typs B1-Lancer sind auf dem englischen Luftwaffenstützpunkt Fairford gelandet. Das berichtet unter anderem die BBC. Das Verteidigungsministerium in London bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ im Iran-Krieg nutzen.
18.52 Uhr
Explosionen in Isfahan
In der iranischen Stadt Isfahan gab es auf einem Flugfeld mehrere Explosionen. Zuvor kündigte die israelische Luftwaffe massive Angriffe auf Isfahan, Teheran und weitere Städte im Iran an.
18.32 Uhr
Israel: Mehr als 470 zerstörte Ziele in 48 Stunden
Die israelischen Streitkräfte ziehen eine Bilanz ihrer Angriffe im Iran und Libanon. Demnach habe man in den letzten 48 Stunden etwa 300 Ziele des iranischen Regimes getroffen sowie etwa 170 Ziele im Libanon.
APA/AFP/Kawnat Haju
Unter den Angriffszielen seien Rakentenlager gewesen sowie 16 Flugzeuge der Kuds-Brigaden, eine Eliteeinheit der islamischen Revolutionswächter für Auslandseinsätze. Mit den Flugzeugen seien Waffen an die Hisbollah geliefert worden, heißt es von der israelischen Armee.
18.10 Uhr
Demonstration in Graz
Mehrere hundert Menschen, die aus dem Iran stammen, demonstrieren in Graz. Sie bringen ihre Hoffnung auf einen raschen Frieden und das Ende des Regimes zum Ausdruck – mehr dazu in steiermark.ORF.at.
17.53 Uhr
Justizchef des Iran: Weiter Angriffe auf Helfer der USA und Israels
Der iranische Justizchef Gholamhossein Mohseni-Eschei sagt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen. „Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zur Verfügung steht“, so Eschei. „Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen.“
17.31 Uhr
Explosionen in Teheran
Mehrere Explosionen haben Teheran erschüttert. Die israelischen Luftstreitkräfte haben zuvor eine ihrer massivsten Angriffswellen auf die iranische Hauptstadt angekündigt.
17.14 Uhr
Präsident der VAE: Sind „keine leichte Beute“
Erstmals seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf sein Land äußert sich der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate(VAE), Mohammed bin Sajid Al Nahjan: „Die VAE haben ein dickes Fell und sind zäh – wir sind keine leichte Beute.“
„Wir werden unsere Pflicht gegenüber unserem Land, unserem Volk und unseren Einwohnern, die ebenfalls Teil unserer Familie sind, erfüllen“, so Al Nahjan.
17.07 Uhr
Revolutionsgarde: Tanker angegriffen
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben einen Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff mit dem Namen „Louise P“, das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahre und „mit dem terroristischen Amerika in Verbindung“ stehe, sei mit einer Drohne angegriffen und getroffen worden.
Das britische Amt für Seeschifffahrt (UKMTO) hat einen Bericht über einen Vorfall zehn Seemeilen nördlich der Stadt Dschubail in Saudi-Arabien erhalten. Kurz zuvor hatte die Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt, sie habe ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen. Unklar ist, ob es sich bei den Meldungen um denselben Vorfall handelt.
16.51 Uhr
UK versetzt Flugzeugträger in erhöhte Bereitschaft
Das britische Verteidigungsministerium (MoD) teilt mit, dass der Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ im Vorfeld eines möglichen Einsatzes im Nahen Osten in erhöhte Bereitschaft versetzt worden sei.
AP/The Yomiuri Shimbun/Taketo Oishi (Archivbild)
Die Streitkräfte seien über einen möglichen Einsatz informiert worden. Dieser Schritt garantiere aber nicht, dass das Schiff auch eingesetzt wird, sagt ein Sprecher. Der Flugzeugträger ist derzeit in Portsmouth stationiert.
16.32 Uhr
Trump: 42 iranische Marineschiffe zerstört
US-Präsident Donald Trump erklärt, die US-Streitkräfte hätten innerhalb von drei Tagen 42 iranische Marineschiffe zerstört. In seinem Golfresort in Miami präsentiert er vor Staats- und Regierungschefs lateinamerikanischer Länder die Militäroperation gegen den Iran als großen Erfolg, der auf einer Skala von eins bis zehn mit 15 zu bewerten sei.
Mit dem Krieg würden die Welt einen „Dienst erweisen“, so Trump. An seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth gewandt, ergänzt er: „Pete, du bist fantastisch. Du leistest hervorragende Arbeit. Ich bin stolz auf dich.“ Über das iranische Regime sagt Trump: „Das waren kranke Menschen, sehr kranke Menschen.“
16.20 Uhr
Notklinik für Vertriebene öffnet in Beirut
In Beirut öffnet die Hilfsorganisation UNICEF in Schulen Notkliniken. So sollen Vertriebene Zugang zu notwendigen Untersuchungen und Behandlungen bekommen. Im Libanon sind seit Beginn des Iran-Kriegs Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die humanitäre Situation ist laut dem Roten Kreuz „fatal“.
16.11 Uhr
Iran wirft USA Angriff auf Entsalzungsanlage vor
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi wirft den USA vor, eine Entsalzungsanlage auf der Insel Keschm im Persischen Golf angegriffen zu haben. Die USA hätten ein „unverfrorenes und verzweifeltes Verbrechen“ begangen. Die Wasserversorgung in 30 Ortschaften sei betroffen.
Die iranische Infrastruktur anzugreifen sei ein „gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Konsequenzen“, so Araktschi. Die USA hätten damit einen Präzedenzfall geschaffen.
15.49 Uhr
Klarstellungen nach Peseschkian-Rede
Nach der Rede des iranischen Präsidenten Peseschkian gibt es aus seinem Büro weitere Klarstellungen. Der Iran werde sich niemals Zwang unterwerfen und auf jede Aggression von US-Stützpunkten in der Region entschlossen reagieren. Kooperierten die Länder in der Region nicht mit den USA, würden sie vom Iran auch nicht angegriffen, heißt es.
Peseschkian ergänzt auf der Plattform X, dass keine dem Iran freundlich gesinnten Nachbarstaaten angegriffen worden seien. Die Angriffe hätten sich auf US-Militärstützpunkte, -anlagen und -einrichtungen in der Region konzentriert.
Der Ausschuss für nationale Sicherheit des Parlaments teilt in einer von staatlichen Medien veröffentlichten Erklärung mit, dass der „Krieg gegen unsere Feinde“ fortgesetzt werde, „bis der Tod des Führers (Chameneis, Anm.) gerächt ist“.
15.21 Uhr
Iran warnt vor dem Teilen von Bildern von Angriffen
Das iranische Geheimdienstministerium warnt laut BBC davor, dass es „hart“ gegen jeden vorgehen werde, der Bilder und Filmmaterial von Orten teilt, die von US-amerikanischen und israelischen Angriffen getroffen worden sind.
Es hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, dass Personen, die betroffene Gebiete fotografieren und die Bilder an „terroristische Satellitennetzwerke, virtuelle Seiten und feindliche Medienkanäle“ senden, „Söldner“ seien, die für Israel handelten.
15.11 Uhr
Kuwait drosselt Ölförderung
Kuwait drosselt wegen der anhaltenden iranischen Angriffe und der Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus vorsorglich seine Ölproduktion. Auch der Durchsatz der Raffinerien werde reduziert, teilt der staatliche Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation (KPC) mit. Das sei Teil der Strategie zum Risikomanagement. Man sei bereit, die Förderung wieder hochzufahren, sobald die Lage das zulasse.
APA/AFP/Al-Zour Refinery
15.02 Uhr
Hardliner kritisieren Peseschkian nach Entschuldigung
Der iranische Präsident Massud Peseschkian löst mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten für Angriffe im eigenen Land Kritik aus. Hardliner werfen ihm vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.
Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schreibt auf der Plattform X: „Mit allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (…) Aber wir haben keinen Fehler gemacht.“ Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi schreibt auf X: „Ihre befremdliche Entschuldigung bei den Nachbarländern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (…) Die Angriffe unserer Streitkräfte geben keinerlei Anlass für eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits.“
14.55 Uhr
Revolutionsgarden: Warten auf US-Militär in Straße von Hormuz
Die iranischen Revolutionsgarden „warten“ nach eigenen Angaben darauf, dass das US-Militär Schiffe durch die strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Straße von Hormuz im Persischen Golf begleiten.
„Wir warten auf ihre Präsenz“, sagt ein Sprecher der Revolutionsgarden nachdem die US-Regierung vor dem Hintergrund des Iran-Krieges angekündigt hat, Schiffen in der Meerenge schnellstmöglich Geleitschutz durch die Marine geben zu wollen. Die Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge zuvor einen Tanker in der Straße von Hormuz getroffen.
14.43 Uhr
Österreichs Botschaft in Teheran nach Baku verlegt
Die österreichische Botschaft in Teheran ist angesichts der andauernden israelischen-amerikanischen Angriffe auf den Iran in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku verlegt worden. Das teilt Außenministeriumssprecher Clemens Mantl mit. Der Konsularbetrieb sei bis auf Weiteres eingestellt. An vom Außenministerium organisierten Rückholflügen aus der Nahost-Krisenregion gebe es keinen Bedarf mehr, sagt der Sprecher zudem.
Das Außenministerium empfehle dringend, die verfügbaren Linienflüge, etwa aus Riad in Saudi-Arabien und Doha in Katar, zu nutzen. Bisher seien in vier organisierten Flügen über 800 Personen aus Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nach Österreich zurückgeholt worden.
14.39 Uhr
Türkei erwägt Stationierung von F-16-Jets auf Zypern
Die Türkei überlegt einem Insider zufolge die Stationierung von F-16-Kampfjets auf Zypern. Das sei einer der Schritte, die angesichts der Ausweitung der Konflikte in der Region zum Schutz des türkischen Nordteils der Insel geprüft würden, sagt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.
14.32 Uhr
Saudi-Arabien warnt Iran vor „Fehlkalkulation“
Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer „Fehlkalkulation“ gewarnt. Der saudische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman erklärt, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir über „die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen“, gesprochen.
„Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet“, fügt der Verteidigungsminister hinzu.
14.20 Uhr
Offene Fragen nach Peseschkian-Rede
Nach der Rede des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gebe es viele offene Fragen, analysiert ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary. Man müsse beobachten, was die Ankündigung bedeutet, die Angriffe auf die Nachbarstaaten eindämmen zu wollen.
Schließlich habe er als Voraussetzung genannt, dass es aus diesen Ländern keine Angriffe auf den Iran geben dürfe. Der Iran wolle den Konflikt regional und global nach oben treiben, so El-Gawhary. Durch diesen Krieg erhoffe sich das Land, den Krieg zeitlich zu begrenzen.
ORF Sound
14.13 Uhr
Reuters/Essam Al-Sudani
Eine Drohnenaufnahme zeigt Schäden an einem Komplex mit Büros und Lagerhäusern, die von US-Firmen wie Halliburton genutzt werden, nach einem Drohnenangriff im irakischen Basra.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich in einer Rede am Samstag bei seinen Nachbarstaaten entschuldigt und angekündigt, die Angriffe einzuschränken, sofern keine Attacken aus diesen Ländern kommen. Die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien und Bahrain wurden dennoch fortgesetzt.
Trotz Peseschkians Entschuldigung meldeten mehrere Golfstaaten neue iranische Angriffe. Der Flughafen von Dubai stellte kurzzeitig den Betrieb ein. Die iranische Revolutionsgarde griff eigenen Angaben zufolge Öltanker im Persischen Golf an.
Aus Expertensicht könnten die Entschuldigung und die Fortsetzung der Attacken auf Machtkämpfe nach dem Tod des obersten Führers Ali Chamenei an der Spitze hindeuten. Mehrere iranische Geistliche drängen auf die rasche Ernennung eines neuen obersten Führers.
US-Präsident Donald Trump drohte unterdessen mit neuen schweren Schlägen. Die bisherigen lobte er als großen Erfolg. Zuvor hatte er den Iran zur „bedingungslosen Kapitulation“ aufgerufen. Peseschkian wies das als „absurd“ zurück. Die USA und Israel setzten ihre Angriffe unvermindert fort. Auf Videos sind Einschläge in Teheran und anderen Städten zu sehen.
APA/AFP/Iranian Presidency
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22.43 Uhr
Selenskyj bietet Saudi-Arabien Hilfe an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen.
Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine. „Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält“, sagt Selenskyj.
22.36 Uhr
Bericht: US-Angriffe stürzen Iran-Regime wohl nicht
Laut einem Bericht der „Washington Post“ zeigen als geheim eingestufte Geheimdienstanalysen, dass der Krieg das iranische Establishment wahrscheinlich nicht stürzen werde – trotz der Trump-Ankündigung, die Angriffe fortzusetzen. Gleichzeitig warnen die Demokraten davor, dass die Luftangriffe auf den Iran die US-Bestände bestimmter Waffen „besorgniserregend“ verringern würden.
21.36 Uhr
Iranische Ölreserven laut Israel bombardiert
Das israelische Militär greift erstmals die nationalen Ölreserven in Teheran an. Das sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung, sagt ein Sprecher. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.
AP/Vahid Salemi
Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigt die Revolutionsgarde die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden.
21.04 Uhr
Netanjahu: Setzen Angriffe „mit all unserer Kraft“ fort
Israels Regierungschef Netanjahu kündigt weitere schwere Angriffe auf den Iran an. Die israelische Armee werde den Krieg „mit all unserer Kraft“ fortsetzen. „Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen“, sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache.
Dank israelischer und US-Kampfjets „haben wir nahezu die vollständige Kontrolle über den Luftraum über Teheran erlangt“, so Netanjahu. Nach Angaben von Armeesprecher Effie Defrin hat das israelische Militär seit Kriegsbeginn rund 3.400 Angriffe auf den Iran ausgeführt.
20.49 Uhr
Iran droht: Trump wird Eskalation bekommen
Der iranische Außenminister Araktschi schreibt auf X, die Offenheit von Präsident Peseschkian für eine Deeskalation in der Region sei quasi umgehend von Trump zunichtegemacht worden. Wenn dieser eine Eskalation anstrebe, dann werde er diese auch bekommen.
Die Verantwortung für „jede Intensivierung der Selbstverteidigung“ des Iran liege allein bei den USA, sagt Araktschi. Er habe Trumps Gesandte gewarnt, dass ein Krieg die Verhandlungsposition nicht verbessern werde.
20.32 Uhr
Trump nimmt an Zeremonie für tote US-Soldaten teil
Die sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten werden in die USA überführt. Trump wird an der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover in Delaware teilnehmen.
Die gefallenen Soldaten seien Helden, die „anders nach Hause kommen, als sie es sich vorgestellt hatten“, sagt der US-Präsident. Er nennt es „eine sehr traurige Situation“ und verspricht, die Zahl der amerikanischen Kriegstoten „so gering wie möglich zu halten“.
20.25 Uhr
Türkei warnt vor Bürgerkrieg und Flüchtlingswelle
Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagt, sein Land lehne alle Szenarien ab, die auf einen ethnisch motivierten Bürgerkrieg im Iran abzielten. Ein solches Szenario könne eine neue Flüchtlingswelle auslösen. Zugleich warnt Fidan den Iran davor, weitere Raketen auf die Türkei abzufeuern.
20.16 Uhr
Heftige Detonationen erschüttern Teheran
Teheran ist erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein AFP-Journalist meldet einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichten ebenfalls von Explosionen, außerdem ist die Luftabwehr im Einsatz.
Reuters/Majid Asgaripour
20.08 Uhr
Explosionen in irakischen Städten Bagdad und Erbil
In der irakischen Hauptstadt Bagdad und in Erbil im Norden des Landes gibt es Explosionen. In Bagdad berichtet ein Augenzeuge, er habe nahe der Grünen Zone, wo sich unter anderem die US-Botschaft befindet, Luftabwehraktivität gesehen.
In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, meldet ein AFP-Journalist mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
19.53 Uhr
Abu Dhabi weiter um Ölversorgung bemüht
Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi erklärt, er sei weiter bemüht, die Versorgung der globalen Märkte sicherzustellen. ADNOC nutze weiter seine Exportkapazitäten, die die Straße von Hormus umgingen, sowie seine internationalen Lagerstätten. Die Offshore-Produktionsmengen würden entsprechend der Lagerbedürfnisse gesteuert. Man stehe mit den betroffenen Kunden in Kontakt.
19.43 Uhr
Wahl des Chamenei-Nachfolgers binnen 24 Stunden?
Der Iran will einem Bericht zufolge in Kürze einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei benennen. Die Sitzung des für die Wahl zuständigen Expertenrats werde „mit göttlicher Hilfe innerhalb der nächsten 24 Stunden stattfinden“, sagt eines der 88 Mitglieder des Gremiums, Hossein Mosafari, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.
Er ruft die Iranerinnen und Iraner auf, „von Spekulationen und der Verbreitung von Gerüchten zu diesem Thema abzusehen“. Bis zur Wahl eines neuen obersten Führers amtiert ein Übergangsführungsgremium.
19.30 Uhr
Neue Angriffe in Dubai und nahe Riad
Dubai meldet einen „Zwischenfall“. Nach einem abgewehrten iranischen Angriff seien Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschoßes auf ein Fahrzeug gefallen und hätten den Fahrer getötet.
Im Internet kursieren zudem Videos, die zeigen, wie Rauch an einem Wolkenkratzer aufsteigt. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt.
Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben.
19.22 Uhr
Israel: 16 Flugzeuge auf Teheraner Flughafen zerstört
Israels Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge auf dem Teheraner Flughafen Mehrabad 16 Flugzeuge der Kuds-Brigaden der Revolutionsgarde „zielgenau zerstört“. Es sei „eine massive Angriffswelle in Teheran und auf militärische Infrastruktur auf dem Flughafen Mehrabad ausgeführt“ worden, heißt es.
19.09 Uhr
Zyprioten demonstrieren gegen britische Militärbasen
Auf Zypern gehen Hunderte Menschen in der Hauptstadt Nikosia auf die Straße, um gegen die Präsenz britischer Militärbasen auf der Mittelmeer-Insel zu protestieren. Rufe wie „Raus mit den Todesbasen!“ und „Ay oh, die britischen Basen müssen weg!“ sind zu hören.
Einer der britischen Stützpunkte auf Zypern ist im Verlauf des Krieges von einem iranischen Drohnenangriff getroffen worden.
19.04 Uhr
US-Militär verlegt weitere Bomber nach Großbritannien
Drei US-Langstreckenbomber des Typs B1-Lancer sind auf dem englischen Luftwaffenstützpunkt Fairford gelandet. Das berichtet unter anderem die BBC. Das Verteidigungsministerium in London bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ im Iran-Krieg nutzen.
18.52 Uhr
Explosionen in Isfahan
In der iranischen Stadt Isfahan gab es auf einem Flugfeld mehrere Explosionen. Zuvor kündigte die israelische Luftwaffe massive Angriffe auf Isfahan, Teheran und weitere Städte im Iran an.
18.32 Uhr
Israel: Mehr als 470 zerstörte Ziele in 48 Stunden
Die israelischen Streitkräfte ziehen eine Bilanz ihrer Angriffe im Iran und Libanon. Demnach habe man in den letzten 48 Stunden etwa 300 Ziele des iranischen Regimes getroffen sowie etwa 170 Ziele im Libanon.
APA/AFP/Kawnat Haju
Unter den Angriffszielen seien Rakentenlager gewesen sowie 16 Flugzeuge der Kuds-Brigaden, eine Eliteeinheit der islamischen Revolutionswächter für Auslandseinsätze. Mit den Flugzeugen seien Waffen an die Hisbollah geliefert worden, heißt es von der israelischen Armee.
18.10 Uhr
Demonstration in Graz
Mehrere hundert Menschen, die aus dem Iran stammen, demonstrieren in Graz. Sie bringen ihre Hoffnung auf einen raschen Frieden und das Ende des Regimes zum Ausdruck – mehr dazu in steiermark.ORF.at.
17.53 Uhr
Justizchef des Iran: Weiter Angriffe auf Helfer der USA und Israels
Der iranische Justizchef Gholamhossein Mohseni-Eschei sagt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen. „Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zur Verfügung steht“, so Eschei. „Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen.“
17.31 Uhr
Explosionen in Teheran
Mehrere Explosionen haben Teheran erschüttert. Die israelischen Luftstreitkräfte haben zuvor eine ihrer massivsten Angriffswellen auf die iranische Hauptstadt angekündigt.
17.14 Uhr
Präsident der VAE: Sind „keine leichte Beute“
Erstmals seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf sein Land äußert sich der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate(VAE), Mohammed bin Sajid Al Nahjan: „Die VAE haben ein dickes Fell und sind zäh – wir sind keine leichte Beute.“
„Wir werden unsere Pflicht gegenüber unserem Land, unserem Volk und unseren Einwohnern, die ebenfalls Teil unserer Familie sind, erfüllen“, so Al Nahjan.
17.07 Uhr
Revolutionsgarde: Tanker angegriffen
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben einen Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff mit dem Namen „Louise P“, das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahre und „mit dem terroristischen Amerika in Verbindung“ stehe, sei mit einer Drohne angegriffen und getroffen worden.
Das britische Amt für Seeschifffahrt (UKMTO) hat einen Bericht über einen Vorfall zehn Seemeilen nördlich der Stadt Dschubail in Saudi-Arabien erhalten. Kurz zuvor hatte die Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt, sie habe ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen. Unklar ist, ob es sich bei den Meldungen um denselben Vorfall handelt.
16.51 Uhr
UK versetzt Flugzeugträger in erhöhte Bereitschaft
Das britische Verteidigungsministerium (MoD) teilt mit, dass der Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ im Vorfeld eines möglichen Einsatzes im Nahen Osten in erhöhte Bereitschaft versetzt worden sei.
AP/The Yomiuri Shimbun/Taketo Oishi (Archivbild)
Die Streitkräfte seien über einen möglichen Einsatz informiert worden. Dieser Schritt garantiere aber nicht, dass das Schiff auch eingesetzt wird, sagt ein Sprecher. Der Flugzeugträger ist derzeit in Portsmouth stationiert.
16.32 Uhr
Trump: 42 iranische Marineschiffe zerstört
US-Präsident Donald Trump erklärt, die US-Streitkräfte hätten innerhalb von drei Tagen 42 iranische Marineschiffe zerstört. In seinem Golfresort in Miami präsentiert er vor Staats- und Regierungschefs lateinamerikanischer Länder die Militäroperation gegen den Iran als großen Erfolg, der auf einer Skala von eins bis zehn mit 15 zu bewerten sei.
Mit dem Krieg würden die Welt einen „Dienst erweisen“, so Trump. An seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth gewandt, ergänzt er: „Pete, du bist fantastisch. Du leistest hervorragende Arbeit. Ich bin stolz auf dich.“ Über das iranische Regime sagt Trump: „Das waren kranke Menschen, sehr kranke Menschen.“
16.20 Uhr
Notklinik für Vertriebene öffnet in Beirut
In Beirut öffnet die Hilfsorganisation UNICEF in Schulen Notkliniken. So sollen Vertriebene Zugang zu notwendigen Untersuchungen und Behandlungen bekommen. Im Libanon sind seit Beginn des Iran-Kriegs Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die humanitäre Situation ist laut dem Roten Kreuz „fatal“.
16.11 Uhr
Iran wirft USA Angriff auf Entsalzungsanlage vor
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi wirft den USA vor, eine Entsalzungsanlage auf der Insel Keschm im Persischen Golf angegriffen zu haben. Die USA hätten ein „unverfrorenes und verzweifeltes Verbrechen“ begangen. Die Wasserversorgung in 30 Ortschaften sei betroffen.
Die iranische Infrastruktur anzugreifen sei ein „gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Konsequenzen“, so Araktschi. Die USA hätten damit einen Präzedenzfall geschaffen.
15.49 Uhr
Klarstellungen nach Peseschkian-Rede
Nach der Rede des iranischen Präsidenten Peseschkian gibt es aus seinem Büro weitere Klarstellungen. Der Iran werde sich niemals Zwang unterwerfen und auf jede Aggression von US-Stützpunkten in der Region entschlossen reagieren. Kooperierten die Länder in der Region nicht mit den USA, würden sie vom Iran auch nicht angegriffen, heißt es.
Peseschkian ergänzt auf der Plattform X, dass keine dem Iran freundlich gesinnten Nachbarstaaten angegriffen worden seien. Die Angriffe hätten sich auf US-Militärstützpunkte, -anlagen und -einrichtungen in der Region konzentriert.
Der Ausschuss für nationale Sicherheit des Parlaments teilt in einer von staatlichen Medien veröffentlichten Erklärung mit, dass der „Krieg gegen unsere Feinde“ fortgesetzt werde, „bis der Tod des Führers (Chameneis, Anm.) gerächt ist“.
15.21 Uhr
Iran warnt vor dem Teilen von Bildern von Angriffen
Das iranische Geheimdienstministerium warnt laut BBC davor, dass es „hart“ gegen jeden vorgehen werde, der Bilder und Filmmaterial von Orten teilt, die von US-amerikanischen und israelischen Angriffen getroffen worden sind.
Es hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, dass Personen, die betroffene Gebiete fotografieren und die Bilder an „terroristische Satellitennetzwerke, virtuelle Seiten und feindliche Medienkanäle“ senden, „Söldner“ seien, die für Israel handelten.
15.11 Uhr
Kuwait drosselt Ölförderung
Kuwait drosselt wegen der anhaltenden iranischen Angriffe und der Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus vorsorglich seine Ölproduktion. Auch der Durchsatz der Raffinerien werde reduziert, teilt der staatliche Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation (KPC) mit. Das sei Teil der Strategie zum Risikomanagement. Man sei bereit, die Förderung wieder hochzufahren, sobald die Lage das zulasse.
APA/AFP/Al-Zour Refinery
15.02 Uhr
Hardliner kritisieren Peseschkian nach Entschuldigung
Der iranische Präsident Massud Peseschkian löst mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten für Angriffe im eigenen Land Kritik aus. Hardliner werfen ihm vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.
Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schreibt auf der Plattform X: „Mit allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (…) Aber wir haben keinen Fehler gemacht.“ Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi schreibt auf X: „Ihre befremdliche Entschuldigung bei den Nachbarländern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (…) Die Angriffe unserer Streitkräfte geben keinerlei Anlass für eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits.“
14.55 Uhr
Revolutionsgarden: Warten auf US-Militär in Straße von Hormuz
Die iranischen Revolutionsgarden „warten“ nach eigenen Angaben darauf, dass das US-Militär Schiffe durch die strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Straße von Hormuz im Persischen Golf begleiten.
„Wir warten auf ihre Präsenz“, sagt ein Sprecher der Revolutionsgarden nachdem die US-Regierung vor dem Hintergrund des Iran-Krieges angekündigt hat, Schiffen in der Meerenge schnellstmöglich Geleitschutz durch die Marine geben zu wollen. Die Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge zuvor einen Tanker in der Straße von Hormuz getroffen.
14.43 Uhr
Österreichs Botschaft in Teheran nach Baku verlegt
Die österreichische Botschaft in Teheran ist angesichts der andauernden israelischen-amerikanischen Angriffe auf den Iran in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku verlegt worden. Das teilt Außenministeriumssprecher Clemens Mantl mit. Der Konsularbetrieb sei bis auf Weiteres eingestellt. An vom Außenministerium organisierten Rückholflügen aus der Nahost-Krisenregion gebe es keinen Bedarf mehr, sagt der Sprecher zudem.
Das Außenministerium empfehle dringend, die verfügbaren Linienflüge, etwa aus Riad in Saudi-Arabien und Doha in Katar, zu nutzen. Bisher seien in vier organisierten Flügen über 800 Personen aus Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nach Österreich zurückgeholt worden.
14.39 Uhr
Türkei erwägt Stationierung von F-16-Jets auf Zypern
Die Türkei überlegt einem Insider zufolge die Stationierung von F-16-Kampfjets auf Zypern. Das sei einer der Schritte, die angesichts der Ausweitung der Konflikte in der Region zum Schutz des türkischen Nordteils der Insel geprüft würden, sagt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.
14.32 Uhr
Saudi-Arabien warnt Iran vor „Fehlkalkulation“
Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer „Fehlkalkulation“ gewarnt. Der saudische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman erklärt, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir über „die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen“, gesprochen.
„Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet“, fügt der Verteidigungsminister hinzu.
14.20 Uhr
Offene Fragen nach Peseschkian-Rede
Nach der Rede des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gebe es viele offene Fragen, analysiert ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary. Man müsse beobachten, was die Ankündigung bedeutet, die Angriffe auf die Nachbarstaaten eindämmen zu wollen.
Schließlich habe er als Voraussetzung genannt, dass es aus diesen Ländern keine Angriffe auf den Iran geben dürfe. Der Iran wolle den Konflikt regional und global nach oben treiben, so El-Gawhary. Durch diesen Krieg erhoffe sich das Land, den Krieg zeitlich zu begrenzen.
ORF Sound
14.13 Uhr
Reuters/Essam Al-Sudani
Eine Drohnenaufnahme zeigt Schäden an einem Komplex mit Büros und Lagerhäusern, die von US-Firmen wie Halliburton genutzt werden, nach einem Drohnenangriff im irakischen Basra.
Trotz Entschuldigung weiter Angriffe auf Golfstaaten
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