Gegenseitige Drohungen
Trump stellt Iran neues Ultimatum
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) ein neues Ultimatum gestellt. Sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die blockierte Straße von Hormus öffnen, würde die US-Armee die iranische Energieinfrastruktur zerstören. Der Iran reagierte mit der Gegendrohung entsprechender Angriffe in der ganzen Golfregion.
Online seit heute, 9.16 Uhr
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Gegenseitige Drohungen: Trump stellt Iran neues Ultimatum
Trump stellt Iran neues Ultimatum
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) ein neues Ultimatum gestellt. Sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die blockierte Straße von Hormus öffnen, würde die US-Armee die iranische Energieinfrastruktur zerstören. Der Iran reagierte mit der Gegendrohung entsprechender Angriffe in der ganzen Golfregion.
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Der Iran müsse die Straße von Hormus, die er nach den US-israelischen Angriffen vor mittlerweile drei Wochen blockiert hatte, vollständig und „ohne Drohungen“ wieder öffnen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Sollte das nicht innerhalb der nächsten beiden Tage passieren, würden die USA iranische Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten!“, drohte Trump.
Aus Teheran folgte praktisch postwendend eine Warnung an die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Iran angegriffen werden, werde das iranische Militär seinerseits Energie- und Entsalzungsanlagen für Wasser in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher der iranischen Armee.
Weitere Eskalation mit unklaren Folgen
Damit droht der vor drei Wochen von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg zu eskalieren – mit unabsehbaren Folgen für die Region und die gesamte Weltwirtschaft. Bereits jetzt hat der Konflikt um die Straße von Hormus enorme Auswirkungen auf die globalen Märkte und die Rohölpreise. In weiterer Folge sind die Treibstoffpreise stark gestiegen.
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Transitstrecken für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen. Von Drohungen ließ sich die Islamische Republik bisher nicht einschüchtern. Sonntagfrüh meldeten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erneut iranische Raketenangriffe.
„Ich will keinen Waffenstillstand“
Laut US-Medienberichten griff die US-Armee zuletzt verstärkt iranische Kriegsschiffe aus der Luft an, um den Iran an Angriffen auf zivile Schiffe in der Straße von Hormus zu hindern. Sie setzte nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben ein, um iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen.
Reuters/Benoit Tessier
Die De-facto-Blockade der Straße von Hormus treibt die globalen Energiepreise nach oben
Trump war am Freitag vor dem Weißen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert worden: „Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht.“
Trump will Ziel bald erreicht haben
Als Reaktion auf eine Analyse der „New York Times“, wonach Trump viele seiner eigenen Kriegsziele bisher nicht erreicht habe, antwortete Trump auf Truth Social: „Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!“ Die USA hätten den Iran „von der Landkarte gefegt“. Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftstreitkräfte seien vernichtet. Davon, dass der Iran auch „absolut keine Verteidigung mehr“ habe, wie Trump schrieb, scheint dieser aber noch weit entfernt. Trotzdem behauptete Trump, die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem Krieg zu erreichen.
Drohungen und über 100 Verletzte nach Angriff auf Israel
Der Iran droht weiter, den Konflikt auf mehreren Ebenen zu eskalieren. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarde, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle „mit neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor.
AP/Ariel Schalit
Zumindest zwei Raketen schlugen in Südisrael ein
In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Städte Dimona und Arad verletzt. Die israelische Luftabwehr habe mindestens zwei Raketen nicht abfangen können, berichtete das Onlineportal Times of Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft“.
Ziel war offenbar israelische Atomanlage
Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte Samstagabend auf der Plattform X mit, es lägen keine Hinweise auf Schäden am Nuklearforschungszentrum Negev vor.
Laut iranischen Berichten waren die Angriffe ein Vergeltungsakt für einen israelischen Angriff auf die iranische Urananreicherungsanlage in Natans ebenfalls am Samstag. Der Iran machte die USA und Israel dafür verantwortlich. Israels Armee bestritt, Natans angegriffen zu haben.
Unterschätzte Reichweiten iranischer Arsenale
Erstmals hatte Teheran auch zwei Raketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia gefeuert. Zwar trafen sie laut US-Medien die Basis nicht. Der Stützpunkt liegt aber rund 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste – und damit etwa doppelt so weit entfernt, wie die bisher offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Iranische Mittelstreckenraketen könnten mit so einer Reichweite theoretisch auch europäische Städte erreichen.
Israel kündigt Fortsetzung der Angriffe an
„Das zeigt, wie sehr sich der Entscheidungsprozess in Richtung der Extreme bewegt“, zitierte das „Wall Street Journal“ den israelischen Iran-Experten Danny Citrinowicz. Der inzwischen getötete Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei sei beim Einsatz der Streitkräfte mit großer Zurückhaltung vorgegangen. „Diese Zurückhaltung ist nun nicht mehr gewährleistet“, schrieb Citrinowicz auf X.
Netanjahu und sein Verteidigungsminister Israel Katz kündigten eine Fortsetzung der Angriffe auf den Iran an. Man sei entschlossen, „unsere Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen“, sagte Netanjahu nach den Raketeneinschlägen im Süden Israels. Katz sagte, man werde weiter iranische Kommandeure „enthaupten“ und die strategischen Fähigkeiten der Islamischen Republik zerstören, „bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist“.
red, ORF.at/Agenturen
Aus Teheran folgte praktisch postwendend eine Warnung an die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Iran angegriffen werden, werde das iranische Militär seinerseits Energie- und Entsalzungsanlagen für Wasser in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher der iranischen Armee.
Weitere Eskalation mit unklaren Folgen
Damit droht der vor drei Wochen von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg zu eskalieren – mit unabsehbaren Folgen für die Region und die gesamte Weltwirtschaft. Bereits jetzt hat der Konflikt um die Straße von Hormus enorme Auswirkungen auf die globalen Märkte und die Rohölpreise. In weiterer Folge sind die Treibstoffpreise stark gestiegen.
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Transitstrecken für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen. Von Drohungen ließ sich die Islamische Republik bisher nicht einschüchtern. Sonntagfrüh meldeten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erneut iranische Raketenangriffe.
„Ich will keinen Waffenstillstand“
Laut US-Medienberichten griff die US-Armee zuletzt verstärkt iranische Kriegsschiffe aus der Luft an, um den Iran an Angriffen auf zivile Schiffe in der Straße von Hormus zu hindern. Sie setzte nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben ein, um iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen.
Die De-facto-Blockade der Straße von Hormus treibt die globalen Energiepreise nach oben
Trump war am Freitag vor dem Weißen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert worden: „Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht.“
Trump will Ziel bald erreicht haben
Als Reaktion auf eine Analyse der „New York Times“, wonach Trump viele seiner eigenen Kriegsziele bisher nicht erreicht habe, antwortete Trump auf Truth Social: „Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!“ Die USA hätten den Iran „von der Landkarte gefegt“. Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftstreitkräfte seien vernichtet. Davon, dass der Iran auch „absolut keine Verteidigung mehr“ habe, wie Trump schrieb, scheint dieser aber noch weit entfernt. Trotzdem behauptete Trump, die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem Krieg zu erreichen.
Drohungen und über 100 Verletzte nach Angriff auf Israel
Der Iran droht weiter, den Konflikt auf mehreren Ebenen zu eskalieren. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarde, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle „mit neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor.
Zumindest zwei Raketen schlugen in Südisrael ein
In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Städte Dimona und Arad verletzt. Die israelische Luftabwehr habe mindestens zwei Raketen nicht abfangen können, berichtete das Onlineportal Times of Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft“.
Ziel war offenbar israelische Atomanlage
Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte Samstagabend auf der Plattform X mit, es lägen keine Hinweise auf Schäden am Nuklearforschungszentrum Negev vor.
Laut iranischen Berichten waren die Angriffe ein Vergeltungsakt für einen israelischen Angriff auf die iranische Urananreicherungsanlage in Natans ebenfalls am Samstag. Der Iran machte die USA und Israel dafür verantwortlich. Israels Armee bestritt, Natans angegriffen zu haben.
Unterschätzte Reichweiten iranischer Arsenale
Erstmals hatte Teheran auch zwei Raketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia gefeuert. Zwar trafen sie laut US-Medien die Basis nicht. Der Stützpunkt liegt aber rund 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste – und damit etwa doppelt so weit entfernt, wie die bisher offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Iranische Mittelstreckenraketen könnten mit so einer Reichweite theoretisch auch europäische Städte erreichen.
Israel kündigt Fortsetzung der Angriffe an
„Das zeigt, wie sehr sich der Entscheidungsprozess in Richtung der Extreme bewegt“, zitierte das „Wall Street Journal“ den israelischen Iran-Experten Danny Citrinowicz. Der inzwischen getötete Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei sei beim Einsatz der Streitkräfte mit großer Zurückhaltung vorgegangen. „Diese Zurückhaltung ist nun nicht mehr gewährleistet“, schrieb Citrinowicz auf X.
Netanjahu und sein Verteidigungsminister Israel Katz kündigten eine Fortsetzung der Angriffe auf den Iran an. Man sei entschlossen, „unsere Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen“, sagte Netanjahu nach den Raketeneinschlägen im Süden Israels. Katz sagte, man werde weiter iranische Kommandeure „enthaupten“ und die strategischen Fähigkeiten der Islamischen Republik zerstören, „bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist“.
red, ORF.at/Agenturen
Gegenseitige Drohungen: Trump stellt Iran neues Ultimatum



















