WM Depot Amtmannstraße Oberlichtenau

S

Stabsgefreiter

Guest
#1
Hallo Leute
Ich möchte heute ein neues Thema anschneiden und zwar geht es um das große
Wehrmachts-Depot an der Amtmann-Straße in Oberlichtenau bei Chemnitz.Es war an der Bahnstrecke Chemnitz-Berlin gelegen.In unmittelbarer Nachbarschaft
befand sich eine große Lack-Fabrik und ein Atzetylen-Werk.Das Depot selbst
befand sich im Wald.Es lagerten dort große Mengen an Munition,für die dort
eingelagerten zwei (einzigen) Eisenbahn-Geschütze der Wehrmacht.Es gab während des Krieges keine direkten Bomben Angriffe auf die dort existierenden
Objekte.Die Geschütze wurden im April 1945 gesprengt.und über alles andere,was dort lagerte wurde Stillschweigen bewahrt.Das ganze Gelände war bis Ende der 50ziger totales Sperrgebiet(Fund.Muni).Ansonsten ranken sich die
tollsten Gerüchte um diese Thematik,ähnlich der Gen.Fuchs Kaserne in Mühlhausen.Es gibt aber noch Zeit Zeugen man muss sie nur finden.Es existieren
auch noch verschiedene Teile der gespr.Geschütze.Ich werde dran bleiben.
Ich hoffe,daß es Leute aus meiner Umgebung gibt die sich da melden werden.
Es sind nur 7Km von mir. Glückauf Stabsgefreiter
 
M

Margoz

Guest
#2
Bei solchen Geschichten weiß man nur leider nie was davon stimmt... Hier ganz in der nähe befindet sich einer der größten / die größte Muna in der West BRD und es gibt auch endlose gerüchte um V2 und co...


Aber klingt so interessant, dass man eigentlich mal vorbeifahren müsste :D
 
S

Stabsgefreiter

Guest
#3
Depot

Hallo
Ich kann dich da beruhigen,denn es ist kein Gerücht.Wir sind da als junge Kerle
nicht nur einmal da gewesen,es war ja weil es verboten war für uns erst richtig
interessant geworden.Es gab und gibt noch heute Zeit Zeugen.Es gibt auch noch Teile von diesen gesprengten Eisenbahn Geschützen.Es ist eine wahre
Geschichte,daß diese beiden Kanonen(sie waren bei der Belagerung und
Beschießung von Sewastopol eingesetzt)hier eingelagert waren.
Ich werde versuchen mit Zeitzeugen zu reden,ob es mir gelingt weiß ich nicht,
aber ein Versuch ist es allemal wert.Es ist in unmittelbarer Nachbarschaft wo
das Gelände ist.Ich fahre da ab und zu vorbei.
Meine Jugend Zeit ist seit langen vorbei und du kannst es ruhig glauben,dass es
kein Jux ist.Es war Zeitgeschichte,die es verdient hat genannt zu werden.

Glückauf -Stabsgefreiter-:D:genauso:
 
S

Stabsgefreiter

Guest
#4
E.Geschütze

Hallo

Ich muß mich berichtigen,es waren nicht die einzigen Kanonen der Wehrmacht,
sondern nur die beiden Geschütze DORA Kal:80 und die waren die einzigen
zwei Kanonen die es gab.

Stabsgefreiter
 
S

Stabsgefreiter

Guest
#5
Hallo

Ich muß mich berichtigen,es waren nicht die einzigen Kanonen der Wehrmacht,
sondern nur die beiden Geschütze DORA und Gustav Kal:80 und die waren die einzigen
zwei Kanonen die es gab.

Stabsgefreiter
Zu dieser Thematik ein ganz hervorragender Link
www.militärtechnik-der-nva.de dann auf Termine/Links dann auf
Eisenbahngeschütz DORA
Es ist eine ganz sauber recherchierte Seite von Mathias Gluba aus Auerswalde
mit besten Bildern.

Stabsgefr.
 

struwwelpeter

Well-Known Member
#8
Quelle
05.04.2007
Historischer Schrott im Steingarten
Matthias Gluba hat in Auerswalde bei Chemnitz ein Stück von „Dora“ gefunden, dem größten Geschütz der Welt.

Gluba ist Bauingenieur und wohnt in Auerswalde nördlich von Chemnitz. Immer wieder mal hörte er von Älteren die Bemerkung „Das war im Depot“ oder „Der war doch auch im Depot“. Schließlich wollte der Bauingenieur, der sich bisher nie sonderlich für Geschichte interessiert hatte, mehr wissen über das „Depot“. Er mochte sich nicht mit der trockenen Information begnügen, dass damit das einstige sogenannte Heeres-Neben-Zeugamt der Wehrmacht gemeint ist.
So machte er sich vor etwa sieben Jahren auf die Spur. „Leider viel zu spät, die direkten Zeitzeugen waren schon gestorben“, bedauert der inzwischen 53-Jährige. Er arbeitete wie ein Detektiv, sprach mit Dutzenden Leuten, trug Indizien zusammen. „Wenn mehrere Aussagen übereinstimmten, ging ich davon aus, dass da was dran war.“
Einige alte Auerswalder wussten auch noch was von der „Dora“ und ihrer achtköpfigen Begleitmannschaft. Die kamen 1943 ins Depot von Auerswalde. Drei der acht Soldaten waren nach dem Krieg sogar im Ort geblieben, aber inzwischen längst gestorben. „Doch eine Tochter lebte noch, die wusste wieder einiges mehr“, sagt Gluba. Um die Indizien zu erhärten, wandte er sich mit den Namen der drei Auerswalder „Dora“-Soldaten an die sogenannte Deutsche Dienststelle in Berlin und bat um weitere Auskunft. Gegen eine Gebühr bekam er die Bestätigung, dass sie als Angehörige der Artillerie-Abteilung (E)672 – die Militärbezeichnung für „Dora“ – in Auerswalde tätig waren.
Ein Flop der Militärgeschichte
Schritt für Schritt drang Gluba tiefer in die Geschichte ein. Dass dieses Geschütz mit seinem über 40Meter langen Rohr und über Tausenden Tonnen Gewicht jahrelang in seinem Heimatort stationiert war, faszinierte ihn. „Es wäre einfach schlecht, wenn so etwas völlig aus der Erinnerung verschwindet“, sagt Gluba. Er las, was die Experten über „Dora“ schrieben, wie sie das Geschütz gleichermaßen als Zeugnis deutscher Ingenieurskunst und ebenso als einen der größten Flops der Militärgeschichte werteten. Tausende Helfer und viele Arbeitstage waren nötig, um das Geschütz für den Einsatz vorzubereiten. Hitler sah in ihm trotzdem eine Art Wunderwaffe.
Langsam sprach sich m 5000-Einwohner-Ort Auerswalde herum, dass Matthias Glubas auf der Spurensuche war. Plötzlich kamen ihm bisher unbekannte Leute auf ihn zu. Einer brachte Fotos, die er kurz nach der Wende von einem Österreicher erhalten hatte. Fotos, die die Amerikaner zwischen dem 14. und 20. April 1945 vom Depot und der zerstörten „Dora“ gemacht hatten. Unmittelbar vor Ankunft der US-Einheit war das Geschütz durch Sprengung des Verschlusses und der Wiege unbrauchbar gemacht worden. Die Detonation muss gewaltig gewesen sein, sie zerriss die ganze Lagerhalle. Behauptungen, dass sogar ein Geschützteil über die Hauptstraße geflogen sei und noch irgendwo herumliege, elektrisierten Gluba. Er besorgte sich ein Metallsuchgerät, fand aber nichts.
„Kannste mitnehmen“
Und dann war doch alles viel einfacher: Frag doch mal in der Hauptstraße Nr. 5 nach, lautete der Tipp eines Alteingesessenen. Und tatsächlich: Eingebettet im Steingarten hinterm Wohnhaus lag das schwere Stück, gut 150Meter vom Explosionsort entfernt. „Kannste mitnehmen“, sagte der Grundstückseigentümer. Die Kraft von vier Männern reichte dann so gerade aus, um das rund 200 Kilogramm schwere Verschlussteil ins Auto zu hieven.
Im Herbst 1945 – auch das erhellte Gluba – war das unbrauchbare Riesengeschütz von der Sowjetarmee zum zentralen Beutesammelplatz nach Merseburg bei Halle gebracht worden. „Dort verliert sich seine Spur“, sagt der Bauingenieur.
Zu gern wüsste er, was daraus geworden ist, ob es vielleicht gar in einem russischen Depot steht. Er hat schon an das weithin bekannte Panzermuseum Kabinka bei Moskau geschrieben, „die haben auch nahezu alle deutschen Panzer im Bestand“. Ein Direktor des Museums bat daraufhin um weitere Detailangaben, bekam sie und ließ seither nichts wieder von sich hören. „So ist das im Moment das einzige greifbare Teil vom größten Geschütz der Welt“, sagt Gluba in seiner Garage. Und das klingt durchaus zufrieden.
 
#9
hey danke für die Infos, ich war gestern mal in dem Wald, wo auch noch Teile des Geschützes liegen. Das Graben werde ich mir aber schenken, da dort wegen Munitionsfunden betreten verboten ist. Ich brauch meine Gliedmaßen noch. Das Mann dort nichts Metallisches gefunden hat muss daran liegen, das er an der falschen Stelle gesucht hat. Metallische Zeitzeugen liegen überall wo in der Vergangenheit Leben war.
 
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