josef

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#4
Hallo @Bergwacht9902,
besten Dank für die Bilder! Der Tunnel war eines der wenigen fertiggestellten Bauwerke des Bahnprojektes Berchtesgaden - Salzburg. Die Reichsbahn plante eine zweigleisige Hauptbahn vom Bf. Berchtesgaden durch das Tal der Königssee-Ache über Schellenberg bis St. Leonhard, dann rüber ins Salzachtal, wo sie bei Elsbethen in die Salzachtal-Hauptstrecke (Salzburg-Zell am See usw.) einmünden sollte.

Die Arbeiten begannen im Sommer 1939. Gebaut wurde am 240 m langen Tunnel, der Verlegung des Gernerbaches und es wurde das Atzenfeld planiert, hier sollte ein neuer Güterbahnhof " BGD-Bergwerk" entstehen. Zwischen Tunnelende und Atzenfeld, im Bereich Hofbräuhaus und dem alten Gleis zum Salzbergwerk wollte man wegen der Straßenverlegung erst später beginnen. Nach Kriegsbeginn wurden die Arbeiten eingestellt. Fertiggestellt wurden die beiden Gleise durch den Tunnel, wobei eines 8 m nach dem Tunnelmund endete und das zweite Gleis bis zur Mühlbachbrücke verlegt wurde. Auch die Oberleitung wurde im Tunnelbereich noch fertiggestellt.

Mehr darüber kann man bei

Harrer, Holcomb;
Salzburger Lokalbahnen":
Verlag Slezak, Wien 1980


nachlesen!

lg
josef
 

josef

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#5
Bahnhofstunnel BGD könnte wieder Reaktivierung zugeführt werden

Ein verkehrspolitisches Zukunftsprojekt könnte dem "Bahnhofstunnel" in BGD wieder zu einer "artgerechten" Nutzung verhelfen. Durch Ausbau von S- und Stadtbahnlinien soll der von ca. 1,6 Millionen EW bevölkerte Großraum von Traunstein, Mühldorf bis Vöcklabruck, Bad Ischl und in der anderen Achse von Braunau bis Schladming und Kitzbühel, mit Zentrum Stadt Salzburg, besser erschlossen werden. Zu den in letzter Zeit bereits ausgebauten lokalen Bahnverbindungen von Salzburg nach Freilassing, BGD über Bad Reichenhall, Hallein, Golling usw. ist eine neue Stadtbahnachse von Bad Ischl in die Stadt Salzburg und weiter nach BGD und dem Königssee angedacht! Diese Linie könnte zu einer Wiederbenützung des "Bahnhofstunnels" in Berchtesgaden führen...

Dazu ein Ausschnitt eines aktuellen Artikels aus den "Salzburger Nachrichten" (SN):
Verkehrskonzept für die Zukunft
SN/ 17. März 2011 | 08:07 | Salzburg | STEFAN VEIGL
Die Ortschefs und viele Landespolitiker sind sich einig: Salzburg braucht neue Bahnlinien zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden.
Am Donnerstag werden fast 50 Ortschefs zur Auftaktveranstaltung einer Bürgermeisterkonferenz in Grödig erwartet: Präsentiert wird ein neuer Vorschlag für eine Regionalstadtbahn (RSB). Sie soll auch das Umland verkehrsmäßig entlasten, damit der Zug für Pendler endgültig schneller ist als das Auto.

Straßenbahn in der Stadt
Herzstück der Öffi-Initiative ist eine neu zu errichtende Schienenverbindung namens RSB 5. Sie soll von Bad Ischl in die Landeshauptstadt und weiter über Salzburg-Süd bis zum Königssee führen. Die Trasse der alten Ischlerbahn soll nur in geringem Maß genutzt werden. In der Stadt soll die Bahn entweder, wie bisher geplant, unterirdisch, oder oberirdisch als Straßenbahn geführt werden. Entscheidungshilfe soll ein Gutachten unabhängiger Fachleute sein. Weiters sollen die bestehenden Bahnstrecken durch neue Taktfahrpläne besser genutzt werden. Durch verlängerte und neue S-Bahn-Linien soll auch der angrenzende Großraum zwischen Braunau, Vöcklabruck, Bad Ischl, Schladming, Kitzbühel, Traunstein und Mühldorf angebunden werden. Als Querverbindungen zu den Bahnen sollen Busse dienen.
Quelle und gesamter Artikel: http://www.salzburg.com/online/salz...wr7KRoTd1fInOXUelP3wPQsZ9Wt&img=&text=&mode=&
 

josef

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#7
Neue Studie für Bahn Salzkammergut-Stadt Salzburg-Berchtesgaden-Königssee

Weitere Machbarkeitsstudie für die Querung des Salzburger Stadtgebietes für das Projekt einer neuen Bahnstrecke vom Salzkammergut bis zum Königssee wurde in Auftrag gegeben! Die Trasse würde in Teilbereichen etwa der alten schmalspurigen "Ischlerbahn" sowie der ehemaligen normalspurigen Linie Salzburg-Berchtesgaden-Königssee folgen...

Regionalstadtbahn: Neue Trasse durch die Stadt soll mit Jahresende fix sein

SN Lokalausgabe | 13.01.2014
SALZBURG-STADT (SN-stv). Das Projekt EuRegio-Bahnen nimmt Fahrt auf: Herzstück des Jahrhundertprojekts ist eine neu zu bauende Bahnverbindung zwischen dem Salzkammergut (OÖ) über die Stadt Salzburg bis zum Königssee in Bayern. Teil dieser Strecke wäre eine Regionalstadtbahn, die die Landeshauptstadt Salzburg durchqueren soll. Wie hier der beste Trassenverlauf aussieht und wie viel so eine Bahn im Bau, aber auch im Betrieb kosten soll, wird aktuell durch eine Machbarkeitsstudie geklärt.

Am Montag wurden dazu weitere Details fixiert. Dazu ist Petra Strauss, Bereichsleiterin bei der Karlsruher PTV Transport Consult GmbH, nach Salzburg angereist. Die PTV wird bei der Machbarkeitsstudie in einer Bietergemeinschaft mit einer Gruppe der TU Graz die Themen Verkehrsmodellierung und gesamtwirtschaftliche Bewertung von Einzelprojekten ausarbeiten – und ist in der Branche bestens ausgewiesen: Denn die PTV hat das als europaweites Vorbild geltende öffentliche Verkehrssystem in Karlsruhe (300.000 Einwohner) mitentwickelt.

Strauss hält Salzburg und Karlsruhe für durchaus vergleichbar: „Durch den starken Tourismus und die vielen Pendler aus der Region ist die Größenordnung ähnlich. Und in Karlsruhe ist der Hauptbahnhof noch weiter vom Zentrum entfernt.“ Durch den sukzessiven Ausbau der Straßenbahn habe die deutsche Stadt ihre Verkehrsprobleme nachhaltig gelöst, berichtet die Expertin: „Vor 20 Jahren gab es verstopfte Straßen, jetzt nicht mehr.“ Das zeige auch der sogenannte Modal Split, der misst, auf welche Art Bewohner und Pendler in der Stadt ihre Wege zurücklegen: „Deutlich über 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer in der Karlsruher Innenstadt nutzen die Öffis“, sagt Strauss. Die Stadt Salzburg liegt hier mit rund 16 Prozent – Tendenz sinkend – deutlich schlechter, wie Johannes Gfrerer einräumt. Er ist Pressesprecher des Salzburger Verkehrsverbunds (SVV) und wurde von Verkehrslandesrat Hans Mayr (TS) mit der Koordination des Projekts EuRegio-Bahnen beauftragt. Ein weiterer Teil der Machbarkeitsstudie soll evaluieren, inwieweit bestehende Gleise (etwa die Bahnstrecken nach Straßwalchen, Berchtesgaden, Braunau und Mühldorf) ausgebaut, mit neuen Haltestellen versehen oder gar überhaupt erst elektrifiziert werden müssen, um schnellere Verbindungen zu erreichen. Auch hier will die Karlsruher PTV mitbieten.

Fertig sein muss die 1,1 Millionen Euro teure Gesamtstudie mit Jahresende 2014 – denn da läuft auch die Frist für die 50-prozentige EU-Finanzierung aus. Den Rest teilen sich Land Salzburg (250.000 Euro) sowie der Verein Regionalstadtbahn (150.000 Euro), Stadt Salzburg und die bayerischen Partner.

Gfrerer erhofft sich durch die Studie vor allem Klarheit über die Frage, ob die geplanten Gleise durch die Stadt ober- oder unterirdisch verlaufen sollen. Strauss sieht dieses Thema völlig unbefangen: „Das hängt von den Kosten, vom Stadtbild, der geplanten Größe des Gleisnetzes sowie der geplanten Taktfrequenz ab. Ich weiß noch nicht, was da herauskommen wird. Man sollte vom Ziel her denken und nicht einfach irgendwo zu bauen beginnen.“
http://search.salzburg.com/display/ks140800_14.01.2014_41-50590127
 

Soundy

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#15
Vier Bilder aus dem Jahr 2011 vom Bahnhof Berchtesgaden, der gleich in der Nähe des Bahnhofstunnels ist.
Verladerampe (ob sie noch benützt wird, ist mir nicht bekannt),
Fußgängersteg über den Bahnhof,
Blick auf den Bahnhof,
Gleisende in Richtung Bahnhofstunnel.

Soundy
 

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