"Flakfestung" Breitenlee

adasblacky

Well-Known Member
#45
OK, Du hast Recht, so genau hab ich sie mir nicht angeschaut, sind wirklich aus mehreren Lagen Blech. Es geht mir um die 30cm Beton dazwischen. das war eine Panzergranate. Ich finde nur im Internet nichts zur 10,5 Panzergranate, außer das sie über 15kg schwer war .... immer nur 8,8 oder 12,8
 
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#46
30cm Beton ist so gut wie nichts. Die Flakstellungen hatten auch Aufschlagzünder speziell zu Kriegsende, da viele dieser Stellungen für den Erdkampf eingesetzt wurden.
Abgesehen davon ist ein Teil des Betons in den letzten rund 75 Jahren herausgebrochen (verwittert).

lg

Cerberus9
 

adasblacky

Well-Known Member
#47
30cm Beton ist so gut wie nichts. Die Flakstellungen hatten auch Aufschlagzünder speziell zu Kriegsende, da viele dieser Stellungen für den Erdkampf eingesetzt wurden.
Abgesehen davon ist ein Teil des Betons in den letzten rund 75 Jahren herausgebrochen (verwittert).

lg

Cerberus9
Also ich bin ja nur Infantrist, aber 30cm Beton klingt für mich nach Bunker, der 2.I-Träger hat ein genauso kreisrundes Loch wie der erste, also hat die Granate den Beton durchlagen und den 2.Träger. Nicht durch nachträgliche Verwitterung.
Nach meinen Verständnis hat sowohl eine Sprenggranate als auch eine Flakgranate die Aufgabe entweder durch Druck oder Splitterwirkung in alle Richtungen zu wirken und würden daher ein anderes Trefferbild (eher abgeplatzt) ergeben. Das schaut für mich nach dem Bolzen einer Hohlladung aus. Aber ich hab noch nix über die 10,5 Granatentypen ...
Und wenn sie auf den Erdkampf vorbereitet waren haben sie ja hoffentlich die richtige Mun verwendet. Gegen Infantrie hinter dem Bahndamm hätten sie "Spreng hochgezogen" verwendet, und dann trifft man nicht mehrfach den Bahndamm.
lg Blacky
 
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#48
30cm Beton wäre für eine Bunker so gut wie nichts. Maximal ein Splitterschutz. Egal womit die darauf schießt. Selbst so manche Infantriemunition wandert da durch.
Eine Flakgranate ist eine Sprenggranate. Viele Flakstellungen bekamen für den Erdkampf Aufschlagzünder, aber es wurden auch die ohnehin vorhandenen Zeitzündern verwendet. Soll heißen die gehen da durch und detonieren erst danach. Aber mal was anderes; wer sagt eigentlich das die Flakstellung für die Löcher in der Brücke verantwortlich ist?
Lg
Gerald
 

adasblacky

Well-Known Member
#49
30cm Beton wäre für eine Bunker so gut wie nichts. Maximal ein Splitterschutz. Egal womit die darauf schießt. Selbst so manche Infantriemunition wandert da durch.
Eine Flakgranate ist eine Sprenggranate. Viele Flakstellungen bekamen für den Erdkampf Aufschlagzünder, aber es wurden auch die ohnehin vorhandenen Zeitzündern verwendet. Soll heißen die gehen da durch und detonieren erst danach. Aber mal was anderes; wer sagt eigentlich das die Flakstellung für die Löcher in der Brücke verantwortlich ist?
Lg
Gerald
also die Zeitzünder ist für mich absolut unglaubwürdig für dieses Loch. Genauso wenig wie eine normale Sprenggranate. Das was wir in Allentsteig geesehen haben sah anders aus, aber ich bin natürlich kein Spezialist. Muss mal wieder ins HGM, da gab es einige Trefferbilder zu sehen ...

Der Abwehrkampf der Flakfestung ist belegt. Oder hast Du eine bessere Erklärung?
 

adasblacky

Well-Known Member
#50
Text zum Thema aus einen anderen Forum: aus Erinnerungen eines jungen RAD-Kanoniers
„In die Geschützstände werden zusätzlich Panzergranaten PG39 mit Bodenzunder BdZf und Hohlladungsgranaten HL mit Kopfzunder AZ38 eingebracht. Ein Teil der für den Luftzielbeschuss verwendbaren Sprenggranaten wird umlaboriert. Die Fliehkraftzunder S/30 werden gegen Aufschlagzunder AZ23/28 ausgetauscht. Der Aufschlagzunder kann durch Drehen einer Schlitzschraube mit einem 10 Pfennigstuck umgestellt werden, von sofort auf zeitverzögertes Explodieren. Die Arbeit des Umlaborierens machen die Waffenwarte, hierbei darf sich aber kein anderer, wegen der Explosionsgefahr, im Geschützstand aufhalten….“
Bei dem ersten Einsatz gegen Shermans zeigt sich, dass Granaten vom Turm abprallen.
Geschützführer Tackenberg am Geschütz "Cäsar" hat inzwischen erkannt, dass mit den Granaten nichts zu machen ist und befiehlt Hohlladungsgranaten mit Kopfzunder zu laden. Diese Granate saugt sich sozusagen auf die Panzerwand fest, entwickelt eine große Hitze und durchbrennt sie.
Das Tabellenbuch von Leutnant Schuh ist angekommen. Die Fahrtgeschwindigkeit der Panzer wird auf 15 km /h geschätzt und den entsprechenden Vorhalt stellt Fritzchen Sauer an seinem Zielfernrohr ein. Die erste Hohlladungsgranate verlässt das Rohr und trifft den anvisierten Sherman-Panzer im Motorenraum. Sofort bleibt der Panzer stehen und brennt lichterloh. Im Geschützstand schreien alle "Hurra, der Erste Panzer ist geknackt". …
Aber was ist nun passiert? Beim Nachladen stellt der Vormann Praeler fest, das der Rohrverschluss nicht aufgegangen ist. Normalerweise wird der Verschluss nach dem Rohrrucklauf automatisch wieder geöffnet. Alle haben aber aus dem Unterricht vergessen, das die Hohlladungsgranate viel leichter ist, nur eine VO von 560 m/sek. hat
 
#51
OK, Du hast Recht, so genau hab ich sie mir nicht angeschaut, sind wirklich aus mehreren Lagen Blech. Es geht mir um die 30cm Beton dazwischen. das war eine Panzergranate. Ich finde nur im Internet nichts zur 10,5 Panzergranate, außer das sie über 15k schwer war .... immer nur 8,8 oder 12,8
Die 15,1 kg schwere Sprenggranate und die 15,6 kg schwere Panzergranate konnten 12,8 km hoch oder bis zu 17 km weit geschossen werden. Die Lebensdauer eines Rohres betrug ungefähr 1500 bis 3500 Schuss.

Generell wurde gezielt geschossen. Die Bestimmung von Geschwindigkeit und Höhe eines feindlichen Flugzeuges erfolgte bei guter Sicht über eine optische Entfernungsmessung (Triangulation). Bei Nacht wurden Flakscheinwerfer zur Erfassung eingesetzt. Das mit dem Entfernungsmesser gekoppelte „Kommandogerät“, ein mechanischer Analogrechner, errechnete aus den erfassten Werten sowie dem Kurs der Maschine den Vorhalt und damit die Laufzeit des Geschosses. Im Kopf der Granate war ein von den Uhrenwerken Gebr. Thiel (→ Gerätebau GmbH) entwickeltes Uhrwerk (Typ ZtZ S/30) eingebaut, das nach einer einstellbaren Laufzeit von 1,5 bis 29,5 Sekunden die Granate zündete. Vor dem Abschuss war an jeder Granate die Verzögerungszeit in der „Zünderstellmaschine“ einzustellen. Bei schlechten Sichtbedingungen war man auf die von den Würzburg-Radargeräten ermittelten Werte angewiesen, die elektrisch auf das Kommandogerät übertragen wurden. Dieses konnte über vieladrige Signalkabel ganze Batterien aus vier und mehr Flakgeschützen mit Höhen- und Seitenrichtwerten versorgen. Nur wenn keine entsprechenden Daten verfügbar waren, wurden Sektoren bestimmt, welche die Angreifer wahrscheinlich durchfliegen würden und die dann einfach permanent beschossen wurden (Sperrfeuer).

Bis kurz vor dem Kriegsende hatten die Geschosse nur Zeitzünder. Es kam jedoch oft vor, dass eine Granate ein Flugzeug fast ohne Folgen durchschlug und erst weit dahinter explodierte. Durch die Einführung von zusätzlichen Aufschlagzündern (Doppelzünder, Dualzünder von Junghans), die trotz dringender Anforderung erst 1945 geliefert wurden, konnte deshalb die Abschussrate in etwa verdreifacht werden.
 
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#52
Letzte Woche wurden Reste der Flakstellung Breitenlee beseitigt.
Um genau zu sein 5 Sockel der 10,5cm Geschütze. Jetzt ist alles mit Erde verfüllt.

lg
Cerberus9
 

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