Flugzeugabsturzstellen, Notlandeplätze WKII

josef

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#41
Tirol: Aufstieg zum Trümmerfeld einer am 17.03.1944 abgestürzten "Siebel 204" der LW in der Verwall-Gruppe

Fand ein Video aus 2017 über den Absturzort einer "Siebel 204" am Kuchenferner in der Verwall-Gruppe oberhalb der "Darmstädter Hütte" (2.384 m):

Kurzhinweis zum Video:
Am 27.08.2017 veröffentlicht - Im März 1944 stürzte eine deutsche Siebel 204 mit 5-Mann Besatzung am Kuchenferner-Gletscher-Verwall ab. Von St. Anton am Arlberg aus stiegen wir zur Darmstädter-Hütte auf und gleich dahinter auf den Gletscher zum Trümmerfeld. Die Wrackteile aperten erst 1995 aus dem Gletscher aus. Die 5 Mann Besatzung wurden am Landecker Soldatenfriedhof begraben.




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josef

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#42
...und nochmals Tirol:

Absturzstelle eines am 19.12.1943 abgeschossenen US - "B17 Bombers" auf der Obernurpens-Alm am Weerberg

Video einer Wanderung zur Absturzstelle auf der Alpe Obernurpens

Begleittext zum am 27.07.2017 veröffentlichten Video:

Wandern am Weerberg zur Alpe Obernurpens. Wrackteile an der Absturzstelle des amerikanischen Bombers B-17F Flying-Fortress (Nr. 42-5427) der 2nd Bomb Group, 20th Bomb Squadron der 15th USAAF aus Amendola (Italien) kommend, welche am 19.Dezember 1943 um ca. 12 Uhr dort zerschellte. 2nd Lt. John C. Williams (Pilot) und S/Sgt. Howard E. Richardson (Schütze) finden den Tod. Die restliche Besatzung springt mit Fallschirmen ab und werden in Richtung Zillertal abgetrieben. Die Überlebenden-2nd Lt. Gail P. Hoffmann (Kopilot), 2nd Lt. Milton Plattner (Navigator), 2nd Lt. Carleton E. Mills (Bombardier), T/Sgt. Bill K. Shuping (Bordmechaniker), S/Sgt. Ben W. Kizer (Schütze), S/Sgt. Arthur D. Grammont (Schütze), S/Sgt. Robert L. Kennedy (Schütze) und Sgt. Theodor R. Young (Funker)-geraten in Kriegsgefangenschaft.

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Varga

Mann aus den Bergen
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#43
Ein komisches Hobby haben die Schrottheinis. Wenn Sie Instrumente, oder andere Relikte suchen würden könnte ich sie noch verstehen. Aber nur Bleche umdrehen, und nicht wissen was man in der Hand hält?

Gruss
Varga
 

josef

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#45
Tirol: Aufstieg zum Trümmerfeld einer am 17.03.1944 abgestürzten "Siebel 204" der LW in der Verwall-Gruppe

Fand ein Video aus 2017 über den Absturzort einer "Siebel 204" am Kuchenferner in der Verwall-Gruppe oberhalb der "Darmstädter Hütte" (2.384 m)...
Nach kurzer Sucharbeit weitere Infos gefunden:

Gletscher gab neue Spuren vom Todesflug 1944 frei

Hobbyforscher ging den Geheimnissen des bei St. Anton abgestürzten Schulflugzeuges nach. Souvenirjäger holen sich Teile des Wracks.

© Andreas Kapeller
Dieses abgerissene Teilstück des Flugzeug-Tragflügels befindet sich am Rande des Kuchenferners in rund 2650 m Seehöhe.

Von Helmut Wenzel:
St. Anton am Arlberg – Hans Thöni, Heimatforscher und Autor des St. Antoner Dorfbuches, fasst den Nachtflug am 17. März 1944 so zusammen: „Fünf junge Männer, Angehörige der deutschen Wehrmacht, starteten mit einem Schulflugzeug Modell Siebel 204 in Prag. Offenbar waren es Wehrmachtsdeserteure, die in die Schweiz flüchten wollten. Bei St. Anton prallte die Maschine in 3000 Metern Höhe gegen eine Felswand der Kuchenspitze. Die Besatzung hatte keine Überlebenschance. Im Juni 1944 konnten die Leichen geborgen werden, am Friedhof in Landeck gab es eine Beerdigungsfeier.“ Die Opfer des Todesfluges sind Josef Recke (Unteroffizier), Gerhard Kronz (Unteroffizier), Heinz Martelock (Feldwebel), Horst Schmidt (Obergefreiter) und Dieter Völkel (Gefreiter).


Andreas Kapeller
Das Schulflugzeug prallte am 17. März 1944 gegen eine Felswand der Kuchenspitze (3148 m) – mit tödlichen Folgen für die fünfköpfige Besatzung.

Noch lange war, so Thöni, ein großer Ölfleck am Fels zu sehen. Die Wrackteile landeten verstreut am Gletschereis oberhalb der Darmstädter Hütte. Im Laufe der Jahre wanderte der Gletscher bergab und schmolz dahin.

Das Buch „Luftkrieg über der Alpenfestung 1943–1945“ von Thomas Albrich hat den Tiroler Hobbyforscher Andreas Kapeller neugierig gemacht. Weil er darin auch auf den Todesflug der Siebel 204 stieß, unternahm er kürzlich eine Tour nach St. Anton – auf den Kuchenferner im Verwall. Rasch wurde er fündig: „Da ist fast alles ausgeapert. Ein Tragflügelteil liegt ebenso dort wie ein Reifen, Motorteile, Kabel, Schuhsohlen oder Textilreste.“ Ein Kuriosum war ein Radiergummi, der nach wie vor funktioniert. Für den St. Antoner Bürgermeister Helmut Mall ist die Geschichte der abgestürzten Maschine keinesfalls neu. Dass dort oben Wrackteile liegen, habe er schon lange gewusst, Ende des vorigen Jahrhunderts, als der Gletscher noch viel größer war, soll das Bundesheer herumliegende Wrackteile entsorgt haben.

Ob die Gemeinde für die restlichen Teile zuständig ist, die inzwischen ausgeapert sind, sei unklar. „Wir werden uns die Sache auf jeden Fall anschauen und mit der Umweltbehörde abklären, was zu tun ist“, sagte Mall.


Andreas Kapeller
Trotz „Entsorgungsarbeit“ von Souvenirjägern finden sich nahe der Darmstädter Hütte noch immer zahlreiche Wrackteile der Siebel 204.

Zuständig sei grundsätzlich der Grundeigentümer, hieß es vom Umweltreferat an der BH Landeck. Dort habe man von den Trümmern bisher nichts gewusst. Jedenfalls müsse zuerst geklärt werden, ob dort noch umweltschädliche Stoffe vorhanden sind. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, bemerkte Hobbyforscher Andreas Kapeller. Wenn er etwas zu sagen hätte, würde er die restlichen „Erinnerungsstücke“ liegen lassen und eine Gedenktafel aufstellen. Mit dem völlig weggeschmolzenen Gletscher würden Bergfreunde übrigens auch „einen anschaulichen Beweis zum Klimawandel“ finden.
Für den langjährigen Wirt der Darmstädter Hütte, Andreas Weiskopf, sind die Wrackteile ebenfalls nichts Neues: „Seit Jahren besuchen uns Wanderer, die das eine oder andere Souvenir vom Flugzeug mitgenommen haben.“ Eine Gedenktafel zur Erinnerung an die fünf getöteten Soldaten würde er begrüßen. „Aber das fällt nicht in meine Kompetenz.“


Beerdigungsfeier am Friedhof der Stadtpfarrkirche Landeck im Juni 1944: Die fünf beim Flugzeugabsturz getöteten Männer waren Angehörige der deutschen Wehrmacht.
Quelle: http://www.tt.com/panorama/13403644-91/gletscher-gab-neue-spuren-vom-todesflug-1944-frei.csp





 

josef

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#46
Damit sich "unser Mann aus den Bergen" weiter über die Schrottsammler ärgern kann:

Wrackteilfunde eines am 03.08.1944 an der Nordseite der "Hohen Munde" zerschellten "B24 Bombers"

Video über die Wracksuche eines am 03.08.1944 am Rückflug nach der Bombardierung von Friedrichshafen von deutschen Jägern getroffenen B24 Bombers an der Rückseite der "
Hohen Munde" im Gaistal - Raum "in der Leutasch/Tirol":

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josef

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#49
...und weil die Videos @Varga so gut gefallen, verfolgte ich die Spur weiter und fand tatsächlich noch so ein Filmchen "zum Schreien": (GRINS)

23.10.1944 - Absturz eines "B17 - Bombers" am Taschachferner im Pitztal

Die geplante "bike and hike Tour" des Videoerstellers brachte dieses mal wegen der Gefährlichkeit des Weges im letzten Abschnitt zum
Taschachferner leider nicht den gewünschten Erfolg:

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Weitere Infos: http://www.bullock.at/story-taschach-doku.html


 
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josef

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#50


Nach dem Absturz kam die Lynchjustiz
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525 amerikanische und 31 britische Flugzeuge sind im Zweiten Weltkrieg über dem heutigen österreichischen Bundesgebiet abgestürzt. In vielen Fällen sind die genauen Todesumstände der Mannschaft bis heute ein Rätsel. Eine digitale Landkarte soll jetzt Licht auf diese Fälle werfen – und dabei auch das dunkle Kapitel „Fliegerlynchjustiz“ erhellen.
Im Herbst 1939 begannen die Alliierten, Ziele im Deutschen Reich zu bombardieren, ab 1943 weitete man die Luftangriffe auch auf die sogenannten Alpen-Donau-Reichsgaue aus. Am 17. August 1940 stürzte die erste alliierte Maschine – ein britischer Bomber vom Typ Armstrong Whitworth Whitley, der eigentlich nach Bayern unterwegs war – über heutigem Bundesgebiet in Vorarlberg ab. In diesem Fall ist der Verbleib der Mannschaft zumindest geklärt: Die Bewohner nahmen Kontakt mit den Angehörigen der fünf Besatzungsmitglieder auf, um ihnen mitzuteilen, dass man die Toten begraben habe.

Ein derart „wohlwollender“ Informationsfluss zwischen den verfeindeten Nationen war allerdings die Ausnahme. Oft recherchieren Angehörige und Institutionen bis heute die genauen Umstände alliierter Flugzeugabstürze. Die einen aus emotionalem Interesse. Die anderen, weil jedes Flugzeugwrack, das unentdeckt in der Landschaft liegt, Gefahrenstoffe bergen kann – bis hin zu nicht detonierten Bomben.
Privat
Zwei festgenommene Angehörige der Besatzung von 1st Lieutenant Adam J. Hrostowsky, die nahe Wien-Schwechat abstürzte. Diese Aufnahme wurde am Folgetag in den Wiener Tageszeitungen veröffentlicht.

Downed Allied Air Crew Database
Hier setzten die beiden Historiker Nicole-Melanie Goll und Georg Hoffmann vom Haus der Geschichte Österreich (hdgö) an: Mit technischer Unterstützung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erstellen die beiden gerade eine digitale Landkarte alliierter Flugzeugabstürze, die helfen soll, die Wissenslücken zu schließen. Im Herbst 2019 soll die DAACDA (Downed Allied Air Crew Database Austria) in vollem Umfang online gehen – verwenden und ergänzen kann man sie allerdings schon jetzt.

Brautkleider aus Fallschirmseide
Gut möglich, dass diese Karte gerade für ländliche Nutzer ein Augenöffner ist, der klärt, warum Weidezaun oder Kuhtränke des Nachbarn seltsam wirken. Denn, so Hoffmann im Gespräch mit ORF.at: „Manche Flugzeugteile liegen bis heute an der Absturzstelle. Sie finden Verwendung als Zaunpfähle, Viehtränken oder auch als Abdeckungen für Scheunen.“ Seine Kollegin Goll hat sogar schon historische Kerosintanks, umgearbeitet zu Kinderspielzeug, gesehen. In manchen Kleiderkästen finden sich Taufkleider oder gar Brautkleider, die im Krieg aus der begehrten weißen Fallschirmseide gefertigt wurden. Doch was geschah mit der Besatzung, die mit dem Schirm zu Boden ging?

NARA
Der schwerste Angriff auf Graz während des gesamten Krieges. Am 2. April 1945 attackierten mehrere hundert US-Flugzeuge die steirische Gauhauptstadt.

Hoffmann und Goll haben Hunderte Fälle recherchiert. Und jede Geschichte ist anders. „Wir haben nicht nur Fälle auf heute österreichischem Boden recherchiert, sondern etwa auch in Ungarn“, sagt Goll. „Von 8.236 Besatzungsangehörigen, die abstürzten, kamen 2.568 direkt beim Absturz oder an den Folgen ums Leben. 5.506 Flieger überlebten den Absturz und die Gefangenschaft. Einige konnten flüchten. Und 480 wurden Opfer von Kriegsverbrechen – das bedeutet, ihnen wurde Gewalt angetan.“ 224 Flieger, sagt Goll, gelten bis heute als vermisst. „Aber zu den meisten dieser Fälle haben wir Informationen, die die Suche nach den sterblichen Überresten erleichtern.“
NARA
Der Fliegerbefehl von August Eigruber, dem Gauleiter von Oberdonau

„Terrorbomber“ und Lynchmob
Gegen Ende des Krieges kurbelten die Nationalsozialisten ihre Propagandamaschine noch einmal an. Alliierte Bomber mussten auf Weisung von Propagandaminister Joseph Goebbels in Presse und Amtssprache als „Terrorbomber“ bezeichnet werden. Wer abgestürzten oder notgelandeten Piloten half, machte sich selbst strafbar. Laut offizieller Weisung hatte die Polizei abgeschossene Piloten und deren Mannschaft festzunehmen und sie am nächsten Luftwaffenstützpunkt abzuliefern.
Jerry Whiting
Als am 22. März 1945 mehrere US-Flugzeuge über Wien abstürzten, kam es zu tumultartigen Szenen. Notgelandete Besatzungsangehörige wurden durch die Straßen der Stadt getrieben und misshandelt.

In der Praxis hing das Schicksal der überlebenden Mannschaft allerdings davon ab, wem sie als Erstes in die Hände fiel. Gut belegt ist beispielsweise das Schicksal eines afroamerikanischen Piloten, der 1945 südlich von Linz abstürzte. „Oberösterreich war damals ein heftig bombardiertes Gebiet“, so Hoffmann. „Die aufgebrachte Menge wollte den Mann sofort lynchen. Ausgerechnet ein Wehrmachtsoffizier ‚rettete‘ ihn zunächst aus dieser Situation und übergab ihn den Behörden.“

„Wir wehren uns“
Leider ging die Geschichte wenig ruhmreich weiter. Tagelang versuchten verschiedene NS-Funktionäre, den Piloten – sein Name war Walter Manning – aus dem Gefängnis im Fliegerhorst Hörsching zu holen, um ihn zu ermorden, was ihnen schließlich auch gelang. Die Nationalsozialisten hängten Manning an einer Laterne auf, um den Hals ein Schild mit den Worten: „Wir wehren uns!“

Jerry WhitingWalter
P. Manning wurde im April 1945 am Fliegerhorst Hörsching aus seiner Zelle geholt, schwer misshandelt und schließlich erhängt

So fanden die wenig später einrückenden US-Bodentruppen die Leiche. Das Interesse der US-Behörden an dem Fall sei aber auch relativ schnell wieder erloschen, erklärt Hoffmann weiter. Denn Schwarze galten in der US-Army, die damals strenge Rassentrennung praktizierte, als Menschen zweiter Klasse. 2018 gab es schließlich in Linz einen Festakt für Manning, zu dem sein bester Freund aus den USA anreiste. Fast 80 Jahre nach seinem Tod.

Mantel des Schweigens
Hat sich in einer Ortschaft ein Fall von „Fliegerlynchjustiz“ ereignet, liegt in der Regel bis heute ein Mantel des Schweigens über dem Ereignis. Im Gau Oberdonau kam es besonders oft zu „Zwischenfällen“ mit Fliegern, denn dort lag der einzige schriftliche Niederschlag des „Fliegerlynchbefehls“ vor, den Gauleiter August Eigruber an untergebene Stellen verlautbaren ließ. Aber auch in Straßgang, einem Randbezirk von Graz, wurden 1945, kurz vor Kriegsende, sechs Besatzungsmitglieder eines alliierten Flugzeugs ermordet.
Forschungsprojekt DAACDA
Karte der Flugzeugabstürze über dem heutigen Österreich zwischen 1940 und 1945

„Der daraufhin errichtete Gedenkstein wurde bis in die 1980er Jahre immer wieder geschändet“, erzählt Goll. Dabei sei ja schon dessen Inschrift falsch. Der Täter kam direkt aus dem Ort. Auf dem Stein, so Goll, heiße es jedoch „getötet von Nazi-Faschisten“. Also im Grunde: „Wir waren es nicht.“ Die Namen der Ermordeten, so Goll, suche man auf dem Stein vergeblich.
Goll/Hoffmann
Aufnahme des Fliegermord-Denkmals von Graz-Straßgang, das seit 1945 besteht

Mitleid mit den jungen Piloten
Es gibt aber auch andere Geschichten, etwa von Polizisten, die sich in Graz einem Erschießungsbefehl widersetzten und so dem US-Kopiloten Mac D. Moore 1945 das Leben retteten. Oder Geschichten von Frauen, die gestrandete Piloten fanden und in ihnen – statt der von der Propaganda angekündigten Monster – kaum 18-jährige Burschen erkannten. Buben im Grunde, wie sie sie selbst ins Feld geschickt hatten. Und die Mitleid hatten und halfen. Aber: Die unschönen Geschichten überwiegen.
Maya McKechneay, für ORF.at
Link:
Alliierte Flieger: Nach dem Absturz kam die Lynchjustiz
 
#51
Also ganz verstehe ich nicht was daran neu oder sogar wissenschaftlich sein soll. Wenn ich das richtig sehe, werden lediglich die MACR aufgelistet und einer Landkarte eingetragen. Wobei die tatsächlichen Absturzorte jedoch scheinbar unberücksichtigt bleiben. Oder sehe ich da was falsch?
 

josef

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#52
BAD WIMSBACH-NEYDHARTING O.Ö. - Absturz eines US-Bombers vor 75 Jahren:
OBERÖSTERREICH > WELS
Der US-Bomber "Leaky Tub" stürzte vor 75 Jahren über Wimsbach ab

Bei dem Absturz im Jahr 1944 starben zehn Besatzungsmitglieder. Bürgermeister Erwin Stürzlinger und Nationalrat Klaus Lindinger legten am Jahrestag des Absturzes an der Unglücksstelle einen Kranz nieder.


Kranzniederlegung an der Absturzstelle des US-Bombers "Leaky Tub" Bild: Fischer
Am 23. Februar 1944 stürzt um 12.09 Uhr der US-Bomber "Leaky Tub" in der Ortschaft Bergham auf Wimsbacher Gemeindegebiet ab. Anlässlich des 75. Jahrestages wurde in Wimsbach eine Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung abgehalten. Einen Tag vor dem Flak-Abschuss des US-Bombers vom Typ "Flying Fortress" über Gaspoltshofen, bei dem sich die zehnköpfige Besatzung mit dem Fallschirm retten konnte, traf ein Flak-Geschoss über Wimsbach die "Leaky Tub". Zehn der elf Besatzungsmitglieder wurden bei dem Absturz getötet. Ein US-Soldat überlebte mit schweren Verletzungen.

"Als Gemeinde ist es unsere Aufgabe, durch das Gedenken die Vergangenheit präsent zu machen und die Bedeutung unserer langen Friedenszeit hervorzustreichen", betonte Stürzlinger. Lindinger dankte allen, die sich im Kleinen und im Großen für den Friedenserhalt einsetzen. An der Gedenkfeier nahmen auch Vertreter des Kameradschaftsbundes, des Schwarzen Kreuzes und der Feuerwehr teil.
Der US-Bomber "Leaky Tub" stürzte vor 75 Jahren über Wimsbach ab
 

josef

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#53
GASPOLTHOFEN O.Ö. - Vor 75 Jahren wurde ein US- B-17 Bomber abgeschossen:
OBERÖSTERREICH > WELS
Als ein US-Bomber vom Himmel fiel

Der Gaspoltshofener Alois Doppelbauer erinnert an historisches Ereignis vor 75 Jahren.


Der amerikanische Bomber zerschellte im Februar 1944 in Gaspoltshofen, nachdem zuvor die zehn Besatzungsmitglieder abgesprungen waren. Bild: privat
Vor 75 Jahren, am 24. Februar 1944, wurde über Gaspoltshofen ein amerikanischer Bomber, eine "Flying Fortress" – B-17 –, abgeschossen. Die zehn Besatzungsmitglieder konnten mit Fallschirmen abspringen. Der Pilot George J. Verbruggen landete in Weibern, der Co-Pilot Richard W. Bartel in Gröming, Gemeinde Gaspoltshofen. Das Flugzeug zerschellte in Baumgarting bei Gaspoltshofen.

Die Besatzungsmitglieder wurden gefangen genommen und in deutsche Kriegsgefangenenlager gebracht. Der amerikanische Bomber wurde zerlegt, mit Schlitten nach Hörbach gebracht und mit der Eisenbahn abtransportiert. Trotz Bewachung und strikten Verbots gelang es der Bevölkerung, Teile des Bombers zu bergen und auf Dachböden zu lagern.
Bereits vor 20 Jahren konnte der langjährige Gaspoltshofener Hauptschuldirektor und Gemeindechronist Alois Doppelbauer (69) Kontakt zu Besatzungsmitgliedern der "Flying Fortress" aufnehmen. Die Witwe des Piloten, Lucy Verbruggen, nach der die B-17 benannt worden war, besuchte mit ihrer Tochter die Gaspoltshofener Hauptschule und brachte das Tagebuch ihres Mannes mit, in dem die Ereignisse vom Februar 1944 verzeichnet sind.

In der Hauptschule in Gaspoltshofen wurde ein Erinnerungsraum, das "Lucy-Museum", eingerichtet, das den Navigator Jesse S. Hizensky bei seinem Besuch zu Tränen rührte, als ihm ein kleiner Flügelteil übergeben wurde und er das Navigationsgerät noch einmal bedienen konnte.

Zeitzeugen berichteten
Auch die Tochter des Co-Piloten Richard W. Bartel und sein Enkel Chris Edgett mit Gattin besuchten Gaspoltshofen und nahmen einen Bericht von Richard mit, in dem es in der Übersetzung heißt: "Das gesamte Geschwader war unter so schwerem Beschuss, dass sie nur hilflos zusehen konnten, ähnlich wie im Wasser mit Haien zu schwimmen und zuzusehen wie alle gefressen werden und zu wissen, du bist der Nächste."

Beeindruckend war auch der Bericht eines Gaspoltshofener Zeitzeugen. Der Gastwirt Willi Klinger war als Schulbub dabei, wie im Wirtshaus in Jeding das Verhör mit Richard Bartel geführt wurde, nachdem er beim "Jager in Gröming" mit dem Fallschirm gelandet war. Er wurde mit einem angehaltenen Auto nach Gaspoltshofen gebracht und schließlich im heutigen Scheinhaus bis zum Abtransport in einem Militärlastwagen eingesperrt.
Als ein US-Bomber vom Himmel fiel
 
#54
Ich weiß von einer recht unbekannten Geschichte in der Steiermark. Ein Flugzeug wurde abgeschossen und ging über Thal bei Graz runter. Der Pilot hing mit seinem Fallschirm in einem Apfelbaum auf einem Bauernhof, wurde vom Hofbesitzer von diesem gerettet und versorgt. In den 1990ern kam die Familie des Piloten, der es nach Hause schaffte, auf Besuch, da sich das Ereignis zu einer immer zu Weihnachten erzählten Geschichte entwickelte und verbrachte eine schöne und interessante Zeit mit den Nachkommen des Landwirtes. Ich weiß von der Sache, da es sich bei dem Bauern um den Urgroßvater meiner Lebensgefährtin handelte und wir nun in ebendiesem Haus wohnen. Der Baum existiert nicht mehr und auch die Geschichte kennt kaum jemand, aber ich bin grade dabei, mehr darüber herauszufinden, angeblich besitzt auch noch ein Nachbar einen Teil des Flugzeuges. Was für eine Maschine es war, weiß ich leider (noch) nicht, aber es ist erwiesen, dass sie mindestens eine Kiste voll Schokolade geladen hatte.
 
#55
In Dobl bei Graz beim Sender Dobl sind neben dem Stromaggregat (U-Boot Motor) solche Flugzeugwrackteile Ausgestellt, der in der Nähe abgestürzt sei.
Ich habe ein Video angefunden wo dies zu sehen ist:

bei Minute 6:53 sind die Wrackteile zusehen
 
#56
Merlwürdig, dass sich die "Wrackteile" (oder sind es sozusagen Devotionalien?) vermehren. Ich bin heute im Zuge einer Wanderung vorbeigekommen und da liegt jetzt deutlich mehr Metall. u.a. ein Spaten.
 

josef

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#57
Burgenland:
Bomber-Absturz 1943: Suche nach menschlichen Überresten

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In Oberpetersdorf (Bez. Oberpullendorf) waren bis Donnerstag US-amerikanische und österreichische Archäologen auf der Suche nach den menschlichen Überresten amerikanischer Soldaten. 1943 war ein Bomber bei Oberpetersdorf abgestürzt, nur zwei Soldaten überlebten damals den Absturz.
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Die Defense POW/MIA Accounting Agency (DPAA) ist eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums. Seit 2010 sucht die DPAA in Kooperation mit Archäologen weltweit nach gefallenen US-Soldaten. 120 sind es noch in Österreich. Bei der Grabung in Oberpetersdorf waren Archäologen der Uni Wien und der University of Maryland beteiligt.

Absturz im Oktober 1943
Im Oktober 1943 griff ein Geschwader bestehend aus 25 US-Bombern die Flugzeugwerke in Wiener Neustadt an. Die Fliegerabwehr schoss 16 Flugzeuge ab, eines davon stürzte im Wald bei Oberpetersdorf unmittelbar neben dem Mammutbaum ab und explodierte. Zwei Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Fallschirm retten, acht Männer starben. Vier davon wurden geborgen, nach den Überresten von vier weiteren wurde jetzt gesucht.

Menschliche Überreste gefunden
Nun wurden tatsächlich menschliche Überreste gefunden, so die Grabungsleiterin Claudia Theune von der Universität Wien. „Wir haben auch verschiedene persönliche Gegenstände gefunden. Die menschlichen Überreste, die wir gefunden haben, sind zum großen Teil verbrannte Knochen. Da wir wissen, dass das Flugzeug verbrannt ist und die Crew-Mitglieder auch verbrannt sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir Crew-Mitglieder dieser Maschine gefunden haben“, so Theune.
Außerdem wurden viele, meist verkohlte, Einzelteile gefunden, zum Beispiel Plexiglasscheiben des Cockpits, Munitionsteile, Teile von Flakschutzwesten und sogar Kontrollleuchten.

ORF
Die menschlichen Überreste werden in die USA gebracht

In Oberpetersdorf wurden auch tausende Einzelfunde gemacht, die in Österreich bleiben. Die menschlichen Überreste kommen in die USA und werden dort auf DNA-Spuren untersucht, um mögliche Verwandte der gefallenen Soldaten zu finden.
Chronik: Bomber-Absturz 1943: Suche nach menschlichen Überresten
 
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