Hilfe...Fundstelle gesucht!

B

Biblio

Guest
#1
Diesen Aufruf habe ich in letzter Zeit öfters gesehen: Ein Sammler möchte im Urlaub nach XYZ fahren und sich vorher über die Fundstellen der Region erkundigen. Dem Manne wurde mit dem Hinweis auf das seinem Urlaubsort nächste Revier geholfen. Dann erhält er von einem anderen Sammler den Hinweis, dass es dort nichts mehr zu finden gibt, er hat wohl nicht das gefunden, was er sich erhofft hat.
Seltsam! In dem Gebiet gibt es umfangreiche mittelalterliche Abbaue, einer ist sogar als Besucherbergwerk hergerichtet. Dass es sich hier um ein bedeutendes Bergrevier handelt, beweist die Tatsache, dass für diesen speziellen Bergbau eine eigene Bergordnung und für die Bergleute einen Wochenmarkt eingerichtet wurde. Ferner hat auf Grund der guten Erträge der
Landesherr ein Pochwerk und eine Schmelzhütte einrichten lassen.
Diese Tatsachen beweisen doch die Ertragskraft und Fündigkeit in diesem Revier zu früheren Zeit und davon soll heute nichts mehr vorhanden sein, keine Mineralien ???

Es zeigt sich, dass für ein erfolgreiches Sammeln doch einiges an Vorarbeit zu leisten ist. Dazu gehört die Recherche über die Lagerstätte, was wurde abgebaut, darauf kann man auf einzelne Erz-Mineralien schliessen und mit mög- lichen sekundären Bildungen rechnen.
An jeder neuen Fundstelle ist man Anfänger und ohne mitgebrachtem Wissen wenig erfolgreich.

Glückauf!

Biblio
Wohlgemerkt die Region liegt in den Alpen.
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#2
Hallo Biblio,

soweit mir bekannt, werden gerade im Bezug auf Mineralien auch oft "gute Stellen" absichtlich unterschlagen bzw. verneint.

Das hat aber normalerweise nichts mit dem einzelnen Interessierten zu tun, sondern soll vielmehr die Fraktion der Jäger und Sammler abhalten, die auf solche Tipps hin ein Gebiet ohne Rücksicht auf Verluste durchpflügen und dann eine "Mondlandschaft" hinterlassen. :schlecht: :schlecht:

Mir fallen da spontan Geschichten über Porphyrkugeln/Schneekopfkugeln ein...
 
B

Biblio

Guest
#3
Fundstellen

Hallo,

gute "Fundstellen" sind auch die einschlägigen Mineralien-Zeitschriften. Es ist fast unverständlich, dass es Sammlerfreunde gibt, die auf so etwas verzichten können. Nebenbei bemerkt, kann man noch sehr viel über sein Hobby bzw. die Mineralien lernen und manche Frage in div. Foren wäre bereits im Vorfeld geklärt.
Was nützt die beste Fundstelle, wenn man nicht weiss, was man gefunden hat?
Wenn man sich für ein bestimmtes Revier entschlossen hat, lohnt die Beschaffung gezielter Infos aus den Bereichen Geologie-Lagerstätte, Kartenmaterial TK und GK, Landeskunde oder Ortsgeschichte, Bibliothek oder Archiv.
Der Sammler muss aber immer daran denken, dass die Mineralogie auch ein Teil der Naturwissenschaften ist und man sich darin nur dann wohlfühlt bzw. erfolgreich ist, wenn man Energie, Zeit und Geld investiert.

Glückauf!

Biblio
 
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