Nachterstedt - Braunkohlerestloch - und weg ist das Haus....

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hebbel

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#22
... und jetzt weiß man auch schon daß nur das Wasser Schuld sein kann --- ja was denn sonst?????
http://www.focus.de/panorama/welt/nachterstedt-grundwasser-loeste-erdrutsch-aus_aid_421583.html
uwe
Nun ja. Es kann da durchaus eine multiple Ursachenkombination gegeben haben, die letztlich diesen Wirkungsmechanismus bewirkte. Den Umfang der von mir angesprochenen Verwahrarbeiten kenne ich nicht. Nur, daß es eine signifikante Differenz zum berechneten Volumen gegeben haben soll. Ob dies eine Rolle spielen könnte, insbesondere wenn das Volumen eine signifikante Größe überschreiten sollte, kann ich als Laie nicht einschätzen; weil auch da, unter dem Vorbehalt des wirksamen Volumens, genügend Wasser in Form von Beton eingebracht wurde. Aber dazu muß es ja wohl eine Verwahrungsdokumentation geben.

Gruß
Dieter
 
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Arthur

Guest
#25
... und jetzt weiß man auch schon daß nur das Wasser Schuld sein kann --- ja was denn sonst?????

http://www.focus.de/panorama/welt/na...id_421583.html
in einem Kommentar zu dem Artikel steht jetzt auch:
Übrigens gab es in diesem Gebiet bereits früher einen See. Der war zwar nicht so tief wie der Concordia-See aber um einiges größer.
eine Frage an die Geologen: Wie kann sich das ausgewirkt haben? und Ist da mit noch weiteren Abbrüchen zu rechnen, evtl. bis die "Größe" des alten Sees erreicht ist?

Arthur
 
#26
Mir ist schon klar, daß das Wasser der ursächliche Auslöser war.
Aber - wenn ich ein Projekt von dieser Größe ausführe, sprich einen so großen See flute, muß mir auch klar sein, daß ich die gesamte Wasserhaltung im Großraum nachhaltig beeinflusse.
Dies betrifft auch verfüllte Bereiche, die bis dato trocken standen, sandhaltigen Untergrund, eventuell Altbergbau usw.
Sieht man sich die Bilder der Abbruchkante an, so fällt auf, daß hier Gebiete durchwässert werden, die wahrscheinlich nur im "Trockenen" standfest sind, immerhin stieg der Pegel um mehr als einige Meter an..... aber soetwas muß doch genau vorher untersucht werden und nicht nur den Leuten etwas von schöner Umwelt, ökologischen Gleichgewicht usw vorgegaukelt werden.
uwe
 
H

hebbel

Guest
#28
Ähm, Entschuldigung. Bei den Angaben in #18 bin ich in der Spalte verrutscht. Die lokale Magnitude betrug 0,9 und ist zwischenzeitlich auf der Website des Geophysikalischen Observatorium Collm auf 1,0 präzisiert worden.

Eine Differenz von sechs Minuten zwischen dem Ereignis und dem ersten eingehenden Notruf ist natürlich realistischer. (siehe Artikel) Die Medienfritzen hatten bezüglich des ersten Notrufs eine ganze Bandbreite zur Auswahl angeboten. (4:50 MESZ war auch dabei) Das lässt sich ja auch so schwer recherchieren. :)

Meldung bei ntv Jetzt ist die Frage, was die Stationen gemessen haben, wobei ich noch immer davon ausgehe, daß sie das Schadensereignis selbst (den Erdrutsch) aufgezeichnet haben.

Gruß
Dieter
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
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#29
Erdbeben-Theorie wackelt

Nachterstedt
Experten widersprechen den Bergbausanierer, dass erster Erdrutsch im März harmlos gewesen sei

NACHTERSTEDT/MZ. An der Theorie des Bergbausanierers LMBV, ein Mini-Erdbeben könne den verheerenden Erdrutsch von Nachterstedt mit drei Toten ausgelöst haben, mehren sich die Zweifel. Auch die Darstellung des Unternehmens, ein erst am Wochenende bekannt gewordener kleiner Erdrutsch vom März sei harmlos, stößt auf Widerspruch.

"Das ist nicht alltäglich"

Bei dem Vorfall im Frühjahr waren östlich der späteren Unglücksstelle bis zu 200 Meter Böschung abgestürzt. Die Abbruchkante betrug bis zu zwei Meter, der Bereich war überflutet. Das Unternehmen hatte am Montag von einem "alltäglichen Vorgang" gesprochen. Günter Meier sieht das anders: "Eine solche Deformation einer Böschung ist nicht alltäglich, jedenfalls nicht auf einer solchen Länge, und erst recht nicht, wenn Wasser austritt", sagte der Altbergbau-Experte der Deutschen Geotechnischen Gesellschaft der MZ.

Weiter und Quelle:MZ-Web.de
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
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#32
Tagebauseen bleiben öffentlich - Land übernimmt Gewässer und Ufer.

Streit um Zugänge soll vermieden und Tourismus gefördert werden.
Von Claus-Dieter Steyer

Senftenberg - Die sich langsam füllenden Lausitzer Tagebauseen sollen künftig überall öffentlich zugänglich sein. Deshalb wird sich das Land Brandenburg die Hoheitsrechte an den Gewässern und den Uferbereichen sichern. Konkret geht es nach einem Beschluss der Landesregierung um eine Gesamtfläche von 3300 Hektar. Die Dimensionen veranschaulicht ein Vergleich mit dem Großen Wannsee. Dieser würde mit seinen 260 Hektar fast 13 Mal in die mit Grundwasser sowie mit Wasser aus der Spree und der Schwarzen Elster bis 2018 gefüllten Tagebaugruben passen. Mit dem frühzeitigen Erwerb will die Landesregierung von vornherein Streitigkeiten wie am Griebnitzsee oder am Groß Glienicker See vermeiden, wo Privateigentümer den Uferweg kurzerhand sperrten. Über die Höhe des Kaufpreises und den Zeitpunkt des Eigentümerwechsels wurde noch nichts bekannt.

Weiter und Quelle: Tagesspiegel.de
 

otto

Ruheständler im Dienst
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#33
Gab es unweit des Nachterstedt-Erdrutsches eine geheime Militäranlage?

Gab es unweit des Nachterstedt-Erdrutsches eine geheime Militäranlage?

Aus dem Zweiten Weltkrieg:
Gab es unweit des Nachterstedt-Erdrutsches eine geheime Militäranlage?

Unweit des verheerenden Erdrutsches in Nachterstedt hat es im Zweiten Weltkrieg möglicherweise geheime militärische Anlagen gegeben, in denen Kampfstoffe produziert und gelagert wurden.

Unweit des verheerenden Erdrutsches in Nachterstedt hat es im Zweiten Weltkrieg möglicherweise geheime militärische Anlagen gegeben, in denen Kampfstoffe produziert und gelagert wurden. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Geheimbericht der US-Armee aus dem Jahr 1945. Die Bergbau-Sanierungsfirma LMBV teilte dem Blatt auf Anfrage mit, sie wolle den Hinweisen nachgehen. Es gebe aber keinerlei Anzeichen, dass es in der Region rund um den Ort in Sachsen-Anhalt Altlasten dieser Art geben könnte.

Konkret geht es laut "FR" um eine Chemie-Anlage, die vor Kriegsende auf einem Industriegelände in der Nähe des damaligen Tagebaus gestanden haben soll. Sie fände sich in einer Liste, die eine US-Militäreinheit im Februar 1945 aufgrund von Aussagen eines deutschen Kriegsgefangenen erstellt hatte. Der Tagebau Concordia bei Nachterstedt gehörte damals dem Frankfurter Chemiekonzern IG-Farben, der auch Sprengstoff und Giftgase wie Zyklon B und Tabun produzierte. Ein streng bewachtes unterirdisches Lager befand sich den Angaben zufolge in der Nähe der Siedlung "Auf der Halde", in der es zum Erdrutsch kam.
...
Ein endgültiges Gutachten zur Unglücksursache hat der Bergbausanierer LMBV noch nicht vorgelegt.
Quelle: stern.de.

Brisantes US-Militärdokument
Unterirdisches Giftgaslager in Nachterstedt?
Quelle und Weiterlesen: mdr.de


Hier noch mal vom 23.07.2009 zum Nachlesen:
Absenkungen in Nachterstedt waren lange bekannt
Quelle: welt.de

LG
Gerd
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
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#34
Frose ist ja doch ein Stückchen weg. Ob das einen kausalen Zusammenhang hat, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, das kleine Erdbeben hat da seinen Ursprung.
Gruß
Joe
 
#35
Da taucht im selben Zusammenhang auch gleich wieder ein alter Bekannter auf.
Dirk-Adolf F. aus E.

Immer wieder machten die Alliierten Luftaufnahmen

Die 1945 mit dem Stempel "secret" versehenen Aufzeichnungen der britischen Offiziere hat der Jurist und leidenschaftliche Rechercheur in Sachen NS-Geheimprojekte Dirk Finkemeier aus seinem umfangreichen Handarchiv gezogen. Finkemeier sammelt seit Jahren Material über geheime unterirdische Gasproduktionen und Atomforschungstätten des Dritten Reiches, vor allem in seinem westfälischen Heimatort Espelkamp. "Ich war schockiert, als ich dann im Radio von dem Unglück in Sachsen-Anhalt hörte", so Finkemeier. "Der Name Nachterstedt sagte mir sofort etwas. Der Standort war doch Teil meines Manukripts." Seit Jahren recherchiert Finkemeier für ein Buch über geheime Produktionsanlagen der Nazis.

Lesen sie hier den ganzen Beitrag
 
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hebbel

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#36
Frose ist ja doch ein Stückchen weg.
Das war den Amis wieder mal Wurscht. Nehmen wir halt Nachterstedt-Frose.

Weil im "Stern"-Artikel so bedeutungsschwer angesprochen:
Ich zitiere mal schnipselnderweise aus "Petroleum Facilities of Germany" des Enemy Oil Committee, Ausgabe März 1945. (siehe Anhänge). Klar hatten sie einen Kieker drauf...

Zur Bedeutung aus "The development of the German Air Force"

"Imported lead tetra-ethyl fluid was insufficient for the requirements of mobilization. After long and complicated negotiations, the American Ethyl Gas Corporation agreed to build a plant in Doeberitz. This Installation, which was ready during the Winter of 1936-37, was a beginning at least, and even though its production was adequate to provide lead for only 40 percent of Germany's gasoline, it helped to meet the needs of mobilization.
A second large ethyl plant was constructed at Nachterstedt near Oschersleben, but only after many difficulties caused by the Farben people had been mastered. This plant started to produce in 1939."

Damit wird klar, daß sie nur diese zwei Werke hatten, die den Bedarf decken mussten.

Die Tiefbaue unter der Halde sind, möglicherweise natürlich nicht vollständig, bekannt. (Strecken mit Kettenförderanlagen u.dgl.) Einen Schachtdeckel eines ehemaligen Wetterschachtes gab es vor ein paar Jahren jedenfalls auch noch "hinter" (südl.) den ersten vier Siedlungshäusern.
Der "Hüpfer" von möglicherweise "gas(oline)" zu Giftgas geht mir zu schnell. Klar, die britischen Vernehmer hätten wahrscheinlich "petrol" geschrieben, wenn sie Bezin gemeint hätten. Diejenigen, die den erwähnten US-amerikanischen Bericht geschrieben haben, hätten aber mit "gas" Benzin gemeint. Für mich ist im vorliegenden Material kein "poison gas" o.dgl. zu sehen...
 

Anhänge

H

hebbel

Guest
#37
Na ja. Das Rißwerk und andere begleitende Unterlagen weisen für den von Plumeyer markierten Bereich, insbesondere dem "Entrance", keine bekannten Tiefbaustrecken, Abbaufelder oder einen Tagesschacht aus.

Generell ist zu sagen, daß die Sohlen der Tiefbaue immerhin so tief liegen/lagen, daß sie, mit einer denkbaren Ausnahme (1), nur über Tagesschächte oder den jeweiligen tonnlägigen Schacht der Kettenförderung erreichbar waren. Schächte gab es einige, auch in der Nähe des I.G.F. Werkes bei Frose. Über die Schüttkörper der jeweiligen Halden, die in der Gesamtsituation berücksichtigt werden müssen, sind Zugangsmöglickeiten zu den Tiefbauen kaum denkbar. Das geht im Tagebau (1)- und Verfüllbereich nur über stehen gebliebene Pfeiler, also Sicherheitspfeiler, den Kraftwerkspfeiler o. dgl.

Unter der Maßgabe, daß Tiefbaustrecken noch standfest, ob nun mit oder ohne Ausbau im Gebirge standen, was nun wirklich nicht ausgeschlossen werden kann, sind diese wegen ihres Querschnitts nur bedingt für Lagerungszwecke geeignet. Das hängt natürlich auch stark vom Lagerungsgut ab.

Wenn es ein bischen Hand und Fuß haben soll, dann müssten diese zumindest teilweise nachgerissen und ein gescheiter Ausbau eingebracht worden sein. Für Produktionszwecke gar hielte ich die Neuauffahrung von entsprechenden Kammern mit Ausbau, eventuell unter Nutzung noch bestehender Strecken für notwendig. Nicht wirklich unvorstellbar, aber na ja... Das soll sich jeder selbst denken, insbesondere ob dies nicht irgendwie, irgendwo und bei irgendwem "Niederschlag" gefunden hätte. Über die alten Abbaufelder lässt sich leider nichts sagen.

Die von Plumeyer angegebene Markierung mit der Bezeichnung "Entrance" konnte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, ebenso wie von der LMBV angegeben, bisher nur einem Objekt zugeordnet werden. Das wäre der Zugang zum ehemaligen Sprengmittellager der "Concordia", der sich nördlich einer umwallten Fläche befand. Dieses war, es ist nichts anderes bekannt, übertägig angelegt.

Hmm, TEL ist flüssig aber selbst sehr giftig..."Da TEL auch durch die Haut resorbiert und akkumuliert wird, wurden viele Mitglieder des Forschungsteams vergiftet (unter anderem auch Midgley selbst), und Dutzende starben schließlich daran." http://de.wikipedia.org/wiki/Tetraethylblei

(1) Wenn der Tagebau die Tiefe der Tiefbausohlen erreichte und diese anschnitt, entstand natürlich quasi ein "Stollenmundloch", was zumindest zu DDR-Zeiten gelegentlich geschehen sein soll.
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
#38
Ich bin derzeit aushäusig und deshalb etwas "kurzschreibig": Ich sehe ebenfalls keinen Zusammenhang zu Giftgas (nur zu giftigen Produkten) und vor allem keinen Zusammenhang mit dem Erdrutsch. Vielleicht kann jemand mal sagen wieviele Kriegsgefangene auf dem dortigen Friedhof, im Volkmund heisst er wohl "Russenfriedhof", begraben sind. Vielleicht lässt das Rückschlüsse zu.
Was man von den Berichten im Allgemeinen und den Übersetzungen im Besonderen halten kann, hat man ja schon desöfteren hinlänglich erlebt.
Gruß
Joe
 
#39
Zit.Joe:"Vielleicht kann jemand mal sagen wieviele Kriegsgefangene auf dem dortigen Friedhof,..."

Geschätzt ,zwischen 50 und 70 würde ich sagen . Einige Gräber sind auch mit bis zu 5 Toten belegt.
 
H

hebbel

Guest
#40
In diesem Zusammenhang verortet jemand die "Giftgasproduktion" in das IGF-Werk Frose -> http://fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=2860895& und nennt Zyklon B -> http://de.wikipedia.org/wiki/Zyklon_B

Dazu dies:

CIOS-Report No. XXII-15 von Dr. W.S. Calcott und Lt. Col. Max Woldenberg, ETOUSA Hq.

I.G. Farbenindustrie Plant Frose, Germany, Fuels and Lubricants

Das Werk wurde am 12.05.1945 besichtigt. Es befindet sich im Eigentum der IG und nahm seinen Betrieb im August 1939, primär für die Erzeugung von "Tetraethyl lead" [TEL] und "Ethyl fluid" auf. Die Produktion lief von August 1939 bis zum 12.04.1945 unterbrechungsfrei durch. Es ist gänzlich unzerstört und befindet sich in einem Zustand, in dem es sofort wieder die Produktion aufnehmen könnte, wenn die Ausgangsmaterialien zur Verfügung stünden.
Dr. Franz Ebster (Österreicher), ein stellvertretender Betriebsleiter, gab ihnen Informationen zu den betrieblichen Vorgängen in Frose.
[Es folgt dann die Prozessbeschreibung der TEL-Herstellung, die ich hier nicht aufführe.]
- Monatsproduktion 300 metrische t TEL
- Bei der Reinigung (u.a. mittels Ausblasen des TEL mit Luft) fielen 50 bis 75 kg / Monat metallisches Wismut (Bismuth) an.
- Das für die Produktion benötigte Ethylchlorid (300 t / Monat) wurde von den IG-Werken Schkopau und Ludwigshafen angeliefert.
- Frose selbst erzeugte 60 t /Monat unter Verwendung von Alkohol und einem Zink - Chlorid - Katalysator - Prozess.

Außerdem erzeugte Frose 300 t Oppanol* im Monat. Zu Anfang des Krieges gab es dort einen beträchtlichen Vorrat kanadisches Nickelerz, wovon aber das meiste an andere Betriebe verschickt wurde. In Frose selbst wurden nur 50 t Nickel produziert. Eine kleine Menge Erz kam auch aus Finnland, wurde aber nicht verwendet.

[Das war es dann auch schon mit dem sehr kurzen Bericht.]

Da müsste Calcott eine Blausäureproduktion/Verarbeitung in Frose entgangen sein. [Wenn, warum sollte diese vorher verbracht worden sein?]
Dr. Calcott hat seine Unterschrift auch für die Inspektionen in Leuna und Buna hergegeben.

* Polyisobuten bzw. Polyisobutylen, ein Polymer, welches je nach Polymerisationsgrad ein viskoses Öl, eine plastisch klebrige Masse oder ein kautschukartiges Produkt bildet.

Friedhof:
Hier eine ander Zahl. Keine Ahnung, woher diese Abweichung kommt.
"Nachterstedt, auf dem Ehrenfriedhof, Froser Straße, auf der Halde: "Hier ruhen 138 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die während des zweiten Weltkrieges in der Grube Nachterstedt arbeiten mußten und an Entbehrungen und Mißhandlungen verstarben.""
Es gab in der "Concordia" ca. 1000 sowj. Kriegsgefangene/Zwangsarbeiter, polnische Zwangsarbeiter und italienische "Militärinternierte". Auf dem städtischen Friedhof gibt es noch ein Grabmal für unbekannte polnische Zwangsarbeiter. Die Gesamtzahl der Toten wird an einer Stelle mit 140 bis 160 Personen angegeben.

Ein Dokument:
Schreiben der Grube Concordia der A. Riebeck'schen Montanwerke [Tochter der IGF] in Nachterstedt an das Arbeitsamt Halberstadt über zahlreiche Todesfälle bei sowjetischen Kriegsgefangenen vom 16.2.1942.

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Etwas anderes, was ich so noch nicht kannte: Sohlenpflasterung auf der Grube Concordia in Nachterstedt -> http://books.google.de/books?id=QZc...&resnum=5&ved=0CD0Q6AEwBA#v=onepage&q&f=false
 
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