Naturdenkmal Schelmenloch (Schelmenhöhle) bei Sooß/Bad Vöslau

Bunker Ratte

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#1
Bei einer winterlichen Wanderung auf den hohen Lindkogel bei Sooß Bezirk Baden in Niederösterreich, entdeckte ich außer tolle Landschaften eine Höhle auf meinem Weg zur Waldandacht. Im Höhlenverzeichnis ist sie unter der Kat.Nr.: 1911/41 eingetragen!

Im Jahre 2005 erhob die Bezirkshauptmannschaft Baden die "Schelmenhöhle" zum Naturdenkmal. Die 3 Eingänge mussten mit einer massiven, einbruchsicheren Gitterwand verschlossen werden. Nun ist es nicht mehr möglich, daß sich "Schelmen", die lichtscheue Gesellen, in der Höhle verstecken. Einzig die seltenen und gefährdeten Fledermausarten wie die Große und kleine Hufeisennase, das Große Mausohr und die Bechsteinfledermaus verbringen die Wintermonate in der Höhle. Die Schelmenhöhle von Sooß ist am Weg Richtung Eisenes Tor im Brunntal zu entdecken. Die Höhle ist insgesamt rund 40m lang, meist 3m breit und durchschnittlich 3m, maximal 6m hoch. Das "Schelmenloch" diente in Zeiten von Gefahren immer als Zufluchtsstätte. So versuchten sich die Menschen 1529 vor den Türken in die Höhle zu retten. Sie wurden entdeckt. Die Türken entzündeten ein Feuer beim damals kleinen Eingang, sodass die Menschen in der Höhle qualvoll erstickten. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges diente die Höhle als Luftschutzraum für Menschen aus Sooß und Bad Vöslau.
Quelle: Schelmenloch (Kulturatlas.at) weiter Hinweise in der PDF angefügt

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#4
Im Jahre 2005 erhob die Bezirkshauptmannschaft Baden die "Schelmenhöhle" zum Naturdenkmal. Die 3 Eingänge mussten mit einer massiven, einbruchsicheren Gitterwand verschlossen werden.
So gehört es auch, manch einer weiß dies nicht zu schätzen, die Höhlen werden missbraucht für die einen oder anderen Dinge und der Lebensraum seltener Tierarten wird zerstört.
 
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