St.Pölten: Grabungen am Domplatz

josef

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#1
Die seit einigen Jahren durchgeführten Grabungen nach den Resten der römischen Siedlung Aelium Cetium am St.Pöltener Domplatz werden fortgesetzt:
St. Pölten: Grabungen fortgesetzt

Nach der Winterpause sind die archäologischen Grabungen am Domplatz in St. Pölten, dem einstigen Zentrum der römischen Siedlung Aelium Cetium, wieder fortgesetzt worden. In drei Jahren soll der Domplatz dann in neuem Glanz erstrahlen.

Die Archäologen haben 2010 ihre Tätigkeit aufgenommen. Im Vorjahr wurden 20.000 Einzelstücke gefunden, unter anderem kamen 2.170 Kleinfunde und 428 Münzen zum Vorschein. Das Fundmaterial füllte mehr als 130 Bananenkartons.

Die Zahl der bisher geborgenen menschlichen Überreste, die alle anthropologisch untersucht wurden, lag zuletzt bei 6.715. Im Vorjahr wurden zwei Sammelgräber entdeckt. Zudem stießen Forscher unter anderem auf einen großen mit Fußbodenheizung ausgestatteten Saal. Unklar blieb aufgrund des kleinen Ausschnittes, ob dieser zu einem öffentlichen Gebäude oder einem gehobenen Privathaus gehörte.

Römische Bauerngehöfte in Kremser Landstraße
Abseits des Domplatzes werden noch weitere zwölf archäologische Arbeiten im Gemeindegebiet von St. Pölten durchgeführt. In der Brunngasse wurde etwa eine Doppelofenanlage zum Brennen von Geschirr entdeckt, die das Bestehen einer Hafnerei bis ins 17. Jahrhundert belegen soll. Römische Bauerngehöfte wurden zudem in der Kremser Landstraße nachgewiesen.
Text- u. Bilder: http://noe.orf.at/news/stories/2702194/
 

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#2
Funde auf dem St. Pöltner Domplatz interessieren die internationale Fachwelt

St. Pöltner Funde international gefragt

Die archäologischen Funde auf dem St. Pöltner Domplatz interessieren auch die internationale Fachwelt. Experten aus ganz Europa und den USA berichten darüber in zahlreichen Publikationen und Abschlussarbeiten.

Während die Ausgrabungen auf dem Domplatz seit Jahren für Unmut bei parkplatzsuchenden Autofahrern sorgen würden, blicke die internationale Fachwelt mit großem Interesse auf die Funde in der Landeshauptstadt, sagte Stadtarchäologe und Grabungsleiter Ronald Risy. Sie sind mittlerweile Grundlage für Fachbeiträge, Abschlussarbeiten und Vorträge auf der ganzen Welt.

Besonders der ausgegrabene Friedhof mit Überresten von mehr als 9.000 Menschen aus dem Mittelalter erstaune die Fachleute, sagte Risy: „In ganz Europa gibt es keinen freigelegten mittelalterlichen Friedhof mit so vielen Individuen.“ Somit habe St. Pölten ein Alleinstellungsmerkmal. Niemand habe solche Funde erwartet, so Risy. Doch nicht nur Archäologen reisen an: „Viele Fachuniversitäten machen mit ihren Studierenden Exkursionen hierher.“
http://noe.orf.at/news/stories/2725619/
 

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#3
Alleine in diesem Jahr bereits 2.837 Skelettebei den Grabungen gefunden

2.837 Skelette bei Domplatz-Grabungen gefunden

Seit dem Jahr 2010 laufen am Domplatz St. Pölten archäologische Grabungen und auch in diesem Jahre wurden wieder zahlreiche menschliche Skelette gefunden - insgesamt 2.837. Die Stadt zieht jetzt eine Bilanz.

Die Überreste von 2.837 Menschen wurden allein in diesem Jahr bei den archäologischen Grabungen am Domplatz St. Pölten. Seit 2010, dem Start der Grabungen, sind 12.679 Individuen freigelegt worden. Fast alle Funde wurden anthropologisch untersucht, heißt es von Seiten der Stadt.

Etwa 730 Tonnen Erdmaterial wurden in diesem Jahr mit Schaufeln, Pinseln und Kellen ausgegraben. Das Fundmaterial füllt etwa 81 Kartons, die schätzungsweise mehr als 23.000 Einzelstücke enthalten. Darüber hinaus wurden 197 Münzen gefunden. Auch die Überreste von römischen Bauten wurden von den Archäologen freigelegt. Etwa fünf nebeneinanderliegende, mit Fußbodenheizung ausgestattete Räume, wurden gefunden. Mehr als 29.000 Fotos dokumentieren die aktuellen Funde.

„Die archäologische Grabungssaison 2016 bezeugt erneut, dass das heutige Stadtgebiet von St. Pölten seit Sesshaftwerdung des Menschen immer ideale Lebensbedingungen bot“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Durch den anhaltenden Bauboom in St. Pölten führte man auch im heurigen Jahr zahlreiche archäologische Maßnahmen durch. Das Spektrum reicht von Künettenbeobachtungen bis hin zu richtigen archäologischen Grabungen im Vorfeld verschiedener Bauvorhaben. Stadtarchäologe Ronald Risy und Bürgermeister Stadler ziehen eine positive Bilanz.

Neue frühmittelalterliche Funde in Pottenbrunn
Der Schwerpunkt der Arbeiten der Archäologen lag auch in diesem Jahr wieder am Domplatz.
Doch auch in Pottenbrunn wurden bisher unbekannte frühmittealterliche Siedlungen aus dem siebenten und beginnenden achten Jahrhundert nach Christus gefunden. Ein kleines spätbronzezeitliches Gräberfeld sowie die Nutzungszone eines römischen landwirtschaftlichen Betriebs und spätmittelalterliche Hamsterfallen wurden in der Nähe des Krankenhauses entdeckt.
Text, Bildtexte u. Fotos: http://noe.orf.at/news/stories/2814948/

1. Bei den Grabungen wurde ein Grab einer jungen Frau mit zahlreichen Schmuckbeigaben aus dem 11. Jahrhundert geborgen.
2. Die Andreaskapelle, eine römische Fußbodenheizung am rechten Bildrand, sowie weitere römische Gebäudereste im linken Bildfeld
3. Bergung der Knochenschüttung aus dem Karner
4. Das Archäologen-Team bearbeitete die geborgenen Knochen aus dem Karner
5. Grabungsarbeiten in der Diözese St. Pölten
 

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#4
Lit Empfehlung

Risy, Ronald (2011): Da steh i drauf! St. Pölten Domplatz 2010 ; eine archäologische Zwischenbilanz ; [Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum St. Pölten 201112]. St. Pölten (1).
 

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#5
Domplatz St. Pölten
Massengrab mit Kindern. Archäologen entdeckten im mittlerweile sechsten Seuchengrab vor allem Überreste von jungen Menschen. Fund-Dichte am aktuellen Platz ist enorm hoch.

Auf ein Kindergrab stießen die Archäologen auf der 356 Quadratmetergroßen Grabungsfläche westlich des Domportals. | NOEN, Mario Kern


Mit einer derart hohen Dichte an bestatteten Menschen hatte Stadtarchäologe Ronald Risy knapp 50 Meter westlich des Domportals nicht gerechnet: Seit März sind auf den 356 Quadratmetern 1.745 Bestattete zum Vorschein gekommen – vorläufiger spannendster Fund war vor wenigen Tagen ein Seuchengrab mit bislang 57 Skeletten. Zum überwiegenden Teil handelt es sich dabei um Überreste von Kindern.

Seuche als Todesursache
Was die Menschen dahinraffte, kann Ronald Risy nur vermuten: „Sie wurden alle sehr zeitnah bestattet und das in mehreren Wellen“, erklärt der Archäologe. „Das lässt fast nur den Schluss zu, dass auch hier eine Seuche die Todesursache war.“ Damit liegt in diesem Bereich das mittlerweile sechste Seuchengrab.

Damit bewegen sich die Archäologen auf ein Rekord-Jahr zu. „Wir sind noch nicht fertig, an manchen Stellen sind wir erst 66 Zentimeter tief gekommen“, erklärt Risy damit auch das langsamer scheinende Tempo: „Fakt ist, dass wir mit einer so hohen Dichte an Skeletten nicht gerechnet haben. Und die müssen wir wie alle bisherigen 14.233 am Domplatz gefundenen Individuen vorsichtig freilegen und herausheben.“ Das Team arbeite unablässig und unermüdlich, so Risy. „Auch bei sehr hohen Temperaturen. Da ist schon eine Stunde lang zäh – selbst ohne Arbeit.“

Noch nicht sagen kann Risy, ob die Archäologen im Zuge der diesjährigen Arbeiten auf weitere römische Mauern stoßen werden, die etwas mehr Aufschluss über die genaue Nutzung der Bauten aus der Römerzeit geben. „Wir können nur hoffen.“
NÖN, Mario Kern http://www.noen.at/st-poelten/domplatz-st-poelten-massengrab-mit-kindern/53.993.318
 

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#6
Bisher 15.000 Skelette am Domplatz St. Pölten freigelegt
St. Pölten ist das „Eldorado der Archäologen“: In der Viehofner Au werden derzeit die Reste eines NS-Zwangsarbeiterlagers freigelegt, am Domplatz konnte in dieser Woche das fünfzehntausendste Skelett freigelegt werden.

Seit dem Jahr 2010 graben Archäologen auf dem Domplatz in St. Pölten. Immer wieder machten sie überraschende Funde, so auch heuer. „Hervorzuheben ist ein Massengrab, von dem bisher mehr als 100 Individuen geborgen wurden"“, sagt Ronald Risy, der Stadtarchäologe von St. Pölten.

Massengrab unter dem Domplatz entdeckt
Der archäologische Befund spreche dafür, dass „diese Menschen relativ zeitnah verstorben und in dieser Grube gruppenweise bestattet wurden. Die Todesursache ist unbekannt, sie könnte durchaus Krankheit, eine Epidemie oder eine Seuche gewesen sein.“


ORF
Ausgrabungen auf dem Domplatz Sankt Pölten

Aber auch mehrere kleinere Sammelgräber mit sieben bis 15 Skeletten wurden entdeckt: „Zwischen den Gräbern sieht man stellenweise bereits Mauern der römischen Stadt Aelium Cetium“, so der Stadtarchäologe.

Das aus 22 Personen bestehende Forscherteam dokumentierte in den letzten acht Jahren 25.000 Einzelbefunde, etwa 350.000 Fotos wurden angefertigt, mehr als „800 Bananenkartons an Funden, über 2.000 Münzen, 10.000 Metall- bzw. Beinfunde“, zählt Risy auf. Im kommenden Jahr wird in St. Pölten eine Ausstellung mit dem Titel „Der Umgang mit dem Tod“ gezeigt, mit wichtigen Funden vom Domplatz.







Alle Fotos ORF

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#7
Mittelalterliche Töpferwerkstätte entdeckt
Nach den Ausgrabungen am St. Pöltner Domplatz melden die Archäologen nun die nächsten historischen Funde. Bei Grabungsarbeiten für ein geplantes Bauprojekt ist eine mittelalterliche Töpferwerkstätte entdeckt worden.
Seit September werden der Karmeliterhof und das Wallnerareal in St. Pölten archäologisch untersucht. Und bereits in der ersten geöffneten Fläche kamen überraschende Funde zum Vorschein: Die Archäologen stießen auf Fundamente jenes Gebäudetraktes an der Heßstraße, der im Zuge der Nachnutzung des Karmeliterinnenklosters durch das Militär Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Zwei große Kalkgruben stammen aus der Errichtungszeit des Klosters um 1700. Zudem wurde die im Garten angelegte Brunnenanlage freigelegt, teilte die Stadt in einer Aussendung mit.



Josef Vorlaufer
Kachelfragmente aus dem Werkstattabfall einer Töpferei

Als „besonders spannend“ gilt laut der Aussendung auch ein Fund am Roßmarkt. Hier wurden Reste einer mittelalterlichen Töpferei freigelegt. Früher wurde der Roßmarkt als Hafnergasse bezeichnet, da hier konzentriert Töpferwerkstätten angesiedelt waren. Eine der Hafnereien wurde nun bei den Grabungen entdeckt. Bisher konnten ein Töpferofen und eine mit Werkstattabfall verfüllte, große Grube freigelegt werden.

Publiziert am 01.11.2017

Josef Vorlaufer


Josef Vorlaufer
Stadtarchäologe Ronald Risy, Bürgermeister Matthias Stadler und Thomas Pulle, Leiter des Stadtmuseums

http://noe.orf.at/news/stories/2875546/
 

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#8


St. Pölten: Domplatz-Grabungen gehen weiter

Am Montag werden nach der Winterpause die archäologischen Grabungen am St. Pöltner Domplatz fortgesetzt. Heuer wird auf einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern gearbeitet. Man hofft auf neue Erkenntnisse zur römischen Bebauung.
Begonnen wird mit den Grabungen westlich des Südturms der Domkirche auf 261 Quadratmetern Fläche. Hier wird zunächst der Asphalt und die darunter liegende Schicht entfernt, bis man auf die erste Lage trifft, die Skelette enthält.

Läuft alles nach Plan, wird im Juli auf eine Fläche von 254 Quadratmetern nördlich des Domeinganges gewechselt. Der erste Abschnitt wird dann wieder geschlossen. Das Archäologenteam hofft, nicht nur die Skelette von Bestattungen freizulegen, sondern auch neue Erkenntnisse zur römischen Bebauung in diesem Bereich zu gewinnen. Für Interessierte steht ein Aussichtsturm zur Verfügung.


Magisrat St. Pölten - Stadtmuseum
Die grünen Flächen sollen 2018 archäologisch erkundet werden

Die Ausgrabungen am Domplatz sind die gesetzliche Voraussetzung für die Neugestaltung, wird bei der Stadt St. Pölten betont. Das Magistrat ist deshalb auch immer wieder mit Kritik konfrontiert, etwa aufgrund der dadurch eingeschränkten Parkmöglichkeiten. Indes laufe die Planung für die Neugestaltung auf Hochtouren, heißt es in einer Aussendung. Auch neue Aspekte, die sich aus der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024 ergeben, sollen in das Konzept einfließen.

Grabungen für Wohnbauprojekt abgeschlossen
Archäologische Grabungen gab es bis vor kurzem auch im Norden der Landeshauptstadt, wo ein großes Wohnbauprojekt umgesetzt werden soll. Hier liegt nun der Abschlussbericht vor. Durch die Grabungen konnten die Reste eines NS-Zwangsarbeiterlagers dokumentiert werden. Noch heuer soll die Umwidmung des Grundstücks vorbereitet werden. Ende 2019 sollen hier 720 Wohnungen entstehen - mehr dazu in NS-Zwangsarbeiterlager dokumentiert (noe.ORF.at; 10.3.2018).

Link:
Vom Gräberfeld zur Ausstellung (noe.ORF.at; 23.11.2017)


Publiziert am 11.03.2018
http://noe.orf.at/news/stories/2900220/
 

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#9


St. Pölten: Bereits 20.000 Skelette freigelegt

Bei den archäologischen Grabungen am Domplatz St. Pölten sind seit dem Start 2010 bereits 20.000 Individuen freigelegt worden. Alleine heuer wurden 3.437 Skelette dokumentiert. Die Grabungen dauern noch bis mindestens Ende 2019.
Durch die sorgfältige Freilegung, Dokumentation und anthropologische Bestimmung liege ein europaweit einzigartiger Datenschatz aus einem Friedhof vor, wurde in einer Aussendung der Stadt vom Samstag festgehalten. Dieser werde für „Grundlagenforschungen in der Archäologie, der Anthropologie, vieler Naturwissenschaften, aber auch für die moderne Medizin von unschätzbarer Bedeutung“ sein.


ORF

Die Ausgrabungen am Domplatz sind die gesetzliche Voraussetzung für die Neugestaltung, wird bei der Stadt St. Pölten betont. Die ersten Skelette wurden im Jahr 2010 gefunden. Wie lange die Ausgrabungen noch dauern, sei offen, allerdings sollen sie noch bis mindestens Ende nächsten Jahres dauern.

Für die Zeit nach Abschluss der Arbeiten denke das Grabungsteam um den Stadtarchäologen Ronald Risy intensiv über eine pietätvollen Wiederbestattung nach, wird in der Aussendung betont. Aktuell sind die Gebeine laut Angaben eines Rathaus-Sprechers in Depots gelagert.

Publiziert am 10.11.2018
St. Pölten: Bereits 20.000 Skelette freigelegt
 
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