Tirol: Langlaufloipe und Skipiste auf der grünen Wiese

josef

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#1
Auch wenn ich von einigen Wintersportfreaks geprügelt werde, ich finde das idiotisch: :mad:

Langlaufloipe auf der grünen Wiese
Eine Loipe in einem bisher sehr warmen November ohne Schnee ist in den letzten Tagen in der Leutasch entstanden. Der Schnee sei für den Tourismusverband eine Notwendigkeit, heißt es. Man wolle den angekündigten Saisonstart einhalten.
Vor allem in einem Waldstück wurde der Schnee in den letzten Tagen aufgetragen. Das Schneeband soll ab Freitag einen gut 1,2 Kilometer langen Rundkurs möglich machen.


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Das Schneeband ist 600 Meter lang

Auf die Frage, warum man das in einem sehr milden Herbst ohne nennenswerten Schneefall in den Tallagen macht, antwortete Martin Tauber vom Tourismusverband Olympiaregion Seefeld, es gebe jedes Jahr einen klaren Starttermin, wann man die Langlaufsaison eröffne, „das ist der 9. November“. Das sei ein planbarer Termin, etwa für Nachwuchsmannschaften, aber auch für Hobbylangläufer. „Wenn man ein Versprechen abgibt, sollte man es halten“, so Tauber.


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Bei den hohen Temperaturen beginnt der Schnee zu schmelzen

Schnee wird unter Hackschnitzeln gebunkert
Die Technik im Hintergrund heißt „Snowfarming“. Ein Großteil des Schnees wurde über den Sommer gebunkert. Der Schnee werde im Jänner in vier Tagen produziert, sagte Tauber. Er werde mit Hackschnitzeln zugedeckt, was in zwei Tagen erledigt sei. Das Abdecken habe ebenfalls zwei Tage gedauert, und die Loipe habe man in zweieinhalb Tagen gebaut.


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Martin Tauber

Tauber: „Piefke-Saga ist eingetreten“
Grüne Hänge neben Schnee und ein früher Start in die Wintersaison sorgen immer wieder für Kritik. Seitens des Tourismusverbandes heißt es dazu, das erinnere sehr stark an den vierten Teil der „Piefke-Saga“ - „es ist eingetreten“, so Tauber. Man sei weltweit nicht der einzige, sagte der Touristiker. Selbst im hohen Norden laufe man auf einem weißen Band über die grüne Wiese, so Tauber. In der Region setzt man bereits im vierten Jahr in Folge auf ein solches Angebot. Zahlreiche Anfragen würden zeigen, dass bei Langläufern ein breites Interesse bestehe.

Publiziert am 09.11.2018
Langlaufloipe auf der grünen Wiese
 
#2
Dass sich der schneereiche Winter auf die Berge und in höhere Lagen zurückzieht, ist eine Tatsache. Dass solche kuriosen Aktionen Platz greifen, wundert mich nicht mehr. Der "Rubel" muß rollen, egal wie.
 

josef

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#5
In Kitzbühel musste zwei Wochen nach dem Auftakt der Skisaison am Hahnenkamm die Aktion wieder eingestellt werden:

Kitzbühel: Skibetrieb auf Hahnenkamm wieder eingestellt
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Rund zwei Wochen nach dem Auftakt ist die Skisaison auf dem Kitzbühler Hahnenkamm bis auf Weiteres wieder eingestellt worden. Hintergrund ist das wegen der hohen Temperaturen und des anhaltenden Föhns unbefahrbar gewordene Schneeband, das seit der Pisteneröffnung am 26. Oktober für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hat.


Foto: Angerer/tt.com
Wegen „außergewöhnlicher meteorologischer Verhältnisse“ sei man nun gezwungen, vom Ski- wieder auf den Wanderbetrieb umzustellen, heißt es dazu laut „Tiroler Tageszeitung“ bei der Bergbahn Kitzbühel. Den Angaben zufolge sei der frühe Skibetrieb „aber sehr gut angenommen worden“. Viele Besucher seien der Zeitung zufolge auch nur zum „Schneeschauen auf den Hahnenkamm“ gefahren.
APA/EXPA/Stefanie Oberhauser
Das auf grüner Wiese angelegte Schneeband wird zudem als „gute Grundlage für den Winter“ weiter verteidigt. Konsequenz aus den diesjährigen Erfahrungen sei bei der Bergbahn Kitzbühel auch nicht, „dass wir nicht mehr im Oktober mit dem Skibetrieb starten werden“. Was die laufende Saison betrifft, warte man nun auf sinkende Temperaturen, die „zum Beschneien passen“ bzw. Naturschnee, und dann sei man „in einem Tag wieder einsatzbereit“.
pepr, ORF.at
Kitzbühel: Skibetrieb auf Hahnenkamm wieder eingestellt
 

josef

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#7
Früher Wintersaison-Start hat Nachspiel
Der frühe Start in die Skisaison hat für die Bergbahnen Kitzbühel nun ein Nachspiel. Wie die „Salzburger Nachrichten“ in ihrer Online-Ausgabe berichten, fehlte für das dazu verwendete Schneedepot die Bewilligung.
Das Skigebiet hatte heuer im Herbst für Aufsehen gesorgt, weil es auf der Resterhöhe bereits am 13. Oktober und bei Temperaturen von mehr als 20 Grad zwei Pisten in Betrieb nahm. Für mehr als 1.000 Quadratmeter große Lagerplätze „in der freien Landschaft“ schreibt das Salzburger Naturschutzgesetz eine Bewilligung vor.

Die zuständige Bezirkshauptmannschaft Zell am See geht davon aus, dass diese Regelung auch für den zusammengeschobenen Altschnee und die verwendete Isolierung gilt und dürfte deshalb ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten. Laut dem Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz war die Deponiefläche rund 4.000 Quadratmeter groß.

Bergbahnen Kitzbühel droht Strafe bis zu 14.600 Euro
Laut „SN“ ist der Ausgang des Verfahrens offen. Den Bergbahnen Kitzbühel droht eine Strafe von bis zu 14.600 Euro. Die Strafe dürfte damit in ihrer Höhe allerdings nicht einmal ansatzweise an den Werbewert des frühen Saisonstarts und der Berichterstattung darüber heranreichen. Zudem hält Gratz fest, dass das Verschulden gering sei. In Zukunft werde es aber eine Bewilligung für das Schneedepot brauchen.

Josef Burger, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel, sagte zur Zeitung, das anstehende Verfahren entziehe sich vollkommen seiner Kenntnis. Er verwies auf mehr als 66.000 Liftfahrten binnen eines Monats. Für die Schneedepots in vergangenen Jahren muss das Unternehmen übrigens keine Konsequenzen fürchten: Denn ein Strafverfahren müsse laut Bezirkshauptmannschaft binnen sechs Monaten eingeleitet werden.


KitzSki

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Publiziert am 15.11.2018









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Früher Wintersaison-Start hat Nachspiel
 
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