1945: Kaserne - verm. MINDEN - wo genau?

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hebbel

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#2
Hmm. Sieht aus wie: "Rhodesia Barracks" Minden (Marienwall Kaserne). Vergleiche mal den "Absatz" zwischen Erdgeschoß und erstem Obergeschoss sowie zwischen 2. und 3. Obergeschoß sowie das abgesetzte Spitzdach. Dein Bild 4 zeigt die breitere Nordseite des Gebäudes (Schmalseite mit 5 Fenstern "Breite"). Die Schmalseite, die auf dem oberen BAOR-Bild sichtbar ist, zeigt die Südseite des Gebäudes, welches nur 2 Fenster "Breite" hat und an die sich ein weiteres Gebäude, etwas zurückgesetzt, im rechten Winkel anschließt. Hier ist das Dach auch in der Höhe abgesetzt. (In Deinem Bild 4 der linke Gebäudeteil) Schau mal Gockelerde nach "Rhodesia Barracks Minden" und drehe das Bild um 180 Grad. (Leider schlechte Qualität.) Alles ist nicht mehr vorhanden.

100% sicher bin ich nicht. :)

Gruß
Dieter
 

SuR

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Mitarbeiter
#5
Wie weiter? :D

Wenn ich jetzt noch raus bekomme, wo die Sonderinspektion I gesessen ist, dann kann ich die vielleicht auch sagen, welche Einheit (die auf den Bildern) ihn (edit: Glisczynski) damals hopps genommen hat.
 
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hebbel

Guest
#6
Und ich dachte, Du wärest mal mittlerweile, so nebenbei, in den NA, Kew, gewesen und hättest den ganzen Ramsch mitgebracht; vornehmlich das "War Diary" der "Roten" und was man sonst noch so braucht. :D

Gruß
Dieter
 
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hebbel

Guest
#7
Wenn ich jetzt noch raus bekomme, wo die Sonderinspektion I gesessen ist...
Nun ja. Wenn Hausberge in Porta genannt wird... Ich werfe mal einen Spekulatius -> Die Schalksburg? Die Herren hatten doch eine Vorliebe für sowas. Natürlich muß er sich dort nicht mehr aufgehalten haben.

Gruß
Dieter
 

SuR

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Mitarbeiter
#9
... im Sommerpavillon des Hotels "Großer Kurfürst" in unmittelbarer Nähe zum Steinbruch im Jakobsberg."
Also hier: http://images.zeno.org/Ansichtskarten/I/big/AK06880a.jpg

Vielen Dank. :) Jetzt fällt mir auch wieder ein, dass ich das mit dem "Großen Kurfürst" schon mal auf einer der vielen Porta-Websites gelesen habe.


Glisczynski hatte (aber?) lt. Kammler-Telegramm vom 03.04.1945 die Telefonnummer "Minden 3540" (BA NS3/514, fol. 1). Hatte denn Porta damals das gleiche Ortsnetz wie Minden?
 
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hebbel

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#10
Hausberge war ja nur ein kleiner Ort und deshalb könnte es postalisch an Minden angeschlossen gewesen sein. Ein altes Telefonbuch, eine Anzeige des Hotels in einer alten Zeitung oder dergleichen wären "schön". Da habe ich aber noch nichts gefunden.

Gruß
Dieter
 
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hebbel

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#11
Für das Hotel habe ich bisher leider nichts gefunden, aber für die "Jugendherberge, Hausberge a.d. Porta, Fernruf: Amt Minden Nr. 2312". (Auf der Rückseite einer AK. Die Nummer ist schwer lesbar.) Passt scho, denk i.

Gruß
Dieter
 
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hebbel

Guest
#13
"Leichtere" Fragen hast Du wohl nicht? :D :D
Ich sehe das als "Zwischenstopp" an. Erstens um gewonnenes Material auszuwerten, Befragungen durchzuführen und zweitens daraus und aus anderen Aufklärungsergebnissen, weitere potentielle Ziel"adressen" zu gewinnen. Es gab ja auch einige U-Verlagerungen im Umkreis, die "aufgearbeitet" sein wollten. Das sie außer ihre exzellenten Luftaufklärung vergleichsweise wenig "informations from the ground" hatten, kann man ja ein wenig, ohne jetzt zu verallgemeinern, ihrer target list der P'münder Proms entnehmen.
Da müsste man noch tiefer in die Materie einsteigen.

Obwohl "Monty" nach Meinung der Amerikaner sehr langsam und bedächtig vorging, was die Amis zur Lästerei verleitete, haben die Briten im Falle Mindens doch entschlossen gehandelt. Die Amerikaner hatten es mit Verhandlungen zwecks Übergabe versucht und die Briten haben die 1st Canadian Parachute's "rein geschickt". Nur dürften die am nächsten Morgen schon weiter gezogen sein, da sie im Auftrag Churchills ein Rennen gen Wismar gewinnen wollten.

Gruß
Dieter
 

SuR

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#14
Dir fallen also bei "Minden" auch keine "wesentlichen" anderen möglichen targets als die U-Verlagerungen ein?
 
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hebbel

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#15
Dir fallen also bei "Minden" auch keine "wesentlichen" anderen möglichen targets als die U-Verlagerungen ein?
Momentan eigentlich nicht, wenn es nicht in Spekulationen enden soll. Bloß, für was interessierten sie sich nicht? Sie konnten ja gerade bei U-Verlagerungen in den wenigsten Fällen wissen, was sie tatsächlich vorfinden würden.

Gruß
Dieter
 

SuR

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#16
Na ja, man schickt doch in der Regel seine Eliteeinheit an den Ort, wo´s am meisten "brennt" oder wo das lohnenste Ziel vermutet wird.

Bei Glisczyski und den Anlagen rund um Porta tue ich mich mit dieser Einstufung halt ein bissl schwer....
 
H

hebbel

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#17
Das verstehe ich ja. :D Aber warum brauchst Du unbedingt ein Target? Irgendwo muß ja ein Stab und die rückwärtigen Einrichtungen sitzen. Wenn uns da nicht schon wieder "die Taschen gefüllt werden", ist Minden neben Kiel als HQ und Konzentrationsraum angegeben.

kiss -> keep it small and simple :D

Gruß
Dieter
 
H

hebbel

Guest
#19
Na ja, man schickt doch in der Regel seine Eliteeinheit an den Ort, wo´s am meisten "brennt" oder wo das lohnenste Ziel vermutet wird.
Manche "rennen auch los", extra durch eine Squadron der 23rd Hussars verstärkt, um im Raum Leese eine "V2 rocket factory" anzugreifen. Die Briten hatten dort einen Brückenkopf am anderen Weserufer gebildet (ca. 28 km LL NE Minden).

Nur war es so, daß im Bahnhof Steyerberg ein Zug mit V 1 und V 2-Flugkörpern fest lag, da die Eisenbahnbrücke bei Nienburg von der RAF zerstört worden war. Die Deutschen brachten die Raketen und Marschflugkörper über den Landweg zu einem bereitgestellten Militärzug auf einem Anschlußgleis der Kampfstoffabrik Leese und hatten am 8. April die A4 bereits verladen, als die Briten eintrafen.
Jetzt hatten die Briten "V1", "V2" (allerdings teilweise durch ihre Luftangriffe zerstört) und das Sauerstoffwerk der Kampfstoffabrik, welches wohl die nennenswerteste Produktion der Anlage darstellte. Dafür, daß die Zielansprache genau genommen fehlerhaft war, ganz ordentlich. :D

Gruß
Dieter
 

SuR

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#20
Was der Herr Hebbel immer alles auftreibt... :D :bravo:

Das klingt aber recht plausibel - würde sagen: Mission Accomplished!
 
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