Alte Mühlen

Bunker Ratte

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#81
Alte Mühle Angern an der March "Kramer Mühle"
Die so genannte Kramermühle wurde von Josef Vögel in den Jahren 1922 und 1923 aus dem Material einer am gleichen Ort beindlichen alten Mühle errichtet. Karl Kramer ließ 1936, 1949 und 1954 verschiedene Umbau- und Erweiterungsarbeiten durchführen. 1966 erwarb Franz Heger die Mühle, die sich derzeit im Besitz von Gerhard und Elfriede Brei beindet. Der Betrieb wurde 1970 stillgelegt, die technisch-maschinelle Einrichtung weitgehend entfernt.
Das unmittelbar an der Straße gelegene lang gestreckte Hauptgebäude weist zwei Geschosse auf. Ein vorgezogenes, von hölzernen Konsolen gestütztes Dach und der Treppengiebel mit einem tumartigen Aufsatz betonen den industriellen Charakter des Objektes. Der verputzte Ziegelbau besitzt Holzdecken sowie einen hölzernen Dachstuhl, der mit Biberschwanzzirgeln eingedeckt ist. Während im Erdgeschoss Rahmenpfostenfester angebracht sind, erfolgt i Belichtung im Obergeschoss durch einfach verglaste Eisensprossenfenster.
Quellen: Mitteilung der Marktgemeinde Angern an der March, 21 Juni 1990, Bauakte Mannersdorferstrasse 49

https://books.google.at/books?id=2v...ge&q=kramer mühle angern an der march&f=false

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Bunker Ratte

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#83
Mühlenruine (Alte Mühle) in Spital am Semmering
Nach einigen Recherchen meinerseits habe ich leider keine Informationen über die Alte Mühle in der Oberen Bahnstrasse erforschen können.
Ich bin lediglich auf eine Seite im Internet gestoßen, die ein Bild der Ruine zeigt. Kann daher nicht bestätigen, ob es sich bei dem Gebäude tatsächlich um eine Alte Mühle gehandelt hat, obwohl der Kalkangerbach unter dem Gebäude hindurch fließt. Es gibt ja in Spital am Semmering noch die Gaisschlager Mühle, die ist es jedoch definitiv nicht.
Quelle Alte Mühle: http://mapio.net/pic/p-14149465/

Wäre dankbar, wenn jemand von Euch weitere Informationen für mich hätte!

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Bunker Ratte

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#87
Alte Dampfmühle "Fürnkranz" in Aspern an der Zaya
Die "Faszination" war perfekt, von der prachtvollen Mühle im Weinviertel. Die im Privatbesitz ist und nach dem Brand im Jahre 1989 nicht mehr weitergeführt wurde. Jetzt lässt man sie leider verfallen! Infos konnte ich in der Nachbarschaft erfahren.
Die 1661 im Besitz des Grafen Breuner verzeichnete Spitalmühle befindet sich nunmehr seit sieben Generationen im Eigentum der Familie Fürnkranz. Aus diesem Grund und zwecks Unterscheidung der ehemaligen Hof-oder Oberen Fürnkranzmühle wird sie auch Untere Fürnkranzmühle genannt.
Die an der südöstlichen Ortseinfahrt gelegene Erste Asperner Dampfmühle zeigt ein um 1910 errichtetes viergeschossiges Wohngebäude mit geschwungenem Giebel und übergiebeltem Portal. Der ältere, zweigeschossige Büro-und Wohntrakt mit polygonalem Eckpavilon und breitem Korbbogenportal ist an den Fassaden mit Heimatstilformen dekoriert.
Quelle: https://books.google.at/books?id=2vFBrfTnuqYC&pg=PA86&lpg=PA86&dq=mühle+fürnkranz&source=bl&ots=HDEzyWU4b-&sig=c3ABXs5BohJSTZkDUcQ7K875r2k&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiGxaiH6YDbAhUMUlAKHYwqDv8Q6AEISjAI#v=onepage&q=mühle fürnkranz&f=false

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Bunker Ratte

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#90
Dazu passend: Ein wenig Geschichte über die Mühlen im Zayatal und die Zaya!

Hier, etwa in der Mitte des Zayatales, sollte man paar Worte über jenen Fluss verlieren, der wie ein Bach aussieht aber die Kraft besitzt, zahlreiche Mühlen anzutreiben und Hochwässer über die Ufer zu schicken: die Zaya! Die Zaya entspringt mehr nebenbei bei Klement in den Leiser Bergen.
Zuerst fließt sie nordwärts und ab Eichenbrunn immer ostwärts, bis sie bei Drösing in die March mündet.
Sie ist 60 km lang und trieb auf dieser kurzen Strecke 50 Mühlen an. In der sanften Landschaft ist das Tal, das sie formt, kaum auszumachen. Ihren Lauf erkennt man an den Weiden und Erlen die sie begleiten. Dort und da ragen große Silos hervor, wie etwa bei der Zuckermühle vor Wilfersdorf, die schon 1397 als Obere Steinbruck-mühle erwähnt wurde. Ein Beispiel eines schönen Renaissancebaus ist die Häringsmühle, ebenfalls in Wilfersdorf. Als Mühle wird sie schon lange nicht mehr genutzt, blieb aber als Baudenkmal erhalten. Eine Mühle, deren Wasser abhanden kam, steht bei Drösing. Seit der Unterlauf durch einen Abzugsgraben begradigt und reguliert wurde, fließt die Zaya nördlich der aufgelassenen Mühle in die March. »Ich fühle mich in Prinzendorf sehr wohl, aber der Kosmos ist meine Heimat“, so Prof. Hermann Nitsch. Das Schloss, das der Künstler 1971
erwarb, steht an der Stelle einer mittelalterlichen Anlage. Der Bau wurde um 1730 begonnen und von den Architekten Franz Jänggl und Franz
Anton Pilgram geplant. Von 1751 – 1971 waren das Schloss und die Herrschaft Prinzendorf in Besitz des Augustinerchorherrenstifts Klosterneuburg. 1945 erlitt das Bauwerk schwere Kriegsschäden.

Quelle: Niederösterreichische Kulturwege - Die Brünnerstrasse
 

Bunker Ratte

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#93
"Marienmühle" im unteren Traisental

Teils verlassen, Teils noch im Betrieb:
Das Gebäude lässt auf einen ehem. Wirtschaftshof schließen?! Die Wehranlage der Traisen wurde in den 80er Jahren modernisiert und weiterhin betreut wo ein Generator Strom erzeugt!
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josef

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#95
Das Gebäude lässt auf einen ehem. Wirtschaftshof schließen?! Die Wehranlage der Traisen...
Das war ursprünglich eine Mühle! Es ist auch nicht die Traisen, sondern ein Werks- bzw. Mühlbach, der ca. 5 km Luftlinie südlich der ehemaligen Mühle bei einer Wehranlage von der Traisen abzweigt und in wechselnden Abständen zwischen 100 und 900 m westlich des Flusses Richtung Norden verläuft (-> linker Mühlbach...). Entlang dieses Werksbaches gab es früher mehrere Mühlen, auch noch weiter nördlich des beschriebenen Objektes gab es noch bis zur Mündung in einen Donau-Begleitkanal weitere Mühlen und ein Sägewerk.

Heute wird die Wasserkraft nur mehr für einige Kleinkraftwerke genützt. Die ursprünglichen Mühlen sind stillgelegt oder die Gebäude werden für Gewerbe- und Industriebetriebe "nachgenützt"!
 

josef

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#96
Muss zu dem "Werks- bzw. Mühlbach" links der Traisen (Beitrag #650) noch eine Ergänzung bringen:
Die von mir im vor-vorigen Bericht angeführte Abzweigung vom Traisenfluss ca. 5 km südlich des ehemaligen Mühlenobjektes war nur eine "Zwischenspeisung" zur Regulierung des Wasserzuflusses! Das gesamte Werksbachsystem zweigt schon im St.Pöltner Stadtteil Spratzern knapp südlich der Autobahnbrücke von der Traisen ab! Das sind ca. 25 km Luftlinie bis zur Donau bei Traismauer! Die tatsächliche Länge dürfte wegen des teilweise kurvigen Verlaufes (auch bei der S -> N Durchquerung des St.Pöltener Stadtgebietes) rund 30 km betragen!
 

Bunker Ratte

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#97
Das war ursprünglich eine Mühle! Es ist auch nicht die Traisen, sondern ein Werks- bzw. Mühlbach, der ca. 5 km Luftlinie südlich der ehemaligen Mühle bei einer Wehranlage von der Traisen abzweigt und in wechselnden Abständen zwischen 100 und 900 m westlich des Flusses Richtung Norden verläuft (-> linker Mühlbach...). Entlang dieses Werksbaches gab es früher mehrere Mühlen, auch noch weiter nördlich des beschriebenen Objektes gab es noch bis zur Mündung in einen Donau-Begleitkanal weitere Mühlen und ein Sägewerk.

Heute wird die Wasserkraft nur mehr für einige Kleinkraftwerke genützt. Die ursprünglichen Mühlen sind stillgelegt oder die Gebäude werden für Gewerbe- und Industriebetriebe "nachgenützt"!
Hallo Josef ,
danke für die Aufklärung , hab ich mich vertan mit den Mühlbach und der Traisen...:oops:
lg
Michi
 
#99
Ehem. "Hoffmann-Mühle" Laa an der Thaya
Im Weinviertel, findet man immer wieder interessante Orte! Bei einen Aufenthalt in Laa an der Thaya "Schillerpark", fiel mir schon der Mühlbach (Thayamühlbach) neben den Park auf. Nach ein paar Schritten Flussaufwärts, kamen schon einige Gebäude der ehem. Mühle zum Vorschein.

Im Jahre 1526 gab Kaiser Ferdinand 1. die Erlaubnis, die Mühle außen an der Stadtmauer zu errichten und innerhalb der Stadt ein Wohnhaus zu bauen. Kurz darauf erwarb die Stadt die Mühle und gab sie „in Bestand“ (in Pacht). Durch Jahrhunderte war nun die „Stadt Laaer Mahlmühle“ der wichtigste wirtschaftliche Betrieb des Magistrates. Nach 1850 wurde die Mühle von der Familie Hoffmann zu einem modernen und technisch auf den letzten Stand gebrachten Betrieb umgebaut. Um1910, bis in die 80er Jahre, gehörte sie zu den leistungsfähigsten Mühlen des Landes. Schließlich wurde die Mühle 1984 stillgelegt.

Quelle: Hinweistafel auf Bild 2, zusätzliche Hinweise: Hoffmannmühle Geschichte bei einem Teil der gezeigten historischen Bilder, dürfte es sich um den Wiederaufbau in der Nachkriegszeit handeln?

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