GÜPL Völtendorf

josef

Administrator
Mitarbeiter
#21
St.Pölten - St.Georgen, Hart, Wörth...

...Oestlich der Siedlung "Neu Hart", offenbar ein Teil von "Hart", oestlich der Bundesstrasse 20 scheint ein Industrie bzw. Fabriksgelaende ...Welcher Betrieb ist dort? oder war dort angesiedelt?
Das ganze Gelände gehörte ursprünglich der ÖBB. -> Schienen- und Oberbaumateriallager, Werkstätten, Zentralschule usw. ...

Im Nordteil des riesigen Geländes ist nun eine Schrottfirma, anschließend parallel zur B20 die "Weichenwerk Wörth GmbH" (voestalpine Konzern) und am Südende das "ÖBB-Bildungszentrum Wörth" (früher ÖBB-Zentralschule Wörth). Im Südteil befinden sich Werkstätten. Auf dem nun freien Gelände dazwischen lagerte früher Gleis- und Oberbaumaterial. Dort soll nun ein neues Betriebsgebiet entstehen -> ORF-NÖ. Beitrag v. 11.02.2013

Google-Maps: http://maps.google.at/maps?q=St.Pöl...t=h&hnear=Sankt+Pölten,+Niederösterreich&z=15

lg
josef
 
#22
danke Josef,

war dort immer die OeBB drinnen? wurde dieses Gelaende auch jemals militaerisch genutzt? von Google Earth beurteilt scheint das Gelaende von der relative grossen Anzahl der Schinen auf eine extensive Nutzung hinzudeuten? Auch liegt es nicht an einer klassischen Ost-West Route durch Oesterreich? - sonderen eher fernab, der Westbahnstrecke?

nochmal zur Kopalkaserne: die liegt ja noerdlich von der Autobahn? wurde diese Kaserne auch in der Nazi-Zeit gebaut? Gab es einen militaerischen Grund fuer diese Standortwahl? etwa Naehe zur Autobahn?

dort bei der Autobahn hatte ich auch immer ein Warenlager der Firma ADEG in Erinnerung?
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#23
St.Pölten - Spratzern, St.Georgen, Hart, Wörth...

...war dort immer die OeBB drinnen?
...wurde dieses Gelaende auch jemals militaerisch genutzt?
Die Grundsubstanz der alten Objekte geht auf die Zeit des 1. Weltkrieges zurück. Genaue Jahresangaben kenne ich nicht, wurde jedenfalls während des Krieges von der K.u.K. Heeresleitung als Zweigstelle des Wiener Arsenals errichtet (Metallbearbeitung, Holzwerk, Waffendepot...). In den 1920iger Jahren übernahmen die damaligen BBÖ das riesige Areal
- BBÖ
- Reichsbahn
- ÖBB

Nördlich davon Richtung Zentrum von Spratzern war im WK I ab 1914 ein großes Kriegsgefangenenlager mit etwa 130 Baracken. Daran erinnert noch die "Lagergasse" und der schon angesprochene "Soldatenfriedhof" westlich der B20.

Nach oder ab 1938 gab es südlich der Autobahntrasse ein RAB-Baulager, wo zuletzt Zwangsarbeiter einquartiert waren. Habe aber den genauen Standort noch nicht ausfindig machen können.
...scheint das Gelaende von der relative grossen Anzahl der Schinen auf eine extensive Nutzung hinzudeuten? Auch liegt es nicht an einer klassischen Ost-West Route durch Oesterreich? - sonderen eher fernab, der Westbahnstrecke?
Wie schon geschrieben -> Schienenlager, die Lagerfelder waren mit Gleisen erschlossen. Grund für die örtliche Situierung dürften der große Flächenbedarf und die für die Landwirtschaft schlecht geeigneten Böden gewesen sein -> Steinfeld und soweit ist es zum an der Hauptachse Westbahn liegenden Hauptbahnhof von St.Pölten auch wieder nicht...
Kopalkaserne: die liegt ja noerdlich von der Autobahn? wurde diese Kaserne auch in der Nazi-Zeit gebaut? Gab es einen militaerischen Grund fuer diese Standortwahl?
Ja...die Baracken sind am Lubi gut zu erkennen (-> Beginn der roten Linie). Wurde ab 1938 errichtet -> siehe "Verkaufsunterlagen" - Beitrag #2.
...bei der Autobahn hatte ich auch immer ein Warenlager der Firma ADEG in Erinnerung?
Das gibt es noch, liegt zwischen Kaserne und A1. Parallel zur Nordseite der A1 wird derzeit die "Güterzug-Umfahrungsstrecke St. Pölten" gebaut. Westlich der Pz-Straßenunterführung unter der AB ist die Tunnelbaustelle für den ca. 3,5 km langen "Pummersdorfer Tunnel".

lg
josef
 
#24
ich hatte auf dem Gelaende der OeBB oder in dieser Naehe bzw. auf dieser Seite der B20 relativ lange ein verfallenes laengliches graues Gebaeude in Erinnerung. Tlw. waren Risse die so riesig waren, dass man sich jedes Jahr wunderte, ob naechstes Jahr dieses Gebaeude noch stehen wuerde. Das Gelaende rings-um wirkte sehr verwahrlost.

Was war urspruenglich in diesem Gebaeude drinnen?

Wenn Du aus der Region bist, und die Strasse in den 80iger Jahren oefter mal gefahren bist, waere es Dir sicher aufgefallen.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#25
TÜPL Völtendorf wird Naherholungsgebiet

1573147747969.png
Ein zehn Jahre andauernder Rechtsstreit um den ehemaligen Truppenübungsplatz Völtendorf (Bezirk St. Pölten) ist zu Ende: Nach dem Kauf durch die Stadt St. Pölten hat der Verwaltungsgerichtshof alle Einsprüche dagegen zurückgewiesen.
Das 140 Hektar große Areal soll zum Naherholungsgebiet werden. St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler bezeichnete das Erkenntnis des Gerichts als „Meilenstein in der Stadtentwicklung“. „Wir wollen den ehemaligen Truppenübungsplatz für eine verträgliche Freizeitnutzung als stadtnahes Erholungsgebiet mit viel Natur und wertvollen Waldflächen für die Zukunft erhalten und weiter entwickeln. Es ist sogar angedacht, bestimmte Teilbereiche unter Schutz zu stellen“, sagte der Stadtchef. Schon vor fünf Jahren wurde angekündigt, dass der TÜPL zum Naherholungsgebiet werden soll – mehr dazu in: TÜPL Völtendorf künftig Naherholungsgebiet? (noe.ORF.at; 3.8.2014)

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist Teil des übergeordneten Grüngebiets im Westen der Stadt, das von Radlberg über den Stadtwald, den Heirats- und Geburtenwald bei der Teufelhofsiedlung bis zum Brunnenfeld Spratzern und der südlichen Stadtgrenze in St. Georgen reicht. „Langfristig ist es geplant, hier eine durchgehende grüne Verbindung als ‚Klimaschutzgürtel‘ im Westen der Stadt zu schaffen“, wurde in der Aussendung mitgeteilt.
ORF
Die Grundverkehrskommission des Landes lehnte den Kauf des TÜPL ab, nachdem eine Gemeinschaft von 24 Bauern 2009 dagegen Einspruch eingelegt hatte. 2016 hob der Verfassungsgerichtshof diese Entscheidung aber wieder auf

Stadt nach zehn Jahren offiziell Eigentümerin des TÜPL
Die Stadt hat das Gelände vor zehn Jahren um knapp über 2,5 Millionen Euro in einem Bieterverfahren von der Republik Österreich erworben. „Der Kauf wurde allerdings beeinsprucht und nun nach einer Vielzahl von behördlichen und gerichtlichen Entscheidungen durch den Verwaltungsgerichtshof endgültig bestätigt“, heißt es in der Aussendung. Der Verwaltungsgerichtshof habe die Revision der Niederösterreichischen Landesregierung abgewiesen und jene der Land- und forstwirtschaftlichen Boden- und Grunderwerbsgenossenschaft für Niederösterreich zurückgewiesen.
Damit sei das angefochtene Erkenntnis des NÖ Landesverwaltungsgerichts, mit dem der Stadt die grundverkehrsbehördliche Genehmigung für den Kauf des ehemaligen Truppenübungsplatzes von der Republik erteilt wurde, bestätigt worden. Der Kaufvertrag könne nun im Grundbuch eingetragen werden und die Stadt werde somit Eigentümerin des Areals.
07.11.2019, red, noe.ORF.at/Agenturen
TÜPL Völtendorf wird Naherholungsgebiet
 
Oben