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#21
Kaprun: Generator-„Rohling“ aufgestellt
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Auf der Großbaustelle für das Pumpspeicherkraftwerk Limberg 3 in Kaprun (Pinzgau) ist am Montag der erste Generator-„Rohling“ aufgestellt worden. Die 91 Tonnen schwere Rippenwelle überträgt im Betrieb die Kraft des Wassers auf die Turbinen.

Online seit heute, 17.03 Uhr (Update: 17.15 Uhr)
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Die Rippenwelle – ein zehn Meter langer Stahlstift – war am Wochenende liegend auf Spezialtransportern zu der Baustelle im Berg transportiert worden, im Rückwärtsgang bergauf in die Kraftwerkskaverne an ihren Aufstellungsort. 5,5 Kilometer an Tunneln mussten dabei passiert werden. Am Montag wurde der „Rohling“ des ersten von zwei Generatoren für das Großkraftwerk zentimetergenau mit Hilfe von Hallenkränen aufgerichtet.
„Jetzt geht es natürlich darum, wie man dieses Ding in eine vertikale Position bekommt, weil die Kaverne so optimiert ist, dass man sie nicht einfach so aufstellen kann, sondern sie über der Grube kippen muss“, sagte Projektingenieur Hubert Umprecht.

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Verbund
Die 91 Tonnen schwere Welle wurde am Montag eingesetzt
Mario Zmugg
Am Wochenende war die Welle mit einem Schwertransporter angeliefert worden

Verbund
Mit Hilfe von Hallenkränen wurde das Bauteil Schritt für Schritt angehoben

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Blick von unten

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langsam wurde es in die Senkrechte gebracht

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An der Rippenwelle werden jetzt die restlichen Bauteile des 370 Tonnen schweren Rotors montiert

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An Ort und Stelle werden jetzt die weiteren Teile des Rotors montiert

Rotor dreht im Betrieb mit 550 Umdrehungen
Die Rippenwelle ist der rotierende Teil des 240-Megawatt-Generators. An der Welle werden die anderen Komponenten montiert. Im Endeffekt hat der Rotor dann 370 Tonnen Gewicht. Die Welle muss im Betrieb gigantischen Kräften standhalten: Denn Sie überträgt im Betrieb mit 550 Umdrehungen pro Minute die Kraft des Wassers auf die Turbinen.

Der Verbund investiert knapp eine halbe Milliarde Euro derzeit in das Pumpspeicherkraftwerk Limberg 3. Zwei Turbinen liefern dort ab 2025 eine Leistung von 480 Megawatt und erzeugen soviel Strom wie rund 60 große Windräder.

Staumauer soll erhöht werden
An der Erdoberfläche ist vom neuen Kraftwerk Limberg 3 nichts zu sehen. Geplant ist allerdings, dass parallel zum Bau von Limberg 3 die Mauer des Stausees Wasserfallboden um acht Meter angehoben wird – mehr dazu in Höhere Staumauer für Kraftwerk „Limberg 3“ (salzburg.ORF.at; 12.9.2023).
09.10.2023, red, salzburg.ORF.at

Link:
Kaprun: Generator-„Rohling“ aufgestellt
 
#22
Dazu ist Josef's Beitrag #10 von 2017 interessant:
"Ein weiteres riesiges Kavernenkraftwerk "Limberg III" wurde behördlich genehmigt, der Bau wird aber wegen den derzeitigen niedrigen Strompreisen vorerst nicht begonnen".
Begonnen wurde es 4 Jahre später (2021) und die Fertigstellung war 2025 geplant - es gab aber zwischenzeitlich große Lieferprobleme, daher könnte sich die Fertigstellung verzögern.

Meiner Meinung nach werden durch die gleiche Geisteshaltung fallweise Kapazitäten runtergefahren (Wartung, Störung etc.) um den Strompreis im laufenden Betrieb zu optimieren. Die gleiche Vorgangsweise entdeckte man ja auch in Kalifornien (freier Energiemarkt) beim Enron Skandal.
 

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#23
Speicherseen Kaprun werden entleert
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Der Verbund entleert kommende Woche die beiden Hochgebirgsspeicher Mooserboden und Wasserfallboden der Kraftwerksgruppe Kaprun (Pinzgau). Das muss laut einer behördlichen Auflage alle zehn Jahre geschehen.
Online seit heute, 18.20 Uhr
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Nach der Entleerung werden alle unter Wasser liegenden Anlagenteile inspiziert und eventuell notwendige Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten finden immer in den Wintermonaten statt. Mitte Mai wird dann mit dem Wiederaufstau begonnen – zwei bzw. drei Wochen später wird dann wieder Strom erzeugt.

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In Abstimmung mit der Talsperrenkommission wurde für die aktuelle Entleerung der Zeitpunkt so gewählt, dass auch gleich die Triebwasserwege für das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III an die Speicherseen angeschlossen werden können. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für Österreichs größtes Kraftwerksprojekt, das 2025 in Betrieb gehen wird.

Pegelstände sinken seit Dezember
Mit dem Abstau wurde bereits im Dezember begonnen. Seither sinken die Pegelstände täglich um rund 1,5 Meter. Sobald das Absenkziel erreicht ist, wird die verbleibende Wassermenge, die nicht in den Turbinen verarbeitet werden kann, geordnet und überwacht durch die Grundablässe abgeleitet. Mit der Entleerung werden auch rund 80.000 Kubikmeter Sediment mittransportiert. Die Salzach wird dadurch wohl optisch getrübt sein: „Es wird bei dieser Bescheid-konformen Entleerung nur jenes Sediment weitertransportiert, das durch die natürliche Schleppkraft des Wassers mobilisiert wird. In einer lückenlosen Überwachung messen Sonden in der Kapruner Ache und in der Salzach durchgehend die Schwebstoffkonzentration. Unsere Erfahrung hilft uns dabei, dass die strengen behördlichen Vorgaben eingehalten werden und das ökologische Gefüge geschont wird“, sagt Werksgruppenleiterin Tanja Janisch-Breuer.

Dazu wird im Vorfeld der Klammsee vorab um zwei Meter abgesenkt, um hier als natürlicher Puffer zu fungieren und einen Teil des Sediments aufzunehmen.
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Keine Gefahr für Fische
Der Fischbestand im Klammsee und der Kapruner Ache wurde in Zusammenarbeit mit den Fischereiberechtigten abgefischt und gesichert. Begleitet wird dieses Projekt von einer ökologischen Bauaufsicht. Die Hochgebirgsstauseen Wasserfallboden und Mooserboden verfügen über ein gemeinsames Speichervolumen von 166 Millionen Kubikmeter Wasser und sind zwischen 90 und 100 Meter tief. Sie speisen sich aus den Niederschlägen und versorgen die Kraftwerksgruppe Kaprun.
02.02.2024, red, salzburg.ORF.at
Speicherseen Kaprun werden entleert
 

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#24
Entleerte Stauseen nützen Kraftwerks-Großbaustelle
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Die turnusmäßig entleerten Stauseen des Kraftwerks Kaprun (Pinzgau) werden derzeit für eine Großbaustelle genützt: An die 500 Menschen arbeiten nämlich am 570-Millionen-Euro-Projekt Pumpspeicherkraftwerk Limberg III. Es wird derzeit an die Stauseen angeschlossen.
Online seit heute, 6.00 Uhr
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Die beiden Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden wurden im Februar abgelassen und bleiben bis Mai entleert – mehr dazu in Kapruner Speicherseen werden entleert (salzburg.ORF.at; 2.2.2024). In dieser Zeit werden die Seen an das Pumpspeicherkraftwerk angeschlossen. Über Stollen wird später das Wasser ins Berginnere gelangen, um dort Strom zu erzeugen. Normalerweise werden die Stauseen alle zehn Jahre entleert. Heuer laufen parallel dazu die Arbeiten am Kraftwerk Limberg III. In den kommenden Monaten werden sich die Stauseen durch Niederschlag und Schmelzwasser wieder füllen.

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Das Kraftwerk Limberg III wird gerade in einer riesigen Kaverne im Berg gebaut
ORF/Gertrud Stabauer
Die turnusmäßige Entleerung der Stauseen derzeit wird jetzt für die Arbeiten genutzt

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Limberg III wird jetzt an die vorhandenen Stauseen angeschlossen

ORF/Gertrud Stabauer
Die Kraftwerksbaustelle befindet sich damit derzeit teilweise im trockengelegten See

ORF/Gertrud Stabauer
Aber auch unterirdisch wird gearbeitet

ORF/Gertrud Stabauer
Die Staumauer ist vom Seegrund aus gesehen ein imposantes Bauwerk

ORF/Gertrud Stabauer
Das Kraftwerk Kaprun kann bis zu zehn Prozent des österreichischen Strombedarfs erzeugen

Ziel: „Noch flexibler auf Bedarf in Österreich eingehen“
„Die Erweiterung mit Limberg III ist insofern wichtig, dass wir hier noch flexibler auf den Bedarf in Österreich eingehen können und auch zusätzlich noch natürlich mehr Speichervolumen haben, um Strom erzeugen zu können", sagt Tanja Janisch-Breuer, Werksgruppenleiterin der Kraftwerksgruppe Kaprun. „Die Flexibilität ist insofern wichtig, dass wir die Energie, die von den neuen erneuerbaren Energieerzeugern gemacht wird, das heißt Wind und Photovoltaik, dass wir hier ein Abnehmer sind und diese erzeugte Energie zwischenspeichern können und dann zur Verfügung stellen, wenn wir sie brauchen.“

Kraftwerk wird in riesige Kaverne eingebaut
Über der riesigen Kaverne, in der Limberg III gebaut wird, befinden sich 450 Meter Fels. Um Platz für das Kraftwerk zu schaffen, wurden 90.000 Kubikmeter Gestein aus dem Berg herausgeholt.

Für die Arbeiter gibt es Unterkünfte ganz in der Nähe der Baustelle. „Die besonderen Herausforderungen hier sind sicher, wie es auch bei Limberg II schon der Fall war. Wir arbeiten im Hochgebirge, wir arbeiten das ganze Jahr hindurch, auch im Winter, auf einer Höhenlage von über 2.000 Meter Seehöhe und das birgt natürlich extreme Herausforderungen für die Logistik, die Lawinengefahr, wir müssen natürlich schauen, dass wir auch im Winter das ganze Material zur Verfügung haben und das ist sicher eine der besonderen Herausforderungen“, schilderte Limberg-III-Projektleiter Christian Rieder.

Stauseen dienen als eine Art „Batterie“
Die Stauseen im Kaprun sind Speicher, die bei Bedarf Energiespitzen auf dem Strommarkt abdecken. Pumpspeicherkraftwerke nutzen das Gefälle in der Landschaft, um Energie zu erzeugen. Wenn genug Strom vorhanden ist, können sie aber auch Wasser von einem unteren in einen höheren Speicher pumpen – und dienen damit als eine Art „Batterie“. Die Hochgebirgslagen in Kaprun bieten dafür günstige Voraussetzungen.
Nach den Kraftwerken Limberg I, II und III ist die Erschließung in Kaprun aber am Ende, sagen Fachleute. Weitere Kraftwerke seien nicht mehr möglich. Die Kraftwerksgruppe Kaprun kann rund zehn Prozent des österreichweiten Strombedarfes erzeugen. Mit Limberg III wird dieser Anteil weiter steigen.
08.03.2024, red, salzburg.ORF.at
Entleerte Stauseen nützen Kraftwerks-Großbaustelle
 

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#25
Harte Arbeit beim Kraftwerksbau im Hochgebirge
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Hunderte Arbeiter und Techniker leben derzeit im Hochgebirge bei Kaprun, um das neue Pumpspeicher-Kraftwerk Limberg III fertigzustellen. Viele übernachten in Quartieren auf dem Mooserboden bei den Staumauern, weil die tägliche Anreise zu lang wäre. Es gibt frisch gekochtes Essen aus dem Tal. Diese hochalpine Versorgung braucht viel Planung.
Online seit heute 07.04.2024, 19.00 Uhr
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Tausende Sprengungen waren bisher notwendig, um im Berg das neue Kraftwerk Limberg III zu bauen. Rund 500 Menschen sind mit der Großbaustelle beschäftigt. Sie arbeiten acht Tage und haben dann sechs Tage frei. Die Schichten dauern jeweils sechs Stunden.

„Verpflegung muss passen“
Das Leben besteht hier großteils aus Arbeit, Essen und Schlafen. Deshalb habe die tägliche Versorgung auch einen großen Stellenwert, sagt der Arbeiter Christian Ronacher aus Piesendorf (Pinzgau): „Fleisch ist nach einem solchen Tag schon sehr wichtig. Zwölf Stunden können hart sein, wenn du den ganzen Tag oder in der Nachtschicht im Loch bist, dann muss die Verpflegung passen. Sonst schaut es schlecht aus.“
Alle Menüs für die Arbeiter in den Stollen werden in einer Großküche im Tal vorbereitet. Thorsten Kissau kocht hier täglich für 200 bis 300 Menschen.

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Blick vom Arbeiterquartier beim Stausee Mooserboden nach Norden zum ebenfalls entleerten Stausee Wasserfallboden mit der Staumauer „Limbergsperre“
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Wohn- und Schlafcontainer beim Stausee Mooserboden
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Arbeitscamp und aktuelle Großbaustelle im Tal bei Kaprun, wo schon seit Jahrzehnten auch die Hauptstufe der gesamten Kraftwerksgruppe steht
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Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen
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Mineur Christian Ronacher aus Piesendorf
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Kantine beim Mooserboden, Verpflegung im 24-Stunden-Schichtbetrieb
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Küchenchef Thorsten Kissau
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Projektleiter Christian Rieder vom Verbundkonzern

Frischkost: Küchenchef gibt sich große Mühe
Auf dem Berg sind die Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Die Beschäftigten freuen sich deshalb umso mehr darauf, was täglich auf den Teller kommt, erzählt Küchenchef Kissau: „Die Herausforderung ist die Zusammenstellung. Es gibt Arbeiter aus verschiedenen Nationen. Deshalb sollte für jeden etwas dabei sein. Es ist eine große Herausforderung, aber wir kriegen das hin.“

Ungeachtet von Jahreszeiten, Wind und Wetter wurde hier seit Monaten durchgearbeitet. Fotos vom oberirdischen Teil der unterirdisch riesigen Baustelle – beim entleerten Stausee Mooserboden im vergangenen Hochwinter:

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Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner

Viele Spezialisten aus dem Mölltal in Kärnten
Für das neue Kraftwerk wurden zwölf Kilometer neue Stollen und Tunnel in den Berg gesprengt. Die Mineure, die diese Arbeiten verrichten, kommen großteils aus dem Mölltal in Kärnten. Christian Rieder ist Projektleiter beim Verbundkonzern: „In Kärnten hat der Tunnelbau eine lange Tradition. Diese Leute sind international tätig. Die Tradition reicht bis zu 60 Jahre zurück. Viele hier sind aus Mölltal, wo viele Familien davon leben.“
Das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III soll Mitte des nächsten Jahres in Betrieb gehen. Die Kosten liegen bei rund 570 Millionen Euro.
07.04.2024, red, salzburg.ORF.at
Harte Arbeit beim Kraftwerksbau im Hochgebirge
 

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#26
Weiteres Großkraftwerk in Kaprun geplant
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Der teilstaatliche Stromkonzern Verbund plant in Kaprun im Pinzgau ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk (PSW). Das Projekt Schaufelberg hat ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Es wird wie Limberg II und III großteils unterirdisch gebaut.
Online seit heute, 15.41 Uhr
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Das neue Kraftwerk soll ebenfalls eine Leistung von 480 MW haben, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Für das Projekt ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig. Die Unterlagen sollen Mitte 2025 eingereicht werden.

Schwall-Sunk-Entlastung der Kapruner Ache
Das „PSW Schaufelberg“ entsteht im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen für die Wiederverleihung der Wasserbenutzungsrechte der Kraftwerksgruppe Kaprun im Jahr 2029. Das neue Pumpspeicherkraftwerk ist laut Verbund wichtiger Baustein für die Energietransformation und bietet zusätzlich einen ökologischen Mehrwert durch die Schwall-Sunk-Entlastung der Kapruner Ache.

Gemeinsam mit den Pumpspeichern Kaprun-Oberstufe, Limberg II und Limberg III werde es die Netze in Österreich entlasten und mit den Kraftwerken Kaprun Hauptstufe und Klammsee 1.860 MW zur Versorgungssicherheit Österreichs beitragen. Limberg III soll im Jahr 2025 fertiggestellt werden.

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Flugbild: Gerald Lehner

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Stromverbrauch soll sich verdoppeln
„Bis 2040 wird sich der Stromverbrauch in Österreich verdoppeln. Dafür muss die Erzeugungskapazität fast verdreifacht werden, ein Großteil davon kommt aus erneuerbaren Energien“, erklärte Verbund-CEO Michael Strugl: „Pumpspeicher übernehmen hier eine unverzichtbare Aufgabe für die Gewährleistung der Netzstabilität und für die sichere Versorgung Österreichs mit sauberem Strom. Darum werden wir in Kaprun fast eine Milliarde Euro zusätzlich investieren.“

Weil die Wasserbenutzungsrechte für die Kraftwerksgruppe Kaprun im Jahr 2029 erneuert werden müssen, sei es notwendig, den Stand der Technik von sämtlichen betroffenen Anlagenteilen nachzuweisen. Mit dem Projekt „Kaprun 2029“ sei man bereits dabei, diese Schritte umzusetzen.

Alter Triebwasserstollen komplett neu
Als zentrales Element des rund 370 Millionen Euro teuren Projekts werde der in den 1940er- bis 1950er-Jahren errichtete Druckstollen des Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe komplett neu errichtet. Die Arbeiten wurden bereits gestartet.

„Im Zuge der behördlich vorgeschriebenen Speicherentleerung Wasserfallboden im ersten Halbjahr 2024 konnten neben den Anschlussarbeiten für Limberg III auch jene Bauteile für die Anbindung des geplanten neuen Triebwasserwegs umgesetzt werden. Damit wurde eine zusätzliche Speicherentleerung vermieden“, sagte Strugl.

Baubeginn schon Anfang 2025
Die Arbeiten an der Errichtung des neuen Triebwasserweges von der Schieberkammer Limberg bis zur bestehenden Schieberkammer Maiskogel sollen Anfang 2025 beginnen. In Summe werden dort knapp neun Kilometer neue Stollen gebaut. Die Arbeiten finden fast zur Gänze untertage statt. Zudem werden auch gewässerökologische Anpassungen im Hinblick auf die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgenommen. Dazu gehören die Schwall-Sunk-Reduzierung und die Herstellung der Fischpassierbarkeit in der Kapruner Ache.

Kraftwerk rund 900 Meter tief im Berg
Der Zufluss von Wasser aus den Bergen in Kaprun sei so groß, dass nun ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk betrieben und somit die Gesamtanlage noch effizienter eingesetzt werden könne, erläuterte das Unternehmen. Das „PSW Schaufelberg“ liegt auf 700 Metern Seehöhe rund 900 Meter tief im Berg. Der neue Triebwasserstollen mit einer Länge von über sechs Kilometern und einem Durchmesser von 5,8 Metern soll zukünftig das Wasser für die Kraftwerke Hauptstufe und Schaufelberg befördern.

„Mit der Errichtung eines neuen Schwall-Ausgleichsbeckens im Piesendorfer Ortsteil Kottingeinöden wird die Rückgabe des Triebwassers in die Salzach zeitlich vom Betrieb aller Kraftwerke in Kaprun entkoppelt und an die gewässerökologischen Vorgaben angepasst“, betont CEO Strugl.
Die Verbindung des Kraftwerkes Kaprun-Hauptstufe mit dem Ausgleichsbecken reduziere die derzeitige Schwall und Sunk-Belastung der Kapruner Ache.
21.11.2024, red, salzburg.ORF.at
Weiteres Großkraftwerk in Kaprun geplant
 

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#27
Kaprun: Tunnelbohrung für Limberg III gestartet
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Es ist eine Baustelle der Superlative: In einer Tiefe von fünf Kilometern im Berg wird bei den Stauseen in Kaprun (Pinzgau) im kommenden Jahr ein neuer Druckstollen gebohrt. Dieser Stollen soll garantieren, dass auch in den nächsten Jahrzehnten das Wasser vom Speicher Wasserfallboden bis zum Kraftwerk im Talboden strömt. Nun wurde die Tunnelbohrmaschine angedreht.
Online seit gestern, 17.45 Uhr
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Ein rotierender Bohrkopf mit 42 Meißeln wird sich ein Jahr lang 5.600 Meter leicht ansteigend durch das Kalkgestein fräsen. Es ist ein eingespieltes Team an Spezialisten, dass für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb im Berg verantwortlich ist. Fehler sollten nicht passieren: „Da kann einiges schief gehen, das man nicht will. Man soll konzentriert sein und sich nicht groß ablenken lassen“, schildert Mineur Harald Zitz.

Tunnelbohrmaschine läuft 24 Stunden am Tag
Die Tunnelbohrmaschine läuft im kommenden Jahr sieben Tage die Woche und das 24 Stunden. „Die Mitarbeiter kennen die Maschine bereits, sie sind darauf eingestellt und wissen, worauf zu achten ist. Das ist ein Vorteil“, sagt die Projektleiterin von Verbund, Maria Leo. Dafür wurde im Vorfeld ein Modell aus Legosteinen entworfen und angefertigt.

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Mit 42 Meiseln wühlt sich die Tunnelbohrmaschine pro Tag 15 Meter durch den Berg

Maschine wühlt sich am Tag 15 Meter durch den Berg
Mehr als 100 Menschen arbeiten an diesem Tunnelprojekt. Pro Tag wühlt sich die Maschine rund 15 Meter durch den Berg, der Stollen hat einen Durchmesser von fast sieben Metern. Mit mehr als 200.000 Kubikmetern Gesteinsmaterial fällt viel Abraum an. Die Menge entspricht einem Fußballfeld, das rund 40 Meter hoch aufgeschüttet ist. „Das Faszinierende ist, dass man untertage arbeiten darf und die Geologie etwas Unvorhersehbares ist. Natürlich kann man viel erkunden, aber was dann tatsächlich auf einen zukommt, weiß man eigentlich nie“, sagt Projektleiterin Maria Leo.

90 Jahre alter Stollen wird durch Neuen ersetzt
Die Tunnelbohrmaschine ist 190 Meter lang, der Druckwasserstollen, den sie fräst, soll den fast 90 Jahre alten derzeitigen Stollen ersetzen. Das Bohren so nahe am bestehenden Stollen ist nicht die einzige Herausforderung: „Es gibt Staub, es ist schmutzig, die Tunnelbauarbeiter müssen mit sehr viel Wissen hier ans Werk gehen und das findet man nicht überall. Das Glück ist, dass wir dieses Know-how in Österreich haben“, sagt der Geschäftsführer der Verbund-Wasserkraft, Michael Amerer. Für eine optimale Sicherheit bei der Großbaustelle tief im Berg wurden die Mitarbeiter eigens geschult.

Der neue Stollen soll garantieren, dass das Wasser vom Speicher Wasserfallboden bis zum Kraftwerk im Talboden strömt
20.02.2025, red, salzburg.ORF.at
Kaprun: Tunnelbohrung für Limberg III gestartet
 

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#28
Riesige Maschinenteile für neues Wasserkraftwerk
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In der Kraftwerksgruppe Kaprun (Pinzgau) werden derzeit rund um die Mega-Baustelle Limberg III riesige Maschinenteile mit einem Gesamtgewicht von 600 Tonnen bewegt. Es geht um den Rotor der Maschine 2 im neuen Kraftwerk und einen Kran beim Stausee Wasserfallboden. Mit seiner Hilfe soll die Staumauer um neun Meter erhöht werden.
Online seit heute, 19.00 Uhr
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Dieser riesige Rotor im künftigen Kraftwerk Limberg III in Kaprun wiegt 355 Tonnen. Er gehört zu einer Maschine, die in zwei gegensätzliche Hauptfunktionen genutzt werden kann – zur Stromerzeugung als Generator und andererseits zum elektrischen Antrieb eines Pumpsystems. Die Anlage ist dafür mit einer Turbine bzw. der Pumpe auf einer Welle verbunden.

Zwei Deckenkräne im Maschinenhaus von Limberg III – einer unterirdischen Kaverne – bewegen den Rotor nun zu seinem Bestimmungsort. Die Kräne müssen dabei absolut synchron fahren.

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Flugbild: Gerald Lehner
Unten Staumauer Limbergsperre mit dem Stausee Wasserfallboden, oben Stausee Moserboden mit Mosersperre
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Einheben ist Millimeterarbeit
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Rotor mit der Antriebswelle (unten)
Flugbild: Gerald Lehner
Stausee Wasserfallboden mit der Limbergsperre im Frühsommer
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Rotor für Maschine 2 im Kraftwerk Limberg III
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Rotor für Maschine 2 im Kraftwerk Limberg III
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Baukran für die Modifizierung der Staumauer Limbergsperre
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Stausee Wasserfallboden im Winter
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Flugbild: Gerald Lehner
Kapruner Stauseen im Hochsommer
Flugbild: Gerald Lehne
rStausee Wasserfallboden im Frühling
ORF
ORF

Wuchten des Rotors erfolgt äußerst exakt
Es sei Millimeterarbeit, und der Rotor habe das Gewicht einer vollbesetzten Boeing 747 beim Start, betont der Techniker Martin Ploberger von der Herstellerfirma Andritz: „Wir erfassen beim Wuchten des Rotors später die Daten genau über Messgeräte, wo wir welches Gewicht und wie viel setzen müssen.“

Kraftmaschine als Generator und Motor nutzbar
Wenn diese Maschinen als Generatoren im Kraftwerk Limberg III laufen, dann beträgt ihre Leistung rund 480 Megawatt. Sie können umgekehrt auch als Motoren mit ähnlicher Leistung genutzt werden. Dann wirken die Turbinen als Pumpen, die das Wasser zurück auf den Berg in den Stausee drücken – zur Speicherung von Energie.

Beim Stausee Wasserfallboden wurde dazu vor wenigen Tagen ein 220 Tonnen schwerer Kran aufgestellt – für die Bauarbeiten, um die bisher 120 Meter hohe Staumauer um neun Meter zu erhöhen. Dadurch kann auch der riesige Stausee noch viel mehr Wasser speichern, wie Techniker Michael Gangl vom Verbund schildert: „Das machen wir blockweise in Form von Zinnen. Damit wird eine gleichmäßige Abkühlung des Betons möglich.“
2027 soll die höhere Staumauer fertig sein. Im Stausee Wasserfallboden haben dann 94 Millionen Kubikmeter Wasser ihren Platz, statt bisher 81 Millionen. Der Kran im Hochgebirge ist für Wind und Wetter extrem exponiert. Er muss Sturmböen von bis zu 220 Stundenkilometern aushalten.
10.05.2025, red, salzburg.ORF.at
Riesige Maschinenteile für neues Wasserkraftwerk
 

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#29
Kraftwerk Limberg III
Modernste „Batterie“ Österreichs geht in Betrieb

Verbund
Die Kraftwerksanlagen in Kaprun reichen vom hinteren Kapruner Tal bis direkt in den Ort

Die modernste „Batterie“ Österreichs geht am Freitag in Betrieb: das Pumpspeicherkraftwerk Limberg III in Kaprun (Pinzgau). Das neue Werk soll künftig zu Spitzenzeiten bis zu 480 Megawatt (MW) Strom aus Wasserkraft produzieren. Ein nächster Schritt in Richtung Energiewende – ob sie bis 2030 umsetzbar ist, bleibt aber abzuwarten.
Online seit heute, 12.30 Uhr
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Mit der Fertigstellung des neuen Wasserkraftwerks wurde die bestehende Kraftwerksgruppe in Kaprun – mit Limberg I und II – um eine dritte Anlage erweitert. Die bestehende Turbinenleistung wird damit um 480 MW und 53 Prozent auf 1.382 MW und die Pumpenleistung um 75 Prozent auf 1.120 MW gesteigert.

In einer Bauzeit von vier Jahren errichtete der teilstaatliche Energiekonzern Verbund die Anlage, die sich vollständig unter Tage befindet. Alleine die Kaverne hat dabei eine Größe, die mit dem Volumen des Mittelschiffs des Wiener Stephansdoms vergleichbar ist. Die Kosten für den Bau betrugen 525 Millionen Euro. „Wir konnten sowohl den Zeitplan als auch die Kosten für den Bau von Limberg III erfreulicherweise einhalten“, sagte der Geschäftsführer der Verbund-Wasserkraftgesellschaft, Michael Amerer, auf Anfrage.

Fotostrecke
Verbund/Wiedl
Das Baulager (hier unten links) wurde für die Dauer der Baustelle auf dem Mooserboden errichtet – im Hintergrund der Stausee Wasserfallboden mit der Limbergsperre
Verbund/Wiedl
Der obere Stausee besteht aus den Staumauern „Drossensperre“ und „Mooserbodensperre“
Verbund/Wiedl
Die Zufahrt zur Baustelle auf dem Wasserfallboden
ORF/Gerald Lehner
Am 23. September 1955 wurde das Kraftwerk in Kaprun offiziell in Betrieb genommen

Baulager mit eigenem Fitnessstudio
Gebaut wurde seit September 2021, an 365 Tagen im Jahr, Tag und Nacht im Schichtbetrieb. „Damit die Bauarbeiten so reibungslos wie möglich über die Bühne gehen – Sommer wie Winter – haben wir auf dem nahe gelegenen Mooserboden ein Baulager errichtet, wo die Arbeiter untergebracht waren. Neben einer Kantine, Sanitäranlagen und Schlafmöglichkeiten gab es unter anderem auch ein Fitnessstudio“, so Karl Heinz Gruber, ebenfalls Geschäftsführer der Verbund-Wasserkraftgesellschaft. Zu Spitzenzeiten waren mehr als 500 Arbeiter mit dem Kraftwerksbau beschäftigt.

Außerdem wurde die Staumauer des Wasserfallbodens – die „Limbergsperre“ – um acht Meter erhöht, um so gleichzeitig die Speicherkapazität der Kraftwerksanlage zu steigern. Der Stausee kann damit künftig 16 Prozent mehr Wasser fassen als bisher.

Strugl: „Weg ist alternativlos“
Die Errichtung von Limberg III sei ein wichtiger Meilenstein für Österreichs Stromversorgung hinsichtlich der geplanten Energiewende bis 2030, sagte Verbund-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl. „Wir sind auf dem alternativlosen Weg, die gesamte Energieversorgung weg von den fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren, sauberen Erzeugungsformen umzubauen. Und Kaprun spielt hier eine wichtige Rolle. Aufgrund der geologischen Situation, dem Wasserreichtum und dem großzügigen Fundament, das die Bauherren der Sperren uns hinterlassen haben, gibt es in Kaprun noch Kapazitäten, die wir dringend brauchen“, so Strugl im ORF-Interview.

Voraussetzung für die Inbetriebnahme von Limberg III war der Ausbau des Leitungsnetzes in Salzburg, sprich: der lange umstrittene Bau der 380-kV-Leitung vom Umspannwerk in Kaprun bis nach St. Peter am Hart (OÖ) auf einer Länge von 114 Kilometern.

Fotostrecke
Verbund/Wiedl
Die Kraftwerkskaverne ist so groß wie das Mittelschiff des Wiener Stephansdoms
Verbund/Wiedl
Die Kaverne wurde innerhalb von acht Monaten ausgebrochen. Für die gesamten Sprengarbeiten waren rund 900 Tonnen Sprengstoff notwendig.
Verbund/Wiedl
Der Durchfluss in Limberg III beträgt 144 Kubikmeter Wasser in der Sekunde
Verbund/Wiedl
Mit der Inbetriebnahme von Limberg III zählt das Kraftwerk in Kaprun zu den modernsten Österreichs
Verbund/Wiedl
Gearbeitet wurde auf der Baustelle rund um die Uhr das ganze Jahr über
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Nur am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, hatten die Arbeiter frei
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Das Pumpspeicherkraftwerk spielt für die österreichweite Stromversorgung eine entscheidende Rolle – vor allem im Falle eines möglichen Blackouts
Verbund/Wiedl
Zu Spitzenzeiten waren mehr als 500 Arbeiter und Arbeiterinnen auf der Baustelle tätig

E-Control: Ausbau von Stromnetz notwendig
Um bis 2030 die gesamte Stromversorgung Österreichs zu 100 Prozent auf erneuerbare Energieträger umstellen und die heimische Stromproduktion bilanziell klimaneutral gestalten zu können, müsse das Stromnetz samt Umspannwerken noch weiter ausgebaut werden, sagte Alfons Haber, Vorstand der für Strom- und Gaswirtschaft zuständigen Regulierungsbehörde E-Control.

„Wir müssen bedenken, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien auch den Ausbau von Netzinfrastrukturen erfordert. Das heißt, wir müssen schauen, dass die Stromleitungen weiter ausgebaut werden – die ‚Salzburg Leitung‘ war hier ein gutes Beispiel. Es gibt aber noch weitere Regionen, etwa in Oberösterreich, Tirol oder Kärnten, wo es einen Netzausbau braucht. Nur so können wir unsere eigene Energie aus erneuerbaren Quellen selbst nutzen“, so der Vorstand der E-Control.

Wichtige Rolle bei möglichem Blackout
Die Bilanzen würden aber zeigen, dass in den vergangenen Jahren bereits rund 90 Prozent des Stromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden konnten, sagte Haber weiter im ORF-Gespräch. „Somit sind wir auf einem guten Weg, die geplanten Ziele bis 2030 auch zu erreichen.“

Aber nicht nur in Bezug auf die Energiewende, auch hinsichtlich der sicheren Stromversorgung in Österreich spielen Pumpspeicherkraftwerke, wie jene in Kaprun oder im Kärntner Maltatal eine wesentliche Rolle. Im Falle eines flächendeckenden Blackouts etwa sind diese Kraftwerke dazu in der Lage ohne fremde Unterstützung autark mit der Produktion von Strom zu beginnen und in der Folge auch Strom ins Netz einspeisen und so die Stromversorgung wieder aufbauen zu können. Regelmäßig werden deshalb bei diesen Kraftwerken „Worst-Case-Szenarien“ durchgespielt und die eigenständige Wiederinbetriebnahme getestet.

Eröffnung Kraftwerk Stegenwald
Ende September wird in Salzburg ein weiteres Wasserkraftwerk eröffnet, das Salzach-Kraftwerk Stegenwald bei Werfen (Pongau). Dafür wurde das Flussbett der Salzach stark verändert, der Fluss zur neuen Kraftwerksanlage umgeleitet – ein umstrittenes Projekt, das Verbund und Salzburg AG im vergangenen Sommer fertigstellten. Mit fast 74 Gigawattstunden wird es so viel Strom produzieren wie rund 20.000 Haushalte im Schnitt pro Jahr verbrauchen. Die Kosten für den Bau betrugen rund 100 Millionen Euro.

Weiteres Projekt bereits in Planung
In Kaprun soll mit der Inbetriebnahme von Limberg III aber noch nicht Schluss sein, es gebe noch weitere ungenützte Kapazitäten, heißt es vom Verbund.

„Die neue 380-kV-Leitung ermöglicht uns, weitere Projekte wie das Pumpspeicherkraftwerk Schaufelberg anzugehen.“ Damit wolle man noch im heurigen Winter in die Umweltverträglichkeitsprüfung gehen, so Verbund-Sprecher Rainer Tschopp. Das Projekt Schaufelberg hat ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Es soll wie Limberg II und III großteils unterirdisch gebaut werden.
12.09.2025, Carina Schwab, salzburg.ORF.at
Modernste „Batterie“ Österreichs geht in Betrieb
 

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Verbund stellt Kraftwerkspläne in Piesendorf vor
In Piesendorf (Pinzgau) hat der Verbund-Konzern am Mittwochabend der Gemeindevertretung die Pläne für ein neues Kraftwerksprojekt präsentiert. Das Pumpspeicherkraft Schaufelberg soll künftig die Kraftwerke Limberg 1 bis 3 in der Nachbargemeinde Kaprun ergänzen.
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Auf Piesendorfer Boden ist dazu gleich neben der Salzach ein großes Ausgleichsbecken geplant. Die Stimmung der Piesendorfer sei positiv, sagt Bürgermeister Bernhard Auernigg (ÖVP). Risiken sehe er nicht – im Gegenteil: Becken und Kraftwerk könnten einen Beitrag zum Hochwasserschutz im Pinzgau leisten: „Dieses Projekt kann durchaus ein Teil von diesem System werden.“

Erkundungsstollen schon 2027
Der Verbund teilt dazu mit, dass die bisher genannten Projektkosten von 600 Millionen Euro noch aktuell seien. Noch heuer wolle man den Antrag zur Umweltverträglichkeitsprüfung stellen. Im nächsten Jahr soll dann ein mehr als zwei Kilometer langer Erkundungsstollen vorangetrieben werden, um den Berg geologisch zu prüfen.


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Details in wenigen Wochen
2029 könnte der Bau des Ausgleichbeckens Kotting-Einöden beginnen. Dieses soll den Abfluss des Triebwassers in die Salzach regeln. Weitere Details zum neuen Pumpspeicherkraft Schaufelberg will der Verbund in wenigen Wochen bekanntgeben.


13.08.2026, red; salzburg.ORF.at
Verbund stellt Kraftwerkspläne in Piesendorf vor
 

josef

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Limbergsperre
Kaprun: Rohbau der 130 Meter-Staumauer steht
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Bei der Kraftwerksgruppe Kaprun (Pinzgau) schreiten die Arbeiten für den Ausbau der Limbergsperre voran. Der Rohbau für die höhere Staumauer steht. Die Betonmauer wurde um knapp zehn Meter auf insgesamt 130 Meter erhöht. Damit steigt auch die Speicherkapazität des Stausees Wasserfallboden.
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Ende 2027 soll die höhere Staumauer fertiggestellt sein. Am Dienstag wurde auf der Staumauer auf 1.700 Metern die Firstfeier für das Projekt gefeiert. Die Kosten für den Ausbau liegen bei 66 Millionen Euro. Der Stausee Wasserfallboden kann künftig 94 Millionen Kubikmeter Wasser fassen, statt bisher 81 Millionen.

Mauer muss Last von 900.000 Tonnen standhalten
Die erhöhte Staumauer des Speicherteichs Wasserfallboden muss damit einer Wasserlast von 920.000 Tonnen standhalten. „Man kann sagen, dass es noch sicherer ist wie vorher. Man hat den Hochwasserüberfall ertüchtigt, der hat jetzt eine größere Hochwassermenge und ist abführbar. Das Freibord hat man erhöht und das ist auch eine Gewölbemauer, also ein spezieller Mauertyp. Das heißt, die Erhöhung selber trägt selber etwas zur Abtragung der Wasserlast bei“, schilderte der Leiter der Abteilung Talsperren beim Verbund, Roman Kohler.

Deutlich mehr Speicherkapazität durch höhere Mauer
Das gewonnene Wasservolumen entspricht dem jährlichen Trinkwasserbedarf der Stadt Salzburg. Der Nutzinhalt des Stausees Wasserfallboden wird damit um 16 Prozent erhöht und die Speicherkapazität steigt um 30 auf 190 Gigawattstunden: „Das sind ungefähr 500.000 bis 600.000 Autobatterien, die wir hier oben zusätzlich speichern können“, so Kohler.

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Die Staumauer wird Ende 2027 fertiggestellt – bis dahin werden auf der Dammkrone eine Fahrbahn samt Brüstungsmauer errichtet
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Die Betonmauer muss der Wasserlast von 900.000 Tonnen standhalten

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Die Staumauer des Speicherteichs Wasserfallboden wurde um knapp zehn Meter auf insgesamt 130 Meter erhöht

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Der Rohbau der erhöhten Staumauer steht

25.000 Tonnen Beton in Staumauer verbaut
Insgesamt wurden bei der Erhöhung der Limbergsperre fast 25.000 Tonnen Beton verbaut. Das entspricht der Menge, die für den Bau einer kompletten Donaubrücke benötigt wird. Dabei kam eine Spezialmischung zum Einsatz, der auch Eis beigemengt wurde. 15 Tonnen Eis pro Tag wurden aus diesem Grund vor Ort produziert. In den kommenden Monaten werden auf der Dammkrone noch eine eineinhalb Meter dicke Fahrbahn und eine Brüstungsmauer errichtet.

Ein derartiges Großprojekt abzuwickeln, braucht einiges an Know-how: „Es ist eine große Herausforderung – wir sind hier im Hochgebirge mit engen und schwierigen Zufahrtswegen. Das ganze Material muss zum Berg heraufgebracht werden und wir haben parallel dazu auch Tourismusverkehr, das ist uns wichtig, dass der parallel zum Baustellenverkehr stattfinden kann“, sagte Projektleiter Christian Rieder.

Stausee wird erst 2027 gefüllt
Derzeit ist der Wasserstand des Stausees gering, daran wird sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern, denn über die Wintermonate sollen die Betonblöcke auskühlen: „Nächstes Jahr gibt es dann die Blockfugeninjektion und dann kann sich das erste Mal das gesamte Stauvolumen entfalten“, schilderte Rieder.
02.09.2026, red, salzburg.ORF.at
Kaprun: Rohbau der 130 Meter-Staumauer steht
 
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