Lebensborn Sanatorium Wienerwald "Hotel Feichtenbach"

Unterhalb vom Sanatorium/Hotel gibt es ein verlassenes Freibad und ganz in der Nähe liegt ein Loch, dass aussieht wie ein Brunnen. Nur das komische ist, dass im besagten Brunnen etliche Kabel und Rohre nach unten in die Tiefe gehen und von einer weiteren Platte versiegelt sind. Ich hab echt keine Ahnung was das sein soll.


Noch dazu gab es ja Gerüchte über einen Stollen der hier am Gelände sein soll.


Zum Gebäude selber: ich finde es echt eine Frecheit was Jugendliche dort aufführen. Alles zerstört, kaputt geschlagen und vermüllt.
 
Servus!

Ja, die Verwüstungen sind schlimm! Bis vor wenigen Jahren war das Gebäude "unangetastet".
Leider kann man nur sagen, denn da gibt es ein paar architektonische Dinge die sehr erhaltungswert wären....

Stollen gab es sogar viele. Wartungsgänge. Beispielsweise von der "neuen" Schwimmhalle hinauf in den Wald. Das war ein Teile der Luftaufbereitungsanlage. Und ist noch immer grösstenteils in Takt (aber nicht begehbar!)

Auch im Wald finden sich noch Reste, teilweise von den Wasserversorgungs/Brunnenanlagen. Teilweise auch noch aus der Zeit der deutschen Wehrmacht, Wach- und Beobachtungsunterstände.

Viel ist davon nicht mehr übrig, beim der Bau der grossen Schwimmhalle wurden gewaltige Erdbewegungen bewegt die das obere Terrain völlig verändert haben. (Die Seite der heutigen Schwimmhalle war ja einmal die Vorderseite (Haupteingang)

Auch im Bereich der Jugendherberge dindet man noch Teile der damaligen Wasseraufbereitungsanlage.

Die meisten Gänge und Stollen sind aber schon seit langer Zeit verschüttet und durch eingedrungene Erdmassen nicht mehr passierbar bez. kaum noch auffindbar.

Drei Bilder als Beispiel der dortigen (damals höchst modernen Luftaufbereitungsanlage, "Feichtenbach_LuftEndstelle." war der Ausgang im Wald, die anderen zwei Bilder zeigen einen der Lufttauscher am Dach des Haupthauses.

Feichtenbach_BrEing.jpg - der Eingang in eine der "Wasserstuben"
Feichtenbach_wasser01.JPG - eine (nicht sehr gute) Innenaufnahme
 

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Boogie

Well-Known Member
Eigentlich ist der langsame natürliche Verfall wunderschön...weil er das Leben wiederspiegelt...aber mit den heutigen Medien ist es einfach ein Horror!
(In falschen ,unachtsamen Händen,leider)!
 
Brandeinsatz im verlassenen Hotel


Das geschichtsträchtige und leerstehende Hotel in Feichtenbach stand in Rauch und Flammen.
Die Feuerwehr Pernitz hatte vergangene Woche einen außergewöhnlichen Einsatz in einem geschichtsträchtigen Gebäude: Das leer stehende Hotel im Herzen von Feichtenbach brannte. Am Dienstagabend gegen 22 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. „Als wir eintrafen, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster im vierten Stock“, sagt Lukas Brodtrager von der Feuerwehr Pernitz zur NÖN.

Da das Gebäude schon lange leersteht, gestalteten sich die Löscharbeiten für die Feuerwehr sehr kompliziert, der Brand musste von außen bekämpft werden. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten die Florianis den Brand gelöscht. Die Ursache für den Brand ist unklar.

In den vergangenen Jahren hatte das ehemalige „Sanatorium Wienerwald“ immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, u.a. auch dadurch, dass Jugendliche im leer stehenden Gebäude Partys gefeiert hatten.

Quelle: Brandeinsatz im verlassenen Hotel
 
Achtung! Versteckte Securities vor Ort!
Das Vorbeigehen am Wanderweg wird geduldet. Das eigentliche Grundstück ist jedoch mit dementsprechenden Schildern und Ketten markiert und wird videoüberwacht. Am 26.07.2020 wurde ich ca. 20m hinter der Absperrung von einem Security-Team zur Datenaufnahme in Empfang genommen. Nun muss ich mit einer Geldstrafe rechnen, um es nicht zu einer Besitzstörungsklage kommen zu lassen.

Die Geldstrafe beläuft sich laut anderen Usern auf €250. Bei einer Besitzstörungsklage muss man wohl, inklusive Anwalts- und Gerichtskosten, mit bis zu €700 rechnen.
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
Ob man bei einer "Besitzstörung" von 20 Meter, einfach so, 250 Euro privat abkassieren darf, um von einer Klage abzusehen bezweifle ich. Das ist Nötigung.
Bei uns in CH werden Betretungsverbote von privaten Grundstücken, oder Parkverbote etc., mit Schilder mit einer Richterlichen Verfügung ausgestattet. Da steht drauf was verboten ist, und wie hoch das Strafmass ist. Auch die ausstellende Behörde ist vermerkt.
Beispiele hier: ( Parkverbote )
Google-Ergebnis für https://fischerschilder.ch/wp-content/uploads/2020/02/parkplatzschild5.jpg

Gruss
Varga
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gelände um das Gebäude ist öffentliches Parkgelände und jeder der eine Geldstrafe einzahlt ist selbst schuld. Wenn ihr IM Gebäude erwischt werdet (was eigentlich eh nicht mehr möglich sein sollte) dann ja, das ist was anderes.

Ich finds persönlich gut, dass diese Geldstrafen ausgesendet werden. So viel "Tourismus" wie seit 2 Jahren derzeit ist, das ist einfach ein Wahnsinn...und vor allem lauter Vollidioten und Kiddies die sich dort rumtreiben.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Nazi-Entbindungsheim: Zeitzeugen gesucht
Ein Forschungsprojekt des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung widmet sich dem größten Entbindungsheim des SS-Vereins „Lebensborn“, das in Feichtenbach bei Pernitz (Bezirk Wr. Neustadt) stand. Die Forscher suchen nun nach Zeitzeugen.
Online seit heute, 15.59 Uhr
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Die Nationalsozialisten versuchten im Zuge ihrer Rassenpolitik sogenannten „erbgesunden“ Nachwuchs zu fördern. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Entbindungsheime des SS-Vereins „Lebensborn“, dessen Ziel es war, die Geburtenziffer „arischer“ Kinder zu erhöhen. Das größte „Lebensborn“-Entbindungsheim stand im Wienerwald. Historiker suchen nun Zeitzeugen, die über die Geschichte des „Heim Wienerwald“ zwischen 1938 und 1945 Auskunft geben können, berichtet die Austria Presse Agentur am Mittwoch.

Nicht nur Vernichtung „unwerten“ Lebens stand im Zentrum der nationalsozialistischen Rassenpolitik, sondern auch eine Steigerung der Zahl der Geburten von Kindern „arischer“ Herkunft. Dazu unterhielt der 1935 gegründete SS-Verein „Lebensborn“ zwischen 1936 und 1945 neun Entbindungsheime auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands, 15 weitere wurden in Österreich, Luxemburg, Belgien, Frankreich und Norwegen betrieben.


Privat: Helga S., Wien
Postkarte: „Lebensborn“-Heim „Wienerwald“

1.300 Kinder kamen im „Heim Wienerwald“ zur Welt
Es gab auch Gerüchte, dass in den Heimen SS-Männer und vorzugsweise blonde, blauäugige Frauen des Bundes Deutscher Mädel (BDM) zum Zweck der Zeugung „zusammengeführt“ wurden. Das sei aber historisch nicht haltbar, heißt es am Mittwoch in einer Aussendung des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung in Graz, das in einem Forschungsprojekt die Geschichte des „Heims Wienerwald“ aufarbeiten will.
Das 1904 als Lungenheilanstalt von den beiden Lungenspezialisten Hugo Kraus und Arthur Baer, zwei jüdischen Ärzten, errichtete „Sanatorium Wienerwald“ wurde damals von Patienten aus der ganzen Welt besucht. Der Andrang war so groß, dass sich die beiden Ärzte entschlossen, das ursprünglich für etwa 90 Patienten ausgelegte Haus entscheidend zu vergrößern. Persönlichkeiten wie etwa Ignaz Seipel, der am 2. August 1932 dort verstarb, Theodor Innitzer oder Franz Kafka im Jahr 1924 zählten zu den Patienten der auf etwa 530 Metern Seehöhe gelegenen Höhenklinik.
Rund 1.300 Kinder kamen in dem von den Nazis 1938 „arisierten“ Gebäude zur Welt. Über die Mütter und Kinder ist bis heute relativ wenig bekannt. Die Forscher gehen davon aus, dass viele nicht nur aus dem Gebiet des heutigen Österreichs stammten, sondern auch aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Norwegen und wieder dorthin zurückkehrten.


Heinz H., Wien
Heinz H. wurde im Jahr 1939 im „Heim Wienerwald“ geboren. Die Mutter war 16 Jahre alt, als sie schwanger wurde und die Möglichkeit erhielt, im Entbindungsheim ihren Sohn zur Welt zu bringen. Seine Eltern heirateten wenige Wochen nach seiner Geburt.

Biografische Hintergründe beschäftigen Forscherteam
Projektleiterin Barbara Stelzl-Marx und ihr Kollege Lukas Schretter wollen neben der Geschichte des Ortes und dem Umgang damit nach dem Krieg mehr über die Sozialstruktur der Mütter, die biografischen Hintergründe der Väter, das Personal, den Alltag im Heim und vor allem über die Kinder und ihre weiteren Lebensläufe herausfinden. Dafür suchen die Historiker nicht nur Zeitzeugen, sondern auch Männer und Frauen, die im „Heim Wienerwald“ geboren wurden und ihre Lebensgeschichten erzählen wollen. Die Wissenschafter sind zudem an Fotografien, Objekten und Dokumenten interessiert, die mit der Geschichte des Heims in Verbindung stehen.

Suche nach Zeitzeugen
Die Forscher bitten Zeitzeugen um Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0316/380-8272 oder per E-Mail
Schätzungen zufolge kamen in den rund zwei Dutzend „Lebensborn“-Entbindungsheimen Tausende Kinder zur Welt. Dort wurden anonyme Entbindungen unverheirateter Frauen, die nach den Kriterien der NS-Rassenideologie als „erbbiologisch wertvoll“ galten, ermöglicht, aber auch Adoptionen abgewickelt. Zudem wurden auch Kinder verheirateter Paare in den Heimen geboren. Der Verein war ab 1943 auch in die „Eindeutschungsaktion“ Hunderter Kinder, insbesondere aus dem heutigen Polen, eingebunden.

Nach 1945 waren den Angaben der Historiker zufolge viele „Lebensborn“-Kinder mit den Folgen ihrer Herkunft konfrontiert und bemühten sich, mehr über die Umstände ihrer Zeugung, Geburt und ihre ersten Lebensjahre zu erfahren.


Privat: Helga S., Wien
Ein Gruppenfoto mit Angestellten des Heimes „Wienerwald“ mit Müttern und „Lebensborn“-Kindern, Ostern 1944

„Heim Wienerwald“ ist heute eine Ruine
Das „Heim Wienerwald“ wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert und unter anderem als Kindererholungsheim des Wiener Jugendhilfswerks, Urlauberheim des Gewerkschaftsbundes und Rehabilitationszentrum der Wiener Gebietskrankenkasse genutzt, heute ist es eine Ruine. In den vergangenen Jahren sorgten immer wieder illegale Partys für Aufregung und Lärmbelästigung unter Anrainern.
28.10.2020, red, noe.ORF.at/Agenturen

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Nazi-Entbindungsheim: Zeitzeugen gesucht
 

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Nazi-Entbindungsheim: Zeitzeugen gesucht
Ein Forschungsprojekt des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung widmet sich dem größten Entbindungsheim des SS-Vereins „Lebensborn“, das in Feichtenbach bei Pernitz (Bezirk Wr. Neustadt) stand. Die Forscher suchen nun nach Zeitzeugen.
Online seit heute, 15.59 Uhr
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Nazi-Entbindungsheim: Zeitzeugen gesucht

Wirklich ein toller und rückblickend wertvoller Beitrag zum Thema "Sanatorium Wienerwald".

Es beleuchtet eine neue nicht bekannte Nutzung des geschichtsträchtigen Gebäudekomplexes und ehemaligen "Grand-Hotel" artigen Kurhotels und wirft erneut einen Blick, auf die vielen bis dato nicht bekannten und immer wieder erstaunliche und oft verstörend wirkende Projekte der NS-Zeit, also eine Art "Zeugungsstelle und Reproduktion" von Menschen rein arischer Herkunft!
Finde es immer wieder toll, wenn dieses doch sehr "schwarze Kapitel" unserer Geschichte erneut in den Fokus von aktuellen Recherchen rückt, und somit neue Aspekte dieser Zeit an Licht kommen; auch immer wieder zu sehen, welche doch eher große Rolle auch Österreich dabei gespielt hat.

Hoffe, dass es durch diesen Artikel möglich sein wird, einige Zeitzeugen aufzufinden, die mehr Licht ins dunkle dieser Zeit bringen können und uns an Ihren Geschichten und Erlebnisse dieser Phase der Nutzung des "Sanatoriums Wienerwald", teilhaben lassen möchten.

Noch kurz zum heutigen Zustand der Anlage: Es ist extrem schade, was aus diesem so geschichtsträchtigen Relikt aus vergangener Zeiten geworden ist. Einfach die Geschichte eines so ehrwürdigen Hauses durch mutwillige Zerstörung von Vandalen, selbsternannte Filmproduzenten die Räume mit Kunstblut beschmieren, Sprayern und Jugendliche die nichts besseres zu tun haben, als antike Gebäude als Party Location zu missbrauchen und dieses im wahrsten Sinne des Wortes mit "Füssen zu treten" und somit den natürlichen Verfall um ein Vielfaches zu beschleunigen.
Das Heute zeigt einen leider erbärmlichen Anblick, welcher in keinster Weise dem gerecht wird, was dieses ehemalige Prachtbauwerk eigentlich verdient hätte.

(Stand Nov/2020 - Absperrungen, Zäune, Gitter an Fenster und Türen sowie Videoüberwachung machen einen Besuch bzw. Besichtigung unmöglich)
 
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