Obersalzberg

Auszug:
Für 3,65 Millionen Euro soll das Hotel "Zum Türken" in Berchtesgaden verkauft werden.

Auch aus:
Wirtin Therese Partner entdeckte, dass die räumliche Nähe zum Berghof eine Goldgrube darstellte. Direkt neben der Tür ließ sie einen Eingang zum Bunker freibaggern und verdiente gut am Hitler-Tourismus.
Die Treppe führt in jenen Bunkerteil, der früher Hitlers Leibwächtern zugewiesen war. Handgeschriebene Schilder zeigen an, wo sich die Toilette befand, der Hundezwinger, der Maschinengewehrstand und das Gefängnis. Das Prunkstück des modrigen Gangsystems ist nur zu erahnen: „Hinter dieser abgemauerten Tür befinden sich die eigentlichen Räume Hitlers, Eva Brauns und Dr. Morells sowie der Zugang zu Hitlers Haus“, steht auf dem Schild.
 

josef

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Wirbel um Hotelverkauf am Obersalzberg
Beim englischen Traditions-Auktionshaus Sotheby’s kann man derzeit das Hotel Zum Türken auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden ersteigern. Für Kritik sorgt dabei, dass Sotheby’s bei der Werbung für das Hotel nicht erwähnt, das es unmittelbar neben dem ehemaligen Berghof von Adolf Hitler liegt.
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Unter dem Titel „Eine Reise durch die Zeit in einer traumhaften Kulisse“ ruft das Auktionshaus Sotheby’s drei Millionen 650 Tausend Euro für das ehemalige Hotel „Zum Türken“ auf. Dass der Ort, wo das Hotel steht, weltweit bekannt ist, weil er unmittelbar neben dem ehemaligen Berghof, dem Feriensitz von Adolf Hitler liegt, erwähnt Sotheby’s mit keinem Wort. Zur Zeit des Nationalsozialismus waren in dem Hotel der Sicherheitsdienst, SS und Gestapo untergebracht.

Zum Hotel gehört eine vollkommen intakte Bunkeranlage die zur NS-Zeit direkt mit dem Führerbunker im Berghof verbunden war. Parallel zum Hotelbetrieb war diese Bunkeranlage stets zu besichtigen. Allerdings ohne entsprechende historische Aufbereitung der dunklen NS-Vergangenheit.

“Hotel darf keine Wallfahrtsstätte werden“
Gegenüber von bayrischen Zeitungen äußert der Direktor der Stiftung Bayrische Gedenkstätten, Karl Freller, bereits Bedenken. Er sehe das Risiko, dass der historisch belastete Ort in falsche Hände gerät. Es dürfe keinesfalls eine Wallfahrtsstätte auf dem Obersalzberg entstehen, so Freller gegenüber der Passauer Neuen Presse. Er hoffe nun, dass sich der Freistaat Bayern das Anwesen sichert.

Link:
Kritik an teurem NS-Dokuzentrum-Ausbau (salzburg.ORF.at; 2.11.2019)
Wirbel um Hotelverkauf am Obersalzberg
 
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