Piestingtal (Auslagerung des Raxwerkes?)

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salsipuedes

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#1
Hy zusammen !!!!
ich habe es mir zur Aufgabe gemacht das Gebiet Piestingtal das von Wiener Neustadt bis Rohr im Gebirge reicht zu durchkämmen. Ich habe 2 gleichgesinnte gefunden die dieses Projekt mit mir durchführen werden. Es wird so sein das wir alles Katalogisieren und mit GPS Koordinaten festlegen werden. Hauptaufgabe die Verlagerung des Raxwerkes "Granit" zu finden. Da ich und meine Kollegen aus diesem Gebiet kommen wissen wir dass dieser noch nicht gefunden wurde. und die Zeitzeugen uns verschiedene orte bzw. ansichten erzählt haben. auf der B21 sind momentan 4 Bunkeranlagen schon entdeckt aber die sind es auf keinen Fall da sie auf die Größe nicht hinkommen. wir wissen auch das es sich nicht nur um waldegg handeln kann es wurden von meinen Kollegen in Pernitz Teile und auch im Ganzen Flugzugmotoren gefunden und auch Abzeichen von KZ Häftlingen. In Gutenstein ca. 20 Kilometer von Wöllersdorf entfernt wurden Propeller gefunden was aber nicht von abgestürzten Flugzeuge sein können, da sie erstens nicht deformiert waren und zweitens sorgfältig vergraben wurden.


Ich bitte auch um Hilfe bzw. Informationen wenn jemand welche hat egal was er gehört hat, wir brauchen jede Hilfe um das geheimnise von Piestingtal zu lüften und die letzten Kriegstage zu rekonstruieren.


Ich bedanke mich und freue mich schon auf eure Hilfe.


Ich werde euch alle auf dem laufenden halten.
 
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SuR

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#2
Hallo Ralf,

das klingt seeehr interessant. Wenn´s nicht so weit weg wäre, würde ich gerne mal mitkommen. :)

Bitte stell doch mal die Namen der ggf. betroffenen Otschaften hier ein. Dann kann ich mal in meinen Unterlagen nachschauen, ob ich da vielleicht was finde...
 

josef

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#3
Hallo Ralf,
im Piestingtal wirst Du keine Auslagerung der Rax-Werke finden!

Die Verlagerungen in Waldegg betrafen die WNF:

Oberirdisch: 2.400 m² bei der Firma Zugmayer, Firmentarnname "Glaswarenfabrik Waldegg A.G."
Stollen: 1.800 m² Deckname "Granit"

In beiden Betriebsteilen war die Presserei für Rumpfteile untergebracht. Quelle sind die WNF-Verlagerungslisten v. 15.11. und 5.12.1944.

Die Firma Zugmayer ging 1966 oder 67 in Konkurs. Lt. einer PN eines Users vor ca. 3 Jahren existiert der Stollen noch! Ist jedoch in Privatbesitz und wurde damals als Schießkeller verwendet!

...auf der B21 sind momentan 4 Bunkeranlagen schon entdeckt aber die sind es auf keinen Fall da sie auf die Größe nicht hinkommen...
Sind ehemalige LS-Stollen, z.B. gegenüber der Papierfabrik Ortmann, ebenso in Gutenstein!

...es wurden von meinen Kollegen in Pernitz Teile und auch im Ganzen Flugzugmotoren gefunden und auch Abzeichen von KZ Häftlingen. In Gutenstein ca. 20 Kilometer von Wöllersdorf entfernt wurden Propeller gefunden ...
Waren sicher nicht von den WNF, denn zu Kriegsende wurden die "Hochzeiten" (Zusammenbau - Vereinigung Motor mit Rumpf) der Jäger in ganz anderen Gegenden (Markersdorf, Tschechien usw.) durchgeführt! Die Teile dürften aus dem Luftpark WN stammen, siehe Luftpark - Wiener Neustadt Kapitel "Luftangriffe und Kriegsende".

...wir brauchen jede Hilfe um das geheimnise von Piestingtal zu lüften und die letzten Kriegstage zu rekonstruieren.
Dazu empfehle ich aus der Literatur die beiden Bände von

Friedrich Brettner;
Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges im südlichen Niederösterreich; Gloggnitz 1999

und
Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges (Steinfeld-Wienerwald-Tullnerfeld-Traisental); Gloggnitz 2002

lg
josef
 
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SuR

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#4
> Luftpark WN

Das dürfte dann hiermit korrespondieren:

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION, TARGET ANALYSIS SECTION; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2926
NOTE ABOUT DEPOT FOR ENGINE PARTS AT WIENER NEUSTADT, AUSTRIA.
 

josef

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#5
> Luftpark WN

Das dürfte dann hiermit korrespondieren:

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION, TARGET ANALYSIS SECTION; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2926
NOTE ABOUT DEPOT FOR ENGINE PARTS AT WIENER NEUSTADT, AUSTRIA.
Hallo Florian,
dürfte hinkommen! Kommt aber auch in manchen Akten bzw. Literatur unter WÖLLERSDORF vor (=> Bezug zum früheren Firmennamen "Wöllersdorfer Werke" bzw. Ort in der Nähe...

lg
josef
 

SuR

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#6
Wöllersdorf -> Wollersdorf

Mit Wöllersdorf / Wollersdorf findet man dann noch drei Sachen:

a) die Target Analysis (die manchmal sehr detailliert sein kann)

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE
SECTION/TARGET ANALYSIS; FILES: AIR ARMAMENTS; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 1921;
AIRCRAFT REPAIR PLANT AND AIRPARK AT WIENER NEUSTADT (WOLLERSDORF),
AUSTRIA.
b) und zwei Bombardierungsberichte


GROUP/0449/BOMBARDMENT (HEAVY)
MISSION FOLDER NUMBER 65 (TARGET: WOLLERSDORF HANGARS AND INSTALLATIONS, WIENER NEUSTADT, AUSTRIA)

GROUP/0449/BOMBARDMENT (HEAVY)
MISSION FOLDER NUMBER 69 (TARGET: WOLLERSDORF AIRDROME, WIENER NEUSTADT, AUSTRIA)
 
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salsipuedes

Guest
#7
Sorry die späte Antwort

Hallo Ralf,

das klingt seeehr interessant. Wenn´s nicht so weit weg wäre, würde ich gerne mal mitkommen. :)

Bitte stell doch mal die Namen der ggf. betroffenen Otschaften hier ein. Dann kann ich mal in meinen Unterlagen nachschauen, ob ich da vielleicht was finde...



Finde super das du mir helfen möchtest!!! Ja also es gibt sehr interessanten ortschaften am besten nenne ich mald die, die am interessantesten sind :
Wöllersdorf, Waldegg, Dreistätten, Ortmann, Pernitz, Gutenstein, Rohr im geb., Feichtenbach ( LEBENSBORN),;

Ja das sind die interessantesten.

wenn du mir da hellfen könntest bzw ob du in deinen unterlagen was findest hoffe ich natürlich.

Zu Pernitz:
ist eine kleine Ortschaft die zwar heute die grössere im Piestingtal ist aber 44,45 Bombadiert worden ist. es sind in den letzten 10 jahren bei bauarbeiten 2x 250kg Bomben und eine 500kg bombe geborgen worden.

Zu Ortmann:

ist am anfang zu pernitz hat ahber keine ortstafeln es steht dort die SCA Hygiene Production mit 2 Papiermaschienen und verarbeitunsbereichen ist ziehmlich gross. und ich weiss aus meiner eigenen familie das es in der kriegszeit dort sehr viele unterirdiche tunnel gegeben hat und die auch siecher noch heute exestieren. ja herum um das werk sind zwei kleine LS-keller aber die meine ich nicht.

Zu Gutenstein:

hier wurde von den russen in den letzten 3 Kriegswochen ca. einmaschiert und als sie da waren war auch schon der Krieg so zusagen vorbei. es gab aber schwere Kämpfe zwischen der wehrmacht und den russen. Nach kriegsende wurden aber auch noch vergewaltigungen von russen begangen. es gibt in gutenstein 3 oder 4 LS-keller in denen ich schon drinnen war einige sind heute versperrt. es wurde in gutenstein auch ein jagtflugzeug abgeschossen wo das geschütz noch im felse steckt auf grun der wucht beim einschlag. ist aber leider heute schon so verwaxhsen das ein foto nicht wirklich sinn hat. im gebirge rund um gutenstein pernitz rohr im geb. ist total mit munition verseucht also VORSICHT in dieser gegend.wir finden laufend munition neben den Bundesstrassen.

ja ich glaube das dürfte mal reichen wenn du fragen hast schreibe mir eine PN .


danke erst mal und hoffe du findest einige antworten für mich.



Gruss


PS: sind auch einige bilder vorhanden!!!!
 
S

salsipuedes

Guest
#8
Hy

Hallo Ralf,
im Piestingtal wirst Du keine Auslagerung der Rax-Werke finden!

Die Verlagerungen in Waldegg betrafen die WNF:

Oberirdisch: 2.400 m² bei der Firma Zugmayer, Firmentarnname "Glaswarenfabrik Waldegg A.G."
Stollen: 1.800 m² Deckname "Granit"

In beiden Betriebsteilen war die Presserei für Rumpfteile untergebracht. Quelle sind die WNF-Verlagerungslisten v. 15.11. und 5.12.1944.

Die Firma Zugmayer ging 1966 oder 67 in Konkurs. Lt. einer PN eines Users vor ca. 3 Jahren existiert der Stollen noch! Ist jedoch in Privatbesitz und wurde damals als Schießkeller verwendet!

Sind ehemalige LS-Stollen, z.B. gegenüber der Papierfabrik Ortmann, ebenso in Gutenstein!

Waren sicher nicht von den WNF, denn zu Kriegsende wurden die "Hochzeiten" (Zusammenbau - Vereinigung Motor mit Rumpf) der Jäger in ganz anderen Gegenden (Markersdorf, Tschechien usw.) durchgeführt! Die Teile dürften aus dem Luftpark WN stammen, siehe http://www.geheimprojekte.at/t_wnlp.html Kapitel "Luftangriffe und Kriegsende".

Dazu empfehle ich aus der Literatur die beiden Bände von

Friedrich Brettner;
Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges im südlichen Niederösterreich; Gloggnitz 1999

und
Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges (Steinfeld-Wienerwald-Tullnerfeld-Traisental); Gloggnitz 2002

lg
josef


Danke Josef!!! für deine hilfe!!!!


Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges im südlichen Niederösterreich/////// habe ich leider einen verborgt und nie wieder bekommen , und ich bekomme es auch nicht in div. Buchhandlungen leider.

deine infos habe ich zum teil schon gekannt aber es gab auch neues. aber es gibt mir wieder rätsel auf. dadurch ich ja aus dieser gegend komme und die zeitzeugen mir sehr viel erzählt haben, ist es wirklich so erstaunlich für mich das vieles nicht in den geschichtsbüchern vorkommt. da gibt es einige sachen.

aber da ich dir schreibe gerade muss du mir bitte weiterhelfen mit den beiträgen wegen den lufftangriffen da habe ich keine ahnung was die bedeuten. sind das nur protokolleinträge oder sind da auch die angriffsdaden dabei mit wan der angriff stattgefunden hat und welche munition abgeworfen wurde??? und super wäre, aber nicht machbar warscheinlich "Luftbilder bevor und danach als die angriffe stattgefunden haben" ich war im Archiv im BMI aber da ist die suche sehr sehr schwer. vieleicht hast du ja eine ahnung.



Gruss Ralf
 

SuR

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#9
...Wöllersdorf, Waldegg, Dreistätten, Ortmann, Pernitz, Gutenstein, Rohr im geb., Feichtenbach ( LEBENSBORN)
Leider bei allen keine Funde, ausser bei Gutenstein - und da weiß ich nicht, ob es das Richtige Gutenstein ist:

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES (INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS) FILES; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 4261; DATES AND FRAME COUNTS SUPPLIED. INCLUDES AERIAL PHOTOGRAPHS.
CONTAINS DESCRIPTION OF BOMBING TARGET (BOHLER STEEL WORKS) LOCATED AT GUTENSTEIN (GUSTANJ), YUGOSLAVIA.

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2277; FRAME COUNT ESTIMATED; DATES SUPPLIED.
INFORMATION ABOUT STEELWORKS AT GUSTANJ (GUTENSTEIN), AUSTRIA.

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2283; FRAME COUNT ESTIMATED; DATES SUPPLIED.
INFORMATION ABOUT BOHLER STEELWORKS AT GUTENSTEIN (GUSTANJ), YUGOSLAVIA.

Von dem "Austria vs Yugoslavia" nicht verwirren lassen - die Amis hatten größte Schwierigkeiten, Ortsnamen richtig zu schreiben und diese den Ländern richtig zuzuordnen. :D Hoffentlich ist das heute, z. B. in Afghanistan, anders ;)
 

josef

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#10
Leider bei allen keine Funde, ausser bei Gutenstein - und da weiß ich nicht, ob es das Richtige Gutenstein ist:

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES (INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS) FILES; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 4261; DATES AND FRAME COUNTS SUPPLIED. INCLUDES AERIAL PHOTOGRAPHS.
CONTAINS DESCRIPTION OF BOMBING TARGET (BOHLER STEEL WORKS) LOCATED AT GUTENSTEIN (GUSTANJ), YUGOSLAVIA.

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2277; FRAME COUNT ESTIMATED; DATES SUPPLIED.
INFORMATION ABOUT STEELWORKS AT GUSTANJ (GUTENSTEIN), AUSTRIA.

MEDITERRANEAN ALLIED AIR FORCES MICROFILM PROJECT; INTELLIGENCE SECTION/TARGET ANALYSIS; CALL NO. 622.011; DOCUMENT NO. 2283; FRAME COUNT ESTIMATED; DATES SUPPLIED.
INFORMATION ABOUT BOHLER STEELWORKS AT GUTENSTEIN (GUSTANJ), YUGOSLAVIA.

Von dem "Austria vs Yugoslavia" nicht verwirren lassen - die Amis hatten größte Schwierigkeiten, Ortsnamen richtig zu schreiben und diese den Ländern richtig zuzuordnen. :D Hoffentlich ist das heute, z. B. in Afghanistan, anders ;)
Richtig! Die "Ami-Zielangaben" beziehen sich auf das ehemalige "Thun'sche Stahlwerk Streitleben" im heutigen Ravne/Slowenien. Dieses kam 1927 zu den "Böhler-Ybbstalwerken" (Waidhofen a.d. Ybbs, Niederösterreich) und dadurch während des WKII zum "Böhler AG" Rüstungskonzern.
Siehe unter Unternehmen/Chronik : http://www.bohler-profil.com/index.htm?url=/deutsch/b_782.php

Der Ort Gutenstein im Mießtal kam nach Zusammenbruch der Donaumonarchie nach dem WKI an Jugoslawien => Gustanj, 1941 - Kriegsende wieder zum damaligen Gau Kärnten, nach Kriegsende wieder zurück an Jugoslawien und ist jetzt Teil der Stadt => Ravne, seit 1991 nach Zerfall von ex Jugoslwaien im neuen Staat Slowenien.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ravne_na_Koroškem
http://de.wikipedia.org/wiki/Mießtal

Der Ort Gutenstein im NÖ. Piestingtal hatte während des WKII keine Bedeutung als Rüstungsziel! Kam aber zu Kriegsende in den Frontbereich, dazu ein Auszug aus der Ortschronik:
Im 2. Weltkrieg starben an die 100 oder mehr Männer aus Gutenstein an den verschiedensten Fronten. Das Gutensteiner Gebiet selbst stellte 1945 einen Teil der Front dar. Am 26. April 1945 zogen die ersten russischen Verbände in den Markt ein, nachdem die von den Deutschen gesprengte Passtorbrücke wieder befahrbar gemacht worden war. Die deutschen Truppen hatten sich am 24. und 25. April vor allem ins Klostertal, Zellenbachtal, Urgersbachtal und auf den Mariahilfberg zurückgezogen. Die Russen trieben die 40 Mann der Waffen-SS vom Mariahilfberg ins Klostertal. So ergab sich bald folgender Frontverlauf, der annähernd bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 bestehen blieb. Vom Unterberg über die Steinapiesting, Haselrast, Rohrerberg, Wegschaid, Urgersbach, Mamauwiese und weiter in Richtung Puchberg am Schneeberg. Der Markt Gutenstein befand sich also ab dem 26. April zur Gänze in russischen Händen.

Nach dem Abzug der deutschen in Richtung Westen und dem Einrücken der Russen, kam es im Markt Gutenstein zur Aufstellung russischer Geschütze und in der Folge zu einem Feuerwechsel zwischen Deutschen und Russen. Erstaunlicherweise blieben die Schäden and den Häusern dabei relativ gering. Völlig zerstörte, ausgebrannte Häuser – wie es sie z.B. in Piesting gab – hatte der Markt Gutenstein nicht zu beklagen, allerdings gingen einige Häuser im Klostertal in Flammen auf. 8 russische und 10 deutsche Soldaten fielen den Kampfhandlungen zum Opfer. 4 Morde an Zivilisten wurden dokumentiert.

Im letzten Stadium der deutschen Front wurden die Familien mit Kindern evakuiert, viele der anderen Einwohner zogen freiwillig mit den deutschen Soldaten nach Westen. Die meisten kehrten aber bald wieder in ihre Häuser zurück.

Während dieser ganzen Zeit kam es immer wieder zu Plünderungen, Diebstählen und Gewalthandlungen an der Zivilbevölkerung durch die Russen, aber auch durch die SS. Aus dem Gemeindearchiv verschwanden einige wichtige Dokument, nur das Pfarrarchiv wies keine Schäden auf.

Nach dem Krieg brauchte es eine lange Zeit der Opferbereitschaft und der gesunden Zusammenarbeit aller, um zu einem normalen Leben zurückzufinden und Gutenstein zu dem zu machen, was es heute ist, ein blühender Fremdenverkehrsort, welcher aufgrund seiner historischen Entwicklung, seiner wundervollen Lage im Kalkvoralpengebiet und nicht zuletzt seiner Stellung in wirtschaftlicher Hinsicht zu einem Kulturzentrum des Biedermeiertales und einer beliebten Sommerfrische wurde.
Quelle: http://www.gutenstein.at/kultur/geschichte

lg
josef
 
C

Condor

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#11
Hallo allseits,

so seit ca. 2005 wird die B21 nach Waldegg in Richtung Gutenstein sukzessive ausgebaut/verbreitert.
Im Bereich der beiden Engstellen zwischen Waldegg und Oed bzw. Reichental/Quarp und Pernitz werden dazu für die Straßenverbreiterung die linksseitigen Hänge einigermassen "angeknabbert".
Hat es dabei den LS-Stollen mit Splitterschutzwand gegenüber der Papierfabrik Ortmann eigentlich "erwischt" oder gibts den noch?

Gruß
Condor
 
C

Condor

Guest
#13
Wenn sich der Hinweis auf Anlagen um Lindabrunn (thread von zeitgeist vom Jänner 2004) auf meine spezielle Frage zum Luftschutzstollen Ortmann/Pernitz bezieht, kann ich dem nicht ganz folgen.
Lindabrunn/Hölles und Ortmann/Pernitz liegen - Luftlinie - ca. 15 Km auseinander.
Habe ich in dem thread leicht was überlesen?
Oder übersehen - gibts da vielleicht noch einen thread?
Oder ist der Hinweis simpel eine Verwechslung Triestingtal/Piestingtal?

Gruß
Condor
 
S

schnellbahner

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#14
Hallo liebe User

Ich möchte mich mal vorstellen da ich neu im Forum bin.

Ich heiße Silvio bin 21 Jahre alt und Wohne seit kurzem in Waldegg

Da ich mich schon ewigkeiten für alte Anlagen aus dem WKII interessiere und ich nicht alleine in der gegend um Waldegg herzeihen mag möchte ich mich hier zurverfügung stellen für eventuelle treffen und gemeinsame spuren suche.

Lg Silvio:hand:
 

josef

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Mitarbeiter
#15
Hallo @4020iger, 4023/24iger (für den 4030iger bist Du noch zu jung :D).
Ein herzliches Willkommen hier im Forum und viel Erfolg bei der Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit des Piestingtales

wünscht
josef
 
H

Harald 41

Guest
#16
Hallo Silvio;
Von mir ebenfalls ein herzliches Willkommen hier im Forum,in Waldegg wohnte ich auch 3 mal 2 Monate Zwangsvolstreckung war aber schon Anfang der 80er Jahre.
Bei Dir gibt es sicher noch was zu entdecken oder aufzuarbeiten,viel Erfolg.

LG Harry
 
S

schnellbahner

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#17
Bitte also für nen 4030iger zujung?! einstellung 2005 und naja für die 4x23/4 bin ich zu alt ;) diese dinger mag ich nicht.
 
N

naitsir

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#19
Hallo alle zusammen!

Ich bin im Piestingtal aufgewachsen, wohne zzt. in Pernitz und kenne jede Menge an noch sichtbaren Bunker und (künstlichen) Höhlen (vor allem im Bereich Waidmannsfeld/Pernitz - rund um den Kitzberg). Ich interessiere mich schon seit langem für diese stillen Zeitzeugen der Geschichte.
Ich freue mich, dieses Forum gefunden zu haben und hoffe, dass ich einiges im Forum beitragen kann. Ich würde euch gerne im Piestingtal unterstützen!

lg. Chris
 
H

Harald 41

Guest
#20
Hallo Chris;
Willkommen hier im Forum,viel Erfolg beim recherchieren,in deiner Gegend gibt es einiges Interessantes.
Unter Geheimprojekte.at(Bezirk Wiener Neustadt) steht einiges.

LG Harry
 
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