"Ruine Schauenstein" im Herzen des Waldviertels

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Ich machte mich wieder auf eine kleine Reise mit @MHSTG44 ins Mittelalter und meinem Burgfräulein Emma. Die Ruine auf einem steil abfallenden Ausläufer des 606m hohen Buchbergs in der Katastralgemeinde Krug bietet einen wunderschönen Blick in das Kamptal. Der Bergfried der Burgruine dient auch als Aussichtswarte in das Kamptal und ist mit einem Schlüssel, welchen man in Krug Nr.: 18 erhält. Es führt ein ca. 1,5km langer romantischer Wanderweg zur Ruine wo meine Emma wieder glaubte sie sei ein Wildschwein und nahm ein Schlammbad;):D

etwas zur Geschichte der Burg Schauenstein:
Um 1175/80 erscheint erstmals ein „Poppo de Sowenstaine" in einer Urk. des Erchenbert, Bgf. v. Gars. 1275 ist Hadmar II. v. Sonnberg, ein naher Verwandter der Kuenringer, im Besitz der Burg. 1282 erscheint „Otto v. Schauenstein", den Pongratz als Begründer der Schauensteiner Linie der Hrn. v. Sonnberg anführt. 1380 belehnt Hzg. Albrecht III. die Brüder Vinzenz und Kraft d. J. v. Sonnberg mit der Hft. Schauenstein. Ab dem beginnenden 15. Jh. sind die Hrn. v. Rohr im Besitz der Burg. 1411 verleiht Hzg. Albrecht IV. dem Matthias v. Rohr zwei Teile der Burg. Die Hrn. v. Rohr verkaufen 1430 an Leopold v. Kraig. Um 1432 wird die Veste „Schawnstain“ im Lehenbuch Hzg. Albrechts V. im Lehensbesitz der Brüder Konrad und Jan von Kraig genannt. Ab 1446 im Besitz der Schad zu Lengenfeld, ab 1467 im Besitz Ulrichs v. Grafenegg. Nach der Parteinahme des Grafeneggers für den Ungarnkönig Matthias Corvinus verleiht der Kaiser die Burg den Haidlbergern, die sie kurzfristig an die Hrn. v. Lappitz verkaufen. Da die Burg noch immer in ungarntreuer Hand ist, lässt K. Friedrich III. sie schließlich mit großem Aufwand erobern. In der Folge bleibt die Burg ldfl. und wird von Pflegern verwaltet. Nach neuerlicher Besitzergreifung durch die ungar. Partei muss der Kaiser die Burg 1491 auslösen. Nach 1500 ist die Burg im Besitz des Johann v. Lamberg, danach gelangt sie an Rudolf v. Hohenfeld und um 1553 an Jakob Landsiedl. Die beiden letzteren führen umfassende Bauarbeiten an der Burg durch. 1604 war der Sitz in Besitz des Peter Hackl von Lichtenfels. 1610 wurde Schauenstein freies Eigen. 1622 gelangt die Hft. an Jakob Kuefstein, der sie mit Greillenstein vereinigt. Im Besitz der Fam. Kuefstein ist die Burg noch heute. Die wahrscheinlich nicht mehr sonderlich instand gehaltene Burg wird 1645/46 von schwedischen Truppen zumindest tlw. zerstört. Vischer zeichnet die Burg 1672 bereits in ruinösem Zustand. Ein in den letzten Jahren gegründeter Verein zur Erhaltung der Ruine Schauenstein bemüht sich, den erhaltenen Bestand zu sichern und für Besucher zugänglich zu machen.

meine Reise beginnte mit Erinnerungen vom Mittelalter:
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