Wien 19. - Cobenzl

josef

Administrator
Mitarbeiter
...Jetzt kipp nicht gleich weg, wenn ich hier ein paar Ideen zu dem Thema Grotte äußere! Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dir das Administratorpferd, auf das man dich gesetzt hat, zu hoch ist!
Pass lieber auf, dass Du nicht selbst vom hohen Ross fällst, welches Du bestiegen hast!

Eine Entschuldigung bei @Geist für Deine schriftliche Entgleisung wäre angebracht!

lg
josef
 

Geist

Administrator
Mitarbeiter
Ok, versuchen wir's nochmal vernünftig. Vorab, mach dir um mich keine Sorgen. Ich bin hier schon ein paar Jahre aktiv und administriere nur wenn nötig.

Jetzt zum Inhalt:
Deine Ausführungen in Beitrag 128, in denen du darauf eingehst, dass die Grotte auch der Wehrmacht bekannt war und fragst, welchen Verwendungszweck sie damals hatte, liest sich, als würdest du denken, die Wehrmacht hätte dort etwas eingelagert, versteckt, das nicht für jedermann bestimmt war, wie du es ausgedrückt hast. Da diese Interpretation deines Textes anscheinend die falsche ist, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du näher erläuterst, was du damit gemeint hast. Ich stelle nicht in Abrede, dass ich vom übermäßigen "Genuss" absurder Theorien in diesem und anderen Foren schon gezeichnet bin. Die Grotte kann natürlich auch als Geräteschuppen für das Rasenmäherbataillon gedient haben. Hast du das gemeint?

Zeitzeuge bin ich keiner, aber ich lese viel. Die Grotte liegt nicht im Mittelpunkt meines Interesses, ich bin aber dennoch gerne oben am Cobenzl und schlage mich abseits der Wege durch den Wald. Meine Prioritäten lassen das aber nicht oft zu. Vor drei, vier Jahren war ich quasi jede Woche mal oben. Die gemauerten Strukturen, die du etwas weiter oben gezeigt hast, sind mir jedenfalls bekannt und stammen entweder noch von der Gartengestaltung des Grafen Cobenzl oder eines seiner Nachfolger oder es waren irgendwelche Baulichkeiten, die in Verbindung mit dem Schanzenbetrieb standen.

Es gibt mehrere Standorte für die Grotte, die in verschiedenen Karten und Beschreibungen erwähnt werden. Sie reichen von Haindersbrunn bis hinauf zum Cobenzl-Gipfel.

Dass du die Betonplatten mit dem ehemaligen Standort der Grotte durchaus in Verbindung bringst, lese ich aus deinem Beitrag 126 und dem ersten Satz, den du in Beitrag 128 geschrieben hast (Kurzfassung: Du dachtest, jemand hätte die Betonplatten verlegt, damit keiner in die Grotte fällt). Auch hier wäre eine nähere Erläuterung deiner Worte sinnvoll, da du anscheinend andere Dinge meinst, als du schreibst (Zitat: "Die Betonplatten [...] sind für den ehemaligen Standort der Grotte nicht maßgeblich")

Ich lasse mich gerne von Tatsachen überzeugen. Verifiziere doch einfach mit einem großen Maß an Forschung deine eigenen Theorien und erfreue dich an den Erkenntnissen. Ich empfehle für den Anfang das Wiener Stadt- u. Landesarchiv. Falls du herausfinden möchtest, was die Wehrmacht von der Grotte wusste und was nicht, könnten dich deine Wege sogar bis nach Freiburg im Breisgau führen. Der Besuch dieses Archivs ist ohnehin eine Empfehlung von mir, denn dort schlummern ganz großartige Wissensschätze.
 
Ich kenne den Geist und Josef persönlich. Zwei patente Personen, sympthatisch und nett.
Der Grund zu manchem Missverständnis hier ist der unterschiedliche Zugang der User.
Joa dürfte ein interessierter Laie sein, wie viele in diesem Forum.
Geist hat einen wissenschaftlichen Zugang (auch die Ausbildung dazu) und legt hier ganz andere Maßstäbe an - das kommt von Zeit zu Zeit unverstanden an.
Mit seiner Antwort beweist Geist jedoch dass er zu Recht Administrator ist.
Und die sachlichen Beiträge von Joa finde ich auch super, hätte sie genauso verfasst (bin ja auch ein Laie...)
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
...Der Grund zu manchem Missverständnis hier ist der unterschiedliche Zugang der User.
Joa dürfte ein interessierter Laie sein, wie viele in diesem Forum.
Geist hat einen wissenschaftlichen Zugang (auch die Ausbildung dazu) und legt hier ganz andere Maßstäbe an - das kommt von Zeit zu Zeit unverstanden an.
Mit seiner Antwort beweist Geist jedoch dass er zu Recht Administrator ist.
Und die sachlichen Beiträge von Joa finde ich auch super, hätte sie genauso verfasst (bin ja auch ein Laie...)
Peter hat die Sache auf den Punkt gebracht!
Aber als Administrator verwehre ich mich gegen solche Äußerungen wie sie im letzten Absatz von Beitrag #130 getätigt wurden! Solche Worte dienen nicht der konfliktfreien Aufklärung und Aufarbeitung von unterschiedlichen Standpunkten, sondern führen nur zur Eskalation der Angelegenheit. Und nach den Ausführungen von @Joa in seinem letzten Beitrag hoffe ich wieder auf die Rückkehr auf eine sachliche und faire Diskussionsebene!

lg
josef
 

Geist

Administrator
Mitarbeiter
Dagegen ist nichts einzuwenden! Tatsachen in Bezug auf die Grotte kann ich natürlich nicht liefern, wie sollte ich das auch und das wird auch niemand anderer können, sonst wäre das Grottenproblem längst gelöst!
Das ist in dieser definitiven Form nicht richtig. Es ist nur so, dass die Grotte für kaum jemanden – derzeit auch für mich nicht – von solchem Wert ist, dass er dafür wochen- oder monatelange Recherchearbeit in Kauf nimmt. Ich bin mir sicher, dass zur Lage der Grotte und ihrem Schicksal Material vorhanden ist. Gefunden muss es werden.

Ganz unabhängig davon, ob die Grotte nun einem Verwendungszweck zugeführt wurde oder auch nicht, was spricht eigentlich dagegen, dass sich die Grotte dort befunden hat, wo ich das glaube und das Du so vehement ablehnst? Wieso eigentlich?
Ich lehne die Möglichkeit, dass sich die Grotte unter den Betonsockeln befunden hat, nicht im geringsten und schon gar nicht vehement ab. Es sind nur schlicht und einfach viele Lageangaben überliefert, sodass man sich nicht auf einen einzigen Ort einschießen sollte. Klarheit bringen in diesem Fall ohnehin nur Grabungen oder Bodenradar. Beides ist an Genehmigungen gebunden, die es schwierig wird zu bekommen.

denn "beweisen" wird das wohl keiner von uns können! Ist das für dich ok?
Aus wissenschaftlicher Sicht ist ein solches Agreement natürlich nicht ok ;) . Damit wäre beispielsweise die Möglichkeit abgelehnt, den Plan von Gaheis jemals zu finden oder einen Plan, der von der Wehrmacht angelegt wurde, als die Schlossumgebung geodätisch aufgenommen wurde. Oder als man für die Schanze und die Höhenstraße das Umfeld vermessen hat.
 
Ich bin neben dem bekannten Foto von der Grotte am Cobenzl auf ein weiteres Foto gestoßen, welches mich angesichts des Hintergrundes hinsichtlich der Lage dieser etwas verwirrte. Versteht jeder der das Nesselbachtal kennt wo sie vermutet wird. Ich stell dennoch mal beide Fotos rauf zum Vergleich.

Das linke Foto ist vom Bildarchiv der Nationalbibliothek, das rechte ist ein Zufallsfund auf Facebook.
 

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Geist

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Ich bin neben dem bekannten Foto von der Grotte am Cobenzl auf ein weiteres Foto gestoßen, welches mich angesichts des Hintergrundes hinsichtlich der Lage dieser etwas verwirrte. Versteht jeder der das Nesselbachtal kennt wo sie vermutet wird. Ich stell dennoch mal beide Fotos rauf zum Vergleich.
Bitte immer bei Bildbeiträgen, die nicht eigene Bilder zeigen, die Bildquelle angeben!
 

Geist

Administrator
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Das meinte ich damit, dass es sehr viele verschiedene Ortsangaben zur Grotte gibt. Das eingezeichnete schwarze Rechteck steht für den Maierhof Haindersbrunn, der sich dort befand. An dieser Stelle findet man noch alte Ziegel und Mauerreste. Das Gebäude ist beim Bau der Höhenstraße teilweise abgerissen worden. Grotte ist dort keine.
 
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Genau, dort war ich schon, darum verwirrte mich das jetzt. Ich glaube immer noch, dass die Grotte nicht direkt unten beim Nesselbach ist sondern etwas weiter oben, das würde mit den Fotografien besser zusammenpassen. Sie soll auf jeden Fall Teil des Landschaftsgartens gewesen sein und war durch einen der Wege erreichbar. Ich denke schon länger über den Kauf eines Metalldetektors nach, vielleicht mach ich dies jetzt wirklich.
 

josef

Administrator
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Es ist lustig die Sendung auf ServusTV zu sehen, wo R. Bouchal ...!
...als "Weißer Riese" plötzlich aus der Unterwelt auftaucht! Ah Waunsinnn....

1530807429580.png

...und einige weitere "Schmankerl" zu bieten hat! Wusste z. B. nicht, dass er auch Biologe, Fachgebiet "tote Spinnen", ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, dort war ich schon, darum verwirrte mich das jetzt. Ich glaube immer noch, dass die Grotte nicht direkt unten beim Nesselbach ist sondern etwas weiter oben, das würde mit den Fotografien besser zusammenpassen. Sie soll auf jeden Fall Teil des Landschaftsgartens gewesen sein und war durch einen der Wege erreichbar. Ich denke schon länger über den Kauf eines Metalldetektors nach, vielleicht mach ich dies jetzt wirklich.
Hallo an die Gemeinde, ich bin funkelnagelneu, allerdings nur hier, nicht im Leben. Ich bin aus Wien und erst seit kurzem hier registriert.

Ich bin letztes Jahr sehr oft in der Gegend herumgezogen, habe auch die ein oder andere Scherbe in der Nähe des Schlosses Cobenzl gefunden und sogar eine Metallplatte die vermutlich an einem Kesselraum oder vielleicht sogar am Kessel selbst befestigt war. Natürlich war ich im Hinterkopf auf der vergeblichen Suche nach Hinweisen auf diese ominöse Grotte, kannte zwar diese Seite Urban Change in Time aber hätte sie dafür nicht benützt. Man lernt jeden Tag dazu. Bei diesem Bach war ich schon ein paar mal, etwas spannendes wäre mir bisher nicht aufgefallen. Trotz der aktuellen Schneelage werde ich diese Woche mal raufschauen und einige Fotos machen und die Augen offenhalten. Wo der Bach herkommt weiß ich bereits vielleicht gehe ich einfach mal dem Verlauf nach runter.

Wäre natürlich möglich, dass die Grotte mit dem Bau der Höhenstraße zerstört wurde.
MfG,

Meinst du den Strebelkessel 2 vom Schloss?

Die Grotte wurde nicht beim Bau der H.Strasse zerstört erst 10 Jahre später.
 
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